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Geniale Technik zum Merken von Zahlen – Video der Woche

Warum sollten Sie an einen Mufti denken, wenn Sie sich die Höhe des Empire State Building in New York merken wollen? Das Majorsystem ist eine der genialsten Merktechniken überhaupt!

Was auf den ersten Blick kompliziert aussieht, ist viel einfacher als Sie denken! Lernen Sie in zehn Minuten die Grundlagen des Zahlencodes und verwandeln Sie Zahlen in leicht zu merkende Bilder.

Das Majorsystem ist dabei für alle Sorten von Ziffern und Zahlen geeignet: Von Telefonnummern und Geburtstagen über technische Daten bis hin zu Zahlen in der Unternehmensbilanz.

httpv://www.youtube.com/watch?v=jPdmoo_N-BM

 

Flaggen einprägen – Bilder merken als große Herausforderung für Mnemotechniken

Während Fremdworte zum Beispiel mit Hilfe der Schlüsselwortmethode und auch abstrakte Zahlen mit Hilfe des Majorsystems in Bilder verwandelt werden können, ist das Gehirn bei Bildern erstaunlicher Weise völlig sprachlos. Ein schöner Versuch: Sie zeigen einer Person zehn Flaggen und die dazu gehörigen Namen der Staaten und bitten die Person, sich die Flaggen einzuprägen. Die meisten Menschen erledigen diese Denkaufgabe in ein bis zwei Minuten. Aber wenn Sie anschließend die Reihenfolge verdrehen und nicht mehr die Flagge zeigen, sondern fragen, wie das Länderbanner ausgesehen hat, versagen die meisten Testpersonen.

Das gleiche Problem ist beim Merken von Gesichtern zu finden: Menschen (oder besser deren Gehirne) können sich zwar hervorragend an Gesichter erinnern, allerdings haben wir keine besonders präzise Sprache für Gesichter und deren Teile entwickelt (ein großes Problem für Polizisten, deswegen gibt es Methoden wie die Gegenüberstellung und Phantombilder – ohne beides wären die meisten Täter blond und zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß).

Eine Sprache für Bilder entwickeln

Das bildliche Erinnerungsvermögen des Gehirns kann wesentlich verbessert werden, wenn Sie zum Beispiel die Nationalflaggen der Länder der Erde nicht nur mit dem jeweiligen Land verbinden, sondern wenn Sie gleichzeitig die umgekehrte Reihenfolge trainieren. Das trainiert zwei Eigenschaften, die für Lernen und Merken besonders wichtig sind:

  • Aufmerksamkeit und Beobachtungsgabe: Ihr Gehirn wird trainiert, Bilder genauer zu betrachten. Sie werden so zum guten Beobachter und machen Schnell Sherlock Holmes und Kollegen Konkurrenz.
  • Formen- und Bildersprache: Sie werden auch besser merken und lernen, weil Sie abstrakte Formen und Linien mit Wörtern beschreiben können. Nur wenige Menschen sind dazu in der Lage, zum Beispiel Gesichter oder auch Gerüche und Geschmäcker zu beschreiben.

Flaggen verwandeln

Probieren Sie es aus: Sehen Sie Bilder mit anderen Augen und suchen Sie nach Eselsbrücken, um sich abstrakte Farbkombinationen und Muster merken zu können. Und verbinden Sie diese mit dem Namen des jeweiligen Landes. Hier ein paar Beispiele – und bitte wundern Sie sich nicht über die eigenartigen Bilder, denn fremde Bilder bleiben dem eigenen Kopf immer fremder als die eigenen:

  • Monaco: Viele weiße Westen, die im schneeweißen Sand liegen und darüber der Himmel, der rot vor Neid von dem vielen Reichtum des kleinen Staates ist.

  • Schweiz: Wer sich nicht merken kann, ob das Kreuz weiß oder rot ist: Nehmen Sie die Flagge zum Einwickeln eines Schokoladen-Berggipfels, dann ist die Spitze in der Mitte des Papiers weiß (weil mit Schnee bedeckt) und das Kreuz damit zweifelsfrei in der gleichen Farbe.

  • Bahamas: Die Inseln sind ein schmaler Streifen Sand im Meer (gelber Streifen zwischen zweimal hellblau) und manchmal passiert es, das ein Schiff dort strandet, weil ein Kapitän wieder zwei linke Hände hatte (schwarzes Dreieck auf der linken Seite).

