Archiv der Kategorie: Flaggen

Erdkunde lernen mit GeoMaster plus

Eine wirklich revolutionäre Lösung, Länder auf einer Karte zu finden, ist auch die App GeoMaster nicht. Aber sicherlich ist das Lernen von Geographiewissen auf spielerische Art durchaus angenehmer, als sich die trockenen Fakten durch schlichtes Büffeln in den Kopf zu pressen. GeoMaster ist eine schöne Umsetzung des klassischen Erdkunde-Lernspiels…

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Die Farben der Olympischen Flagge merken – Version II

Im vorigen Artikel habe ich eine Methode erklärt, wie sich Farben der Olympischen Ringe merken lassen. Hier noch eine zweite Methode: Diesmal wird die Reihenfolge in einem ausgedachten Bild kombiniert mit einer uralten Kulturtechnik, die wir seit tausenden von Jahren kennen: Dem Lesen von links nach rechts.

Wir merken uns die Anordung der Farben auf den Ringen (drei Ringe oben, zwei unten) einfach durch eine kleine Geschichte:

„Sogar mit Blaulicht muss man nachts an einer Ampel warten.“

Das war’s schon! Sie werden es bereits ahnen, und obwohl der Satz völliger Unsinn ist, macht es das Merken leicht: Blau (Blaulicht) in der Nacht (schwarz) und Ampel (rot, gelb, grün) – erledigt. Die oberen drei Ringe tragen also – von links nach rechts – die Farben blau, schwarz und rot. Und die beiden unteren die Farben gelb und grün. Erledigt!

Hier können Sie prüfen, ob das Bild schon in Ihrem Kopf hängen geblieben ist.

 

Die Farben der Olympischen Flagge merken

Die Olympische Flagge kennt jeder, aber viele Menschen haben die Anordnung der Farben nicht im Kopf, obwohl sie die Fahne schon tausendmal und öfter gesehen haben.

Bei der ersten Möglichkeit, die Anordnung zu merken, müssen Sie mindestens die Anordnung der Ringe kennen: Oben drei und unten zwei – das ist nicht so schwer.

Nun betrachten wir, welche Farben die Ringe haben:

  • schwarz
  • rot
  • blau
  • grün
  • gelb

Das einzige, was Sie sich merken müssen: Schwarz ist oben in der Mitte. Der Rest läßt sich aus der Schreibweise der Farben ableiten: Alle Farben mit einem „L“ kommen auf die linke Seite (gelb und blau). Die Farben mit einem „R“ auf die rechte (rot und grün).

Jetzt bleibt nur noch die Frage, welche Farben oben und welche unten sind. Auch ganz leicht. Im Wort „BLAU“ ist das „L“ weiter vorne als in „GELB“ – also ist blau auf der linken Seite oben und gelb unten. Rechts ist in „ROT“ das „R“ weiter vorne als in „GRÜN“, also rot nach oben und grün nach unten.

Ob Sie alles richtig gemerkt haben, können Sie hier überprüfen.

 

Flaggen einprägen – Bilder merken als große Herausforderung für Mnemotechniken

Während Fremdworte zum Beispiel mit Hilfe der Schlüsselwortmethode und auch abstrakte Zahlen mit Hilfe des Majorsystems in Bilder verwandelt werden können, ist das Gehirn bei Bildern erstaunlicher Weise völlig sprachlos. Ein schöner Versuch: Sie zeigen einer Person zehn Flaggen und die dazu gehörigen Namen der Staaten und bitten die Person, sich die Flaggen einzuprägen. Die meisten Menschen erledigen diese Denkaufgabe in ein bis zwei Minuten. Aber wenn Sie anschließend die Reihenfolge verdrehen und nicht mehr die Flagge zeigen, sondern fragen, wie das Länderbanner ausgesehen hat, versagen die meisten Testpersonen.

