Archiv der Kategorie: Leserbriefe

Merkhilfe für die Punischen Kriege – Leserbrief

Hier ist eine komplexe Eselsbrücke, mit der sich der Verlauf der Punischen Kriege sehr gut merken lässt:

Wer sich die Punischen Kriege für ein Referat merken will, der lege das „P“ der „P“unischen Kriege flach auf den Boden und schreitet dieses im Geiste auf einer Landkarte mit dem Mittelmeer ab.

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Das Patientenakten-Problem – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zu einem komplexen Merkthema, das häufig nachgefragt wird und gar nicht so leicht zu bewältigen ist. Aber lesen Sie selbst…

Sehr geehrter Herr Bien,

für den Support muss ich mir zu etwa 100 Kunden, die durch ihren Organisationsnamen eindeutig identifiziert sind, einerseits Personennamen und (ich nenne es mal) Informationseinheiten merken, so dass ich am Telefon oder in Meetings diese Daten präsent habe.

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Vokabeln und Genus zusammen merken… – Eine Erweiterung der Schlüsselwort-Methode

Hier ein Leserbrief zum erweiterten Merken von Vokabeln – nämlich inklusive Genus:

Sehr geehrter Herr Bien,

ich finde ihr Buch „Vokablen lernen“ sehr hilfreich und benutze es zum Lernen von jiddischen, hebräischen und arabischen Vokabeln.

Allerdings hat sich mir, unter anderen, ein Problem aufgetan, das viele wahrscheinlich auch aus dem Französischen kennen. Wie merkt man sich am besten die Geschlechter von Substanitven (der, die, das). Dies ist vor allem im Jiddischen ein Problem, da es dem Deutschen sehr (oder auch zu) ähnlich ist. Grundsätzlich muß man für alle Substanive den Genus neu lernen. Beispiel die Nummer (Deutsch) = der numer (Jiddisch).

Wie kann man sich den Genus am besten merken? Haben Sie vielleicht dazu eine Idee?

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Wie Sie sich Formeln für chemische Reaktionen mit Hilfe von Bildern merken können…

Hier ein Leserbrief, wie man sich Formeln für chemische Reaktionen merken kann:

Hallo liebes denkreich-Team,

ich versuche seit einiger Zeit mir chemische Reaktionsgleichungen zu lernen. Ich versuche es bisher mit zwei großen „Türmen“, der vordere steht für die Edukte (Also die Ausgangsstoffe) und der hintere steht für die Produkte. Verbunden wird das ganze durch „Brücken“ (in wirklichkeit dann der Reaktionspfeil auf dem manchmal angeben für äußere Reaktionsgleichungen sind, z.B. pH-Wert).

Ich hatte vor, die einzelnen Elemente, die an den Reaktionen beteiligt sind, als Symbol zu gestalten, z.B. ein Stück Kohle für Kohlenstoff, eine Gasmaske für Stickstoff etc.

Ich weiß allerdings nicht, ob das nicht etwas zu viel ist, da die einzelnen Stoffe ja auch noch Indizes enthalten, z.B.

P4O10 + 6 H2O  –> 4 H3PO4

Ich bin mir daher nicht sicher ob es noch eine geschicktere Variante gibt, auf die ich bisher nicht gekommen bin. Ich danke ihnen schon mal im Voraus für ein offenes Ohr für die unbeschreiblich verwirrende Welt der Chemie…

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Chemie: 20 Aminosäuren merken – Leserbrief

Hier ein Leserbrief über das Lernen für die nächste Chemie-Klausur:

Sehr geehrter Herr Bien,

Ihre Website beschert mir immer wieder neuen Anreiz in meinen Lernpausen und Ihr Buch „Einfach. Alles. Merken.“ ist fester Bestandteil meines Bücherregals und hat schon gute Dienste geleistet für mein Studium.

