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Gedächtnispalast für Anfänger: Strukturen zum Merken im Kopf aufbauen!

Wenn Sie mit einem Gedächtnispalast lernen und merken wollen, dann brauchen Sie vor allem eins: Eine Struktur (einen Palast) in den die zu lernenden Informationen eingebaut werden können. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie sich eine phantasievolle Welt im Kopf aufbauen, die zum Merken von Fakten geeignet ist…

Bevor Sie anfangen: Ein Gedächtnispalast ohne Fakten ist zwar denkbar, macht aber nicht sehr viel Sinn. Wenn Sie eine Struktur in Ihrem Kopf aufbauen, dann sollte Sie so gemacht sein, dass sie zum Merken der entsprechenden Fakten geeignet ist – sprich: Die Konstruktion sollte zu dem passen, das Sie sich einprägen wollen. Was nützen hundert Räume, wenn Sie zweihundert davon zum Lernen benötigen?

Wenn Sie einem Thema beginnen, werden Sie nicht immer konkret vorhersagen können, wie viel Platz Sie benötigen werden, aber das ist gleichzeitig ein Vorteil des Gedächtnispalasts: Anbauen ist jederzeit möglich. Trotzdem sollte Sie grob überlegen, was da in Ihrem Kopf entstehen soll:

Zwischen Welt und Wohnzimmer

Genügt ein Raum für das Thema? Ein kleines Gebäude? Oder muss es ein riesiger Palast oder eine komplette Welt sein, die aus mehreren Gebäuden besteht?

Die Beispiele auf diesem Blog zeigen es ganz gut: Für alle chemischen Elemente des Periodensystems ist der Bau einer kleinen Burg nötig. Die wichtigen Fakten rund um den Ersten Weltkrieg passen in einen Bungalow mit fünf Zimmern und Wissenswertes rund um das weltberühmte Empire State Building lässt sich in drei Räumen im Gebäude selbst merken.

Raum ist relativ

Natürlich denken Sie nicht eine einzige Information in einen Raum hinein – Sie haben ja auch mehr als ein T-Shirt im Schrank. Die Fakten werden gebündelt und möglichst dicht gedacht. Dabei können Räume weiter unterteilt werden. Hierfür gibt es zwei grundlegend unterschiedliche Ansätze:

Räume werden in verschiedene Bereiche aufgeteilt. So gesehen am Empire State Building. Der Platz vor dem Eingang ist von mir in fünf Bereiche aufgeteilt worden:

  • Links und rechts neben den Eingangstüren
  • Die Eingangstüren selbst
  • Die Dekoration über der Tür
  • Der Blick hoch an der Fassade nach oben

Würde mehr Platz benötigt werden, dann ließe sich jeder Raum ohne Probleme in weitere Teile zerlegen.

Was ist drin?

Einfacher ist das Belegen der Einrichtung eines Raumes. Machen Sie folgendes Gedankenexperiment: Richten Sie spontan ein fiktives Wohnzimmer in Ihrem Kopf ein und zählen Sie die Gegenstände darin! Damit haben Sie sofort zehn bis zwanzig Anker, die mit Fakten verbunden werden können:

  • Sofa
  • Tisch
  • Sessel
  • Topfblume

Kreative Baukunst

Es heißt zwar Gedächtnispalast, aber das bedeutet nicht, dass Sie für jedes Thema in Form von Burgen und Schlössern denken müssen. Gedachte Paläste müssen kreativ sein, damit Sie und ihr Gehirn sich lange daran erinnern.

Verlassen Sie also unbedingt den Pfad der langweiligen Standards und denken Sie in Raumstationen, Goldgräberstädten und venezianischen Galeeren. Obendrein können Sie den Maßstab verändern: Im Film Die Reise ins ich.wird ein U-Boot auf die Größe eines Bakteriums verkleinert und in einen menschlichen Körper gespritzt – auch das ist ein wunderbarer Palast, in dem sich Tausende von Fakten speichern lassen.

Dieser Artikel ist Teil des Blog-Books "Der Gedächtnispalast - Gipfel der Mnemotechniken". Wenn Sie mehr lesen wollen, schauen Sie sich das Inhaltsverzeichnis an.

Dieser Artikel ist Teil des Blog-Books "Neue Brücken bauen! Merksprüche und wie sie gemacht werden". Wenn Sie mehr lesen wollen, schauen Sie sich das Inhaltsverzeichnis an.

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