Das gleiche Problem ist beim Merken von Gesichtern zu finden: Menschen (oder besser deren Gehirne) können sich zwar hervorragend an Gesichter erinnern, allerdings haben wir keine besonders präzise Sprache für Gesichter und deren Teile entwickelt (ein großes Problem für Polizisten, deswegen gibt es Methoden wie die Gegenüberstellung und Phantombilder – ohne beides wären die meisten Täter blond und zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß).

Eine Sprache für Bilder entwickeln

Das bildliche Erinnerungsvermögen des Gehirns kann wesentlich verbessert werden, wenn Sie zum Beispiel die Nationalflaggen der Länder der Erde nicht nur mit dem jeweiligen Land verbinden, sondern wenn Sie gleichzeitig die umgekehrte Reihenfolge trainieren. Das trainiert zwei Eigenschaften, die für Lernen und Merken besonders wichtig sind:

  • Aufmerksamkeit und Beobachtungsgabe: Ihr Gehirn wird trainiert, Bilder genauer zu betrachten. Sie werden so zum guten Beobachter und machen Schnell Sherlock Holmes und Kollegen Konkurrenz.
  • Formen- und Bildersprache: Sie werden auch besser merken und lernen, weil Sie abstrakte Formen und Linien mit Wörtern beschreiben können. Nur wenige Menschen sind dazu in der Lage, zum Beispiel Gesichter oder auch Gerüche und Geschmäcker zu beschreiben.

Flaggen verwandeln

Probieren Sie es aus: Sehen Sie Bilder mit anderen Augen und suchen Sie nach Eselsbrücken, um sich abstrakte Farbkombinationen und Muster merken zu können. Und verbinden Sie diese mit dem Namen des jeweiligen Landes. Hier ein paar Beispiele – und bitte wundern Sie sich nicht über die eigenartigen Bilder, denn fremde Bilder bleiben dem eigenen Kopf immer fremder als die eigenen:

  • Monaco: Viele weiße Westen, die im schneeweißen Sand liegen und darüber der Himmel, der rot vor Neid von dem vielen Reichtum des kleinen Staates ist.

  • Schweiz: Wer sich nicht merken kann, ob das Kreuz weiß oder rot ist: Nehmen Sie die Flagge zum Einwickeln eines Schokoladen-Berggipfels, dann ist die Spitze in der Mitte des Papiers weiß (weil mit Schnee bedeckt) und das Kreuz damit zweifelsfrei in der gleichen Farbe.

  • Bahamas: Die Inseln sind ein schmaler Streifen Sand im Meer (gelber Streifen zwischen zweimal hellblau) und manchmal passiert es, das ein Schiff dort strandet, weil ein Kapitän wieder zwei linke Hände hatte (schwarzes Dreieck auf der linken Seite).

  • Liberia: Klingt so ähnlich wie das amerikanische (englische) „Liberty“ (Freiheit) und die Flagge sieht so ähnlich aus wie die der Vereinigten Staaten von Amerika, allerdings mit einem roten Streifen weniger (sechs statt sieben) und nur einem einzigen Stern.

Auch wenn diese Merkbilder nichts mit der tatsächlichen Bedeutung der Flaggen zu tun haben, so helfen sie dennoch beim Merken.

Weiterführende Informationen

Auf Wikipedia gibt es eine Liste der Nationalflaggen inklusive ausführlicher Erklärungen, was Anordnung und Farben tatsächlich bedeuten. Die Flaggenerklärung hilft in vielen Fällen auch beim Merken, weil ein Bezug zwischen der Grafik und dem Land hergestellt wird (Banner sind natürlich nicht einfach grundlos bunt).

Diese Techniken können Sie natürlich auch auf andere Themen anwenden. Hier ein paar Beispiele, die teilweiserichtig knifflige Aufgaben für verregnete Tage (oder lange dunkle Winter) sind:

  • Gesichter
  • Baumarten und deren Blätter
  • Tartans (hier eine Liste zum Trainieren)
  • Farben (zum Beispiel die RAL-Farbpalette)

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Merken!