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Optimale Streckenplanung – Loci-Routen verbessern

Die Routenmethode ist die beste Mnemotechnik, um sich Massen von Informationen zu merken. Von Vorträgen bis zu Spielkarten können sehr unterschiedliche Sorten von Fakten auf einer Loci-Route abgelegt werden. Um den Zugriff auf diese mentalen Listen zu verbessern, gibt es ein paar ganz einfache Tricks, damit Sie effektiver mit den gemerkten Fakten arbeiten können…

Eine Loci-Route ist eine definierte Reihenfolge von Merk-Punkten. Damit ist diese Mnemotechnik ideal zum Einprägen von Fakten, die eine gewisse Abfolge haben – zum Beispiel Vorträge, eine Liste von Ländern oder die Reihenfolge eines Kartenspiels im Merk-Sport. Zwar lassen sich so sehr viele Informationen abspeichern, aber beim Erinnern tastet man sich in Gedanken immer entlang der Route.

Wer in der Mitte einsteigen will, muss im schlimmsten Fall immer vorne beginnen und sich durch-denken. Aber es gibt Möglichkeiten, bestimmte Punkte mental zu markieren.

Kaptitel in Brand setzen

Wenn ich mir einen Vortrag einpräge – was ich fast immer mit Hilfe einer Loci-Route tue – dann markiere ich Kapitel oder auch Themenwechsel, indem ich an den entsprechenden Merkplätzen zum Beispiel ein Feuer entzünde. Merkbilder können so herausragend und auffällig markiert werden, dass diese später leichter wiedergefunden werden können.

Probieren Sie es aus: Genauso wie Sie Fakten entlang der Route platzieren, lassen sich Feuer zusätzlich in die Bilder einbauen. Wenn Sie sich später an die Fakten erinnern, dann brauchen Sie im Geiste nur auf die Suche nach den Bränden zu gehen, um von Kapitel zu Kapitel zu springen.

Nummerieren einfach

Wenn Sie Fakten in Reihe merken, kann es nützlich sein, auf bestimmte Plätze gezielt zugreifen zu können. Dabei reicht es zum Beispiel völlig, jedem fünften Platz eine Ordnungszahl zuzuweisen. Damit müssen Sie von einem Punkt maximal drei Loci nach vorne oder nach hinten gehen, um jeden Merk-Ort schnell abgezählt erreichen zu können.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Wort EJOTY. Damit haben Sie jede fünfte Stelle des Alphabets zuverlässig im Kopf abgespeichert. Und nun nennen Sie den 17. Buchstaben. Kein Problem, oder?

Meine Routen sind alle auf den Fünfer-Stellen mit Merkbildern des Majorsystems markiert. Also: Seil, Tasse, Tal, Nase, Nil und so weiter. Wenn Sie das Majorsystem nicht kennen, schauen Sie sich dieses Video an oder lesen Sie das Kapitel darüber im Blog-Buch Der Merkzeugkasten.

Ausführlich be-zahlt

Bei Vorträgen kann es passieren, dass ich zwischen den Teilen der Präsentation hin und her springe. Dabei markiere ich manchmal wichtige Folien nach dem gleichen Verfahren. Wenn zum Beispiel ein Kapitel auf Chart 57 beginnt, enthält das entsprechende Bild auf dem Merk-Platz zusätzlich eine Luke (Majorbegriff für die 57).

Im Extremfall können Sie sogar einen kompletten Vortrag mit Majorbegriffen anreichern. Aber noch einfacher ist es, die entsprechende Rede sofort auf der so genannten Major-Route abzulegen (mehr darüber lesen Sie in diesem Artikel). Damit haben Sie Loci-Route und Nummerierung geschickt kombiniert.

Dieser Artikel ist Teil des Blog-Books "Der Merkzeugkasten - Mnemotechniken für Anfänger und Fortgeschrittene". Wenn Sie mehr lesen wollen, schauen Sie sich das Inhaltsverzeichnis an.

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