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Die geheime Ordnung des Wissens – Wie Mnemotechniken funktionieren

Merktechniken – das klingt immer wie ein hoch komplexer und sehr spezieller Kasten voller Denk-Gerätschaften, die schwierig zu erlernen und kaum zu begreifen sind. Viele Menschen schrecken tatsächlich davor zurück. Aber eigentlich kocht auch ein gut trainiertes Hirn nur mit Wasser. In diesem Artikel erkläre ich Ihnen das Grundprinzip der meisten Mnemotechniken…

Abstrakte Fakten kann das Gehirn sich nicht merken. Zahlen sind damit zum Beispiel höchst unverdaubar für den Kopf. Mit der Zahl 5 kann das Gehirn so gut wie nichts anfangen. Sieht es dagegen eine ausgestreckte Hand mit fünf Fingern, dann löst die gleiche Information eine Menge von Reaktionen in den Nervenzellen aus.

Bilder haben Vorfahrt

So ist das erste Prinzip aller Mnemotechniken das Verbildern von Informationen. Viele Eselsbrücken machen nichts anderes, als trockene und öde Fakten greifbar oder unterhaltsam zu machen, dass sie vom Gehirn besser behalten werden können (so zum Beispiel die Eselsbrücken für Sommer- und Winterzeit oder die Namen der Gebilde in einer Tropfsteinhöhle).

Der Grund dafür ist einfach: Während bei abstrakten Fakten nur eine Handvoll davon gemerkt werden kann oder mühselig auswendig gelernt werden muss, kann das Gehirn praktisch unbegrenzt viele Bilder behalten (machen Sie selbst den Test in diesem Video auf YouTube).

Masse merken

Um richtig viele Informationen mühelos und schnell in den Kopf zu kriegen, gibt es zwar unterschiedliche Techniken wie die Routenmethode, römische Räume und den Gedächtnispalast, aber hinter den Namen verbirgt sich immer eine ähnliche Denkweise.

Dabei werden Strukturen zum Merken benutzt, die der Kopf bereits kennt oder die er sich leicht vorstellen kann. Eine Loci-Route ist zum Beispiel der Weg zur Arbeit – unterteilt in zahlreiche markante Plätze. Dort werden dann die Fakten als Bild hinein-konstruiert.

So stellen wir uns Napoleon auf dem Klo vor, George Washington singend unter der Dusche und den russischen Zaren beim Händewaschen am Waschbecken. Auf den ersten Gedanken mag das verrückt klingen, aber tatsächlich können wir uns an so etwas viel besser erinnern, als wenn wir stupide auswendig lernen.

Das Lexikon hat Anleitung…

Mnemotechniken bestehen in den meisten Fällen also aus diesen Denkweisen:

  • Verbildern von Fakten
  • Bestehenden Strukturen in der Erinnerung
  • Verbinden von Fakten und Strukturen

Mit diesem Wissen wird Ihnen der Einstieg im Umgang mit Merktechniken deutlich leichter fallen. Und wenn Sie mehr über die Techniken und deren Anwendung erfahren möchten, dann schauen Sie sich in unserem Lexikon um. Dort werden alle Mnemotechniken mit praktischen Beispielen beschrieben.

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