Es ist derzeit wieder Klausurenphase und im Moment weigern sich die 20 Aminosäuren in meinem Kopf Platz zu nehmen.  Unter den „8 essentiellen Aminosäuren“ findet man bereits folgenden Merkspruch: „Phänomenale Isolde trübt mit unter Leutnant Valentins lüsterne Träume.“  

Jetzt fehlen nur noch 12 Aminosäuren, aber mir mag keine kreative Verknüpfung einfallen: Phenylalanin, Isoleucin, Tryptophan, Methionin, Leucin, Valin, Lysin, Threonin, … Dazu kommen: Glycin, Alanin, Cystein, Prolin, Tyrosin, Arginin, Serin, Histidin, Asparagin, Asparaginsäure, Glutamin, Glutaminsäure.

Hier ein paar Ideen zum Übersetzen der Begriffe (ungeordnet):

  • Glycin = glücklich
  • Cystein= Zyste
  • Tyrosin = Tyrann
  • Arginin = argwöhnisch
  • Histidin = hissen
  • Arginin = Argentinische Flagge

Weiter komme ich nicht. Vielleicht schütteln Sie etwas aus dem Ärmel? Den Beitrag zu den Strukturformeln der AS habe ich bereits gefunden auf dieser Website.

Ich danke Ihnen vorweg für eine Antwort!

Mit freundlichen Grüßen,

A.T.

Und hier die Antwort:

Hallo Frau T,

freut mich, dass Ihnen mein Buch gefällt.
Was Ihr Merkproblem betrifft: Sie sind doch schon auf dem richtigen Weg. Assoziieren Sie einfach zu allen Begriffen ein passendes Wort. Und dann einfach eine Geschichte draus machen:
Glycin, Alanin, Cystein, Prolin = Der glückliche Alain Delon hat eine Zyste und fragt einen Proleten, ob in Tirol ein argwöhnischer Seher einen Spargel (auf Englisch asparagus) hisst, ihn mit Säure übergießt und in die Glut (des Feuers) wirft…
Das Merken sollten Sie in ein paar Minuten erledigen können!
Viel Erfolg beim Lernen,
Ulrich Bien
 

Umfangreiche Fachthemen lernen – Leserbrief

Lernen komplexer Themen ist ein begehrtes Thema. Deswegen noch ein interessanter Leserbrief dazu:

Sehr geehrter Herr Bien,

von Ihrem Buch „Einfach. Alles. Merken.“ bin ich wirklich begeistert. Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit Merktechniken, allerdings wollte sich der Erfolg nicht so recht einstellen. Bei der Lektüre des Buches hat es so richtig KLICK gemacht und ich habe nun begonnen, wirklich ernsthaft mit den beschriebenen Merktechniken zu arbeiten. Vielen Dank dafür.

Es gibt aber etwas, dass ich noch nicht richtig verstanden haben. Wie verhält es sich mit den Routen, Räumen, etc. die ich mir ausgedacht habe, wenn ich damit ein komplexes Thema abdecken will. Angenommen ich möchte das komplette Faktenwissen „Ausbildung Industriekaufmann“ abspeichern. Wie schaffe ich mir am besten eine Struktur? Entsprechende Bücher durchlesen, Fakten stichwortartig rausschreiben, nach Thema strukturieren (ist in Fachbüchern i. d. R. ja kein Problem, da vorgegeben) und dann „irgendwo“ anhängen? Wie viele Routen, Räume, etc. muss ich denn vorher gelernt haben, damit ich genug „Platz“ habe. Belege ich eine Route nur einmal, oder (mit völlig unterschiedlichen Themen) mehrmals.

Da hakt es bei mir noch etwas in der praktischen Umsetzung. Können Sie mir einen Tipp geben?

Mit freundlichen Grüßen,
R.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr R.

