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Musen merken! Die neun olympischen Musen – eine Eselsbrücke Schritt für Schritt erklärt

Wie lauten die Namen der neun klassischen Musen? Und für was stehen sie? Das zu merken, ist keine ganz einfache Aufgabe, aber mit der richtigen Mnemotechnik ist es eigentlich ganz leicht für den Kopf, so etwas zu behalten. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie das funktioniert, so dass Sie die gleiche Merktechnik auch für andere Informationen nutzen können…

Was muss ich mir merken?

Bevor Sie mit dem Lernen beginnen sollten Sie gründlich analysieren, was Sie sich merken wollen oder müssen. Das hilft, eine passende Merktechnik auszuwählen und damit, ein gutes Merk-Konzept zu entwickeln. Mit dem richtigen Werkzeug lässt sich dann die beste Eselsbrücke bauen!

Folgende Fakten sollen möglichst lange im Hirn hängen bleiben:

  • die Namen der Musen
  • ihre Bedeutung
  • und Sie sollten auch in der Lage sein, alle neun Musen aufzuzählen und sich nicht nur auf Nachfrage daran erinnern (aktives Erinnern vs. Frage-Antwort-Spiel)

Und hier ist die Liste der neun olympischen Musen (Quelle: Wikipedia):

  • Klio – Muse der Geschichtsschreibung
  • Melpomene – Muse der Tragödie
  • Terpischore – Muse für Chorlyrik und Tanz
  • Thalia – Muse der Komödie
  • Euterpe – Muse der Lyrik und des Flötenspiels
  • Erato – Muse der Liebesdichtung
  • Urania – Muse der Astronomie
  • Polyhymnia – Muse des Gesangs mit der Leier
  • Kalliope – Muse der epischen Dichtung, der Rhetorik, der Philosophie

Wie merke ich?

Damit Sie später die Musen auch aufzählen können, benutzen wir in diesem Fall eine so genannte Loci-Route. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach, denn wir werden die
Musen mit den Wochentagen verbinden.

Dazu müssen Sie die Tage zuerst in vorstellbare Bilder verwandeln. Überlegen Sie, was sie mit den Tagen spontan assoziieren würden. Hier ein paar Vorschläge:

  • Montag – ein blühendes Feld voller Mohnblumen
  • Dienstag – das Dienstzimmer bei der Polizei
  • Mittwoch – ein enges Tal, in dem wir in der Mitte festklemmen
  • Donnerstag – ein kräftiges Gewitter
  • Freitag – habe ich frei und liege am Strand
  • Samstag – ist Einkaufen im Supermarkt angesagt, das Bild wird geteilt in ein Warenregal und einen Einkaufswagen
  • Sonntag – scheint die Sonne so heiß wie in der Wüste, hier sehe ich zwei Dinge vor dem inneren Auge: eine Düne und eine Oase

Wenn Ihnen diese Bilder nicht zusagen, denken Sie sich eigene aus! Hauptsache, Ihnen fällt das Bild später wieder ein, wenn Sie an den entsprechenden Wochentag denken!

Die Namen der Musen werden wir direkt beim Merken in Bilder verwandeln. Aber eine Sache müssen wir noch gedanklich organisieren: Die neun Musen werden auf sieben Tage verteilt. Weil am Wochenende immer eine Menge los ist, belegen wir diese beiden Tage beim Merken einfach doppelt.

Merken!

Nun bauen wir in Gedanken aus den Namen, der Bedeutung der Musen und den Bildern für die Wochentage lebendige und vorstellbare Szenen, die Hinweise auf alle Fakten enthalten und uns später wieder dahin zurück führen werden. Hier wieder ein Vorschlag, wie solche Szenen aussehen können:

  • Auf einem Mohnfeld (Montag) steht ein Renault Clio (Klio), in dem eine Dame sitzt und Unmengen von Papier beschreibt (Geschichtsschreibung).
  • Auf dem Tisch im Dienstzimmer der Polizei (Dienstag) liegt eine völlig zerquetschte Melone (Melpomene), und das ist eine dramatische Tragödie.
  • Das Tal ist in der Mitte (Mittwoch) mit Teppich und Cord ausgekleidet (Terpischore) und darauf steht ein Chor, der Lyrik vorträgt (Chorlyrik) und tanzt (Tanz).
  • Bei Gewitter (Donnerstag) schlägt ein Blitz in unser Haus ein und zertrümmert es in tausend Teile (Thalia). Wir lachen darüber (Komödie).
  • Am Strand (Freitag) wandert eine Dame durch die Sonnenanbeter und spielt auf einem Euter (Euterpe), der Flötentöne von sich gibt (Flötenspiel).
  • Im Supermarkt-Regal (Samstag 1) sitzt eine Irre (Erato) und spielt ein Liebeslied auf der Leier (Liebesdichtung).
  • Im Einkaufswagen (Supermarkt 2) liegt eine grün leuchtende Dame (Urania) und betrachtet mit einem Fernrohr den Uranus (Astronomie).
  • Auf der Sanddüne (Sonntag 1) steht eine Schulklasse und singt (Gesang) mehrere Hymnen (Polyhymnia).
  • In der Oase (Sonntag 2) kellnert eine Antilope (Kalliope) und hält gleichzeitig eine philosophische (Philosophie) Rede über die Wissenschaft.

Damit haben Sie lebendige Vorstellungen für alle Fakten im Kopf!

Testen!

Wenn Sie sich alle Bilder lebhaft vorstellen können, dann haben Sie gerade erfolgreich eine Menge Fakten gelernt (und zwar sehr kreativ ohne blödes Büffeln). Probieren Sie nun aus, ob Sie sich an die Bilder und alle Details und Fakten richtig erinnern.

Mehr, mehr, mehr…

Wenn Sie sich die Musen nicht merken wollen, können Sie die Bilder von den Wochentagen trotzdem zum Merken nutzen, indem Sie die Bilder einfach mit anderen Fakten füllen. Wenn Sie die Musen im Kopf behalten wollen, dann lassen sich auch andere Fakten zusätzlich mit in die Bilder einbauen – zum Beispiel eine Einkaufsliste:

Weil Sie der Dame im Auto nicht beim Schreiben zusehen wollen, beschmieren Sie die Scheiben mit Butter. Die zerstörte Melone wird mit Kaffee begossen. Auf den ersten Gedanken klingt das verrückt, lässt sich aber wunderbar merken.

Probieren Sie es aus! Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Experimentieren!

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