  • Liberia: Klingt so ähnlich wie das amerikanische (englische) „Liberty“ (Freiheit) und die Flagge sieht so ähnlich aus wie die der Vereinigten Staaten von Amerika, allerdings mit einem roten Streifen weniger (sechs statt sieben) und nur einem einzigen Stern.

Auch wenn diese Merkbilder nichts mit der tatsächlichen Bedeutung der Flaggen zu tun haben, so helfen sie dennoch beim Merken.

Weiterführende Informationen

Auf Wikipedia gibt es eine Liste der Nationalflaggen inklusive ausführlicher Erklärungen, was Anordnung und Farben tatsächlich bedeuten. Die Flaggenerklärung hilft in vielen Fällen auch beim Merken, weil ein Bezug zwischen der Grafik und dem Land hergestellt wird (Banner sind natürlich nicht einfach grundlos bunt).

Diese Techniken können Sie natürlich auch auf andere Themen anwenden. Hier ein paar Beispiele, die teilweiserichtig knifflige Aufgaben für verregnete Tage (oder lange dunkle Winter) sind:

  • Gesichter
  • Baumarten und deren Blätter
  • Tartans (hier eine Liste zum Trainieren)
  • Farben (zum Beispiel die RAL-Farbpalette)

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Merken!

 

 

Die zehn größten Staaten der Erde und deren Hauptstädte merken

Eine der am häufigsten gestellten Fragen in den Trainings ist das Land-Hauptstadt-Problem. Die häufigsten Gründe für die Frage danach, wie man sich knapp zweihundert mehr oder weniger bekannte Kombinationen zweier Eigennamen am besten merkt sind:

  • Die Menge ist nicht mehr so leicht durch herkömmliches Merken im Kopf zu behalten.
  • Viele Menschen haben schlechte (oder zumindest mühevolle) Erinnerungen daran aus der Schulzeit.
  • Jeder würde gerne alle Hauptstädte kennen, war aber bisher zu bequem, sie zu lernen. Noch schlimmer: Die wenigsten Menschen kennen die Hauptstädte von Kanada und Australien – bzw. nennen diese in den meisten Fällen falsch. Und nein, es handelt sich dabei nicht um Toronto und Sydney (auch Montreal und Durban sind falsch).
  • Es handelt sich dabei um eine Aufgabe, die perfekt zur Anwendung von Merk- oder Mnemotechniken geeignet ist.

Staat und Hauptstadt in Bilder verwandeln

Einfachste Methode zum Lernen der Hauptstadt-Land-Kombinationen wird auch zum Lernen von Vokabeln benutzt: Bei der so genannten Schlüsselwortmethode wird für die fremde Vokabel (oder die Namen von Staaten und Hauptstädten) ein ähnliches Wort im Deutschen gesucht, dass als Platzhalter oder Erinnerungshilfe (Eselbrücke) benutzt wird. Manchmal muss man ein wenig suchen: „Neu Delhi“ wird so in „neue Delikatesse“ oder  „Canberra“ in „kann (der) Bär“ verwandelt.

Beides miteinander verbinden – Assoziationsbrücken benutzen

Mit einem guten Bild für den Namen eines Staates und einer Hauptstadt ist der halbe Weg geschafft, aber noch nicht die komplette Lernstrecke, denn manchmal kann es schwer sein, beide Bilder miteinander zu verbinden. Auch haben Sie vielleicht nicht für jeden Namen ein gutes Bild gefunden oder Sie kennen bereits einige Länder (und Ihnen fehlt nur die passende Hauptstadt).

Deswegen benutzen Sie einfach noch andere Bilder, an die Sie bei einem bestimmten Land denken: Bei Kanada denke ich immer an riesige Seen, deswegen verbinde ich „Ottawa“ mit einem See, an dem die Otter sitzen und fragen: „Wa(s), das kann er sich nicht merken?“ Sie sollten nur sicher sein, dass Ihnen beim Erinnern wieder der passende See mit den Ottern einfällt.

Reihenfolge hinzufügen – die zehn größten Staaten der Erde

Je mehr Begriffe man verbinden muss, desto leichter fällt es, ein gutes Bild zu finden (so ist beim Beispiel oben der See ein weiteres Schlüsselbild, mit dem Kanada und Ottawa verbunden werden). Deswegen nehmen Sie einfach die Majorbegriffe für die Rangnummer (Größe) des jeweiligen Landes mit zum Bild dazu.