Ihre Frage wird sehr häufig diskutiert und die Antworten fallen unterschiedlich aus. Sie sollten sich fragen, ob Sie tatsächlich ein Wissensgebiet in einer einzigen Struktur speichern wollen. Das Gehirn tut dies eigentlich nicht. Ich empfehle immer, zusammengehörige Fakten in einer Raum oder auf einer Route abzuspeichern. Da bleibt allerdings die Frage, wo ein Schnitt gemacht werden sollte (bei den einzelnen Formeln oder der Formelsammlung).
Ihr Gehirn sollte kein Problem haben, Fakten unterschiedlichen Stellen mit verschiedenen Techniken abzulegen. Vermutlich ist es die äußere Ordnung (zum Beispiel ein Bücherregal oder ein Lexikon), die uns Techniken wie den „Gedächtnispalast“ so verführerisch aussehen lässt. Meine praktische Erfahrung hat fast immer gezeigt, dass es auch ohne so etwas geht (auch weil ein gut konstruierter Gedächtnispalast eine Menge Aufwand und Energie benötigt).
Aber solche Strukturen haben auch Vorteile: Man kann nämlich im Geiste durch sein Wissen spazieren und sich alles vor dem inneren Auge in Ruhe ansehen. Eine der Fragen, die Sie sich stellen sollten, wenn Sie etwas lernen: Wie muss ich mich später an das Wissen erinnern? Viel Wissen kann aus dem Kopf nach dem Schema von Frage und Antwort herausgeholt werden. Vorträge benötigen eine Route, damit Sie den Faden nicht verlieren. Für Wissensgebiete wie Studienfächer kann es auch eine Sammlung von Merktechniken sein (Eselsbrücken, Routen, Römische Räume usw.).
Experimentieren Sie einfach, welches Verfahren Ihnen am besten liegt. Wenn Sie bereits Erfahrung mit Merktechniken haben, dann versuchen Sie sich doch einmal an einem Gedächtnispalast. Sie werden merken, ob das ein Verfahren ist, dass Ihnen liegt.
Ich hoffe, Ihnen damit ein wenig weiter zu helfen!
Ulrich Bien

 

 

Praktische Beispiele zum Thema Gedächtnistraining – und: Antworten gibt’s!

Täglich bekomme ich Leserbriefe! Vor ein paar Tagen hat eine Leserin eine spannende E-Mail geschrieben – aber leider keine richtige E-Mail-Adresse angegeben. Wir freuen uns über Fragen und schreiben garantiert eine Antwort – wenn im Moment auch mit einiger Verzögerung! Nur eine Bitte: Wenn Sie eine Antwort wollen, dann tragen Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein, sonst können wir nicht zurück schreiben.

Die E-Mail-Adressen werden von uns nicht zu Werbezwecken genutzt oder an Dritte weiter gegeben!

Und hier noch die Antwort zur Frage von Frau K. (ich hoffe, das sie es liest):

Hallo K.,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Wir versuchen, unseren Blog (und die Bücher) so praxisorientiert wie möglich zu gestalten. Einsteiger in Sachen Merktechniken müssen natürlich erst die Grundlagen erlernen, um sich anschließend komplexen Themen widmen zu können (oder auch vielschichtige Merktechniken wie den Gedächtnispalast einzusetzen). Fortgeschrittene Anwender wissen häufig, wie Sie auch komplexe Themen lernen können…
Sollten Sie unter „praktisch“ umfangreiche Themen (ein ganzes Studium) verstehen, lässt sich das sicher nicht in einen einzelnen Blogtext verpacken. In meinen Büchern finden Sie am Ende immer auch Erklärungen, wie sich so etwas meistern lässt. Aber auch auf dem Blog sind immer wieder Beschreibungen dazu zu finden, z.B. dieser Leserbrief über das Lernen für’s Chemiestudium.
Schauen Sie auch ins Wiki unter Zielgruppen – auch dort gibt es Praxisbeispiele von Studierenden. Vollständig und umfassend werden diese Erklärungen aber nie sein (das ist letztendlich eine Frage, wie Sie Ihr Lernen organisieren und keine Frage von Merktechniken, die Sie dabei unterstützen und begleiten).
Sollten Sie unter „praktisch“ andere Fakten meinen, dann würde ich mich über Beispiele freuen…!
Und: Empfehlen Sie Ihrem Mitstudenten doch meinen Blog!
Ganz viele Grüße,
Ulrich Bien
 

Leserbrief über ganz viele Vitamine und deren Wirkungen – Lernen für das Studium

Hier ein Leserbrief über das Merken von komplexen Informationen für das Studium:

Sehr geehrter Herr Bien,

zunächst möchte ich Ihnen sagen, wie gut ich ihre Videos auf YouTube oder auch ihren Blog finde. Endlich wird Lernen leicht gemacht…

Nachdem ich mir bereits einige Ihrer Informationen angeschaut habe, bleibt für mich dennoch eine Frage offen: Ich verstehe leider immer noch nicht, wie ich ein bestimmtes Fach für die Uni gut lerne. In sechs Wochen steht eine Prüfung an, von der die Zusammenfassung ca. 250 Seiten lang ist. Ich weiß jedoch nicht, wie mir Ihre Techniken helfen können, auch diese Informationen zu lernen.

