Archiv der Kategorie: Grundlagen

Programmiersprachen lernen und Syntax merken – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zu einem ganz besonderen Thema: 

Guten Tag Herr Bien,

ich habe Ihr Buch „Einfach.Alles.Merken.“ gelesen. Nun möchte ich es mir einfacher machen mit den gezeigten Techniken eine Scriptsprache zu lernen. Wie z.B. PHP oder JavaScript. Da die Syntax der jeweiligen Scriptsprachen recht abstarkt ist, bin ich mir nicht sicher welche der Techniken ich nutzen sollte. Ich würde gerne die Syntax, dann die Bedeutung und zum Schluss ein kleines Beispiel in meinen Kopf bekommen. Hier einmal ein Beispiel was ich mir in etwa merken möchte:

Script Tag: …

Roh-form der Syntax: …

Erklärung: Das Script Tag wird benutzt um Java Script Code in HTML und andere Dokumente zu implementieren.

Anmerkung: Wenn mehrere Befehle in einer Zeile geschrieben werden, müssen diese mit einem „;“ getrennt werden.

Beispiel: document.write(„The weather means the seasons“); document.write(„The weather „); document.write(„means the seasons“);

Dieser Ausschnitt stammt aus einer Referenz die ich mir beim Durchlesen eines Buches leider bevor ich ihr Buch gelesen hatte, angefertigt habe.

Ich freue mich auf Ihre Antwort,

M.K.

Und hier die Antwort:

Hallo K.,

ich bin nicht gerade ein Programmier-Profi, aber vermutlich benötigen Sie gezielte Referenzen (also keine alphabetische Ordnung oder Reihenfolge). Damit ist das Ganze recht einfach: Bauen Sie sich zu jedem Befehl ein Bild auf, dass um die praktischen Beispiele und alle weiteren Informationen ergänzt wird.

Aus Microsoft Excel kann ich Ihnen ein Beispiel liefern (womit schon meine Computer-Grenzen erreicht wären): Ich merke mit die Syntax des Befehls FINDEN(Was? – also die Zeichenfolge innerhalb einer Zelle; Wo? In welcher Zelle soll gesucht werden), indem ich mir vorstelle, dass der Buchstabe „a“ in „Was“ im Alphabet vor dem „o“ in „Wo“ steht. Also erst die gesuchten Zeichen und dann der Ort, an dem gesucht werden soll.

Genauso können Sie den Namen des Befehls und weitere Parameter mit einbauen.

Ich hoffe, Ihnen hilft die schnelle Antwort und viele Grüße,

Ulrich Bien
 

Mnemo-System für das Medizinstudium – Leserbrief

Hier ein Leserbrief für alle Medizinstudierenden, die sich im Studium mit dem Auswendig-Lernen von Stoff herumquälen müssen:

Hallo,

ich studiere in I., wo wir jedes Jahr ein Abschlussexamen haben und in einer Prüfung mit 160 Multiple-Choice-Fragen zu dem ganzen Stoff des ganzen letzten Jahres geprüft werden. Wie die beiden Jahre zuvor stehen jetzt  wieder drei lange Monate an, wo ich in der Bibliothek haufenweise dicke Bücher durcharbeite und am Schluss vor Verzweiflung fast sterbe, da ich das ganze in der Schlussphase zum größten Teil wieder vergessen habe!

Ich selber habe mich mit der Thematik Mnemo-Techniken oder Speedreading schon beschäfftigt, wo ich aber nur beim Speedreading große Erfolge für mich nutzen konnte, da ich beim Verständnis-Lesen komplexe Texte besser und schneller verstanden habe. Jedoch haben mir  Merkbilder für die Zahlen 0-99 oder die Routen-Methode, also Mnemo-Techniken, nicht wirklich weitergeholfen um das Faktenwissen auch mit meinem Verständniswissen zu verbinden.

Und genau hier wende ich mich an euch, weil ich es leid bin so viel zu vergessen und auf der anderen Seite zu wissen, dass ich bestimmt was dagegen tun kann.

