Archiv der Kategorie: Hintergrundinformationen

Abstrakte Muster (verändertes Schachbrett) merken – Leserbrief

Hier ein Leserbrief, in dem es um das Einprägen eines abstrakten Musters geht:

Guten Tag.

Ich bin auf der Suche nach einer Merktechnik für die folgende Aufgabe: auf einem 4×4 Schach-Brett werden bestimmte weiße Felder zu zusätzlichen schwarzen Feldern, so dass ein Muster auf dem Brett entsteht.

Dieses soll man sich merken.Wie könnte man so etwas bewältigen?

Wie können z. B. Schach-Profis „blind“ gegen ihre Herausforderer spielen? Wie machen die das?

Mit freundlichen Grüßen,

A.K.

Und hier die Antworten dazu:

Hallo Herr K.,

Sie beschreiben zwei verschiedene Dinge. Es gibt Studien darüber, dass Schachspieler sich die Stellung von Figuren nicht anhand der Position merken, sondern über den Spielverlauf. Jede Stellung ist das Ergebnis von einer Reihe von Zügen. So können erfahrene Spieler auch recht mühelos blind spielen.
Das zweite Thema lässt sich unterschiedlich lösen: Sie können versuchen, in den 16 Feldern nach Mustern zu suchen oder das Feld auf einer Route mit 16 Punkten merken (schwarze Felder = negative Bilder/Szenen und weiße Felder stellen positive Bilder dar).
Merktechnisch die schönste Methode ist der Weg über Binarzahlen (schwarz ist 1 und weiß die 0) und das Merken der Zahlen mit Hilfe des Majorsystems (s. Majorsystem zum Merken von Zahlen).
Hier ein Beispiel:
W S W S
S S S W
S W W S
W W S W
Daraus ergeben sich dann folgende Zahlen: 10, 8, 9 und 4. Nach dem Majorsystem haben Sie folgende Begriffe: Tasse, Schi, Opa und Reh. Daraus bauen Sie ein Bild oder eine Szene, die sich gut merken lässt:
In einer Tasse Tee stehen die Schi, die Opa da raus zieht und sofort nach dem Losfahren ein Reh rammt!
Mit dem Schachbrett hat das nicht mehr viel zu tun, aber dafür lässt sich das Bild besser merken, als ein paar schwarze und weiße Felder.
Viel Erfolg beim Merken und viele Grüße,
Ulrich Bien
 

Präsidentin mit Migräne? Krankheiten als Tabu in Wirtschaft und Politik

Die amerikanische Politikerin Michele Marie Bachmann wird bereits als Präsidentschaftskandidatin gehandelt. Wie in den USA üblich, werden die Anwärter auf das wichtigste Amt den Landes extrem kritisch unter die Lupe genommen.

Und genau das ist Bachmann bereits jetzt zum Verhängnis geworden, denn politische Gegner haben in die Medien gebracht, dass die Politikerin unter Migräne leidet – ein riskantes Thema, gerade weil sie angeblich auch noch Medikamente gegen die quälenden Kopfschmerzen einnimmt (lesen Sie die ganze Geschichte von Michele Bachmann bei BrainLogs).

Der Perfektionismus-Wahn wird in den obersten Ebenen von Wirtschaft und Politik schon lange gepflegt. Ein Manager muss leisten – koste es, was es wolle!

Die Migräne von Bachmann ist sicher kein Einzelfall – auffällig ist dabei nur, dass es der Dame angelastet wird und dass dies bekannt gemacht wurde. Die Dunkelziffer von Managern, die sich mit Drogen leistungsfähig halten, wird gleichzeitig als extrem hoch eingeschätzt. Sogar im Deutschen Bundestag sind Spuren von Kokain gefunden worden.

Schwächen zu zeigen ist keine Stärke der Führungseliten!

Quellen: BrainLogs / Tagesspiegel

 

Wie das Internet unser Gehirn verändert

Das amerikanische Wissenschaftsmagazin SCIENCE hat die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die zeigt, wie sich unser Umgang mit Wissen durch das Internet verändert. Vielleicht kennen Sie das Motto von Studierenden, nach dem man nur wissen muss, wo etwas steht. Der gleiche Grundsatz gilt für das Wissen im Netz…

In Experimenten wurden Probanden Fakten vorgelegt, die sie sich merken sollten. Dem einen Teil der Gruppe wurde gesagt, dass die Informationen auf Computern abgespeichert sind und dem anderen Teil, dass die Fakten von dem Computer gelöscht wurden. Dabei konnte sich die Gruppe mit den angeblich gelöschten Daten wesentlich besser an die Fakten erinnern.

