Archiv der Kategorie: Leserbriefe

Lernen mit Hilfe von Merktechniken – Erfahrungsbericht eines Lesers

Warum mache ich das? Auslöser, mich für das Thema zu interessieren, war meine Tochter, die im Moment noch die 4. Klasse der Grundschule besucht. Leider musste ich feststellen, dass unseren Kindern (wie zu meiner Schulzeit) immer noch keine Lernmethoden in der Schule beigebracht werden, w i e man am besten lernt und wie man sich beispielsweise verschiedene Dinge am besten einprägen kann. Es wird nur gefordert, sich auf die jeweiligen Prüfungen vorzubereiten. Das „Wie“ bleibt jedem selbst überlassen bzw. damit werden die Kinder alleine gelassen.
Deshalb war und bin ich bestrebt, selbst nach Wegen zu suchen, meinen Kindern den leidigen Kampf mit den täglichen Hausaufgaben zu erleichtern. Durch im Internet veröffentlichten Videos usw. über Merktechniken bin ich dann auf Sie, Herr Bien, gestoßen.

Ich war von Ihren geschilderten Lernmethoden so angetan, dass ich sie mittlerweile selbst anwende.

Allerdings muss eines dazu bemerkt werden: Es ist nicht alleine mit dem Lesen der Bücher getan. Man muss sich auch regelmäßig mit den beschriebenen Techniken befassen und im täglichen Leben anwenden. Somit gewinnt man auch immer mehr Gefallen daran und ist verblüfft, wie sich manches „ins Gehirn einbrennt“.

Wichtig ist natürlich auch vor allem, unseren Kindern Spaß und Freude am Lernen zu vermitteln, da damit die Aufnahmefähigkeit wesentlich verbessert wird, die Kinder motiviert werden und ihnen damit der Umgang mit neu zu erlernenden Dingen erleichtert wird. Das ist natürlich nicht immer leicht, denkt man beispielsweise an das Lernen von Vokabeln. Gerade aber durch das Anwenden von Merktechniken kann man beim Lernen von Vokabel doch etwas Spaß finden (unglaublich).

Eine meiner Töchter (4. Klasse Grundschule) musste für eine Prüfung in Musikschule die verschiedene italienischen Fachbegriffe (https://de.wikipedia.org/wiki/Tempo_(Musik) erlernen. Ich konnte Sie davon überzeugen, die Schlüsselwortmethode hierfür anzuwenden. Nach etwas Übung konnte sie sich damit viele Begriffe ohne Probleme schnell merken. Es ist zwar nicht immer leicht, ein gutes, sich einprägendes Schlüsselwörter zu finden, hat man jedoch mal eines gefunden, dann vergisst man dieses mit dem damit verbundenen Lerninhalt nie mehr. Die Schlüsselwörter, die man sich selbst ausdenkt, sind die besten, so unsere Feststellung.

Ich habe Ihre Bücher „Einfach. Alles. Merken!“, „Trainiere. Dein. Gedächtnis“, „Gehirn-Glühen“ gelesen, die Filme (auf DVD) zum Buch „Einfach. Alles. Merken!“ gesehen und mir die Hörbücher „Der Eckendenker“ und „Vokabeln merken“ angehört. Ich warte nun auf Ihr neues Buch „Vokabeln lernen“.

Vielen Dank für all die Tipps in Ihren Veröffentlichungen!

P.B.

 

Feinschliff am Majorsystem zum Merken von Zahlen – Leserbrief

Hier eine Anmerkung zur ausführlichen Liste der Majorbegriffe im gleichnamigen Artikel auf Wikipedia:

Hallo,

auf der Wikipedia-Seite zum „Major-System“ befindet sich ein Link „Ausführliche Tabelle mit Begriffen für das Major-System von 00 bis 99„, der zu einer Tabelle führt, die nach der Bemerkung „Für weitere Informationen schauen Sie auf unsere Website: www.denkreich.com“ zu urteilen von Ihnen stammt. Aus diesem Grunde schreibe ich Ihnen.

Einige Einträge in dieser Tabelle kann ich nicht nachvollziehen. Das sind insbesondere die Einträge „Gage“ und „Rage“ in der 7-er-Spalte. Ein Grundprinzip des Major-Systems ist doch, dass „nur der phonetische Wert gilt, nicht der orthografische“ (Wikipedia). Weicher als in „Gage“ und „Rage“ kann ein „g“ doch gar nicht ausgesprochen werden. Warum stehen diese Einträge dann nicht in den jeweiligen Feldern der 6-er-Spalte?

