Archive for the 'Sprachen' Category

Die wichtigsten und häufigsten Vokabeln auf Englisch, Französisch, Spanisch und Chinesisch – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zum Thema “Sprachen lernen”:

Woher bekomme ich die Liste, in der die 90% der Vokabeln in Englisch aufgeführt sind, welche Sie in Ihrem Buch erwähnen?

Gibt es so etwas auch für Französisch oder andere Sprachen?

Mit freundlichen Grüßen

S.F.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr F.,

die Uni Leipzig hat für Englisch und Französisch ausführliche Listen zum Download unter folgendem Link:  http://wortschatz.uni-leipzig.de/html/wliste.html
Eine qualitative Auflistung wichtiger Wörter im Spanischen hat die TU Darmstadt veröffentlicht: http://www.kom.tu-darmstadt.de/eurocom/ressources/spanisch/sp/miniportrait.htm
Eine sehr gute Liste für Chinesisch finden Sie hier:  http://www.zein.se/patrick/3000char.html
Sollten Sie weitere gute Listen finden: Schreiben Sie mir!
Viele Grüße,
Ulrich Bien
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Die Sieben Todsünden merken – Enten als Eselsbrücke

So seltsam das Thema erscheinen mag, aber die Sieben Todsünden sind ein klassischer Gesprächsstoff: Wie zum Beispiel der Film Sieben oder das gleichnamige Bild des Künstlers Hieronymus Bosch - nur um zwei zu nennen (eine ausführliche Liste dazu bei Wikipedia).

Aber was waren die sieben Fehltritte? Und wie lassen sie sich merken? Keine ganz leichte Aufgabe, denn der Kopf ist in der Lage, rund sieben Fakten für ein paar Minuten zu behalten, aber inklusive lateinischer Übersetzung steht das Hirn schon der doppelten Menge gegenüber. Und einfach so zu merken, bleibt meistens nicht langfristig im Kopf hängen. Aber mit Merktechniken wird das Einprägen, leichter, kreativ und vor allem langfristig und zuverlässig.

Probieren Sie folgende, ungewöhnliche Methode aus!

Bevor wir mit dem Konstruieren einer schlauen Eselsbrücke beginnen, hier erst einmal die Sünden in aller Ausführlichkeit:

  • Hochmut (Superbia)
  • Geiz / Habgier (Avaritia)
  • Wollust (Luxuria)
  • Zorn (Ira)
  • Völlerei (Gula)
  • Neid (Invidia)
  • Faulheit (Acedia)
In diesem Beispiel werden die Sieben Todsünden (inklusive ihrer lateinischen Bezeichnungen) mit Hilfe der Routenmethode gemerkt (ähnlich wie im Artikel Die zehn größten Staaten der Erde merken).

Eine Route ist eine definierte Reihenfolge, die wir gut kennen, und mit der die zu merkenden Informationen verbunden werden – klingt einfach! Ist auch so…

In diesem Fall wollen wir die Fakten mit ersten Strophe des bekannten Kinderlieds Alle meine Entchen verbinden. Klingt ungewöhnlich! Funktioniert aber besonders gut…

Hier ist der Text, den wir zum Merken nutzen werden:

Alle meine Entchen
schwimmen auf dem See,
schwimmen auf dem See,
Köpfchen in das Wasser,
Schwänzchen in die Höh’.

Um diese Zeilen als Merk-Regal zu benutzen, müssen wir sieben Punkte definieren, mit denen die Sünden verknüpft werden können. Schauen Sie sich den Text noch einmal an und markieren Sie im Kopf einprägsame Begriffe.

Hier die Version mit den Merk-Orten (Schlüsselwörtern), die gleich zum Einprägen benutzt werden:

Alle meine Entchen
schwimmen auf dem See,
schwimmen auf dem See,
Köpfchen in das Wasser,
Schwänzchen in die Höh‘.

Im zweiten Schritt verbinden wir eine jeweils passende Sünde mit den Begriffen. Hier ein paar Vorschläge, wie Sie dies kreativ umsetzen können – sollten Ihnen die Bilder nicht gefallen, dann malen Sie sich einfach selbst lebendige und lustige Vorstellungen aus.

