Archiv der Kategorie: Fremdwörter

Was haben Melanie und Hautkrebs gemeinsam? Hintergrundwissen

Alltägliche Begriffe lassen sich leichter merken, wenn man den Hintergrund dazu kennt. Auch wenn weibliche Vornamen und Bezeichnungen für Hautkrebs für uns auf den ersten Blick abstrakt wirken: Es steckt Sinn dahinter!

Auch wenn die Überschrift makaber klingt, aber sowohl der Vorname Melanie, als auch das Melanom stammen vom griechischen Wort „melas“ ab. Zahlreiche Vornamen sind früher aufgrund von Eigenschaften vergeben worden. Melanie bedeutet so viel wie „die Schwarzhaarige“ oder „die dunkel Gelockte“. Der Name des Hautkrebses stammt ebenso von der Farbe ab: Schwarze Flecken!

Es gibt übrigens noch einen Vornamen, der die gleiche Abstammng hat: Pamela ist ebenfalls eine Variation von „melas“. Er wurde von dem Dichter Sir Philip Sidney im 16. Jahrhundert erfunden und setzt sich aus zwei griechischen Begriffen zusammen, den die erste Silbe stammt von „pan“ ab, was so viel wie „ganz“ oder „alles“ auf Griechisch bedeutet.

 

Kennen Sie die literarischen Formen der Epik? Eselsbrücken praktisch

Zur Epik (erzählende Dichtung) gehören die Saga (eine mittelalterliche Prosaerzählung aus Skandinavien), die Anekdote (eine skizzenhaft, pointierte Erzählung), die Fabel (kurze Erzählung und Tieren mit menschlichen Eigenschaften) sowie teilweise die Ballade (eine Mischform, die meistens jedoch der Lyrik zugeordnet wird).

Und wie merken? Hier handelt es sich lediglich um fünf Informationen, die gemerkt werden wollen. Diese Menge kann problemlos in einem Merk-Bild zusammengefügt werden. Bei meinem Vorschlag verbinde ich jeweils zwei Begriffe miteinander zu einer kurzen und griffigen Aussage:

„Ansage bei einer Bahnfahrt“ – auf dem Weg ins Epi(k)zentrum der Literatur. „Ansage“ steht für „Anekdote“ und „Saga“. „Bahnfahrt“ enthält „Ballade“ und „Fabel“. Außerdem muss man sich noch merken, dass die „Bahn“ durchgeschüttelt wird, weil sie über die Saiten einer Lyra fährt(Hinweis darauf, dass die Ballade („Bahn“) teilweise der Lyrik zugeordnet wird.

 

Ähnliche Begriffe einprägen: Synkope, Synapse, Synode und Synopse

Was bedeuten folgende Begriffe und wie lassen sich diese leicht merken und unterscheiden?

  • Synkope – Rhytmusverschiebung gegenüber dem regelmäßigen Takt in der Musik.
  • Synkope – kurze Bewußtlosigkeit (Medizin).
  • Synapse – Kontaktstelle von Nervenzellen.
  • Synode – Versammlung kirchlicher Repräsentanten (auch Konzil genannt).
  • Synopse – knappe Zusammenfassung oder Vergleich in der Literatur.

Der Begriff Synkope erinnert an „Kuppe“: Zwerge schieben ein Klavier bergauf und oben auf der Kuppe kippt das Klavier und verschiebt sich quasi von selbst gegen den Takt des Lieds, das die Zwerge gesungen haben. Die medizinische Synkope erinnert an eine Sünde im Kopf – was gut zu einem kurzzeitigen Blackout führt.

Synapse klingt wie „Ast“ und „Nabel“, also eine sensible Verbindung (Nerven) von Mutter und Kind (Nabel).

Die Synode klingt wie „öde“, also stellt man sich am besten eine Gruppe von Bischöfen vor, die gelangweilt um einen Tisch herum sitzen.

Und zuletzt die Synopse erinnert an „hopsen“, also so lange auf einem Thema herumspringen, bis Sie es zu einer kurzen Zusammenfassung eingestampft haben.

 

Medizinische Fachbegriffe einprägen – Wo tut es denn weh?