Für einige aufklärende Worte wäre ich Ihnen dankbar.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr B.,

vielen Dank für den Hinweis. In der Tat würden diese Begriffe nach den Angaben von Wikipedia in andere Zahlen übersetzt werden. Ich habe in der Tabelle eine entsprechende Fußnote eingefügt, damit Leser der Seite nicht verwirrt werden.
Bitte beachten Sie bei der Anwendung des Majorsystems, dass es sich nicht um ein allgemein gültiges und standardisiertes System handelt. Auf der einen Seite gibt es zahlreiche Varianten, und auf der anderen Seite sollten Sie für sich und Ihr Gehirn ein optimales Übersetzungsverfahren entwickeln. Da ich zum Beispiel Majorbegriffe in mehreren Sprachen benutze, halte ich mich nur an die Schreibweise von Wörtern – und nicht an die Aussprache.
Beides funktioniert gleichermaßen gut – Sie können es als eine Art Dialekt ansehen. Ich kenne einen anderen Anwender des Systems, der die nicht „belegten“ Buchstaben im Alphabet für sich selbst definiert hat. Das „x“ steht für eine doppelte null, das „h“ zeigt ihm an, dass die nächste Ziffer sich verdreifacht („Haut“ ist also 111, „Heim“ ist 333 und „Haus“ steht für 000).
Ich hoffe, das beantwortet Ihre Frage!
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit dem Majorsystem und viele Grüße,
Ulrich Bien
 

Leserbrief: Ganze Vorlesungen merken mit Hilfe von Merktechniken?

Hier ein Leserbrief zum Merken von kompletten Vorlesungen, Vorträgen und Büchern:

Hallo Herr Bien,

ich hab eine Frage zum Thema viel Wissen in kurzer Zeit lernen.

Kann man wenn man verschiedene Mnemotechniken lange trainiert ein Stadium erreichen in dem man sich viel  Faktenwissen aus Vorträgen (z.B. Namen der Medikamente und deren Wirkung (im Pharmaziestudium)) sofort merken kann? Sodass das Wissen nach der Vorlesung gespeichert ist und man diese nicht noch zeitintensiv nacharbeiten muss?

Ich versuche besonders mit Verbildern und mit dem Gedächtnispalast zu lernen, aber noch brauche ich immer eine Weile bis ich eine Eselsbrücke gefunden habe. Deswegen frage ich mich ob es geistig überhaupt möglich ist einer Vorlesung zu folgen und das Wissen gleichzeitig noch mit passender Verbindung an verschiedenen Gegenständen abzulegen.

Das wäre echt praktisch wenn das ginge.

Viele Grüße,

D.G.

Und hier die erste Antwort:

Hallo G.,

wenn Sie lange genug mit Merktechniken arbeiten, werden viele Lernvorgänge leichter, schneller, vielleicht sogar völlig automatisch ablaufen. Ich sehe Zahlen so zum Beispiel überhaupt nicht mehr als Zahlen, sondern nur noch als Majorbegriffe. Viele Teilnehmer meiner Trainings berichten von ähnlichen Erfahrungen.

