Archiv der Kategorie: Literatur

Bücher über Mnemotechniken – Ein Überblick

Mittlerweile habe ich mehr als zehn Bücher, Hörbücher und Videos über Merktechniken und effektives Lernen geschrieben – dazu kommen zwei Lern- und Merkspiele. Oft bekomme ich Anfragen, welches Buch für welchen Zweck am besten geeignet ist…

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Musen merken! Die neun olympischen Musen – eine Eselsbrücke Schritt für Schritt erklärt

Wie lauten die Namen der neun klassischen Musen? Und für was stehen sie? Das zu merken, ist keine ganz einfache Aufgabe, aber mit der richtigen Mnemotechnik ist es eigentlich ganz leicht für den Kopf, so etwas zu behalten. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie das funktioniert, so dass Sie die gleiche Merktechnik auch für andere Informationen nutzen können…

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Wie viele Bücher kann man lesen? Ein Erfahrungsbericht

Eine Umfrage in England hat ergeben, dass Menschen zwar anspruchsvolle Literatur besitzen, diese aber gar nicht oder nicht zu Ende lesen. Wer viele Bücher im Regal hat, der wirkt schlauer. Aber wie die Studie zeigt, scheint es einen Unterschied zwischen dem Inhalt des Bücherregals und dem Inhalt im Kopf zu geben. Aber wie viele Bücher kann man überhaupt lesen?

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Die Sieben Todsünden merken – Enten als Eselsbrücke

So seltsam das Thema erscheinen mag, aber die Sieben Todsünden sind ein klassischer Gesprächsstoff: Wie zum Beispiel der Film Sieben oder das gleichnamige Bild des Künstlers Hieronymus Bosch – nur um zwei zu nennen (eine ausführliche Liste dazu bei Wikipedia).

Aber was waren die sieben Fehltritte? Und wie lassen sie sich merken? Keine ganz leichte Aufgabe, denn der Kopf ist in der Lage, rund sieben Fakten für ein paar Minuten zu behalten, aber inklusive lateinischer Übersetzung steht das Hirn schon der doppelten Menge gegenüber. Und einfach so zu merken, bleibt meistens nicht langfristig im Kopf hängen. Aber mit Merktechniken wird das Einprägen, leichter, kreativ und vor allem langfristig und zuverlässig.

Probieren Sie folgende, ungewöhnliche Methode aus!

Bevor wir mit dem Konstruieren einer schlauen Eselsbrücke beginnen, hier erst einmal die Sünden in aller Ausführlichkeit:

  • Hochmut (Superbia)
  • Geiz / Habgier (Avaritia)
  • Wollust (Luxuria)
  • Zorn (Ira)
  • Völlerei (Gula)
  • Neid (Invidia)
  • Faulheit (Acedia)
In diesem Beispiel werden die Sieben Todsünden (inklusive ihrer lateinischen Bezeichnungen) mit Hilfe der Routenmethode gemerkt (ähnlich wie im Artikel Die zehn größten Staaten der Erde merken).

Eine Route ist eine definierte Reihenfolge, die wir gut kennen, und mit der die zu merkenden Informationen verbunden werden – klingt einfach! Ist auch so…

In diesem Fall wollen wir die Fakten mit ersten Strophe des bekannten Kinderlieds Alle meine Entchen verbinden. Klingt ungewöhnlich! Funktioniert aber besonders gut…

Hier ist der Text, den wir zum Merken nutzen werden:

Alle meine Entchen
schwimmen auf dem See,
schwimmen auf dem See,
Köpfchen in das Wasser,
Schwänzchen in die Höh‘.

Um diese Zeilen als Merk-Regal zu benutzen, müssen wir sieben Punkte definieren, mit denen die Sünden verknüpft werden können. Schauen Sie sich den Text noch einmal an und markieren Sie im Kopf einprägsame Begriffe.

Hier die Version mit den Merk-Orten (Schlüsselwörtern), die gleich zum Einprägen benutzt werden:

Alle meine Entchen
schwimmen auf dem See,
schwimmen auf dem See,
Köpfchen in das Wasser,
Schwänzchen in die Höh‚.

Im zweiten Schritt verbinden wir eine jeweils passende Sünde mit den Begriffen. Hier ein paar Vorschläge, wie Sie dies kreativ umsetzen können – sollten Ihnen die Bilder nicht gefallen, dann malen Sie sich einfach selbst lebendige und lustige Vorstellungen aus.

  • Die Entchen tragen lustige Pullover aus Wolle.
  • Allerdings sind sie zu faul zum Schwimmen.
  • Der See wird deswegen neidisch und…
  • …schlägt voller Zorn Wellen über den Köpfen der Enten zusammen.
  • Die sind danach voll mit Wasser.
  • Aber ihre Schwänzchen sind trocken, weil sie diese gezielt
  • …und hochmütig in die Höhe gestreckt haben.

Und? Haben Sie in den Bildern die Sünden wieder entdeckt? Stellen Sie sich die Bilder so lebendig wie möglich vor und gehen Sie danach im Kopf den Liedtext durch. Wenn Ihre Phantasie gute Vorstellungen produziert hat, müssten Ihnen alle Bilder mit den entsprechenden Hinweisen auf die jeweiligen Todsünden wieder einfallen.