Anbei schicke ich Ihnen ein Beispiel für das, was gelernt werden muss. Es wäre super, wenn sie mir erklären könnten, wie ich diese Informationen einfach behalten kann, da es doch sehr sehr viele sind:

Allgemeine Kriterien für eine adäquate Aufnahme von Vitaminen und Mikronährstoffen:

  • vermeiden eines klinischen Mangels mit anatomischer und funktioneller Störung
  • unter normalen Bedingungen keine Mangelerscheinung
  • Veränderung normaler Situationen führt zu Hinweisen auf schlechte Versorgung
  • metabolische Besonderheit ist ein gestörter KHD Stoffwechsel bei Thiaminmangel und Ausscheidung von Methylmalonsäure bei B12 Mangel
  • ungewöhnliche metabolische Reaktionen sind bei Folatmangel gestörte Metabolisierung von Histidin und bei B6 Mangel gestörte Metabolisierung von TRY

Fünf grundlegene Funktionen von Vitaminen:

  • Anti Oxidanzien
  • H+/ e+ Donatoren und Akzeptoren
  • Hormone
  • Coenzyme
  • Gentranskriptionsfaktoren

Vitamin A – Biologische Funktionen und Mangelzustände im Überblick

  • aktive Formen
    • Retinol
    • Retinal
    • Retinsäure
  • biologische Funktionen
    • Photosensitive Pigmentierung der Retina
    • Regulation der Epithelzelldifferenzierung
    • Regulation der Gentranskription
  • Mangelerscheinungen
    • Nachtblindheit
    • Xerophthalmie
    • Keratomalazie
    • gestörtes Wachstum

Und hier die Antwort:

Hallo,

vielen Dank für Deine E-Mail! Freut mich, dass Dir mein Blog gefällt.
Deine Frage kann ich ganz klar mit „ja“ beantworten. Mit Hilfe von Merktechniken lassen sich auch komplexe Themen deutlich leichter und schneller merken. Allerdings gibt es nicht die eine Methode, mit der sich alles ganz leicht einprägen lässt. Vielmehr solltest Du für jedes Thema die optimale Technik benutzen.
Deine Beispiele lassen sich aus meiner Sicht am Besten in Merkbilder verwandeln. Hier ein paar kurze, schnelle Ideen zum Merken der oben erwähnten Fakten: Die Aufnahme von Vitaminen und Mikronährstoffen würde ich in das Bild einer Person verwandeln, an einer Obsttheke mit bloßen Händen (Hinweis auf fünf folgende Kriterien) alles in sich hineinstopft, was die Auslage bietet, während der Verkäufer zufrieden dabei zusieht (außerdem wandern die Mikronährstoffe wie kleine Ameisen von unten sein Hosenbein hoch – um auch diesen Teil im geistigen Blick zu haben).
Alle weiteren Punkte werden jetzt in dieses Bild eingebaut: Zuerst schaut der Verkäufer, ob es dem Kunden auch gut geht (Punkt zwei von der Liste), denn wenn er nicht mehr so schnell futtert, dann muss der Verkäufer für Nachschub sorgen (Punkt drei auf der Liste). Schließlich hält der Verkäufer Sanitäter von seinem Kunden fern, die mit Zwangsjacke und Kopfmaske anrücken (wie in „Schweigen der Lämmer“), um die Person mitzunehmen (für den ersten Punkt auf der Liste) und so weiter (die folgenden zwei Punkte kann ich mangels Fachwissen leider nicht in Bilder verwandeln…)
Der zweite Punkt lässt sich hervorragend in dieses Bild ergänzen, in dem der Obstverkäufer mir eine Orange zeigt, die er in der Hand hält (die Finger sind wieder der Hinweis auf fünf folgende Punkte) und mir erklärt, was man alles damit machen kann: Zuerst reibt er die Orange auf einer rostigen Fläche, die dann wieder metallisch schimmert (Anti-Oxidation). Dann hält es sich zwei halbe Orangen wie Busen vor die Brust (Hormone)… Bis er schließlich die spiralförmige Schale der Orange am Ende abzeichnet, die aussieht wie eine DNA-Doppelhelix (Gentranskription).
Beim dritten Beispiel würde ich jedes Vitamin wieder in eine Szene verwandeln: Vitamin A (A wie Auge) lässt sich in die Person eines Fotografen verwandeln, der allerdings nicht mehr arbeiten kann und auf allen Vieren kriecht (vier Mangelerscheinungen), weil seine Augen winzig und verschrumpelt sind (Wachstumsstörungen), damit wie vertrocknete Rosinen in die Augenhöhlen liegen (Xerophthalmie), die Hornhaut trübe ist (Keratomalazie) und damit ist er blind wie die Nacht. So hättest Du die Mängel schon mit Hilfe einer guten Vorstellung im Kopf.
Ich hoffe, diese Beispiele helfen Dir als Inspiration zum Denken Bildern. Je besser Du die Vorstellungen ausschmückst und verfeinerst, desto zuverlässiger kannst Du Dir den Stoff merken. Auch wenn das aufwändig klingt, aber diese phantasievolle Vorgehensweise kann Dir eine Menge ödes Lernen und vor allem das Wiederholen ersparen. Probiere einfach aus, welche Bilder in Deinem Kopf am besten funktionieren.
Ganz viele Grüße,
Ulrich
 