Natürlich ist es reizvoll, eine Vorlesung oder ein Fachbuch im Stück im Kopf abzuspeichern – auch das geht mit Hilfe von Mnemotechniken. Allerdings kann ich nur empfehlen, dabei immer einen Schritt einzubauen (und in vielen Fällen geht es auch nicht anders, denn Ihr Dozent oder ein Autor wird anders denken als Ihr Gehirn es tut). Sie sollten solche Informationen nach dem Hören oder Lesen immer passend für Ihr Gedächtnis aufbereiten und dann erst mit Hilfe von Merktechniken das Ganze ins Gehirn schaufeln.
Auch wenn das auf den ersten Blick etwas aufwändiger aussieht, aber eine saubere Verarbeitung der Fakten passend für Ihren Kopf wird Ihnen extrem beim Merken helfen und die Qualität (also das Erinnern) deutlich verbessern. Sie können das selbst einfach ausprobieren, denn es ist gar nicht so einfach, im Gleichschritt zum Tempo eines Dozenten die Fakten zum Beispiel auf einer Route abzulegen.
Viele Grüße,
Ulrich Bien
Hier die Rückantwort:
Hallo Herr Bien,
danke für ihre schnelle Antwort. Es ist wirklich erstaunlich was mit Merktechniken alles machbar ist. Ich habe aber noch nicht ganz verstanden welchen Schritt sie zwischen dem Lesen/Hören der Information und dem Lernen einbauen würden. Denn die zu lernenden Informationen werden doch durch das Anwenden der Merktechniken schon gehirngerecht verarbeitet und wenn ich mir selbst Bilder ausdenke um mir etwas zu merken, dann sind diese Bilder doch immer für mein Gedächtnis geeignet, da sie ja meiner Fantasie entstammen.
(Oder sehe ich den Schritt von dem sie sprechen einfach als selbstverständlich an, auch wenn er gar nicht zur eigentlichen Merktechnik gehört? Natürlich sollte man sich vor dem Lernen überlegen welche Informationen relevant und welche unwichtig sind bevor man mit dem Lernen beginnt, meinen sie das mit dem Schritt?)
Ich werde auf jeden Fall ausprobieren die Informationen während einer Vorlesung auf einer Route abzulegen.
Viele Grüße,
D.G.
Und zuletzt noch die zweite Antwort darauf:
Hallo G.,

die Verarbeitung von einzelnen Fakten – zum Beispiel das Verwandeln in bildhafte Vorstellungen – ist von Ihnen völlig richtig beschrieben. Allerdings bedarf das Verarbeiten komplexer Sachverhalte etwas Vorbereitung: Stellen Sie sich vor, den Inhalt eines Buchs auf einer Route abzulegen oder in einem Gedächtnispalast zu verarbeiten.
Sie müssen definieren, welche Themen auf welchem Punkt liegen sollen und vor allem, wie Sie das Wissen später abrufen wollen – schauen Sie sich dazu zum Beispiel die Artikel zum Merkden des Periodensystems der Chemischen Elemente in diesem Blog an. In diesem Fall werden die Gruppen bestimmten Bereichen einer mittelalterlichen Burg zugeordnet.
Diese Strukturierung wird Ihnen kaum während eines Vortrags gelingen. Jedenfalls schaffe ich das nicht und ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, das komplette Material im Anschluss in Ruhe zu sichten und zu ordnen (dazu gehört auch das gezielte ausfiltern unwichtiger Fakten).
Hoffentlich bringt Sie das beim Lernen etwas weiter! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg…
Ulrich Bien
 

Paragraphen merken – Hilfe für das Jurastudium

Hier ein Leserbrief zum (un)beliebtem Thema „Lernen für das Examen“ im Jurastudium:

Hallo Ulrich,

per Zufall bin ich auf Deine Merktechnik aufmerksam geworden. Ich bin Jurastudentin in der letzten Phase. Vor dem Examen habe ich panische Angst, da ich mir einfach die Paragrafen schlecht merken kann. Im Examen sind keinerlei Hilfsmittel, außer der planke Schönfelder zugelassen. Die Paragrafen muss ich mir in einer bestimmten Reihenfolge pro Rechtsgebiet merken können, als sog. Paragrafenverkettung/Prüfschema. Manchmal sind auch unter bestimmte Paragrafen mehrere anzuwenden. Es sind meistens 3-stellige Zahlen.

Nur wie? Eignet sich diese Merkmethode überhaupt dazu? Wenn ja, welche genau? Ist überhaupt noch genügend Zeit, um sich diese Technik anzueignen? Ich habe genau 11 Monate Zeit…

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Viele Grüße,

M. S.

Und hier die Antwort:

Hallo Frau S.,

wenn ich Sie richtig verstehe, dann müssen Sie sich Ketten von dreistelligen Zahlen einprägen? Das ist mit Hilfe von Merktechniken überhaupt kein Problem. Sie verwandeln die Zahlen mit Hilfe des Majorsystems in Bilder und verbinden diese entweder in Form einer Geschichte oder mit der Routenmethode. Alles extrem einfach und schnell zu lernen…

Für das Majorsystem brauchen Sie maximal eine Woche. Die Routenmethode können Sie in der gleichen Zeit erlernen (und bitte sofort anhand Ihres Lernstoffs beginnen, dann vergeuden Sie keine Zeit). Die Beschreibungen zu diesen Techniken finden Sie alle auf meinem Blog (oder natürlich auch in meinen Büchern 🙂

Ich trainiere auch Jura-Studierende – und kann von daher das Lernen mit Merktechniken empfehlen. Sie sparen sich nicht nur eine Menge Mühe, sondern können sich damit viel mehr merken…

Viele Grüße und ganz viel Erfolg,

Ulrich

Hier die nächste E-Mail:

Hallo,

danke für die schnelle Antwort. Ich stelle mir dass sehr schwierig vor. Ich habe Ihnen als Vorlage ein Prüfschema vom Vollstreckungsrecht geschickt. Ich weiß nicht, ob da diese Technik greift.