Zurück geführt wird das auf die Tatsache, dass wir uns (auch) sehr gut merken können, wo Wissen abgelegt ist. Auch Experten gelten für uns als externe Datenquelle. Und wenn wir darauf zugreifen können, dann neigen wir dazu, uns etwas nicht zu merken oder uns tatsächlich nur einzuprägen, wo das Wissen abgelegt ist.

Also: Weniger auf die vielen kleinen elektronischen Helfer verlassen und wieder mehr im Kopf abspeichern! Schließlich können wir in einer Prüfung auch nicht zum Smartphone greifen und die Antwort bei Wikipedia nachschlagen…

Quelle: SCIENCE / LifeHacker / BBC England

 

Alle Gehirne sind gleich! Und alle Gehirne sind nahezu gleich leistungsfähig! – Interview mit Ulrich Bien auf Gesuendernet.de

Zu welchen (Spitzen-)Leistungen ist unser Kopf in der Lage? Warum können wir mehr merken, als wir glauben? Wo liegt der Unterschied zwischen ziemlich dumm und total genial? Maria Poursaiadi von Gesuendernet.de hat ein Interview mit dem Gedächtnistrainer Ulrich Bien über sein Buch Einfach. Alles. Merken. geführt.

Hier ein kleiner Auszug aus dem Interview:

„Der Abstand zwischen Vollidiot und Nobelpreisträger ist gar nicht so groß, denn unser Gehirn ist zum Beispiel für die Steuerung des gesamten Körpers verantwortlich – und das ist schon eine gigantische Aufgabe. Und wir glauben, dass ein Computer mehr leistet, als der eigene Kopf, weil er ein paar Zahlen schneller zusammenzählen kann. Stellen Sie sich vor, eine Maschine zu bauen, die Spiegeleier braten kann: Geld einstecken, in den Supermarkt gehen, Eier kaufen und bezahlen – schon das ist kaum zu konstruieren. Die Technik wird die Leistungsfähigkeit unseres Kopfes niemals übertreffen!“ (Ulrich Bien)

Lesen Sie den kompletten Text bei Gesuendernet.de!

Viel Spaß beim Fremdlesen – und kommen Sie zurück…

Quelle: Gesuendernet.de 

 

Die besten Tipps für ein besseres Gedächtnis auf bild.de

Stehen Sie wieder mal ohne Hose im Büro? Das Kind wartet seit Stunden alleine vor dem geschlossenen Kindergarten? Sie erschrecken, weil Sie morgens im Badezimmerspiegel ein fremdes Gesicht anstarrt? Das muss nicht sein! Bei bild.de sind jetzt die 11 besten Tipps für ein gutes Gedächtnis und besseres Erinnern erschienen (basierend auf dem Buch „Einfach. Alles. Merken.“ von Ulrich Bien).

Darin lesen Sie unter anderem:

  • Wie ungewöhnliche Tagesabläufe und kleine Veränderungen der Routine das Hirn in Schwung bringen.
  • Wie Sie mit einem ganz einfachen Trick – und einem Buch Ihrer Wahl – die Konzentrationsfähigkeit trainieren und massiv steigern können.
  • Wie Sie mit geschlossenen Augen zum Meisterdetektiv werden (oder sich in Zukunft leichter ein Butterbrot schmieren können).
  • Dass Wortschatz, Kreativität und Vorstellungskraft zusammenhängen. Machen Sie den Test: Wie viele Sorten von Brillen können Sie spontan aufzählen?

…und noch viele andere Dinge mehr. Also unbedingt lesen. Den vollständigen Artikel lesen Sie bei bild.de!

Quelle: bild.de / Einfach. Alles. Merken. 

 

Rezension zum neuen Buch „Trainiere. Dein. Gedächtnis.“ auf Lernen-Merken-Erinnern.de

Gerade die Anregung zur praktischen Nutzung mit der Darstellung unterschiedlicher Einsatzmöglichkeiten der Gedächtnistechniken ist sehr gut gelungen.“ Sergej Jost von Lernen-Merken-Erinnern.de hat das neue Buch von Ulrich Bien „Trainiere. Dein. Gedächtnis.“ unter die Lupe genommen und eine ausführliche Rezension geschrieben.

Jost hat beim Lesen einen der wichtigsten Grundsätze von Biens Methoden zu spüren bekommen: „Dabei bleibt der Autor seinem Schreibstil treu und sorgte bei mir an der einen oder anderen Stelle für ein Grinsen.“ Lernen (und Lesen) muss Spaß machen!