Ich hätte gerne ein System, dass wie ein riesiger Aktenschrank alle meine Infos aufräumt und bei bedarf schnell und einfach ausspuckt… Ich betrachte die einzelnen Mnemotechniken als Werkzeuge jedoch nicht als Methode um Dinge langfristig abzuspeichern…

Ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt, oder mir zumindest einen Rat gebt, wie ich dieses Problem besser anpacken kann.

Danke im Voraus,

A.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr A.,

ich trainiere seit einigen Jahren Jurastudierende und das beste Mittel gegen (oder für) die Unmengen Stoff ist aus meiner Erfahrung der Gedächtnispalast – eine verhältnismäßig aufwändige Technik (die mit verschiedenen Merktechniken kombiniert wird), die allerdings den Vorteil hat, dass Sie sich Unmengen von Stoff präzise merken können.
Als Einstieg in das Thema kann ich Ihnen die Artikel dazu auf meinem Blog empfehlen unter http://www.denkreich.com/wiki/techniken-fur-profis/ und http://www.denkreich.com/wiki/zielgruppen/.
Viel Spaß beim Lernen und viele Grüße,
Ulrich Bien
 

Leserbrief: Gedächtnistraining für Fortgeschrittene

Hallo Herr Bien,

ich habe mich durch einige Bücher gearbeitet und im Rahmen meiner Möglichkeiten versucht, mir die verschiedenen Techniken anzueignen.

Nun würde ich gerne etwas ‚professioneller‘ weiterarbeiten. Was würden Sie mir empfehlen?

Mit freundlichen Grüßen,

D. S.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr S.,

meine Erfahrung ist, dass intensive Nutzer von Merktechniken im Laufe der Zeit einen eigenen Denkstil entwickeln (und damit automatisch die Techniken weiter vertiefen).

Vor allem ist der Einsatz von Merktechniken jedoch davon abhängig, was und wie viel Sie sich merken müssen / wollen. Mit jeder neuen Herausforderung entwickeln Sie sich weiter. Die meisten Menschen brauchen für alltägliche Probleme zum Beispiel nicht gleich einen Gedächtnispalast anzulegen. Dafür müssen Sie schon eine harte Nuss zum Merken haben – dann greifen aber viele wie von selbst zu dieser Technik.

Sie sollten ohne fremde Hilfe schon ganz gut weiterkommen. Auch die Zusammenarbeit und den Austausch mit anderen Anwendern von Merktechniken würde ich empfehlen. Da findet man eine Menge gute Ideen (auch im Internet, zum Beispiel bei Brainboard).

Seminare vermitteln eher Grundlagen – es gibt in Deutschland so gut wie keine Aufbaukurse für erfahrene Denktechniker. Lediglich Top-Manager in den USA und Japan, die absolute Höchstleistungen von sich abverlangen, lassen sich in Einzeltrainings schulen.

Ich hoffe, das hilft Ihnen weiter. Und sollten Sie spezielle Fragen haben: Einfach melden!

Ganz viele Grüße,

Ulrich Bien

Weiterführende Links: Brainboardhttp://www.brainboard.eu

 

Zahlen in Bilder verwandeln – oder: Was sich in Gedanken alles aus einer 18 machen läßt

Zahlen kann sich der Kopf schlecht merken. Das liegt vor allem daran, weil das Gehirn eine Zahl selten in eine lebendige Vorstellung verwandeln kann. Eine 5 bleibt so lange ein abstraktes Etwas, bis wir dem Gehirn eine ausgestreckte Hand vor die Augen halten.

In diesem Artikel lernen Sie ein paar Möglichkeiten kennen, aus leblosen Zahlen – hier als beliebiges Beispiel die Zahl 18 – ein lebendiges Bild zu machen, das der Kopf besser behalten wird. Den das Denken in Bildern ist eine der ganz großen Stärken des Gehirns.

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1. Bedeutung – Die wohl häufigste Reaktion auf die Zahl ist sicherlich die Assoziation mit der Volljährigkeit. Um dieser Vorstellung etwas mehr Leben zu verleihen, denken Sie an eine junge Frau oder einen jungen Mann, die 18 Kerzen auf einer Geburtstagstorte auspusten.

