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Prost: Trink Dich schlau? Über kleine Helfer für mehr Denk-Leistung

Weiß jeder: Der rote Trink verleiht Flügel… Tut er natürlich nicht – zumindest habe ich das noch nicht beobachten können, aber in der Kategorie „Energy Drink“ gibt es einige, nicht gerade günstige Flüssigkeiten, die mehr aus uns herausholen können sollen (sagt die Werbung). Und zwar nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern seit Neuronade auch mehr aus der grauen Masse zwischen den Augen. Aber funktioniert das tatsächlich?

Sara schreibt nett und freundlich per E-Mail – ausgerechnet an einem Dienstag. Sie ist für die Vermarktung von Neuronade zuständig und fragt, ob ich das Pulver probieren will. Weil eben Dienstag ist, antworte ich kurz und knapp: Klar! Schließlich habe ich schon alles probiert, was den Kopf auf Touren bringen soll (also alles außer Drogen, aber alles irgendwo zwischen Psychopharmaka und Fitness-Rezepten).

Ist Leistung messbar?

Ein paar Tagen später liegen die länglichen Beutel auf dem Tisch in der Küche. Zunächst einmal schalte ich alles ab, was das Experiment beeinflussen könnte (mein Kaffee-Konsum liegt überdurchschnittlich und ungesund hoch und ich halte meine Leistungsfähigkeit entweder mit Massen von Wasser oben oder – bei Bedarf auch eine Nummer härter – mit einem Trunk aus Ingwer und Zitrone).

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Also in den nächsten Tagen kein Kaffee mehr , dafür einen Beutel Neuronade ins Glas. Hinweis auf der Packung: Drei am Tag! Wegen schlechter Erfahrungen mit Zucker-Ersatzstoffen werde ich mich diesmal dran halten…

(K)eine Frage des Geschmacks

Für ältere Jahrgänge: Neuronade schmeckt wie Quench (quasi das erste Pulver-Getränk überhaupt) – allerdings lange nicht so intensiv fruchtig, sauer und süß. Die rote Flüssigkeit ist etwas fruchtig mit einem leicht herben Unterton – insgesamt aber lange nicht so markant wie die poppigen Rot-Stier-Energy-Mixturen.

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Das kleine, halb volle Glas ist in drei Sekunden leer. Was mich stört ist der lange Nachgeschmack. Neuronade nistet sich im Mund ein, wie ein Kaugummi. Dafür schmeckt es mir dann aber doch nicht gut genug. Aber wie bereits gesagt: Über Geschmack lässt sich nicht streiten…

Spannender Inhalt

Nur ein verflüssigtes Pulver in den Hals zu schütten, macht keinen Sinn. Wer nicht weiss, was drin ist, kann auch nicht unbedingt auf eine gewisse Wirkung hoffen. Also: Neuronade besteht aus einer Mixtur der üblichen Hirn-Anschieber wie Gingo, Zitrone und die Stoffe roter Beeren. Deswegen wird Kindern in Schwabing auch seit einiger Zeit die tiefrote Johannisbeer-Schorle eingelitert. Da geht es auch besser mit Chinesisch, Geige und Polo.

Auf der Liste der Zutaten klingen Ingwer, Vitamin B5 und Leinöl (Stichwort Omega-3-Fettsäuren) schon spannender – die Klassiker für die Nervenzellen. Mit Leinöl hatte ich schon vor ein paar Jahren experimentiert, aber es lässt sich nicht unbedingt schmackhaft in ein Getränk verwandeln – dachte ich jedenfalls. Die anderen Zutaten lassen sich auf andere Art und Weise – und teilweise frisch – konsumieren.

Wirkt!?

Dies war dann doch kein Test unter Laborbedingungen, weil der Nachwuchs gerade meinen Schlaf fast unmöglich macht und mich so in einen geistigen Zombie verwandelt. Aber vielleicht genau der richtige Zeitpunkt, einen Hirn-Superdrink zu testen.

Neuronade scheint wach zu machen – was ich bisher mit drei bis fünf Tassen zwischen sechs und sieben Uhr am Morgen geschafft habe, klappt auch mit einem Glas Neuronade. Zwei Tüten wäre sicher wirkungsvoller gewesen, aber – wie oben bereits erwähnt – wollte ich die fiesen Nebenwirkungen von Stevia diesmal vermeiden.

Aber ob es schlauer macht? In den Tagen wo ich Neuronade ausprobiert habe, sind mir durchaus geistige Pannen passiert: Meine Felge hinten links hat einen Kratzer, zweimal habe ich die Mülltüten im Eingang übersehen und die Elektrik einer Lampe musste ich zweimal wieder los-schrauben, weil ich die Kabel falsch verlegt hatte. Ohne Neuronade wäre das sicher auch passiert. Also ein Vergleich der Alltags-Intelligenz ist wohl kaum machbar.

Obwohl es sich natürlich immer gut anfühlt, eine Tüte schlaue Chemie in Wasser aufzulösen.

Fazit…

Neuronade wirkt bei mir etwa genauso wie Energy-Drinks – leicht mit einer großen Portion guten Glauben an die Wirkung. Es scheint ähnlich geistig wach zu machen wie Kaffee oder Ingwer. Während der Probe-Trink-Zeit fühlte ich mich frisch, wach und verhältnismäßig fit (Stichwort: schreiender schlaf-befreiter Säugling). Ob so eine Rezeptur tatsächlich beim Lernen hilft, kann ich nicht beurteilen. Eine Eins in Latein kann man sich sicher nicht er-trinken…

Tatsächlich lässt sich das Hirn mit Flüssigkeit und den passenden Inhaltsstoffen wirklich in optimale Lern-Form bringen. Die Inhaltsstoffe von Neuronade werden genau das leisten – genauso wie andere, ähnliche Rezepte, die sich auch selbst herstellen lassen. Das ist natürlich lange nicht so bequem (und Ingwer in der Knoblauchpresse ist auch lange nicht so cool)!

Quelle: neuronade.com (und vielen Dank an Sara)

 

 

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