Spielkarten und Stiche beim Skat behalten – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zu einem häufig nachgefragten Thema: Wie lassen sich Karten beim Spiele und vor allem die Stiche beim Skat merken?!

Sehr geehrter Herr Bien,

mich interessiert die Methode u.a. für das Skatspielen, um mir bereits gespielte Karten zu merken. Das Problem: Die Stiche der einzelnen Spiele überlagern sich in meinem Gedächtnis, ich kann also nicht unterscheiden, welche Stiche nun zu dem aktuellen Spiel oder dem vorherigen gehören.

Eine denkbare Lösung wäre die „Zerstörtechnik(Link auf ein YouTube-Video, in dem Sie diese Technik lernen und erleben können). Problem jedoch: Die kurze Zeitspanne zwischen zwei Spielen reicht nicht, um 32 Karten zu löschen.

Eine weitere denkbare Lösung: Ablage auf Routen. Problem hierbei: Je nachdem, wie lange die einzelnen Spiele im Gedächtnis bleiben, benötige ich u.U. mehrere 100 Routen, um die Spiele der letzten Wochen „abzuspeichern“. Meine Phantasie reicht nicht, um mir eine derartige Anzahl von Routen auszudenken.

Haben Sie für dieses Problem einen Tip/Lösungsansatz?

Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich im Voraus.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr O,

mit Ihrer Vermutung, die Stiche mit Hilfe des „zerstörerischen Merkens“ einzuprägen, lagen Sie bereits richtig – diese „Attribution“ der Karten (in diesem Fall das Zerstören) lässt sich tatsächlich nicht einfach so auslöschen, sondern es braucht ein paar Tage, bis die Vorstellungen wieder halbwegs aus dem Kopf verschwunden sind. 
Der Trick hier besteht darin, das „Attribut“ zu variieren. Also einmal zerstören, danach einfärben, mit etwas behängen, verkleiden, einwickeln oder verpacken und so weiter. Sie währen einfach vor jeder neuen Runde eine neues Attribut aus, mit dem Sie die Bilder für die Karten dann belegen.
Aus meiner Erfahrung (es kommen viele Fragen zu diesem Thema) sind zwanzig bis dreißig Runden mit dieser Methode machbar. Dann sind die Bilder im Kopf so überladen, dass es wiederum unübersichtlich wird.
Probieren Sie aus, wie viele Runden Sie mit dieser Methode durchhalten. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei.
Ulrich Bien
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