2. Historisch – Wenn Sie sich in Weltgeschichte auskennen, dann könnten Sie zum Beispiel an den berühmten Aufstand der roten Augenbrauen in China im Jahr 18 n. Chr. denken. Etwas geläufiger ist das Ende des ersten Weltkriegs im Jahr 1918 oder die Veröffentlichung des Romans Frankenstein von Mary Shelley im Jahre 1818.

3. Zahlen-Symbole – Das Prinzip ist einfach: Verwandeln Sie die Ziffern nach dem Aussehen in Gegenstände. Klassische Symbole sind eine Kerze für die 1 und eine Kette für die 8. Aber genauso können Sie an einen Spazierstock, eine Stecknadel, einen Schneemann und eine Brille denken.

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4. Komplexes Symbolbild – Besser zu merken ist die geschickte Kombination von zwei Zahlen-Symbolen: Stellen Sie sich zum Beispiel vor, wie Robin Hood mit einem einzigen Pfeil zwei Scheiben trifft. Ungewöhnlich, aber gut zu merken.

5. Mathematik – Rechnerisch gesehen ist unsere Zahl weitgehend frei von jeder Sensation. Beim entfernten Nachbarn 16 ist das anders, denn diese Zahl läßt sich ganz quadratisch in vier mal vier zerlegen. Trotzdem sollten Sie diese Möglichkeit auch immer in Betracht ziehen.

6. Regionale bzw. kulturelle Bedeutung: Im Judentum ist die 18 eine Glückszahl. Das hebräische Zahlwort chaj bedeutet übersetzt Leben.

7. Majorsystem – Mit Hilfe einer der genialsten Merktechniken überhaupt kann die Zahl in jede Menge Begriffe und Bilder übersetzt werden. Das Majorssystem liefert die Begriffe Taufe, Tofu und doof für die 18.

8. In anderen Sprachen wird ebenfalls gezählt. Schon das englische eighteen klingt wie eine umgangssprachliche Anrede junger Menschen und macht die Zahl damit vorstellbarer.

9. Produktnamen – Die Bezeichnung bayerischer Automobile enthält auch die Zahlenkombination 1 und 8. So können Sie auch einen schicken Wagen zum Merken benutzen.

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Denken Sie sich unbedingt weitere Bilder aus, in denen die 18 enthalten ist. Wenn Sie damit fertig sind, machen Sie einfach mit der 19 weiter.

Lassen Sie sich von den Fotos im diesem Artikel inspirieren und suchen Sie die Zahl im Alltag, was jenseits von Autokennzeichen und Telefonnummern gar nicht so leicht und deshalb eine gute Konzentrationsübung ist.

Viel Spaß beim Anders-Denken!

 

Grafische Inspiration: Text in Bildern denken

Das Denken in Bildern ist die große Stärke unseres Kopfes. So gilt das Verbildern von Informationen als Königsdiziplin unter den Mnemotechniken. Bei Zahlen hilft die so genannte Zahlen-Symbol-Technik oder das Majorsystem und bei Vokabeln die bekannte und mittlerweile weit verbreitete Schlüsselwortmethode. Aber gerade diese Technik hat eine Schwäche: sie erinnert nicht an die Schreibweise einer komplizierten Vokabel.

Um sich an die korrekte Schreibweise eines Wortes erfolgreich zu erinnern, gibt es unterschiedliche Methoden – zum Beispiel Merksprüche wie: Wer nämlich mit H schreibt, ist…

Aber eigentlich würde sich auch dafür wieder das Verbildern anbieten. Nur wie lassen sich Buchstabenfolgen ins rechte (und merkbare) Bild rücken?

Inspiration dafür bietet das Visual Text Project (http://visualtextproject.wordpress.com). Dort gestalten Designer kreative Mischungen aus Wort und Bild.

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Wer Inspiration sucht, wie man Text erfolgreich in Bilder verdenken kann, sollte sich von den Ideen auf der Seite inspirieren lassen.

Viel Spaß beim Stöbern!