Wenn Sie das Gefühl haben, die Bilder sitzen fest in Ihrer Vorstellung, können Sie jedes Bild um einen Hinweis auf die lateinische Übersetzung erweitern – auch hier gilt: Wenn Ihnen ein Merkbild nicht gefällt, dann unbedingt gegen ein eigenes ersetzen.

  • Enten mit Wollpullovern sind der reine Luxus.
  • Beim Schwimmen sind Sie keine Asse im Vergleich zu englischen Enten (As auf Englisch ist Ace).
  • Der See wird neidisch, weil er nicht so „in wie die“ ist.
  • Die Wellen schlagen so hoch wie vor der irischen Küste.
  • Voll mit Wasser sehen die Enten aus, wie mit Gulasch gemästet.
  • Die Schwänzchen wurde gezielt vor dieser Havarie gerettet.
  • Die hochmütigen Enten fühlen sich „superb„!

Was ist gerade in Ihrem Kopf passiert? Anstatt zu lernen, haben Sie sich lediglich ein paar Bilder mit den richtigen Hinweisen (Schlüsselwörtern) vorgestellt, statt langweilig auswendig zu lernen. Auch wenn diese Art zu merken ungewöhnlich erscheint: Probieren Sie aus, an wie viele der gemerkten Fakten Sie sich nach ein paar Tagen noch erinnern! Sicherlich an viel mehr, als wenn Sie herkömmlich gelernt hätten.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Merken!

Quellen: imdb / Wikipedia

 

„Keiner quält sich gerne. Aber von Lernenden wird das immer noch verlangt…“

Sophia von Lovelybooks hat eine Rezension über „Einfach. Alles. Merken.“ von Ulrich Bien geschrieben und volle Punktzahl (fünf Sterne) vergeben.

Die Zusammenfassung kann nicht besser sein: „Schnell stellen sich Fortschritte ein und der Autor schafft es auf einzigartige Weise, die Merktechniken interessant und spannend zu vermitteln. An keiner Stelle des Textes entsteht Langeweile.“ 

Hier können Sie den kompletten Artikel lesen!

Quelle: LovelyBooks

 

Berühmte Comiczeichner und deren Figuren

Namen in gute Bilder zu verwandeln ist für die Teilnehmer meiner Seminare eine der größten Herausforderungen überhaupt – gerade weil Namen kurz sind und manchmal wenig Inspiration für Bilder bieten. Hier sind zwei Beispiele, die zeigen sollen, dass auch für schwere Namen Bilder gefunden werden können:

Und wie lassen sich die beiden Namen der Comiczeichner in Bilder verwandeln und damit merken? Hier zwei Vorschläge:

Tim und Struppi spielen eine großartige Partie Schach wie aus demProspekt, die mit einem Remis (Unentschieden) endet.“

Und:

Asterix und Obelix verfolgen einen All-Bär, der aus dem Über-Zooentkommen ist.“

Erledigt! So einfach kann merken sein…

 

Wie hieß der französische Dichter Molière mit richtigem Namen?

Bitte nicht ganz ernst nehmen, aber ich kriege dieses Bild nicht mehr aus dem Kopf, seit ich eine Liste von Schriftstellern und deren Pseudonymen durchgesehen habe: Wie hieß Molière mit richtigem Nachnamen?

„Pokitzeln“ ist genauso lustig wie die Komödien des Schriftstellers (entschuldigen Sie bitte wieder einmal das eigentlich lächerliche, aber damit gut zu merkende Bild). Und über das Wort „Pokitzeln“ kommt man auf den richtigen Namen von Molière, nämlich „Poquelin“.

Jetzt müssen Sie sich nur noch eine Eselsbrücke für den Vornamen „Jean-Baptiste“ ausdenken.

So einfach kann merken sein…

 

Familie Mann: Die Schriftsteller im Detail erklärt!

Und hier noch einmal die ausführliche Version zum Artikel über die Familie Mann!

Also: Wie hießen die Schriftsteller in der Familie Mann? Eigentlich ganz einfach! Ich will Ihnen Schritt für Schritt zeigen, wie sich auf einen Schlag die drei Vornamen und auch die Hauptwerke der Literaten merken können.

Das erste, was Sie dafür im Kopf behalten müssen, ist der Satz:

Hey, Männer, klaut das Tor!

Hat auf den ersten Blick nichts mit der Weltliteratur zu tun, aber wenn Sie genau hinhören, erkennen Sie, welche Namen in dem Satz stecken: Das Männer ist der Hinweis auf den Nachnamen, klar oder? Das Hey steht für Heinrich, das klaut für Klaus und der Tor für Thomas. Damit haben Sie drei Namen in einem kurzen Satz versteckt und leicht und schnell gemerkt.

Wenn Sie sich jetzt noch einprägen wollen, wie die Hauptwerke der Männer heißen: Der Name Buddenbrooks klingt holländisch (auch wenn er es nicht ist), trotzdem können Sie aus dieser Vorstellung eine zuverlässige Merkhilfe machen. Was kommt nämlich aus Holland: Genau Tulpen und Tomaten. Beides wiederum ein Hinweis auf den Namen Thomas Mann. Professor Unrat – so der zweite Titel – ist heimlich reinlich (was bei diesem Namen einfach naheliegt). Professor Unrat wurde also von Heinrich verfasst. Und Mephisto – so der Titel des dritten Buchs – leidet unter Klaustrophobie – also Platzangst – und damit ist Mephisto ganz klar Klaus Mann aus dem Kugelschreiber geflossen.