Wenn Sie das Majorsystem (noch) nicht kennen, dann schauen Sie sich die Einführungs-Videos dazu an. Weitere Informationen über das Majorsystem finden Sie in der Artikelsammlung zu dem Thema.

Und hier die Liste der Merkbilder für die zehn größten Staaten der Erde, inklusive Haupstadt und Majorbegriff für den entsprechenden Rang:

  1. Russland, Moskau, Tee (Majorbegriff für 1): Eine Delikatesse in „Russland“ ist „Tee“ mit Preiselbeeren, den man wie „Most kauen“ muss.
  2. Kanada, Ottawa, Noah (Majorbegriff für 2): „Noah“ schiebt in Kanada seine Arche in einen See und die Otter, die am Ufer sitzen, fragen sich: „Wa(s) soll das?“
  3. USA, Washinton, Oma (die ahnen es sicher…): Meine Oma versucht, in Washington (natürlich in den USA) am Obelisken rauf zu klettern.
  4. China, Peking, Reh: In China gibt es als Nationalgericht nicht mehr Peking-Ente, sondern neuerdings Peking-Reh (natürlich völliger Unsinn, aber gut zu merken, weil das Bild im Kopf hängen bleibt).
  5. Brasilien, Brasilia, Lee(Jeans): Die Brasilianerinnen tanzen Samba in engen Lee(Jeans) und alle Brasilianer rufen „Ah!“.
  6. Australien, Canberra, Schi: In Australien kann der Bär nicht Ski laufen.
  7. Indien, Neu Delhi, Kuh: Kuh ist in Indien alles andere als eine „neue Delikatesse“ – eher ganz im Gegenteil, weil Kühe dort heilig sind und nicht verspeist werden.
  8. Argentinien, Buenos Aires, Ufo:  In Argentinien ist die Luft so gut (Übersetzung von Buenos Aires), dass man die Ufos am Himmel mit bloßem Auge sehen kann.
  9. Kasachstan, Astana, Po: Die Kosaken ein originelles Hobby: Sie kitzeln sich mit einem Ast am Po (tun sie nicht, aber das Bild bleibt wieder wie vom selbst im Kopf hängen).
  10. Sudan, Karthum, Tasse: In einem Zelt in der Wüste im Sudan fällt eine Tasse auf den Boden und es macht nicht „Kaboom“, sondern „Karthum“!

Eigene Bilder halten besser

Runzeln Sie nicht die Stirn, wenn Ihnen die oben beschriebenen Bilder seltsam erscheinen: Zum einen sind die Bilder von anderen immer ungewohnt für das eigene Gehirn und gefallen in den meisten Fällen ganz und gar nicht. Zweitens werden Ihre eigenen Bilder besser und länger im Gehirn hängen bleiben, aber es dauert eine Weile, bis sich das Gehirn an diese Denkweise gewöhnt. Je öfter Sie diese Technik praktizieren, desto müheloser werden Ihnen gute Bilder einfallen.

Probieren Sie es aus! Sie werden erstaunt sein, wie mühelos und sicher Sie sich nach recht kurzer Zeit alle 194 Staaten einprägen werden. Übrigens: Staat Nummer 194 ist Vatikanstadt (dort wachen Dobermänner über den Papst – wobei der Dobermann für die 194 steht).

Ein weiteres Beispiel – nämlich eine ausführliche Merkhilfe für Madagaskar inklusive Hauptstadt, Rang, Flagge und dem Komponisten des bekannten Lieds „Wir lagen vor Madagaskar…“ können Sie sich hier ansehen:

httpv://www.youtube.com/watch?v=zTzcmkfxw5Q

 

 

Grundlagen: Mühle, Müll, Meile, Miele, Mehl, Mole, Mahl, Mal, Muli, Hummel, Himmel, Hammel, Himalaya (Zahlen merken)

Unter folgendem Link finden Sie eine ausführliche Tabelle für alle zweistelligen Begriffe des Major-Systems (eine der effektivsten Merktechniken / Mnemotechniken überhaupt).

Hier ist der Link zur umfangreichen Major-Tabelle

Wenn Sie das Majorsystem (noch) nicht kennen, dann schauen Sie sich die Einführungs-Videos dazu an.

Weitere Informationen über das Majorsystem finden Sie in der Artikelsammlung zu dem Thema.