Ich habe mir gedacht, meine Wohnung in verschiedene Kategorien zu unterteilen. Zum Beispiel: Familienrecht = Kinderzimmer und Grundbuch = Wohnzimmer usw… ist damit diese Routentechnik gemeint? Das schlimme ist, dass es immer verschiede Prüfschemen pro Rechtsgebiet gibt. Jetzt habe ich zwar die Kategorien, bloß wie finde ich darin die Technik an? Ich finde es gerade schwierig sowohl die Zahlen als auch die Begriffe miteinander zu verbinden. Ich muss mir das Gesetz und den passenden Rechtsbegriff dazu merken müssen und dass in unterschiedlichste Rechtsgebiete. Über jedes Beispiel  bin ich sehr dankbar.

Viele Grüße,

M. S.

Und hier die Antwort inklusive praktisches Beispiel:

Hallo Frau S.,

vielen Dank für das Beispiel! Ihre Idee mit den Räumen ist nicht falsch, aber Sie brauchen vermutlich mehr als ein paar Zimmer.

Bauen Sie für jede Spalte eine aussagefähige Szene. Zum Beispiel die erste Spalte würde ich mir an der Haustür vorstellen, wie ich mit viel „Geschick“ (ZPO 767 – nach Majorsystem) dem Vollstreckungsbeamten einen Richter vorhalte (Vollstreckungsabwehrklage). Bei Rechtsverzug verstecke ich mich hinter einem „Gebüsch“ (796) und eine notarielle Urkunde habe ich immer im Gepäck (797). Und so weiter…

Wichtig dabei ist eigentlich nur, dass Sie alle Begriffe in aussagekräftige Bilder übersetzen… Ohne Geduld und ein wenig Phantasie geht es auch mit Hilfe von Merktechniken nicht!

Viele Grüße,

Ulrich Bien

 

Alle Länder und Hauptstädte auf der Weltkarte merken – Lerntipp und Leserbrief

Diesmal ein ganz besonders schweres und gleichzeitig interessantes Erdkunde-Thema: Wie merkt man sich die Positionen aller Länder auf der Weltkarte mit Hilfe von Merktechniken. Aber hier erst einmal der Leserbrief von G. G.:

Hallo Herr Bien,

meine Frage bezieht sich auf eine Technik, die bereits in Ihrem Buch erwähnt und erklärt wird, die Projektionstechnik. Ich möchte mir nämlich gerne die gesamte Weltkarte mit deren Ländern und Hauptstädten merken, allerdings fehlt mir hier der Ansatz. Ich bedanke mich herzlich für Ihre tolle Hilfsbereitschaft !

Mit freundlichem Gruß,
G.G.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr G.,

Länder und Hauptstädte miteinander zu kombinieren ist der erste Schritt. Dann haben Sie pro Land schon einmal ein aussagefähiges Bild zu jedem Land. Und jetzt kommt es darauf an, wie gut Sie sich bereits auf der Weltkarte auskennen (und wie Sie sich solche Informationen am besten merken können – das ist eine ziemlich Frage des Merk-Geschmacks.
Hier ein Beispiel von mir: Ecuador und Quito kombiniere ich, indem ich mir vorstelle, dass meine Reise am Äquator zu Ende ist (Englisch „quit“ für Quito). Danach arbeite ich mit der Schreibweise: Die Mitte des E in Ecuador zeigt mit die Stelle, wo in Südamerika das Land zu finden ist. Der Punkt auf dem i in Quito ist ein Hinweis, wo die Hauptstadt liegt (oben in der Mitte des Landes). Präziser brauche ich mir diese Informationen nicht zu merken. Genauso bei der Dodoma, der Hauptstadt von Tansania: die Buchstabenkombination „odo“ und der senkrechte Strich des d zeigen an, dass die Stadt in der senkrechten Mitte leicht nach rechts verschoben liegt.
Sie können aber genauso gut mit der Projektor-Methode arbeiten. Allerdings würde ich die Technik in diesem Fall umkehren: Projizieren Sie ein markantes Bild auf ein Land, um sich bestimmte Punkte einzuprägen. Bei Simbabwe denke ich an Sindbad, der einen großen Diamanten direkt auf der Stirn am Haaransatz trägt (dort befindet sich die Hauptstadt „Harare“) – in diesem Fall habe ich ein Gesicht zum Bestimmen der Position benutzt. Oder Samba kann man lustig auf einem Acker tanzen und man grinst dabei! Das ergibt Sambia mit Lusaka und die Stelle der Stadt ist auf einem Gesicht der grinsende Mund.
Ich hoffe, ich kann Sie damit ein wenig inspirieren und viele Grüße,
Ulrich Bien
 