  • Die Entchen tragen lustige Pullover aus Wolle.
  • Allerdings sind sie zu faul zum Schwimmen.
  • Der See wird deswegen neidisch und…
  • …schlägt voller Zorn Wellen über den Köpfen der Enten zusammen.
  • Die sind danach voll mit Wasser.
  • Aber ihre Schwänzchen sind trocken, weil sie diese gezielt
  • …und hochmütig in die Höhe gestreckt haben.

Und? Haben Sie in den Bildern die Sünden wieder entdeckt? Stellen Sie sich die Bilder so lebendig wie möglich vor und gehen Sie danach im Kopf den Liedtext durch. Wenn Ihre Phantasie gute Vorstellungen produziert hat, müssten Ihnen alle Bilder mit den entsprechenden Hinweisen auf die jeweiligen Todsünden wieder einfallen.

Wenn Sie das Gefühl haben, die Bilder sitzen fest in Ihrer Vorstellung, können Sie jedes Bild um einen Hinweis auf die lateinische Übersetzung erweitern – auch hier gilt: Wenn Ihnen ein Merkbild nicht gefällt, dann unbedingt gegen ein eigenes ersetzen.

  • Enten mit Wollpullovern sind der reine Luxus.
  • Beim Schwimmen sind Sie keine Asse im Vergleich zu englischen Enten (As auf Englisch ist Ace).
  • Der See wird neidisch, weil er nicht so “in wie die” ist.
  • Die Wellen schlagen so hoch wie vor der irischen Küste.
  • Voll mit Wasser sehen die Enten aus, wie mit Gulasch gemästet.
  • Die Schwänzchen wurde gezielt vor dieser Havarie gerettet.
  • Die hochmütigen Enten fühlen sich “superb“!

Was ist gerade in Ihrem Kopf passiert? Anstatt zu lernen, haben Sie sich lediglich ein paar Bilder mit den richtigen Hinweisen (Schlüsselwörtern) vorgestellt, statt langweilig auswendig zu lernen. Auch wenn diese Art zu merken ungewöhnlich erscheint: Probieren Sie aus, an wie viele der gemerkten Fakten Sie sich nach ein paar Tagen noch erinnern! Sicherlich an viel mehr, als wenn Sie herkömmlich gelernt hätten.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Merken!

Quellen: imdb / Wikipedia

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Vokabeln merken für Kids – Vorschau auf das neue Audio-Book von Ulrich Bien

Was heißt eigentlich “lavare”? Eine Frage, mit der sich fast jeder Schüler beschäftigt, der Latein-Vokabeln lernen muss. Nichts quält viele Kinder mehr, als jeden Tag vor einer neuen Liste von Vokabeln zu sitzen und diese mühevoll ins Gehirn zu quetschen.

Aber es geht auch anders: Mit Hilfe der so genannten Schlüsselwortmethode wird das Einprägen von Vokabeln zum Kinderspiel. Der Autor Ulrich Bien zeigt auf seiner neuen CD, dass Vokabeln leichter gelernt werden können, als die meisten vermuten.

Dieses Video auf YouTube gibt einen kleinen Einblick, was alles in dem Buch steckt. Hören Sie einfach mal rein! Die Schlüsselwortmethode ist eine der wenigen Merktechniken, die wissenschaftlich untersucht worden sind und als extrem effektiv gelten.

Gleichzeitig wird die Kreativität und die Vorstellungskraft der Kinder gefördert. Nebeneffekte: Auf das lästige Wiederholen kann verzichtet werden und die Schüler können entweder mehr Vokabeln in der gleichen Zeit lernen oder auch mehr Zeit für ihre Freizeit haben.

Link auf YouTube

Das Hörbuch wird im September 2011 erscheinen und ist bei iTunes und bei Audible.de erhältlich!

Quelle: tausendschlau Verlag / YouTube

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Sammlung praktischer Beispiele zur Schlüsselwortmethode zum Merken von Vokabeln auf Englisch, Französisch,Italienisch & Polnisch

Die Schlüsselwortmethode ist einer der besten Merktechniken, um sich Vokabeln einzuprägen. In diesem Artikel wird die praktische Umsetzung der Schlüsselwortmethode an ein paar praktischen Beispielen aus verschiedenen Sprachen erläutert.