Quelle und Bild: Visual Text Project (http://visualtextproject.wordpress.com) & http://www.visualtextproject.org

 

Eine der größten Herausforderungen für das Gedächtnis: Zahlen merken! – Video zum neuen Hörbuch

Zahlen merken ist unglaublich schwierig für den Kopf – zumindest, wenn man es ohne Merktechniken versucht. Gleichzeitig zeigen Gedächtnismeister, wie einfach es sein kann, auch tausende von Ziffern und Zahlen fehlerfrei im Gehirn zu behalten.

In meinem neuen Hörbuch können Sie schnell einer der besten Mnemotechniken zum Einprägen von Zahlen erlernen. Sie werden staunen, in wie kurzer Zeit auch Ihr Gehirn in der Lage sein wird, auch längere Zahlenfolgen in Bilder zu verwandeln und sicher zu merken.

Eine Hörprobe können Sie sich in folgenden Video anhören (und ansehen):

httpv://www.youtube.com/watch?v=ROwLk6zzYLk

Quelle: tausendschlau Verlag

 

Die Sieben Todsünden merken – Enten als Eselsbrücke

So seltsam das Thema erscheinen mag, aber die Sieben Todsünden sind ein klassischer Gesprächsstoff: Wie zum Beispiel der Film Sieben oder das gleichnamige Bild des Künstlers Hieronymus Bosch – nur um zwei zu nennen (eine ausführliche Liste dazu bei Wikipedia).

Aber was waren die sieben Fehltritte? Und wie lassen sie sich merken? Keine ganz leichte Aufgabe, denn der Kopf ist in der Lage, rund sieben Fakten für ein paar Minuten zu behalten, aber inklusive lateinischer Übersetzung steht das Hirn schon der doppelten Menge gegenüber. Und einfach so zu merken, bleibt meistens nicht langfristig im Kopf hängen. Aber mit Merktechniken wird das Einprägen, leichter, kreativ und vor allem langfristig und zuverlässig.

Probieren Sie folgende, ungewöhnliche Methode aus!

Bevor wir mit dem Konstruieren einer schlauen Eselsbrücke beginnen, hier erst einmal die Sünden in aller Ausführlichkeit:

  • Hochmut (Superbia)
  • Geiz / Habgier (Avaritia)
  • Wollust (Luxuria)
  • Zorn (Ira)
  • Völlerei (Gula)
  • Neid (Invidia)
  • Faulheit (Acedia)
In diesem Beispiel werden die Sieben Todsünden (inklusive ihrer lateinischen Bezeichnungen) mit Hilfe der Routenmethode gemerkt (ähnlich wie im Artikel Die zehn größten Staaten der Erde merken).

Eine Route ist eine definierte Reihenfolge, die wir gut kennen, und mit der die zu merkenden Informationen verbunden werden – klingt einfach! Ist auch so…

In diesem Fall wollen wir die Fakten mit ersten Strophe des bekannten Kinderlieds Alle meine Entchen verbinden. Klingt ungewöhnlich! Funktioniert aber besonders gut…

Hier ist der Text, den wir zum Merken nutzen werden:

Alle meine Entchen
schwimmen auf dem See,
schwimmen auf dem See,
Köpfchen in das Wasser,
Schwänzchen in die Höh‘.

Um diese Zeilen als Merk-Regal zu benutzen, müssen wir sieben Punkte definieren, mit denen die Sünden verknüpft werden können. Schauen Sie sich den Text noch einmal an und markieren Sie im Kopf einprägsame Begriffe.

Hier die Version mit den Merk-Orten (Schlüsselwörtern), die gleich zum Einprägen benutzt werden:

Alle meine Entchen
schwimmen auf dem See,
schwimmen auf dem See,
Köpfchen in das Wasser,
Schwänzchen in die Höh‚.

Im zweiten Schritt verbinden wir eine jeweils passende Sünde mit den Begriffen. Hier ein paar Vorschläge, wie Sie dies kreativ umsetzen können – sollten Ihnen die Bilder nicht gefallen, dann malen Sie sich einfach selbst lebendige und lustige Vorstellungen aus.