Programmiersprachen lernen und Syntax merken – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zu einem ganz besonderen Thema: 

Guten Tag Herr Bien,

ich habe Ihr Buch „Einfach.Alles.Merken.“ gelesen. Nun möchte ich es mir einfacher machen mit den gezeigten Techniken eine Scriptsprache zu lernen. Wie z.B. PHP oder JavaScript. Da die Syntax der jeweiligen Scriptsprachen recht abstarkt ist, bin ich mir nicht sicher welche der Techniken ich nutzen sollte. Ich würde gerne die Syntax, dann die Bedeutung und zum Schluss ein kleines Beispiel in meinen Kopf bekommen. Hier einmal ein Beispiel was ich mir in etwa merken möchte:

Script Tag: …

Roh-form der Syntax: …

Erklärung: Das Script Tag wird benutzt um Java Script Code in HTML und andere Dokumente zu implementieren.

Anmerkung: Wenn mehrere Befehle in einer Zeile geschrieben werden, müssen diese mit einem „;“ getrennt werden.

Beispiel: document.write(„The weather means the seasons“); document.write(„The weather „); document.write(„means the seasons“);

Dieser Ausschnitt stammt aus einer Referenz die ich mir beim Durchlesen eines Buches leider bevor ich ihr Buch gelesen hatte, angefertigt habe.

Ich freue mich auf Ihre Antwort,

M.K.

Und hier die Antwort:

Hallo K.,

ich bin nicht gerade ein Programmier-Profi, aber vermutlich benötigen Sie gezielte Referenzen (also keine alphabetische Ordnung oder Reihenfolge). Damit ist das Ganze recht einfach: Bauen Sie sich zu jedem Befehl ein Bild auf, dass um die praktischen Beispiele und alle weiteren Informationen ergänzt wird.

Aus Microsoft Excel kann ich Ihnen ein Beispiel liefern (womit schon meine Computer-Grenzen erreicht wären): Ich merke mit die Syntax des Befehls FINDEN(Was? – also die Zeichenfolge innerhalb einer Zelle; Wo? In welcher Zelle soll gesucht werden), indem ich mir vorstelle, dass der Buchstabe „a“ in „Was“ im Alphabet vor dem „o“ in „Wo“ steht. Also erst die gesuchten Zeichen und dann der Ort, an dem gesucht werden soll.

Genauso können Sie den Namen des Befehls und weitere Parameter mit einbauen.

Ich hoffe, Ihnen hilft die schnelle Antwort und viele Grüße,

Ulrich Bien
 

Musikstücke und Noten auswendig lernen – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zum oft gefragten Thema „Musik und Noten auswendig im Kopf behalten“: 

Hallo Herr Bien,

habe gerade Ihr ausgezeichnetes Buch „Einfach. Alles. Merken.“ gelesen.

Da ich Musikerin bin, muss ich ganze Musikstücke auswendig spielen.

Gibt es hier eine Technik sich die Stücke leichter zu merken? Können Sie mir evtl. ein Beispiel geben?

Vielen Dank,

K.

Und hier die Antwort:

Hallo Frau K,

die Frage bekomme ich häufig gestellt. Ja, Sie können Musikstücke vielleicht einfacher und schneller merken als bisher, aber gerade dabei kommt es darauf an, wie Sie die Stück üben und selbst wahrnehmen. Manche Musiker zerlegen ein Stück in einzelne Melodieteile (Komponisten variieren gerne ähnliche Motive oder Sequenzen).