Hier eine Liste mit fast 50 praktischen Beispielen, wie Wörter mit Hilfe eines Schlüsselbilds in eine lebhafte Vorstellung verwandelt und so ganz einfach gemerkt werden können:

  1. jeden (Polnisch) = Jeden Tag fange ich neu an zu zählen und beginne mit eins….
  2. dwa (Polnisch) = …dabei rufe ich “dawei” (auf Russisch: weiter) und zähle bis zur Zwei.
  3. lundi (Französisch / Montag) = Die Lunte fängt am Montag an zu brennen und brennt bis zum Dienstag (der hintere Teil des Worts).
  4. gry (Polnisch / Spiel) = Beim Spielen knurren sich die Spieler gegenseitig an.
  5. put (Englisch, hinlegen, ablegen) = Ich rufe put, put, put um die Hühner anzulocken und lege Brotkrumen auf den Boden, damit sie kommen.
  6. navata (Italienisch / Schiff): Entweder erinnert die erste Silbe an navigieren oder ein wütenender Mann steht am Hafen und brüllt einem anderen “na, warte!” zu, der sich auf einem Schiff in Sicherheit gebracht hat.
  7. colonna (Italilenisch / Säule): Eine Kolonne stramm wie Säulen stehender Soldaten.
  8. colla (Italienisch / Kleber): Ich kriege einen Koller, weil ich meine Hand am Tisch festgeklebt habe und nicht wieder los komme.
  9. mìgnolo (Italienisch / Kleiner Finger): Sieht so aus und ist so groß wie eine Mignon Batterie.
  10. labbro (Italienisch / Lippe): Die Lippe hängt wie ein labbriger Lappen herunter.
  11. fiori (Italienisch / Blumen): Stellen Sie sich ein Vieh vor, dem die Blumen aus den Ohren wachsen.
  12. cappello (Italienisch / Hut): Sie tragen eine Kapelle auf dem Kopf.
  13. calzini (Italienisch / Socken): Wenn Ihnen kalt ist, ziehen Sie sich Socken an.
  14. caldo (Italienisch / heiß): Aber caldo heißt heiß, deswegen müssen Sie das Bild oben etwas umdenken: Damit Ihnen wieder heiß wird, ziehen Sie Socken an. Damit haben Sie gleich noch ein Wort gelernt.
  15. freddo (Italienisch / kalt): Und wenn kalt ist, dann frieren Sie wie ein Frettchen.
  16. Letto (Itallienisch / Bett): Eine Ansammlung aus Latten wird in Italien Bett genannt.
  17. fil (Französisch / Faden): Ein Faden ist sehr filigran.  Schöne Hintergrundinformation: Der Ausdruck Filigran bedeutet „gekörnter Draht“ (von filum = Faden, Draht und granum = Korn) und bezeichnet feine Goldschmiedearbeiten aus Metallfäden mit aufgezogenen Metallperlen.
  18. boucle (Französisch / Schnalle): Eine Schnalle klebt wie ein kleiner Buckel ähnlich einem Bukett (verziert ein Blumenstrauß) auf dem Bauch.
  19. laine (Französisch / Wolle): Ein Schaf lehnt sich an eine Leine, die aus der eigenen Wolle gestrickt ist (Aussprache und Schreibweise).
  20. cendrier (Französisch / Aschenbecher): Sie drehen eine Zigarette in Sand aus, damit sie nicht weiter brennt.
  21. bougie (Französisch / Kerze): Sie tanzen einen heißen Boogie im Kerzenlicht.
  22. colis (Französisch / Paket): Der Kuli kriegt einen Koller, weil er ein riesiges Paket tragen muss.
  23. guichet (Französisch / Schalter): Wenn ich auf den Schalter drücke, dann ist es geschehen.
  24. facteur (Französisch / Briefgträger): Das -eur weist auf einen Beruf hin, und zwar auf den des Faktenträgers, denn in Briefen stehen jede Menge Fakten.
  25. voleur (Französisch / Dieb): Der Dieb ist mit dem -eur wieder ein Beruf, diesmal von jemandem, der etwas will – ein Wollöhr!
  26. agression (Französisch / Überfall): Erklärt sich wohl von selbst, denn die Räuber sind immer ziemlich aggressiv.
  27. peigner (Französisch / kämmen): Für die Schreibweise ist der Kamm der Peiniger der Haare.
  28. boucles (Französisch / Locken): Wie beim Bukett liegen die Locken auf dem Kopf wie die Blumen im prächtigen Gesteck. Und Sie sehen aus wie viele Mini-Buckle (Schwäbisch), dann sitzt auch die Aussprache.
  29. cheveux (Französisch / Haare): Was über den Augen (yeux) mit der Schere bearbeitet wird, das sind die Haare.
  30. front (Französisch / Stirn): Was beim Kopf an der Front ist, das ist die Stirn.
  31. gift (Englisch / Geschenk): Was Sie jemanden auf keinen Fall schenken sollten.
  32. bench (Englisch / Bank): Es beugt sich ein Mensch unter der Bank.
  33. dozen (Englisch / Dutzend): Dosen gibt es heute nur im Dutzend.
  34. fruit (Englisch / Frucht): Die Frucht ist die Brut der Bäume.
  35. polite (Englisch / höflich): Er glänzt vor Höflichkeit wie poliert.
  36. tax (Englisch / Steuer): Der Mann vom Finanzamt fährt immer mit dem Taxi, weil wir so viel Geld an ihn zahlen müssen.
  37. Lake (Englisch / See): Wenn das Meer ein Leck hat, dann schrumpft es zum See zusammen.
  38. faith (Englisch / Glaube): Der Glaube klebt ihm auf dem Gesicht (face).
  39. flour (Englisch / Mehl): Aus den Blumen (flowers) holen sich die Bienen das Mehl zum Backen von Honig.
  40. gain (Englisch / gewinnen): Obwohl er sich gelangweilt hatte und die ganze Zeit gähnen musste, hat er gewonnen.
  41. bore (Englisch / langweilen): Mir ist so langweilig, dass ich mit den Finger in den Kopf bohre.
  42. cough (Englisch / Husten): Ich wohne in einem Kaff, in dem die Luft so schlecht ist, dass ich ständig husten muss.
  43. fog (Englisch / Nebel): Die Fock (also das Vorsegel bei einem Segelschiff) nimmt einem die Sicht wie dichter Nebel.
  44. niece (Englisch / Nichte): Meine Nichte muss immer niessen.
  45. pan (Englisch / Pfanne): Pan pennt in einer pan!
  46. rail (Englisch / Schiene): Die Eisenbahn fährt eine Rally auf der Schiene.
  47. Cannon (Englisch / Kanone): Die Kanonen ballern einen Kanon.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Beispielen nicht um Eselsbrücken zum Merken von Vokabeln handelt. Schauen Sie sich unbedingt die Funktionsweise der Schlüsselwortmethode an, wenn Sie damit nicht vertraut sind, damit Sie die Bilder auch richtig in Ihrem Kopf abspeichern.

