Kategorie-Archiv: Allgemein

faust

Nur der Wille zählt! Warum diese Eigenschaft Menschen besonders macht…

Können Sie warten? In den 60er Jahren haben Wissenschaftler der Universität Stanford ein einfaches Experiment gemacht: Einer Gruppe von Kindern wurde eine Schüssel mit Marshmallows vor die Nase gestellt. Die Kinder hatten die Wahl: Entweder sie konnten einen Marshmallow sofort essen oder sie konnten warten und bekamen später zwei Süßigkeiten als Belohnung. Dann verließen die Forscher den Raum und beobachteten was passierte…

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“Dinge wahrzunehmen ist der Keim der Intelligenz.” – Laotse

“Dinge wahrzunehmen ist der Keim der Intelligenz.”
Laotse -

Ein interessantes Zitat, da die Grundlagen für effektives Lernen und Arbeiten in einer hohen Aufmerksamkeit und Konzentration bestehen. Die “Superdetektive” der Literatur (Sherlock Holmes, Miss Marple und Hercule Poirot und andere) werden wegen ihrer ausgezeichneten Beobachtungsgabe als hoch-intelligent angesehen.

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Rauf und runter – Wann sind die Menschen zum Mond geflogen?

Verlassen wir dank unserer Vorstellungskraft für einen Moment unseren Planeten und fliegen mit etwas Abstand neben der Erde her, bis wir die Erde und ihren Trabanten aus guter Entfernung bequem betrachten können. Vor Ihrem geistigen Auge sollten Sie nun die Erde als großen Kreis unten links und der Mond als ein etwas kleineres Rund oben rechts sehen.

Was ist damals passiert? Die amerikanischen Astronauten sind mit der Apollo 11 zuerst von der Erde gestartet. Malen Sie im Geiste eine geschwungene Linie vom Kreis der Erde hoch in Richtung Mond. Danach ging es vom Mond wieder zurück. Und zwar in Form einer geschwungenen Linie vom Mond in Richtung Erde.

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Gezeichnet in den USA – Oder: Merken Sie sich die Lösung für das Haus vom Nikolaus

Mathematisch gesehen haben Sie gute Chancen, das Haus vom Nikolaus richtig zu zeichnen: Wer in einer der unteren beiden Ecken beginnt, hat jeweils 44 verschiedene Lösungswege, das bekannte Kinderrätsel richtig zu lösen (und kann sich auf nur zehn Wegen verzetteln).

Falls Sie lieber auf Nummer sicher gehen wollen, brauchen Sie sich nur vorzustellen, dass das Rätsel “Made in the USA” ist. Mit Hilfe des Aussehens der Buchstaben in der Abkürzung USA haben Sie immer eine zuverlässige Lösung des Rätsels im Kopf.

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8 Allergieausweise in 8 Minuten auswendig lernen (MedAT)

Die Universitäten in Österreich haben einen einheitlichen Aufnahmetest für Studierende entwickelt (MedAT). Eine Aufgabe besteht darin, sich die Fakten von 8 Allergieausweisen in 8 Minuten einzuprägen und diese 30 Minuten später anhand eines Multiple-Choice-Tests wiederzugeben. Dieser Artikel erklärt, wie eine solche Merkaufgabe fehlerfrei und schnell zu meistern ist.

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Klare Sprache hilft beim Lernen – ein abschreckendes Beispiel

Wenn etwas klar und verständlich erklärt wird, entsteht im Kopf ein Bild. Experten neigen ins Gegenteil. Sie drücken sich möglichst kompliziert aus, weil das wichtiger klingt (dem Lernenden aber das Leben schwer macht).
Heute habe ich ein schönes Beispiel dafür gefunden: In den Hinweisen auf einer Wasserflasche stand…
ZUR UNTERSTÜTZUNG DER HARNAUSSCHEIDUNG
Auf den ersten Gedanken hat man da keine Flasche mit Wasser in der Hand, sondern trinkt eher Medizin oder einen Zaubertrank. Aber Moment mal!? Was steht da, wenn wir es in eine Hirn-verträgliche Form übersetzen?
Wer Wasser trinkt, muss auf die Toilette gehen!
Denken Sie mal darüber nach, dass beide Aussagen das gleiche beschreiben, aber so unglaublich verschieden klingen. Und genauso begegnen Schüler, Studenten und andere Lernende jeden Tag in Fachbüchern den wildesten Formulierungen, die eigentlich nur Schafe im Fell des Wolfes sind. Wir könnten es einfacher haben und mit mehr Spaß lernen, wenn sich die Autoren solcher Bücher nur etwas mehr Mühe geben würden. Auch wenn sie dann nicht mehr so beeindruckend Expertisch klingen.

Süß nehmen es die Briten: das Gegenteil von Stress

Obwohl introvertiert, haben auch die Briten einen Begriff für die allgemeine Hektik: STRESSED (gestresst) wird das genannt. Das lustige an dieser Vokabel ist, dass sie sich in ein süßes Gegenteil verkehrt, wenn sie andersrum gelesen wird. Schauen Sie mal genau hin.
Ein weiterer Vorteil: Wer den Nachtisch mit Sahne und Kirsche einmal entdeckt hat, der erinnert sich immer wieder daran, wenn er diesem Wort begegnet. Und es klingt dann nur noch halb so gestresst!

Wie wir lernen und warum lernen gesund ist… (mit Video)

Viele Menschen schonen Ihren Kopf. Dabei schützt ein aktives Gehirn vor Demenz und Alzheimer. Das Risiko von Alterserscheinungen (Verkalken) kann bis zu 50 Prozent reduziert werden – natürlich nicht nur durch das Lösen von Kreuzworträtseln.