Andere Musiker schauen sich die Anordnung der Harmonien in einem Stück an: Ein Großteil der Populärmusik basiert auf einfachen Harmonie- oder Akkordfolgen, die sich einfach merken lassen (und die Melodietöne sind ein Teil davon). Die meisten Hits dürften auf der Folge C, F, G oder C, Am, F, G beruhen – auch Mozart hat sich dieser Konstruktionen bedient.

Mit diesen beiden Ansätzen haben Sie ein gutes Gerüst, in das sich die Feinheiten der Stück hineindenken lassen.

Einen weiteren Tipp, den ich aus eigener Erfahrung geben kann: Warten Sie nicht zu lange mit dem Spielen eines Stücks aus dem Kopf. Wir haben beobachtet, dass es Musiker gibt, die zwar die Noten nahezu auswendig kennen, aber ohne das Blatt vor der Nase ein Stück nicht spielen können. Der psychologische Aspekt (Sicherheit durch Sichtbarkeit) kann schnell zum Hindernis werden – dass sich der Kopf komplett weigert, ohne die Anwesenheit der gedruckten Fassung das Stück spielen zu können.

Hoffentlich konnte ich Ihnen mit dieser schnellen Antwort ein wenig helfen!

Ulrich Bien

post scriptum:

Vielen Dank, Herr Bien, für die rasche Antwort! Noch eine Frage, wenn ich mir Teile von Stücken merke, sollte ich das mit der Raummethode lernen? Oder haben Sie da einen anderen Tipp?

post post scriptum:

Hallo Frau K,

wie bereits geschrieben: Das hängt ganz davon ab, wie Sie sich Noten vorstellen. Wenn Sie die Folgen als Buchstaben im Kopf haben, können Sie Routen daraus bilden – das würde ich eher empfehlen als den Römischen Raum!

Ganz viele Grüße,

Ulrich Bien

 

Bibelstellen merken und Zitate einprägen – Leserbrief

Hier ein sehr interessanter Leserbrief zu zwei Themen, die auch in den Trainings sehr oft nachgefragt werden: Dem merken von Zitaten und ganzen Büchern – hier am Beispiel von Bibelstellen! Herr V. schrieb:

Hallo Herr Bien,

vor einiger Zeit habe ich bereits eine Frage gestellt, bei der es um das Merken von Gesetzestexten ging. Diesmal habe ich ein recht ähnliches „Problem“, wo ich aber keine passende Lösung finde.

Es geht um das Merken von Bibelstellen.

Generell habe ich da schon Ansätze, die es mir erleichtern. Eine Überlegung meinerseits war, die Bücher nach ihrer Reihenfolge zu nummerieren und dann mit dem Majorsystem in gängigere „Bilder“ umzuwandeln. So wäre das Buch Ephesser beispielsweise Europa. Europa bot sich an, da ich mir als erstes aus Ephesser 3:5 merken wollte wo steht, dass „es geoffenbart worden ist“ (mir kommt es nicht auf den 100%igen Wortlaut an!). So merkte ich mir, das geoffenbart worden ist, dass Europa (49. Buch) im (Kapitel 3)  Öl (Vers 5) schwimmt.

Die Methode mit dem Nummerieren ist aber doch zu kompliziert, da ich dann noch mehr nachdenken muss, bevor ich zur Lösung komme. Passender fand ich dann, dies nur bei manchen Büchern zu machen, mit deren Name ich sonst keine Geschichte bauen kann. Bücher, deren Name sich da einfacher handhaben lässt, wollte ich so nehmen wie sie sind (beispielsweise Matthäus).

Manche Stellen merkte ich mir auch anders. Beispielsweise habe ich ein Bild vor Augen wo ich das erste Mal sehe, dass 2 Johaniter einem Menschen helfen (1.Johannes 2Vers 1 → „wir haben einen Helfer beim Vater – Jesus). An diesem Beispiel ist (für mich) alles sehr gut beinhaltet und auf diese Art kann ich mir auch einige Stellen gut merken.

Aber eigentlich würde ich das Ganze gern etwas katalogisieren. Vielleicht in verschiedene Themen – wie alle Stellen über Jesus, oder über Gebote. Aber ich weiß nicht, wie ich das am Besten realisiere. Ein Gedächtnispalast wäre das bestimmt hilfreich, aber ich finde keinen Ansatz.