 

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Nicht mehr verwechseln: Akronym, Anagramm, Antonym und Anonym – ähnliche Fremdwörter kennen und merken

Hier wieder einmal eine Merkhilfe für ein paar schwierige und vor allem ähnliche Fachbegriffe. Heute stehen auf der Liste:

  • Akronym - Kurzwort oder Abkürzung aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Begriffe (AIDS, KFZ, LKW etc.) (Fremdsprachen / Literatur / Deutsch)
  • Anagramm - Umstellung der Buchstaben eines Wortes, durch die sich ein neues Wort ergibt (Lager <> Regal). (Fremdsprachen / Deutsch)
  • Antonym - Wort mit entgegen gesetzter Bedeutung (Antonym von kalt ist heiß). (Fremdsprachen / Deutsch)
  • Anonym - schlicht und einfach unbekannt.

Und wie läßt sich die Beudeutung dieser Begriffe merken?

In Akronym steckt ein “k” wie in kurz (=Abkürzung) oder es erinnert auch an Krone oder Krönung: Einfach einen König vorstellen, der auf seinem Tron liegt und so bequem ist, dass er nur in Abkürzungen spricht. Anagramm ähnelt dem Namen “Anna”, der sicht auch spiegelverkehrt (also umgestellt) lesen läßt.Antonym klingt wie “Anti…”, also entgegengesetzt oder dagegen. UndAnonym klingt wie der Anti-Name (ohne Name).

 

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