Archiv der Kategorie: Geschichte

Wie heißen die sieben Hügel von Rom?

Ein Klassiker (genau wie der Song von Karat und Peter Maffay): Wie hießen die Hügel, auf denen Rom errichtet wurde?

Hier erst einmal die Übersicht, was in diesem Artikel auf Ihren Kopf zukommt:

Und wie merken? Sieben Begriff passen gut in ein Bild, das Sie in Ihrem Kopf wie ein Gemälde malen sollten. Die Eselsbrücke ist immer noch die effektivste Art zu merken (und zu erinnern).

Hier ein vorstellbarer Vorschlag:

„Am Kapitol von Rom sind im Advent so wenig Celsius, dass der Mohn nicht wächst und man seinen Palatschinken nicht mal quer isst, sonder ihn „quick“ (schnell) ins Urinal stopft und so laut wie eine (grüne) Minna schreit.“

Kapiert? Hier nochmal das gleiche Bild mit den entsprechenden Markierungen, welche Begriffe auf die entsprechenden Berge verweisen:

„Am Kapitol (Kapitol) von Rom sind im Advent (Aventin) so wenig Celsius (Caelius…), dass der Mohn (…mons) nicht wächst und man seinen Palatschinken (Palatin) nicht mal quer isst (verdreht: Esquilin), sondern ihn „quick“ (schnell) ins Urinal (Qui…rinal) stopft und so laut wie (Vi…)eine (grüne) Minna (…minal) schreit.“

Eigentlich ganz einfach, oder…?

 

 

Die wichtigsten Ereignisse und Daten der Griechischen Antike einprägen

In den beiden vorigen Artikeln haben Sie Merkhilfen für die Römische Republik und das Römische Kaiserreich kennen gelernt. An dieser Stelle werden noch die wesentlichen Daten der griechischen Antike dazugeliefert.

Was ist drin im Bild?

Griechische Geschichte so kompakt wie möglich:

Eine Menge Zahlen, Daten, Fakten. Aber Sie werden sehen, dass sich diese Ereignisse leicht merken lassen.

Benötigte Mnemotechniken

Auch hier merken wir wieder mit Hilfe eines Bildes. Und das ist bereits eine Spezialität des Kopfes und funktioniert ohne spezielles Training. Da die meisten Informationen über die Augen ins Gehirn rauschen, wird Ihr Kopf nicht überrascht sein, wenn wir noch ein Bild einliefern.

Die Jahreszahlen werden mit Hilfe des so genannten Majorsystems in Bilder verwandelt. Sollten Sie damit nicht vertraut sein, dann schauen Sie sich die Einführungs-Videos dazu an.

Eine großartige Szene – das Merkbild

Erst einmal nicht fragen und auch nicht zuviel nachdenken. Lassen Sie das Bild in Ihrem Kopf wirken. Sofort danach werden Sie erfahren, was hinter den seltsamen Beschreibungen steckt. Wichtig ist nur, dass Sie die Zeilen nicht einfach überfliegen, sondern sich alles so intensiv wie möglich vorstellen, dann bleibt es auch zuverlässig drin im Gehirn. Hier das Merkbild:

Bereits vor den Olympischen Spielen gab es ein großes Gekeuche. Trotzdem gründeten die Griechen die Polis, in denen es kostenlose Glas-Lollis gab.

Daraus entstand die Demokratie, in der sich niemand mehr „so lonely“ (Englisch / „allein“) fühlte. Aber es gab immer eine Laberei vor jeder Abstimmung, die allen auf die Leber ging. Man bekriegte sich vor allem wegen der Perserteppiche, aber die Heulsuse ergab sich immer sofort.

Ausgerechnet der rockige Attila sah einen bunten Seehund. Danach wurde Krieg geführt gegen Polizeipanzer, weil durch Sparen die Leute in die Armut und zur Raserei getrieben wurden.

Wo ist da der Sinn drin?

Zugegeben, das Bild ist am Ende extrem überzeichnet, aber gerade das zeigt sehr schön, wie der Kopf denkt und merkt. Aber fangen wir vorne am in der Szene:

Das „Gekeuche“ ist der Majorbegriff für das Jahr 776 und er lässt sich hervorragend mit den Olympischen Spielen verbinden. Die „Glas-Lollis“ enthalten die Rahmendaten für die Entstehung der Polis von 750 bis 550 vor Christus. Die Demokratie wurde von „so lonley“ (Solon) gegründet. Dem Gehirn genügt ein weiter entfernter Anstoß, um wieder auf den Namen Solon zu kommen, sofern es diesen vorher schon einmal gehört hat. „Laberei“ und „Leber“ sind ein doppeltes Bild für das Jahr 594 vor Christi Geburt.

