Wo fahren Sie denn? – Oder: Warum Navigationssysteme eine der größten Stärken des Gehirns zerstören…

Schon mal versucht, mit einem Navi einen Säbelzahnztiger zu fangen? Der Orientierungssinn ist eine der großen Stärken des Kopfes – angeblich entstanden, als wir noch zu Fuß mit der Keule auf der Schulter hinter unserem Essen her waren.

Mit dem Navi ist das alles ganz anders geworden. Wir treten unseren Kopf mit Füßen, weil wir uns ausschließlich auf die Technik verlassen. Das ist vergleichbar mit dem Einspeichern von Telefonnummern ins Handy. Ist das Gerät weg oder kaputt, kann der Betroffene nicht einmal mehr zu Hause anrufen.

Das Autoportal mobile.de berichtet über die Ergebnisse einer Studie von TopGutscheinCode, nach der die Autofahrer sich mittlerweile voll und ganz auf die kleinen elektronischen Helfer verlassen. 75 Prozent der Befragten gab an, gar keine Karte mehr lesen zu können, obwohl fast die Hälfte sich trotz Navi schon einmal verfahren hat.

Nur 12 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, sich überhaupt noch Gedanken darüber zu machen, wo sie hinfahren. 61 Prozent tippen das Ziel ein und fahren einfach drauf los. Und wenn sie sich doch verfahren, dann wird Mama oder Papa hinterher telefoniert: Fast die Hälfte ruft die Eltern an, wenn das Navi den Weg nicht mehr kennt. Hoffentlich ist die Nummer richtig im Handy abgespeichert.

Ja, wo fahren Sie denn? Pflegen Sie Ihren Sinn für die Orientierung. So sitzt man nicht stur im Auto und fährt von Start zum Ziel. Neben dem Gefühl für die Richtung bleibt das Hirn so während der Fahrt aktiv. Und vielleicht gibt es auf dem Weg ja noch die eine oder andere interessante Stadt oder Sehenswürdigkeit, an der das Navi stur vorbeileitet.

Schließlich ist der Weg das Ziel!

Quelle: mobile.de, TopGutscheinCode, Neues Mobil

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