Vielleicht habe Sie einen Tipp für mich oder können ein paar Beispiele geben.

Eine Zeit lang habe ich auch jeden Tag eine neue Stelle gelernt und diese „auf“ verschiedenen Punkten der Straße gelegt, in der ich wohne. So war das Abrufen der Informationen recht einfach, aber es ist eben nicht geordnet.

Ich hoffe, Sie verstehen worauf es mir ankommt.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen,

V.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr V.,

ich finde Ihre Ansätze sehr gut! Allerdings würde ich auch die Namen grundsätzlich in Bilder verwandeln, wobei Sie auch mit verschiedenen Bildern für den gleichen Namen arbeiten können, um mehr Abwechslung zu haben. Und dann ist die Frage, wie viele Stellen Sie sich merken wollen! Ein Großteil der Bibel besteht aus Geschichten.

Würde es da nicht Sinn machen, diese gleiche in die entsprechende Szene einzubauen und den Wortlaut mit Hilfe von Merkbildern abzusichern? So würde ich vermutlich vorgehen. Dann sparen Sie sich auch die Mühe, einen Gedächtnispalast aufzubauen. Oder Sie bauen sich eine umfassende Geschichte zum Lebensweg von Jesus – und an bestimmten Stellen markieren Sie die Zitate.

Themen-Bündel – wie die Zehn Gebote – können Sie in einem Bild unterbringen.

Zitate und Textstellen nach Themen zu ordnen ist dann wieder ein Ansatz für einen Gedächtnispalast. Lesen Sie die Artikel auf meinem Blog unter www.denkreich.com dazu – das könnte Sie inspirieren! Wenn ich mir Sprüche merke, dann verstärke ich in den meisten Fällen das Thema oder die wesentlichen Stichworte – so finde ich diese immer schnell im Kopf wieder, wenn ich Sie brauche… Für jede andere Form der Ordnung würde ich eine Route empfehlen!

Hoffentlich konnte ich Ihnen ein wenige weiterhelfen!

 Viel Erfolg beim Merken und viele Grüße,
Ulrich Bien
 

Mnemo-System für das Medizinstudium – Leserbrief

Hier ein Leserbrief für alle Medizinstudierenden, die sich im Studium mit dem Auswendig-Lernen von Stoff herumquälen müssen:

Hallo,

ich studiere in I., wo wir jedes Jahr ein Abschlussexamen haben und in einer Prüfung mit 160 Multiple-Choice-Fragen zu dem ganzen Stoff des ganzen letzten Jahres geprüft werden. Wie die beiden Jahre zuvor stehen jetzt  wieder drei lange Monate an, wo ich in der Bibliothek haufenweise dicke Bücher durcharbeite und am Schluss vor Verzweiflung fast sterbe, da ich das ganze in der Schlussphase zum größten Teil wieder vergessen habe!

Ich selber habe mich mit der Thematik Mnemo-Techniken oder Speedreading schon beschäfftigt, wo ich aber nur beim Speedreading große Erfolge für mich nutzen konnte, da ich beim Verständnis-Lesen komplexe Texte besser und schneller verstanden habe. Jedoch haben mir  Merkbilder für die Zahlen 0-99 oder die Routen-Methode, also Mnemo-Techniken, nicht wirklich weitergeholfen um das Faktenwissen auch mit meinem Verständniswissen zu verbinden.

Und genau hier wende ich mich an euch, weil ich es leid bin so viel zu vergessen und auf der anderen Seite zu wissen, dass ich bestimmt was dagegen tun kann.

Ich hätte gerne ein System, dass wie ein riesiger Aktenschrank alle meine Infos aufräumt und bei bedarf schnell und einfach ausspuckt… Ich betrachte die einzelnen Mnemotechniken als Werkzeuge jedoch nicht als Methode um Dinge langfristig abzuspeichern…

Ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt, oder mir zumindest einen Rat gebt, wie ich dieses Problem besser anpacken kann.