Der Autor der Rezension hat bereits das erste Buch gelesen und „Einfach. Alles. Merken.“ ebenfalls zum Buch der Woche gekürt. Er kann daher beide miteinander vergleichen: „Die Stärke des Buches (im Vergleich zu Einfach. Alles. Merken.) ist wohl die größere Menge an Praxisbeispielen bzw. Empfehlungen für den Einsatz der Gedächtnistechniken. Und das ist auch der größte Unterschied dieser beiden Lektüren.

Die komplette Rezension lesen Sie bei Lernen-Merken-Erinnern.

Quelle: Lernen-Merken-Erinnern.de 

 

Studie: Ältere Menschen erinnern anders!

In einer Studie wurde herausgefunden, dass ältere Menschen negative Ereignisse anders verarbeiten als junge Menschen – und zwar deutlich schlechter.

Senioren haben scheinbar über die Jahre gelernt, negative Erlebnisse anders zu verarbeiten und eher wegzublenden. In Versuchen wurden Personen unterschiedlichen Alters Fotos gezeigt. Manche davon mit negativen Abbildungen. Ältere Versuchspersonen konnten sich anschließend schlechter und seltener an die Fotos erinnern, die negative Gefühle auslösten.

Und für Lernende jeden Alters gilt: Wer sich an etwas erinnern will, der sollte es mit positiven Gefühlen lernen. Druck, Hektik und Stress hemmen das Aufnahmevermögen und – wie die Studie belegt – erschweren sie auch erfolgreiches Erinnern.

Quelle: news.de

 

Meine Frau drückt mir manchmal eine Einkaufsliste in die Hand – Interview mit Ulrich Bien auf Lernen-Merken-Erinnern.de

Gedächtnistrainer haben in den meisten Fällen ein ganz normales Gehirn: „Von Gedächtnistrainern wird erwartet, das sie ein überirdisches Gehirn haben. Meine Frau drückt mir manchmal eine Einkaufsliste in die Hand, die ich nicht auswendig lerne und mit in den Supermarkt nehme. Ich nutze Merktechniken vor allem dort, wo mir die normalen Leistungen meines Kopfes nicht genügen: Mein Namensgedächtnis ist von Natur aus unterirdisch schlecht.

Im Interview mit Ulrich Bien auf Lernen-Merken-Erinnern.de berichtet der Autor und Gedächtnistrainer über Stärken und Schwächen von Merktechniken, über Lernmethoden, die in der Schule – nicht – gelehrt werden und darüber, wie die Anwendung von Mnemotechniken das Leben verändern kann.

Unbedingt ansehen und vielen Dank an Sergej Jost für das nette E-Mail-Interview!

Quelle: Lernen-Merken-Erinnern.de 

 

Unvergessliche Momente unvergesslich machen!

Eigentlich hat dieser Artikel nicht direkt etwas mit Merktechniken zu tun, aber haben Sie schon einmal nicht daran gedacht, bei einem besonderen Ereignis Fotos zu machen?

Das Gehirn kann sich an bedeutende Ereignisse zwar hervorragend und sehr lange erinnern, aber das Abrufen solcher Informationen gleicht dem Lesen eines Buchs: Der Kopf zieht das Ereignis aus dem Archiv, um es auf Basis der Erinnerungen wieder neu abzuspeichern.

Was passiert: Unsere Erinnerungen verändern sich mit der Zeit, zum Beispiel an die Hochzeit oder die Geburt des eigenen Kindes. Damit das nicht passiert, sollte man auf jeden Fall eins tun: Bilder machen!

Und damit der eigene Kopf das nicht vergisst, gibt es bei WikiHow einen Artikel darüber, der sich genau mit diesem Thema beschäftigt: Wie man daran denkt Fotos zu machen (aber bitte nicht allzu ernst nehmen).

Quelle: WikiHow

 

Wer ist schlauer: Mensch oder Maschine? – Video der Woche

In Science-Fiction-Filmen werden immer wieder intelligente Roboter und Computer gezeigt, die sich so verhalten, als hätten sie eine Seele eingebaut. Viele dieser Maschinen sind ihren Erbauern sogar in Denken und Wissen himmelhoch überlegen! Zukunftsmusik?

Heute scheint jedes Handy und jeder noch so alte Computer schneller zu rechnen als ein menschliches Gehirn. In Forschungslabors werden Gehirn von Computern simuliert und im Fernsehen Software gezeigt, die scheinbar schlauer ist als jeder Nobelpreisträger. Und wir verlassen uns auch immer mehr auf die kleinen elektronischen Helfer und speichern Termine und Telefonnummern dort ein, statt sie im eigenen Gehirn zu behalten und mitzunehmen.

Aber ist das Gehirn dem Mikrochip tatsächlich überlegen? Schauen Sie sich dieses Video an und erleben Sie am eigenen Kopf, warum ein Gehirn ganz anders denkt, als jede Maschine.