  • Die Entchen tragen lustige Pullover aus Wolle.
  • Allerdings sind sie zu faul zum Schwimmen.
  • Der See wird deswegen neidisch und…
  • …schlägt voller Zorn Wellen über den Köpfen der Enten zusammen.
  • Die sind danach voll mit Wasser.
  • Aber ihre Schwänzchen sind trocken, weil sie diese gezielt
  • …und hochmütig in die Höhe gestreckt haben.

Und? Haben Sie in den Bildern die Sünden wieder entdeckt? Stellen Sie sich die Bilder so lebendig wie möglich vor und gehen Sie danach im Kopf den Liedtext durch. Wenn Ihre Phantasie gute Vorstellungen produziert hat, müssten Ihnen alle Bilder mit den entsprechenden Hinweisen auf die jeweiligen Todsünden wieder einfallen.

Wenn Sie das Gefühl haben, die Bilder sitzen fest in Ihrer Vorstellung, können Sie jedes Bild um einen Hinweis auf die lateinische Übersetzung erweitern – auch hier gilt: Wenn Ihnen ein Merkbild nicht gefällt, dann unbedingt gegen ein eigenes ersetzen.

  • Enten mit Wollpullovern sind der reine Luxus.
  • Beim Schwimmen sind Sie keine Asse im Vergleich zu englischen Enten (As auf Englisch ist Ace).
  • Der See wird neidisch, weil er nicht so „in wie die“ ist.
  • Die Wellen schlagen so hoch wie vor der irischen Küste.
  • Voll mit Wasser sehen die Enten aus, wie mit Gulasch gemästet.
  • Die Schwänzchen wurde gezielt vor dieser Havarie gerettet.
  • Die hochmütigen Enten fühlen sich „superb„!

Was ist gerade in Ihrem Kopf passiert? Anstatt zu lernen, haben Sie sich lediglich ein paar Bilder mit den richtigen Hinweisen (Schlüsselwörtern) vorgestellt, statt langweilig auswendig zu lernen. Auch wenn diese Art zu merken ungewöhnlich erscheint: Probieren Sie aus, an wie viele der gemerkten Fakten Sie sich nach ein paar Tagen noch erinnern! Sicherlich an viel mehr, als wenn Sie herkömmlich gelernt hätten.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Merken!

Quellen: imdb / Wikipedia

 

Zahlen in Bilder verwandeln – oder: Wann wurde das Teleskop erfunden? – Video

Hier eine Merkhilfe für das Erfindungsjahr des Fernrohr – wieder als Video mit zahlreichen Bildern! Wer einmal das Prinzip verstanden hat, für den ist es ganz leicht, Zahlen in lebhafte, bunte Vorstellungen zu verwandeln.

Um sich wenige Ziffern einzuprägen, muss es nicht immer das Majorsystem als die perfekte Merktechnik sein. Dass es auch einfacher geht, zeigt dieses Beispiel!

Damit wird das Lernen zu einem spannenden Rätsel auf der Suche nach dem passenden Bild. Viel besser, als tausendmal zu wiederholen und dann doch wieder zu vergessen…

Zu diesem Artikel gibt es auch eine Textversion.

Quelle: YouTube-Kanal von denkreich

 

Merken von langen Texten und Vorträgen – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zu einem Klassiker der Merktechniken – dem Einprägen von Vorträgen und langen Texten:

Hallo!

Ich muss beruflich mit mehreren verschiedenen Skripten arbeiten, und würde diese natürlich lieber ohne diese vortragen können, sondern diese direkt abrufbar im Gedächtnis haben wollen.
Mit welcher Methode ist dies wohl am besten realisierbar? Mit der Loci Methode oder dem Palast, kombiniert? Oder der Routenmethode….?
Über eine Antwort wäre ich dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
E. W.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr W.,