Das Gehirn fit zu halten, sollte kein Selbstzweck sein. Es ist sinnvoller, etwas fürs Leben zu lernen, als aus dem Leben eine Gehirnjoggings-Unterhaltungs-Show zu machen. Besser für den Segelschein lernen – und nicht wochenlang Sudokus lösen.

Außerdem wissen viele Menschen gar nicht, wie man am besten für Schule, Uni und Beruf lernt. Lernen ist in den meisten Fällen ein Notprogramm: Hinsetzen und auf den Lehrstoff starren – vielleicht noch einen Spickzettel basteln. Im Kopf bleibt davon wenig hängen. Dabei könnte es so einfach sein…

httpv://www.youtube.com/watch?v=Dpytt1HFhW0

Das größte Problem der Schule: Lehrer lehren lernen nicht

„Schüler sind Zwangsabnehmer“, schreibt das Zitat aus der Sendung Scheibenwischer die Schule ab. Das Problem ist länger bekannt: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“ Dieser Satz vom römischen Gelehrten Seneca ist (leider) falsch übersetzt: „Nicht für das Leben lernen wir, sondern für die Schule“ (Non vitae, sed scholae discimus). Vermutlich war Senecas Ausspruch trotzdem so gemeint, wie wir ihn heute verstehen.

Politiker sind durch die PISA-Studie (und vor allem durch kritische Berichte der Medien) aufgeschreckt und fürchten mehr um Wählerstimmen als um die Bildung nachwachsender Generationen. Sie schicken Lehrer hordenweise zu Fortbildungen und führen in panischer Rekordgeschwindigkeit das Zentralabitur ein. Aber Schule ist immer noch Schule. Der bittere Geschmack bleibt, denn statt die Methoden zu betrachten, mit denen Schüler (immer noch nicht) arbeiten, wird schlicht die Menge gemessen, die ihnen zu verdauen vorgesetzt wird.

Mnemotechnik würde Schule müheloser machen

Es ginge anders: Mit Merktechniken würde die Schule leichter und müheloser werden. Das tägliche Lernen ließe sich verkürzen. Oder es würde sich mehr Wissen mit weniger Anstrengung im Kopf anhäufen. Außerdem fehlen beim Lernen mit Merktechniken negative Etiketten, die am stinkigen Pauken kleben. Lernen kann Spaß machen! Dafür muss doch eine Lücke im Stundenplan zu finden sein?  Das ist vergleichbar mit jemanden, der versucht, aus einem Fels mit der Hand eine Figur zu meißeln und gar nicht auf die Idee kommt, sich ein Werkzeug zuzulegen.

Voller (Lehr-)Plan, nichts dahinter

Stattdessen leiden Schüler unter 50 und mehr Arbeitsstunden pro Woche. Lehrer schütten ihre Schützlinge konsequent mit abschreckend langweiligem Lernstoff zu (damit sie keine Zeit haben, auf dumme Gedanken zu kommen). Die letzten Zentimeter von Schulbuchseite zum Gehirn müssen die Schüler alleine schaffen. Sie bleiben häufig ratlos auf dem Hosenboden sitzen, wenn sie Namen von Einzellern, Länder und Hauptstädte auf entfernten Kontinenten und das gefürchtete Latein lernen sollen. Wenn es darum geht, wie gelernt wird, hängt der pädagogische Wissensstand an Methoden fest wie der scheinbar hoch-modernen Lernkartei. Aber die ist eine Erfindung aus den 70er Jahren. Schlimmer noch, denn das Prinzip der alten Schachtel ist Büffeln per Dauerwiederholung – nur geschickt verpackt in einen bunten Karteikasten für teure 14,99 Euro. Moderneren Rat kann der Lehrapparat oft nicht erteilen. Aber wer hört schon auf Lehrer?

Kunterbunter Schaukampf: Mit Technik gegen die Unwissenheit vorgehen

Warum wird das Lernen in der Schule nicht gelehrt? Angeblich sind die Lehrpläne planlos überfüllt. Lehrern fehle die Zeit. Stattdessen wird das Problem mit Geld statt mit Methode gelöst: In Klassenräumen werden Tafeln gegen Videobeamer ausgetauscht, jedem Schüler sein Laptop spendiert und der Schulhof um ein pädagogisch wertvolles Diskussionsforum erweitert. Das sieht gut aus! Mehr nicht!

Vielleicht ist es gerade die Schwäche von Merktechniken, dass sie nicht bunt und leuchtend in den Klassenräumen herumstehen und dass sie keine Unmengen von Geld verschlingen. Was unter Anwendern von Mnemotechnik schon lange bekannt ist, in das hat die Schule noch keinen einzigen Gedanken investiert:

Wenn Sie das Telefonbuch von Hamburg auswendig lernen wollen, werden Sie das mit konventionellem Lernen vermutlich gar nicht schaffen, oder es wird extrem frustrierend sein oder Sie werden verdammt lange dafür brauchen. Mit Hilfe von Mnemotechniken wird so etwas überhaupt denkbar. Und: Je mehr Sie sich merken wollen, desto besser muss die von Ihnen benutzte Technik sein. Der Merkmeister kennt die Grenzen des Gehirns und er arbeitet bei so einer Aufgabe an seiner Technik – ähnliches gilt übrigens auch für Hochleistungssportler. Während die Biologie Grenzen hat, schafft das gezielte Training und die richtige Technik den Raum für neue Rekorde.

Der Lehrer denkt kaum über den ersten Schritt nach und erklärt den Schülern am Anfang nicht einmal, wie er zu lernen hat. Schade!