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YOLO – Ausrede oder Pflichtprogramm

„Für die Kids ist alles YOLO“, erklärt mir eine Hauptschullehrerin eine Vokabel, die ich bisher nicht kannte. YOLO – You only live once (man lebt nur einmal) wird weltweit von Kids aus Ausrede für pubertierende Ausfälle benutzt (Unterricht-Schwänzen, Rauchen, zu lange in der Disko rumhängen). Neu ist dieser Begriff allerdings nicht – und er muss von Jugendlichen und Erwachsenen nicht als Ausrede verstanden werden.

Carpe diem – populär geworden durch den Film „Der Club der toten Dichter“, ein paar tausend Jahre als und im Prinzip das gleiche wie YOLO. Nur der Philosoph sieht einen entscheidenden Unterschied: Während YOLO scheinbar benutzt wird, denn die Eisdiele dem Klassenraum vorgezogen wird, scheint Carpe diem von edler Natur sein und daran zu erinnern, dass der Mensch von der Vernunft getrieben wird (und gefälligst auch ein paar Stunden Vokabeln büffeln und Hemden bügeln soll).

Unsinn! Mit welchem Begriff oder Spruch wir unser Leben gestalten, spielt überhaupt keine Rolle. Tatsache ist: Wir sind nie wieder so jung wie heute. Was wir daraus machen, das ist unsere Sache. Wenn Jugendliche nicht lernen wollen, dann wird sie Carpe diem so wenig dazu bringen, wie YOLO sie davon abhalten wird. 

Und um diesen Artikel mit einem weiteren Spruch zu beenden: Was man heute nicht lernt, das kann man morgen nicht wissen!

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