Archiv der Kategorie: Technik

Lernen ist keine exakte Wissenschaft – ganz im Gegenteil!

Da hat jemand im Gedächtnistraining tatsächlich gefragt, warum chinesische Essstäbchen plus der Doppelauspuff eines Sportwagens einen oder eigentlich keinen Tisch mit vier Beinen ergeben!? Auch wenn die meisten Menschen bei den Begriffen Mnemotechniken oder Merktechniken die Betonung auf den letzten Teil legen, sind Lernen und Merken keine mechanische Arbeit des Gehirns – das Gegenteil ist eher der Fall…

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Perspektivenwechsel: Wir reden über Dinge, die längst ausgestorben sind…

Ist der Groschen bei Ihnen gefallen? Unserer Sprache wandelt sich langsamer als die Technik sich weiter entwickelt. So reden wir ganz selbstverständlich über Dinge, die es schon lange nicht mehr gibt.

Machen Sie den kreativen Test: Wie viele Dinge fallen Ihnen ein, die immer noch in unserem täglichen Wortschatz herumgeistern, die aber schon lange nicht mehr existieren (Schreibmaschinen und Schallplatten), oder die mittlerweile ganz anders aussehen als noch vor ein paar Jahren (wie zum Beispiel das Telefonbuch, das Lexikon oder der Straßenatlas).

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Brauchen wir Google Glass? Datenbrille gegen Smartphone

Google Gründer Sergey Brin wurde von einem Reporter ohne die Google-Datenbrille erwischt! Dabei war er an der Entwicklung der nächsten digitalen Revolution beteiligt. Schon sehen die Analysten den Niedergang des ambitionierten Projekts, dass uns alle, überall und mit dem kürzesten Draht zum Gehirn mit dem Internet verbinden sollte. Aber brauchen wir wirklich Datenbrillen? Oder wird der nächste technische Umbruch anders aussehen. 

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Den Blick auf die Welt verändern: Heimcomputer gestern gegen USB-Stick heute

Wenn wir an Technik der Vergangenheit denken, dann fallen uns schnell Dampflokomotiven und mechanische Schreibmaschinen ein. Aber die Technik entwickelt sich schneller als viele denken. Sollten Sie die 80er Jahre bewusst erlebt haben (und vielleicht um die 40 Jahre alt sei), dann können Sie schon an Ihrem eigenen Leben spüren, wie rasant sich die Welt verändert. Vergleichen Sie mal einen alten Heimcomputer mit einem heute günstigen USB-Stick…

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Prost! Wenn heilige Damen in Biergläsern in See stechen – Wie Sie die Namen der Schiffe des Kolumbus im Kopf behalten…

1492 hat Christoph Kolumbus einen neuen Kontinent entdeckt. Auf seiner Fahrt war er mit drei Schiffen unterwegs. Kennen Sie ihre Namen? Und kennen Sie eine gute Eselsbrücke, um die Namen der Schiffe auch sicher im Kopf zu behalten?

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Erdkunde lernen mit GeoMaster plus

Eine wirklich revolutionäre Lösung, Länder auf einer Karte zu finden, ist auch die App GeoMaster nicht. Aber sicherlich ist das Lernen von Geographiewissen auf spielerische Art durchaus angenehmer, als sich die trockenen Fakten durch schlichtes Büffeln in den Kopf zu pressen. GeoMaster ist eine schöne Umsetzung des klassischen Erdkunde-Lernspiels…

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Bis zur Unendlichkeit… – Das Erfindungsjahr des Fernrohrs mit Hilfe einer Eselsbrücke merken

Fangen wir bei dieser Eselsbrücke mit einer ganz anderen Frage an: Wissen Sie, wie ein Fernrohr funktioniert? Das Prinzip ist eigentlich einfach. Sie schauen mit einem Auge zuerst durch eine kleine Linse, dann durch eine große Linse bis in die Unendlichkeit der Sterne (eigentlich in Tiefen des Weltraums). 

Mal abgesehen davon, dass es sich hierbei um eine sehr vereinfachte Erklärung der Fernrohr-Technik handelt, stellt sich die Frage, was das mit dem Erfindungskraft der Weitsicht zu tun hat. Es war im Jahr 1608 als der holländische Brillenmacher Hans Lipperhey das erste Teleskop entwickelte. Uns genau diese Jahreszahl verbirgt sich in der Beschreibung oben. 

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Rauf und runter – Wann sind die Menschen zum Mond geflogen?

Verlassen wir dank unserer Vorstellungskraft für einen Moment unseren Planeten und fliegen mit etwas Abstand neben der Erde her, bis wir die Erde und ihren Trabanten aus guter Entfernung bequem betrachten können. Vor Ihrem geistigen Auge sollten Sie nun die Erde als großen Kreis unten links und der Mond als ein etwas kleineres Rund oben rechts sehen.

Was ist damals passiert? Die amerikanischen Astronauten sind mit der Apollo 11 zuerst von der Erde gestartet. Malen Sie im Geiste eine geschwungene Linie vom Kreis der Erde hoch in Richtung Mond. Danach ging es vom Mond wieder zurück. Und zwar in Form einer geschwungenen Linie vom Mond in Richtung Erde.