Spielkarten und Stiche beim Skat behalten – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zu einem häufig nachgefragten Thema: Wie lassen sich Karten beim Spiele und vor allem die Stiche beim Skat merken?!

Sehr geehrter Herr Bien,

mich interessiert die Methode u.a. für das Skatspielen, um mir bereits gespielte Karten zu merken. Das Problem: Die Stiche der einzelnen Spiele überlagern sich in meinem Gedächtnis, ich kann also nicht unterscheiden, welche Stiche nun zu dem aktuellen Spiel oder dem vorherigen gehören.

Eine denkbare Lösung wäre die „Zerstörtechnik(Link auf ein YouTube-Video, in dem Sie diese Technik lernen und erleben können). Problem jedoch: Die kurze Zeitspanne zwischen zwei Spielen reicht nicht, um 32 Karten zu löschen.

Eine weitere denkbare Lösung: Ablage auf Routen. Problem hierbei: Je nachdem, wie lange die einzelnen Spiele im Gedächtnis bleiben, benötige ich u.U. mehrere 100 Routen, um die Spiele der letzten Wochen „abzuspeichern“. Meine Phantasie reicht nicht, um mir eine derartige Anzahl von Routen auszudenken.

Haben Sie für dieses Problem einen Tip/Lösungsansatz?

Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich im Voraus.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr O,

mit Ihrer Vermutung, die Stiche mit Hilfe des „zerstörerischen Merkens“ einzuprägen, lagen Sie bereits richtig – diese „Attribution“ der Karten (in diesem Fall das Zerstören) lässt sich tatsächlich nicht einfach so auslöschen, sondern es braucht ein paar Tage, bis die Vorstellungen wieder halbwegs aus dem Kopf verschwunden sind. 
Der Trick hier besteht darin, das „Attribut“ zu variieren. Also einmal zerstören, danach einfärben, mit etwas behängen, verkleiden, einwickeln oder verpacken und so weiter. Sie währen einfach vor jeder neuen Runde eine neues Attribut aus, mit dem Sie die Bilder für die Karten dann belegen.
Aus meiner Erfahrung (es kommen viele Fragen zu diesem Thema) sind zwanzig bis dreißig Runden mit dieser Methode machbar. Dann sind die Bilder im Kopf so überladen, dass es wiederum unübersichtlich wird.
Probieren Sie aus, wie viele Runden Sie mit dieser Methode durchhalten. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei.
Ulrich Bien