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Welche Merktechniken gibt es? Teil 1: Eselsbrücken und Merksprüche

Merktechnik klingt nach Werkzeugkasten für das Hirn – und eigentlich ist das gar nicht so falsch gedacht, denn wer harte und trockene Fakten mit den richtigen Instrumenten bearbeitet, kann sich diese merken, ohne mühevoll auswendig lernen zu müssen. In diesem Artikel erfahren Sie, was die wichtigsten Grundsteine für ein Hochleistung-Gehirn sind…

Mnemotechniken im Überblick:
Grundlegende Techniken, Teil 1
Spezialtechniken für Vokabeln & Zahlen, Teil 2
Mnemotechniken zum massenhaften Merken, Teil 3

Normalerweise folgt die Funktion der Form der Fakten. Es hängt nicht nur die Auswahl der Merktechnik von dem ab, was Sie lernen wollen, sondern fast alle Mnemotechniken sind so flexibel, dass sie je nach Bedarf angepasst, verändert und kombiniert werden können. Dennoch konzentriert sich dieser Artikel auf die Urformen der wichtigsten Merktechniken.

Unvergesslich

333 bei Issos… Wer kennt das nicht! Eselsbrücken erscheinen als seltene und nette Erleichterung des grauen Büffel-Alltags. Aber Merksprüche sind weit mehr als das. Denn sie offenbaren das Fundament jeder Merktechnik: Abstrakte und für das Gehirn schwer begreifliche Fakten werden in Gehirn-gerechte Form verwandelt.

Das verdaulichste Format für den Kopf ist das Bild, aber auch der Reim und der Witz halten ungleich besser als sonst trockener Stoff. Dafür gibt es sogar eine wissenschaftliche Erklärung. So regt zum Beispiel eine Zahl eine einzige Region im Hirn an, während ein Bild rund zwanzig Stellen aktiviert – man könnte auch sagen: Der Kopf ist das genaue Gegenteil eines Computers.

Selbst ist das Gehirn

Aber während das Hirn mit dieser Stärke von Natur aus gut gerüstet ist, hat der Mensch fast vergessen, das zu nutzen. Eselsbrücken werden im Internet gesucht und es gibt sogar Nachschlagewerke für Eselsbrücken. Die Telefonnummern der besten Freunde und die PIN Ihrer Kreditkarte werden Sie darin aber nicht finden.

Statt nach Eselsbrücken zu suchen, sind Mnemotechniken das Bauen von eigenen Brücken. Und damit ist die Grundlage und das kleinste Element der Merktechnik bereits erklärt, wobei das Ausdenken von lebendigen Bildern das Fundament für viele weitere Techniken bildet.

Zwei weitere Grundsätze (Denkweisen) kommen dazu:

1. Das Verbinden solcher Bilder zu Szenen oder Geschichten (dabei geht es schon um das Behalten von mehr als einer Information)

2. Das Ablegen einzelner Bilder oder Szenen und Geschichten an bestimmten Orten (die tatsächlich existieren oder ausgedacht sind).

Ein guter Start…

Wenn Sie diese Fähigkeiten beherrschen, ist der Grundstein für unendliches Merken erfolgreich gelegt. Darüber haben sich im Laufe der Zeit ein paar wenige Spezialtechniken entwickelt, um mit besonders störrischen Fakten – wie Zahlen – ebenfalls mühelos fertig zu werden.

Aber darüber lesen Sie im nächsten Teil.

Dieser Artikel ist Teil des Blog-Books "Der Merkzeugkasten - Mnemotechniken für Anfänger und Fortgeschrittene". Wenn Sie mehr lesen wollen, schauen Sie sich das Inhaltsverzeichnis an.

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