 

Leserbrief: Mathematische Formeln mit Mnemotechniken merken – Prozentrechnung

Hier die Frage eines Lesers, wie man sich Formeln mit Hilfe von Merktechniken besser einprägen kann:

Erstmal möchte ich mich bei Ihnen für dieses tolle Buch (Einfach.Alles.Merken) bedanken, es hat mir schon viel weitergeholfen. Es ist ihnen wirklich gut gelungen.

Aber ich verstehe eine Sache noch nicht: Nämlich wie man sich Formeln merkt.

Sie haben auf Seite 104 die Formel A= a²/4 * Wurzel aus 3 verbildert. Ich verstehe diese Lösung aber nicht. Ein Dreieck an ein Quadrat zu kleben, das ist doch nichts besonderes, so kann ich mir das irgendwie nicht merken. Und wie Sie auf eine Wurzel kommen ist mir auch schleierhaft.

Und wie mache ich das bei:

  • G = W * 100 / p
  • W = G * p / 100
  • p = W / G * 100

Diese Formeln kann ich mir einfach nicht merken, ich vergesse sie jeden Tag…

Liebe Grüße,

N.E.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr E.,

das Bild im Buch bezieht sich auf den Teil hinter dem Gleichheitszeichen: a zum Quadrat (an ein Quadrat kleben) und in Viertel zersägen (/4). Wenn Sie eins der Quadrate eingraben, dann ist es unter der Erde (Wurzeln) und nur noch eine Ecke (ein Dreieck) sichtbar (3).

Was Ihre Formeln betrifft, würde ich vorschlagen, Sie machen sich erstens klar, wofür die Buchstaben stehen: W = ProzentWert, G = Grundwert und p = Prozentsatz (lässt sich eigentlich anhand der Namen gut merken). Zweitens sind die Formeln jeweils Ableitungen voneinander. Wenn Sie also schnell umstellen können, brauchen Sie sich eigentlich nur eine dieser Formeln zu merken.

Zum Merken würde ich die dritte Formel vorschlagen, weil Sie sich (für mich) am besten in ein Bild verwandeln lässt: Der (Prozent)Satz beginnt damit, dass wir einen (Prozent)Wert durch einen (guten) Grund(wert) teilen, damit zerkleinern und durch einen (schönen und glänzenden) Stern (Multiplizieren) wieder auf hundert (mal 100) bringen.

Können Sie sich das vorstellen?

Es ist wichtig, dass Sie ein eigenes Bild aufbauen, in dem Sie die Formel „sehen“ können. Entweder eine statische Szene oder eine Abfolge von Ereignissen.

Oben ist das eine vorstellbare Abfolge für Sie: Ein Satz entsteht, indem man etwas wertvolles durch Teilung in eine (Grund-)Bestandteile zerlegt und dann wieder auf 100 bringt.

Ich hoffe das hilft Ihnen weiter & viele Grüße,

Ulrich Bien

Dieser Artikel bezieht sich auf Seite 104 im Buch „Einfach. Alles. Merken.

 

Videos: Zahlen merken mit dem Majorsystem – Daten, Fakten und Termine sicher im Kopf

Zahlen sind schwere Kost für das Gehirn und kaum zu behalten, wenn es mal mehr ist als eine Telefonnummer. Unser Kopf kann keine Zahlen behalten, weil sie abstrakt sind und damit keine greifbaren Vorstellungen in unseren Gehirnen erzeugen. Abhilfe schafft eine der genialsten Mnemotechniken, die in diesem Artikel anhand zweier Videos vorgestellt und in wenigen Minuten erlernt werden kann.

Das Major-System ist die perfekte Technik, mit deren Hilfe sich jeder mühelos eine ganze Menge Zahlen einprägen kann und diese nicht wieder vergessen wird. Verwandeln Sie Zahlen in Bilder und auf die gleiche Weise wieder zurück. Mit ein wenig Übung werden Sie zum Meister von historischen Daten, Telefonnummern, PIN-Codes, Geburtstagen und, und, und.

Hier das Video zum Einstieg in das Majorsystem von der DVD aus dem Buch Einfach. Alles. Merken. (weitere Informationen und viel mehr Tricks und Tipps zum Merken von Zahlen finden Sie im Buch ab Seite 141 – Kapitel „Kopf und Zahl“):

Und hier eine weitere Erklärung des Majorsystems mit mehr Illustrationen:

Weitere Informationen zum Majorsystem finden Sie auch bei Wikipedia. Und eine ausführliche Tabelle mit zweistelligen Begriffen entweder hier und beim Humboldt Verlag.