die Loci-Methode ist ein Teil der Routentechnik (jeder Routenpunkt ein Merk-Ort – im Lateinischen Locus). Das ist meine favorisierte Methode für Vorträge, weil lange Routen leicht zu konstruieren sind und zuverlässig im Kopf abgewandert werden können (hier ein einfaches Beispiel: http://www.denkreich.com/2011/06/18/deutsche-bundeslander-und-deren-hauptstadte-nach-grose-geordnet-merken-mit-hilfe-der-routenmethode-und-dem-majorsystem/).
Perfekt, wenn Sie zum Beispiel Spaziergänge nutzen, die Sie tatsächlich ablaufen – dann können Sie Ihre Vorträge in der Freizeit hervorragend bearbeiten.
Der Gedächtnispalast (s. http://www.denkreich.com/wiki/techniken-fur-profis/ist eine so genannte Mischtechnik, die zum Abspeichern von viel und sehr unterschiedlichem Wissen genutzt werden kann. Für Vorträge (also Folgen von Fakten) ist sie nicht geeignet. Allerdings kann man auch Routen in einen fiktiven Palast einbauen. 
Viel Erfolg beim Merken!
Ulrich Bien
Und die Rückantwort:
Hallo Herr Bien!

Erst einmal vielen Dank für die Mail. Ja, ich hatte bereits vermutet, das die Loci-Methode der beste Weg dafür sein  könnte.
Die Routentechnik ist mir auch schon bekannt, da ich diese in einem Seminar gelernt habe. Und ich muss sagen, das diese doch schon sehr gut funktioniert.

Ich habe mir auch Ihr Buch zugelegt, welches heute geliefert wurde. Wo ich auch dann gleich das mit den 20 Symbolen ausprobiert habe. Das war heute mittag gegen 12 Uhr.
Jetzt um etwa 24 Uhr sitzten diese immer noch….es ist kaum zu glauben, wie einfach es ist!

Mit freundlichen Grüßen

E. W.

 

Abstrakte Muster (verändertes Schachbrett) merken – Leserbrief

Hier ein Leserbrief, in dem es um das Einprägen eines abstrakten Musters geht:

Guten Tag.

Ich bin auf der Suche nach einer Merktechnik für die folgende Aufgabe: auf einem 4×4 Schach-Brett werden bestimmte weiße Felder zu zusätzlichen schwarzen Feldern, so dass ein Muster auf dem Brett entsteht.

Dieses soll man sich merken.Wie könnte man so etwas bewältigen?

Wie können z. B. Schach-Profis „blind“ gegen ihre Herausforderer spielen? Wie machen die das?

Mit freundlichen Grüßen,

A.K.

Und hier die Antworten dazu:

Hallo Herr K.,

Sie beschreiben zwei verschiedene Dinge. Es gibt Studien darüber, dass Schachspieler sich die Stellung von Figuren nicht anhand der Position merken, sondern über den Spielverlauf. Jede Stellung ist das Ergebnis von einer Reihe von Zügen. So können erfahrene Spieler auch recht mühelos blind spielen.
Das zweite Thema lässt sich unterschiedlich lösen: Sie können versuchen, in den 16 Feldern nach Mustern zu suchen oder das Feld auf einer Route mit 16 Punkten merken (schwarze Felder = negative Bilder/Szenen und weiße Felder stellen positive Bilder dar).
Merktechnisch die schönste Methode ist der Weg über Binarzahlen (schwarz ist 1 und weiß die 0) und das Merken der Zahlen mit Hilfe des Majorsystems (s. Majorsystem zum Merken von Zahlen).
Hier ein Beispiel:
W S W S
S S S W
S W W S
W W S W
Daraus ergeben sich dann folgende Zahlen: 10, 8, 9 und 4. Nach dem Majorsystem haben Sie folgende Begriffe: Tasse, Schi, Opa und Reh. Daraus bauen Sie ein Bild oder eine Szene, die sich gut merken lässt:
In einer Tasse Tee stehen die Schi, die Opa da raus zieht und sofort nach dem Losfahren ein Reh rammt!
Mit dem Schachbrett hat das nicht mehr viel zu tun, aber dafür lässt sich das Bild besser merken, als ein paar schwarze und weiße Felder.
Viel Erfolg beim Merken und viele Grüße,
Ulrich Bien