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Praktische Beispiele zum Thema Gedächtnistraining – und: Antworten gibt’s!

Täglich bekomme ich Leserbriefe! Vor ein paar Tagen hat eine Leserin eine spannende E-Mail geschrieben – aber leider keine richtige E-Mail-Adresse angegeben. Wir freuen uns über Fragen und schreiben garantiert eine Antwort – wenn im Moment auch mit einiger Verzögerung! Nur eine Bitte: Wenn Sie eine Antwort wollen, dann tragen Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein, sonst können wir nicht zurück schreiben.

Die E-Mail-Adressen werden von uns nicht zu Werbezwecken genutzt oder an Dritte weiter gegeben!

Und hier noch die Antwort zur Frage von Frau K. (ich hoffe, das sie es liest):

Hallo K.,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Wir versuchen, unseren Blog (und die Bücher) so praxisorientiert wie möglich zu gestalten. Einsteiger in Sachen Merktechniken müssen natürlich erst die Grundlagen erlernen, um sich anschließend komplexen Themen widmen zu können (oder auch vielschichtige Merktechniken wie den Gedächtnispalast einzusetzen). Fortgeschrittene Anwender wissen häufig, wie Sie auch komplexe Themen lernen können…
Sollten Sie unter „praktisch“ umfangreiche Themen (ein ganzes Studium) verstehen, lässt sich das sicher nicht in einen einzelnen Blogtext verpacken. In meinen Büchern finden Sie am Ende immer auch Erklärungen, wie sich so etwas meistern lässt. Aber auch auf dem Blog sind immer wieder Beschreibungen dazu zu finden, z.B. dieser Leserbrief über das Lernen für’s Chemiestudium.
Schauen Sie auch ins Wiki unter Zielgruppen – auch dort gibt es Praxisbeispiele von Studierenden. Vollständig und umfassend werden diese Erklärungen aber nie sein (das ist letztendlich eine Frage, wie Sie Ihr Lernen organisieren und keine Frage von Merktechniken, die Sie dabei unterstützen und begleiten).
Sollten Sie unter „praktisch“ andere Fakten meinen, dann würde ich mich über Beispiele freuen…!
Und: Empfehlen Sie Ihrem Mitstudenten doch meinen Blog!
Ganz viele Grüße,
Ulrich Bien
 

Wie lernt man die Liste der Autokennzeichen auswendig? – Merkhilfe für Kfz-Kennzeichen und die jeweiligen Städte / Kreise

Die Liste zu lernen, ist nicht ganz so einfach! Mit ein paar hundert Einträgen müsste der Kopf sich extrem viele abstrakte Informationen einprägen und sehr viel wiederholen (Kfz-Kennzeichen bei Wikipedia). Aber mit Hilfe von Merktechniken ist das gar nicht so schwer! Lesen Sie selbst…

Das größte Problem dabei: Die Abkürzungen sind für den Kopf schwer zu greifen (SIG, SI, SL, SE, SG) und kaum in ein sinnvolles Bild zu verwandeln. Um die Abkürzung mit dem jeweiligen Ort zu verbinden, müssen Sie drei Dinge tun:

  1. Die Buchstaben in einen merkbaren Begriff verwandeln (zum Beispiel durch Erweiterung oder durch den Klang).
  2. Den Namen der Stadt bzw. des Kreises ebenfalls mit Hilfe einer Eselsbrücken zu einem vorstellbaren Bild verdenken.
  3. Beides in einer lustigen Vorstellung miteinander verbinden.

Ein paar Beispiele: SIG klingt wie „Sieg“ und wird verbunden mit Sigmaringen – Sie stellen sich also vor, wie Sie ihre Mutter beim Ringen besiegen (Sieg + „Ma“ für Mutter + Ringen). Nächster Kreis auf der Liste ist SIM mit Simmern/Hunsrück. Das lässt sich merken durch die „SIM-Karte“ (Telefonkarte). Wer diese verliert, fängt an zu „Simmern“ (statt zu wimmern) und reitet auf dem Rücken eines Hundes zurück nach Hause (damit wäre dann auch Hunsrück in einem vorstellbaren Bild fest im Gehirn verankert).

Nächster Kandidat ist SK (das sich zu „Sack“ erweitern lässt) in den man einen Saal voller Aale stecken kann (der Saal befindet sich übrigens in einer „Meeresburg“, was beim Merken von Merseburg hilft). Das folgende SL dann nicht in „Saal“ übersetzen, sonst kommen Sie mit dem vorigen Bild durcheinander, sondern in ein „Seil“, das Sie um das „Schloss der Wikinger“ (Schleswig) wickeln…

Was auf den ersten Gedanken aufwändig aussieht, bleibt zuverlässig im Kopf und erleichtert das Lernen einer so langen Liste. Wer konsequent in Bildern denkt, aktiviert Bereiche im Gehirn, die beim herkömmlichen Lernen kaum eingesetzt werden und nutzt damit eine der größten Fähigkeiten des Kopfes: Kreativität und Phantasie.

Probieren Sie es aus: Wo wohnen Autofahrer, bei denen „SIG“ auf dem Kennzeichen steht? Sicher fällt Ihnen das Bild von oben zuverlässig wieder ein und Sie können sich so an die Stadt erinnern.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Merken!