Bei den Perserkriegen „ergab“ sich die „Heulsuse“ – übersetzt nach dem Majorsystem die Zahlen 479 und 500 – so verrückt kann Merken tatsächlich sein.

Danach wird es etwas ausgefallener: Der Attische Seebund ist in ein eher schräges Bild verpackt, aber auch damit kommt das Gehirn klar. Genauso schafft der Kopf den Sprung vom Polizeipanzer zum Peloponnesischen Krieg, bei dem nicht gespart, aber dafür Sparta daran beteiligt war. „Armut“ und „Raserei“ sind wieder Anfangs- und Schlußjahr, nämlich 431 und 404 vor Christus.

Anders denken

Bitte bedenken Sie, dass die oben beschriebenen Bilder nur Denkanstöße sein sollen. Fremde Bilder funktionieren manchmal im eigenen Kopf nicht. Es ist besser, wenn Sie sich eigene Bilder für die Daten bauen. Alles, was Sie oben gelesen haben, ist hauptsächlich zur Inspiration gedacht, dass man auch ganz anders lernen kann…

 

Römische Kaiserzeit: Besondere Ereignisse und deren Jahreszahlen merken

Im vorigen Artikel ging es um die wichtigsten Daten der Römischen Republik. In diesem Teil vervollständigen wir Ihr Wissen um das antike Rom und schauen uns die wesentlichen Fakten der Kaiserzeit an.

Was ist drin im Bild?

Welche Merktechniken werden benutzt?

Alle Informationen werden praktisch und einfach in ein Bild eingebaut. Dafür braucht das Gehirn keine weitere Vorbereitung, außer eine möglichst lebhafte Phantasie, um sich die Szene so lebendig wie möglich vorzustellen.

Die Jahreszahlen werden mit Hilfe des so genannten Majorsystems in Bilder verwandelt. Sollten Sie damit nicht vertraut sein, dann schauen Sie sich die Einführungs-Videos dazu an.

Alles im Bild

Lesen Sie das Merkbild und lassen Sie es im Kopf wirken! Es geht zuerst nicht darum, dass Sie verstehen, was hinter den Hinweisen in der Szene steckt. Wichtig ist nur, dass in Ihrem Kopf ein unvergessliches Bild entsteht. Die Details werden anschließend erklärt.

Also zuerst einmal mit den Augen einsaugen und im Kopf zu einem bunten Bild blühen lassen:

Die Kaiserzeit beginnt im August, als vorher bereits der Honig aus dem (Stadt)Tor von Rom floss. Und voraus ritt Jesus auf einem Reh.

Die Römer waren aktiv tätig, bis das Reich seine größte Ausdehnung erreichte. Dann aßen Sie erst einmal ein Hotdog.

Dann kamen die Christen auf einem Moped ins Reich gefahren und an der Ampel wurde das Reich geteilt. In der Rückschau nach Westen war das Römische Reich ein voller Erfolg.

Was steckt denn da drin?

Statt die Fakten zu büffeln, wird in diesem Fall nur ein lustiges Bild in den Kopf eingepflanzt, das garantiert länger haften bleibt als trockene Zahlen. Aber beginnen wir am Anfang:

Der August ist glasklar der Kaiser Augustus. „Honig“ und „Tor“ zeigen die Daten für seine Amtszeit von 27 bis 14 vor Christus. Jesus ritt „voraus“ auf einem „Reh“, was ein Hinweis auf das Geburtsjahr 4 vor (voraus) Christus ist.

Im Bild mit der größten Ausdehnung des Reichs ist die Jahreszahl doppelt eingebaut – eigentlich unnötig, aber doppelt merkt besser: Sowohl „tätig“ (was vielleicht leicht vom Kopf übersehen werden kann) als auch „Hotdog“ lassen sich mit Hilfe des Majorsystems in die Zahl 117 übersetzen.

Das „Moped“ voller Christen gibt die Jahreszahl 391 an und die „Ampel“, an der die Teilung stattfindet, wird in das Jahr 395 übersetzt. Der letzte Satz zeigt das Ende des Weströmischen Reichs im Jahr 476 („Rückschau“).