Jetzt wird’s blutig bei unserem kleinen Gedächtnistraining. Keine Sorge, ich will Ihnen nicht ans Hirn, sondern heute will ich Ihnen eine Hilfe geben, wie Sie sich die Bedeutung von medizinischen Fachbegriffe ganz einfach merken können. Es geht um folgende Begriffe:

  • Anämie – der Fachbegriff für Blutarmut
  • Anosmie – der Verlust des Geruchssinns
  • Anamnese – die Krankengeschichte oder der Verlauf einer Krankheit
  • Und Amnesie – der Gedächtnisverlust.

Wie können Sie sich merken, was welcher Begriff bedeutet?

Ganz einfach: Indem Sie aus dem Klang der Worte eine Merkhilfe mache, die Sie auf die Bedeutung führt. Anämie klingt mit ein wenig Phantasie wie „ärmlich“, was ein Hinweis auf Blutarmut ist. In Anosmie steckt das englische Wort „nose“, was Nase bedeutet. Damit haben Sie einen einfachen Hinweis, dass Anosmie der Verlust des Geruchssinns ist. Anamnese klingt so ähnlich wie „Annahmen“ und „Genesung“ – also sollten Sie bei den Annahmen über die Genesung an den Krankheitsverlauf oder die Krankengeschichte denken.

Amnesie ist schwerer. Stellen Sie sich bei dem Klang des Wortes einfach folgenden Satz vor: Annahmen über Nessie (das schottische Seeungeheuer) kann man getrost vergessen. Also ist Amnesie der Gedächtnisverlust oder das Vergessen.

Damit haben Sie die Bedeutung von vier Fachbegriffen erfolgreich und extrem schnell gemerkt! So einfach kann merken sein!

 

Wer ist der Erfinder der Zwölftonmusik – Dodekaphonie

Stellen Sie sich einfach folgendes Bild vor:

„Ein Unhold singt besonders schön von einem Berg hinunter.“ – Damit haben Sie den Namen von Arnold Schönberg bereits mit Hilfe eines Bildes in Ihrem Kopf abgespeichert. Übrigens: Denken Sie nicht an einen „schönen Berg„, sonst enden Sie vielleicht in der falschen Erinnerung „Schöneberg„.

Sie brauchen Sie den Berg nur noch als einen Berg in Österreich vorstellen, dann haben Sie die Nationalität des Komponisten auch noch mit gemerkt.

Und wissen Sie, wie der Fachbegriff für Zwölftonmusik heißt? Die „Dodekaphonie“ können Sie sich zusätzlich mit folgendem Spruch merken: „AmDOnnerstag kriegt der DEpp was auf die KAppe, dass sich das Klingeln TelePHONs wie Zwölftonmusik anhört.“

 

Namen der Achsen im Koordinatensystem: Ordinate, Abszisse und Applikate (auch Kote)

X-, Y- und Z-Achse kennt jeder! Aber die korrekten Fachbegriffe für die Achsen im Koordinatensystem scheinen Mathematiklehrern vorbehalten zu sein. Ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie sich die Namen für die Achsen einfach merken können. Hier erst einmal die Bezeichnungen für die drei Achsen:

  • Abszisse wird die horizontale Achse (X-Achse genannt).
  • Ordinate ist die senkrechte Achse (Y-Achse).
  • Applikate (in der Geographie auch Kote) heißt die Z-Achse, mit der die dritte Dimension erobert wird.

Und hier sind Eselsbrücken, mit denen Sie sich die drei Begriffe und die dazu gehörige Richtung einfach merken können: Die „Abszisse“ zischt ab, bis sie am Horizont verschwunden ist. Die „Ordinate“ steht ordentlich senkrecht in der Welt herum. Und die Karte fällt ab in die Tiefe und landet auf einem Haufen Kot („Applikate“ und „Kote“).

 

 

Schnell gemerkt: Was ist ein Neologismus?

Hier eine Eselsbrücke für ein Fremdwort, dass gerade in einer Fernsehshow gefallen ist. Was ist ein Neologismus?

Hier die Definition:

  • Neologismus: ein neues Wort, das in einem Sprachraum auftaucht und sich verbreitet, bis es sich ggf. schließlich in einem Wörterbuch zu finden ist.