Danke im Voraus,

A.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr A.,

ich trainiere seit einigen Jahren Jurastudierende und das beste Mittel gegen (oder für) die Unmengen Stoff ist aus meiner Erfahrung der Gedächtnispalast – eine verhältnismäßig aufwändige Technik (die mit verschiedenen Merktechniken kombiniert wird), die allerdings den Vorteil hat, dass Sie sich Unmengen von Stoff präzise merken können.
Als Einstieg in das Thema kann ich Ihnen die Artikel dazu auf meinem Blog empfehlen unter http://www.denkreich.com/wiki/techniken-fur-profis/ und http://www.denkreich.com/wiki/zielgruppen/.
Viel Spaß beim Lernen und viele Grüße,
Ulrich Bien
 

Schach-Positionen und ganze Partien einprägen – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zum beliebten Thema Schach:

Sehr geehrter Herr Bien,

ich habe Ihre zwei Bücher mit Spannung gelesen und finde, diese sind außerordentlich gut gelungen (ich habe auch andere Bücher über Merktechniken/Gedächtnis/Lernen gelesen). Sie hatten darin angeboten, falls Fragen offen bleiben, könnte man Ihnen schreiben. Da Sie häufiger das Schachspiel erwähnten, denke ich, meine Frage könnte evtl. passen:

Ich suche seit längerem nach einer Möglichkeit, mir längere Zugfolgen, bis hin zu ganzen Partien etc. beim Schach besser merken zu können.

Naheliegenderweise ist da ja auch an Merktechniken zu denken, aber ich bin noch nicht fündig geworden bzw. hatte noch keine zündende Idee. Das, was ich von (Merktechnik-)Profis dazu gesehen hatte, wäre allerhöchstens im reinsten Anfängerbereich hilfreich, aber nicht, wenn es um lange Zugfolgen mit bis zu 20 Zügen, incl. Abzweigungen, geht. Wenn Sie eine Idee haben, wäre ich Ihnen dankbar für einen Tip. Wenn Sie denken, Sie könnten mir mit einem Beratungsangebot helfen, wäre das auch super.

Herzliche Grüße und vielen Dank im Voraus für Ihre Aufmerksamkeit,

W.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr W.,

was Ihre Frage betrifft: Schach ist ein beliebtes Thema für Merktechniken. Die abstrakte Notation von Folgen ist eine gute Übung (Beispiel: „Lc4“, „Lxc4“, „b4“, „axb4“, „fxg6 e.p.“, „Sec4“, „Sexc4“, „T1c7“, „cxd8D“ – aus Wikipedia.

Sie können jeden einzelnen Zug mit dem Majorsystem, dem Zahlen-Symbol-System und einem Übersetzungsplan für die Figuren (oder ein Kombination dieser Techniken) in Bilder verwandeln und damit besser merken: Läufer auf c4 wäre dann ein Sprinter (Läufer), der in einer engen Kurve (c nach Buchstaben-Symbol-System) auf ein Messer (4 nach Zahlen-Symbol-System) tritt. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass Sie sich abwechslungsreiche Bilder ausdenken (damit auch bei sehr vielen Zügen keine Langeweile im Kopf entsteht) und dass die Bilder wieder eindeutig zurück zu den Zügen führen (wie beim Majorsystem – höchste Flexibilität bei präziser Übersetzung).

Im nächsten Schritt können Sie die Bilder auf Routen ablegen. Notieren Sie ganze Partien auf Spaziergängen und Wanderausflügen. Wenn Sie dabei Routenpunkte doppelt oder sogar mehrfach belegen, sollten Sie natürlich darauf achten, dass Sie die Reihenfolge der Bilder nicht durcheinander bringen.

Ich hoffe, Ihnen damit ein wenig weiter geholfen zu haben.

Ulrich Bien

Und hier die Rückantwort:

Hallo Herr Bien,

herzlichen Dank für Ihre Antwort und Anregung. Ihr Vorschlag ist sehr anschaulich für mich, und diese Methode lässt sich in jedem Fall sinnvoll beim Aneignen von konkreten Zugfolgen anwenden, was nicht heißt, dass es einfach ist. Ich glaube, wie bei vielem, ist es auch hier so, dass es nur am Anfang etwas mühseliger ist, in der Folge wird es dann immer leichter, bis man dann schließlich einen wirklichen Nutzen aus der Sache ziehen kann.

Sie können meine Frage sowie Ihre Antwort gerne in Ihrem Block veröffentlichen, allerdings bitte nur, so wie Sie es ja auch schon geschrieben haben, wenn mein Name dabei nirgends auftaucht.

Herzliche Grüße und weiterhin viel Erfolg mit Ihren Projekten,

W.