Und bitte…

…so lebendig wie möglich vorstellen. Wenn Sie ein gutes Bild in Ihrer Phantasie daraus malen können, dann sollte das Bild bereits zu 99 Prozent nach dem ersten Lesen in Ihrem Kopf festhängen – und da auch ziemlich lange drin bleiben. Mit den Zahlen von oben hätten Sie das wahrscheinlich nicht so schnell und einfach gemerkt.

 

Die wichtigsten Daten und Ereignisse der Römischen Republik

Geschichte ist ein klassisches Thema für Eselsbrücken. Hier ein Beispiel aus dem alten Rom, um sich die wichtigsten Daten und Ereignisse aus der Römischen Republik zu merken.

Was wird gemerkt?

Welche Mnemotechniken werden eingesetzt?

In diesem Fall werden alle Informationen in einem Bild abgelegt. Bilder kann das Gehirn problemlos und ohne weitere Vorbereitung behalten – Sie brauchen dafür nicht einmal eine Merktechnik erlernen, sondern sich die unten beschriebene Szene nur so lebhaft wie möglich vorstellen.

Die Jahreszahlen werden mit Hilfe des so genannten Majorsystems in Bilder verwandelt. Sollten Sie damit nicht vertraut sein, dann schauen Sie sich die Einführungs-Videos dazu an.

Das Merkbild

Hier ist jetzt Ihre volle Vorstellungskraft gefragt! Lesen Sie sich die folgenden Zeilen in Ruhe durch und versuchen Sie, sich die Szenen so lebhaft wie möglich vorzustellen. Was dahinter steckt, wird im nächsten Absatz erklärt. Aber jetzt erst einmal die Eselsbrücke anschauen und möglichst tief wirken lassen:

Als der erste Römer die Welt erblickt, steht er vor einer Lotusblüte die zur Neige geht. Danach kämpft er sich zu einer Flasche Punika vor und isst nachher Dorsch.

Von Bürgern kriegt er den Film „Die Mumie“ geschenkt, der allerdings angefressen ist von einer Motte. Und Asterix und Obelix schenken ihm eine Latte, mit der bereits ein Löwe erschlagen wurde.

Aber der Römer bevorzugt ein Rohr, um damit Caesar zu ermorden.

Was steckt dahinter?

In der kleinen Szene sind tatsächlich alle oben aufgelisteten Fakten enthalten. Schauen wir uns den Text genauer an:

Der Römer erblickt die Welt, was ein Hinweis auf das Thema ist – nämlich die Römische Republik. Die beiden Stichworte „Lotus“ und „Neige“ sind Hinweise auf die Jahreszahlen 510 und 27. Die Tatsache, dass der Römer davor steht, ist der Hinweis, dass es um die Jahre vor Christus geht.

Der zweite Teil ist leichter zu erkennen: Punika plus kämpfen ergibt die Punischen Kriege und die beiden Begriffe „nachher“ und „Dorsch“ sind Hinweise auf die Jahre 264 und 146.

Von den Bürgern „kriegt“ er… – also Bürgerkriege und „Die Mumie“ ergibt die 133 übersetzt nach dem Majorsystem. Die „Motte“ ist der Hinweis auf das Ende der Bürgerkriege im Jahr 31 vor Christi Geburt.

Asterix und Obelix sollten als Gallier bekannt sein. Damit ist der nächste Teil des Bildes ein Hinweis auf die Gallischen Kriege. Der „Löwe“ und die „Latte“ grenzen den Krieg auf die Zeit von 58 bis 51 ein.

Und das „Rohr“ war natürlich nicht die Tatwaffe, mit der Brutus ihn umgebracht hat, aber dafür der Code für das Jahr 44 vor Christus.

Selber malen hält besser

Noch ein Hinweis am Ende: Merkbilder sollten Sie am besten selbst in Ihrem Kopf malen. Manchmal funktionieren auch Bilder von anderen im eigenen Kopf, aber vielleicht haben Sie es beim ersten Lesen gemerkt: Irgendwie klingt so eine Beschreibung befremdlich.

Wenn Sie sich die Szene nicht vorstellen können, dann entwerfen Sie ein eigenes Bild, dass garantiert länger und besser hält als jedes Auswendiglernen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei!