Schön blöd: Botox reduziert die Gehirnleistung

Ein Team von Wissenschaftlern der Harvard Universität hat 20 Frauen vor und nach einer Botox-Behandlung gegen Falten im Gesicht einem Sprachtest unterzogen.

Das Ergebnis ist verblüffend: Die Frauen zeigten deutlich schlechtere Leistungen des Sprachzentrums. Sie brauchten teilweise bis zu einer Sekunde länger, um komplexe Sätze wie „Sie verabschieden sich von einem guten Freund, den sie nie wieder sehen werden.“ zu verstehen.

Wer sich Nervengift im Gesicht unter die Haut spritzt, der darf sich nicht wundern, dass das nicht gut für das Gehirn sein kann – aber der Grund für die schlechtere Hirnarbeit ist ein anderer: Wenn wir die Stirn zum Beispiel bei traurigen oder nachdenklichen Gesprächsthemen in Falten legen, dann ist das nicht nur eine Reaktion des Gesichts auf das Thema, sondern es hilft uns auch beim Verstehen!

Botox verhindert die aktivität der Mimik und damit die Verständnisleistung des Gehirns. Eine Sekunde Verzögerung klingt zwar nicht besonders lang, ist aber für den Kopf schon eine kleine Ewigkeit.

Quelle: Yahoo Nachrichten / Bild der Wissenschaft (Juni Ausgabe)

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