Und hier eine rasch gestrickte Eselsbrücke, die beim Merken helfen soll. Mal sehen, ob es auch in Ihrem Gehirn funktioniert?!

  • Neologismus: „Neo“ klingt wie „Neu“ und „…logismus“ ein wenig wie das wundervolle Kinderspielzeug „Lego“: Also ein Wort, das neu aus Lego-Steinen zusammengebaut wird.

Um die Definition besser zu merken, sollten Sie sich die oben beschriebene Erklärung so bildlich wie möglich vorstellen. Denken Sie dabei intensiv an neue, glänzende Legosteine, aus denen Sie ein völlig neues Wort zusammenbauen, das es bisher nicht gegeben hat. Dann bleibt das Bild im Hirn und kommt Ihnen wieder in den Sinn, wenn Sie irgendwo einem Neologismus begegnen.

 

 

Kennen Sie den Unterschied zwischen Lexik und Idiom?

Noch ein Beispiel aus der Linguistik! Merken Sie sich ganz einfach die Bedeutung folgender Fachbegriffe:

  • Lexik: Wortschatz einer Sprache.
  • Idiom: Sprechweise, Mundart.

Wie läßt sich die Bedeutung der beiden Begriffe mit Hilfe des Verbilderns und dem Ausdenken von Eselsbrücken merken? Hier ein paar Vorschläge:

  • Lexik: Klingt doch wie „Lexikon“ – also alle Wörter, die eine Sprache umfasst.
  • Idiom: Der „Idiot“ hat eine Mundart, dass niemand ihn versteht.

Viel Spaß beim Merken!

 

 

Annuarium, Agenda, Amphibolie – Fachbegriffe merken und deren Bedeutung kennen

Wie lassen sich folgende Fachbegriffe inklusive deren Bedeutung ganz einfach merken?

  • Annuarium: Jahrbuch.
  • Agenda: Terminplan, Notizbuch, Kalender.
  • Amphibolie: Doppelsinn, Mehrdeutigkeit.

Und hier ein paar Vorschläge, wie sich diese Fremdwörter mit Hilfe von Bildern und Eselsbrücken ganz einfach merken lassen:

  • Annuarium: klingt ähnlich wie „Januar“, was ein ganz klarer Hinweis auf das Jahr ist.
  • Agenda: klingt ähnlich wie „Kalender“, womit eine glasklare Eselsbrücke gefunden wäre.
  • Amphibolie: klingt wie „Amphibienfahrzeug“, das doppelt eingesetzt werden kann: Auf der Straße und im Wasser – also eine Doppelfunktion. Der Begriff stammt auch von der Amphibolie ab.

 

 

Die Bedeutung von Fremdwörtern einprägen: Tautologie, Oxymoron und Homonym

Diesmal gibt es Eselbrücken für drei Begriffe aus der Sprachwissenschaft und deren Bedeutung, die gerne und häufig im Deutschunterricht und im Studium eingesetzt werden:

  • Tautologie: Ausdruck sinngleicher Wörter in der Stilistik („weißer Schimmel“)
  • Oxymoron: die Verbindung von Gegensätzen („heiße Kälte“)
  • Homonym: ein Wort mit unterschiedlicher Bedeutung („kosten“ kann sowohl „wert sein“ bedeuten als auch „schmecken“)

Und hier präsentiere ich Ihnen die merkwürdigen Eselsbrücken für die drei Fachbegriffe:

  • Zwei Begriffe sind durch ein Tau (logisch) miteinander verbunden. Und das Tau sieht am Anfang und am Ende natürlich völlig gleich aus (sinngleiche Begriffe).
  • Nehmen Sie ein „O“ für ein „X“ oder machen Sie in einen „Kreis“ (O) ein Kreuz (X) und verbinden Sie zwei Gegensätze miteinander (Kreis und Kreuz bzw. die beiden unterschiedlichen Buchstaben).
  • Hormone machen aus Monstern auf die Schnelle friedliche Nymphen. Ein Wort (Wesen) mit unterschiedlichen Bedeutungen (Monster und Nymphen).