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Müll rausbringen, Milch kaufen, Brief in den Kasten – Das Alltags-Vergessen

Sogar Nobelpreisträger kämpfen mit dem kleinen Vergessen im Alltag. Immer wenn wir an den Mülltonnen vorbei laufen, fällt uns ein, dass wir vergessen haben, den Müll mit zu nehmen. Woran liegt es, dass wir uns ganz einfache Dinge nicht merken können? Und dieser Artikel erklärt Ihnen auch, was man dagegen tun kann…

Warum denken wir nicht an Müll, Milch und den Brief? Eigentlich erinnern wir uns sehr gut daran, aber immer im falschen Moment, nämlich wenn wir an den Mülltonnen oder dem Briefkasten vorbei gehen oder die Kühlschranktür öffnen – aber nicht, wenn wir das Haus verlassen oder im Supermarkt stehen.

Die Erinnerungs-Hilfe wird zur kleinen Qual, weil sie nicht im richtigen Augenblick wirkt, sondern erst, wenn es zu spät ist. Beim nächsten Gang in den Hof denken wir sicher an die stinkenden Tüten in der Küche oder eben auch nicht.

Zeichen setzen

Wie kann das Gehirn sich im richtigen Moment an diese Dinge erinnern? Mülltonne, Briefkasten und Supermarkt zeigen sehr gut, wie sich das Gehirn an etwas erinnert. Der sprichwörtliche Knoten im Taschentuch sitzt nur an der falschen Stelle. Die Erinnerungs-Signale müssen also nur anders platziert werden.

Stellen Sie sich einfach folgendes vor: Wenn Sie die Klinke der Eingangstür zu Ihrer Wohnung anfassen, dann greifen Sie in eine faule, schmierige Bananenschale, die darauf liegt. Die Fußmatte vor der Tür ist ein riesiger, weißer Briefumschlag und wenn Sie den Supermarkt betreten, werden Sie mit Milch übergossen.

Wenn Sie sich diese Dinge lebhaft vorstellen, dann haben Sie neue Zeichen gesetzt, an die Sie sich im richtigen Moment erinnern werden.

Kopf-Klopfen

Diese Mnemotechnik basiert auf dem Verbildern und Verorten (siehe Artikel zu den Grundlagen der Merktechniken) und wird Mr. Punch nach dem englischen Kaspar mit der Klatsche genannt, der unserem Gehirn gezielt einen passenden Erinnerungs-Stoß gibt.

Statt im falschen Moment an solche Dinge erinnert zu werden, markieren Sie mit solchen Bildern die entscheidenden Zeitpunkte und Orte. Obwohl diese Bilder fiktiv sind, kommen sie in unser Bewusstsein, wenn wir dir Türklinke, die Fußmatte und den Eingang vom Supermarkt das nächste Mal sehen.

Probieren Sie es aus! Und experimentieren Sie auch, wie Sie sich mit dieser Methode auch an andere alltägliche Dinge besser erinnern können.

Dieser Artikel ist Teil des Blog-Books "Der Merkzeugkasten - Mnemotechniken für Anfänger und Fortgeschrittene". Wenn Sie mehr lesen wollen, schauen Sie sich das Inhaltsverzeichnis an.

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