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Brauchen wir Google Glass? Datenbrille gegen Smartphone

Google Gründer Sergey Brin wurde von einem Reporter ohne die Google-Datenbrille erwischt! Dabei war er an der Entwicklung der nächsten digitalen Revolution beteiligt. Schon sehen die Analysten den Niedergang des ambitionierten Projekts, dass uns alle, überall und mit dem kürzesten Draht zum Gehirn mit dem Internet verbinden sollte. Aber brauchen wir wirklich Datenbrillen? Oder wird der nächste technische Umbruch anders aussehen. 

Google Glass hatte keinen leichten Start. Es gab eine Vielzahl von Gründen, warum das Projekt nicht richtig abheben will, obwohl die Brille mittlerweile in den USA und auch im britischen Europa erworben werden kann.

1. Das Projekt wurde zu lange angekündigt! – Zwei Jahre tobte die Kommunikation um das neue Gadget. Test-Nutzer wurden ausgewählt, aber die Google-Seiten schwiegen zu Verfügbarkeit und Preis. 

2. Die Gesetzte kamen schneller als die Brille! – Und damit stellt sich auch die Frage, ob wir so eine Brille den ganzen Tag auf der Nase haben können. Schließlich lenkt das Benutzer von Smartphones so extrem ab, dass in vielen Ländern nicht mit dem Telefon in der Hand Auto gefahren werden darf. Und auch an anderen Orten wird die Brille wohl nicht auf der Nase sitzen: In der Schule (Ablenkung), im Beruf (Datenschutz) und – wie bereits erwähnt – im Straßenverkehr (Sicherheit). 

3. Muss es eine Brille sein? – Konkurrent Apple und die gesamte Telefonindustrie wirbt und verkauft Armbänder und Uhren, die eine Ergänzung zum Smartphone sind. Sie versorgen uns mit wichtigen Informationen und messen den Zustand unserer Körpers. Und mit Hilfe von Spracheingabe und Kopfhörer können wir auch schon ohne den Einsatz der Hände ganz gut kommunizieren – und werden nicht von freischwebendem Text abgelenkt. 

Eine faszinierende Geschichte über eine Datenbrille kann man in der BBC-Serie Sherlock ansehen (und zwar in der Episode „Sein letzter Schwur“ in der dritten Staffel). Bösewicht Magnussen benutzt dort scheinbar eine Datenbrille, um sich live Informationen über seine Gegner einblenden zu lassen. Damit metzelt er verbal sein Gegenüber natürlich souverän und ohne die Spur von Widerstand nieder. 

Am Schluß – und jetzt wird es für Anhänger von Gedächtnistechniken herrlich – stellt sich jedoch heraus, dass Magnussen keine Brille benutzt, sondern alle Informationen in einem Gedächtnispalast gespeichert hat. Stellt sich also wieder die Frage, ob Smartphone oder Datenbrille überhaupt das echte Wissen jemals ersetzen werden. 

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