Archiv der Kategorie: Tipps

Mails bei Abwesenheit löschen – Entspannt im Urlaub durch weniger Druck aus dem Büro

Es ist wie die Sucht nach einer harten Droge: Nur ganz schnell die Mails checken, ob ich nicht doch etwas wichtiges vom Chef eingetrudelt ist – obwohl man für die nächsten zwei Wochen Entspannung am Strand gebucht hat.

Eigentlich völliger Blödsinn, denn zur Urlaubszeit ist kaum jemand im Büro. Trotzdem lesen immer mehr Deutsche in ihrer Freizeit die elektronische Firmen-Post. Dieses Man-könnte-ja-was-verpassen-Gefühl ist alles andere als wertvoll: Es hält davon ab zu entspannen. Es hält den Kopf ständig bei der Arbeit. Es erzeugt das Gefühl, es geht nicht mehr ohne mich im Büro.

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The Big Five for Life – Motivation mal ganz anders (Buch-Rezension)

Eigentlich soll es ein Buch sein für Führungskräfte und darüber, wie Mitarbeiter richtig geführt werden. Aber schon nach den ersten Seiten ist klar, das John Streleckys The Big Five for Life – Was im Leben wirklich zählt von etwas ganz anderem handelt: Hier geht es nämlich um Motivation – und zwar um eine sehr weitreichende und folgenschwere Art der Motivation.

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Umfangreiche Fachthemen lernen – Leserbrief

Lernen komplexer Themen ist ein begehrtes Thema. Deswegen noch ein interessanter Leserbrief dazu:

Sehr geehrter Herr Bien,

von Ihrem Buch „Einfach. Alles. Merken.“ bin ich wirklich begeistert. Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit Merktechniken, allerdings wollte sich der Erfolg nicht so recht einstellen. Bei der Lektüre des Buches hat es so richtig KLICK gemacht und ich habe nun begonnen, wirklich ernsthaft mit den beschriebenen Merktechniken zu arbeiten. Vielen Dank dafür.

Es gibt aber etwas, dass ich noch nicht richtig verstanden haben. Wie verhält es sich mit den Routen, Räumen, etc. die ich mir ausgedacht habe, wenn ich damit ein komplexes Thema abdecken will. Angenommen ich möchte das komplette Faktenwissen „Ausbildung Industriekaufmann“ abspeichern. Wie schaffe ich mir am besten eine Struktur? Entsprechende Bücher durchlesen, Fakten stichwortartig rausschreiben, nach Thema strukturieren (ist in Fachbüchern i. d. R. ja kein Problem, da vorgegeben) und dann „irgendwo“ anhängen? Wie viele Routen, Räume, etc. muss ich denn vorher gelernt haben, damit ich genug „Platz“ habe. Belege ich eine Route nur einmal, oder (mit völlig unterschiedlichen Themen) mehrmals.

Da hakt es bei mir noch etwas in der praktischen Umsetzung. Können Sie mir einen Tipp geben?

Mit freundlichen Grüßen,
R.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr R.

Ihre Frage wird sehr häufig diskutiert und die Antworten fallen unterschiedlich aus. Sie sollten sich fragen, ob Sie tatsächlich ein Wissensgebiet in einer einzigen Struktur speichern wollen. Das Gehirn tut dies eigentlich nicht. Ich empfehle immer, zusammengehörige Fakten in einer Raum oder auf einer Route abzuspeichern. Da bleibt allerdings die Frage, wo ein Schnitt gemacht werden sollte (bei den einzelnen Formeln oder der Formelsammlung).
Ihr Gehirn sollte kein Problem haben, Fakten unterschiedlichen Stellen mit verschiedenen Techniken abzulegen. Vermutlich ist es die äußere Ordnung (zum Beispiel ein Bücherregal oder ein Lexikon), die uns Techniken wie den „Gedächtnispalast“ so verführerisch aussehen lässt. Meine praktische Erfahrung hat fast immer gezeigt, dass es auch ohne so etwas geht (auch weil ein gut konstruierter Gedächtnispalast eine Menge Aufwand und Energie benötigt).
Aber solche Strukturen haben auch Vorteile: Man kann nämlich im Geiste durch sein Wissen spazieren und sich alles vor dem inneren Auge in Ruhe ansehen. Eine der Fragen, die Sie sich stellen sollten, wenn Sie etwas lernen: Wie muss ich mich später an das Wissen erinnern? Viel Wissen kann aus dem Kopf nach dem Schema von Frage und Antwort herausgeholt werden. Vorträge benötigen eine Route, damit Sie den Faden nicht verlieren. Für Wissensgebiete wie Studienfächer kann es auch eine Sammlung von Merktechniken sein (Eselsbrücken, Routen, Römische Räume usw.).
Experimentieren Sie einfach, welches Verfahren Ihnen am besten liegt. Wenn Sie bereits Erfahrung mit Merktechniken haben, dann versuchen Sie sich doch einmal an einem Gedächtnispalast. Sie werden merken, ob das ein Verfahren ist, dass Ihnen liegt.
Ich hoffe, Ihnen damit ein wenig weiter zu helfen!
Ulrich Bien

 

 

Drei neue Bücher über Lernen, Kreativität und Konzentration

Leichter lernen, Konzentration und Kreativität verbessern und Motivation steigern – das sind die am häufigsten nachgefragten Themen in Gedächtnistrainings. Und genau darüber sind nun im tausendschlau Verlag drei kleine Ratgeber erschienen:

  

  • Leicht lernen ist eine kompakte Zusammenfassung aller wichtigen Merktechniken. Vom einfachen Verbildern von Fakten (Eselsbrücken bauen) bis zur komplexen Routenmethode werden die Mnemotechniken allesamt praktisch beschrieben und können sofort eingesetzt werden.
  • Kopf Kick bringt das Gehirn auf andere Gedanken. Kreativität kann tatsächlich erlernt werden! Und denken Sie mal darüber nach: Jede geniale Idee schlummert irgendwo in den Tiefen des Gehirns. Sie fällt nicht einfach so vom Himmel. Die Frage ist nur, wie man sie dort heraus holt. Das Buch enthält zahlreiche praktische Tipps und Übungen, wie auch Sie auf andere, bessere Gedanken kommen können.
  • Fokus Pokus ist der Schlüssel zu effektivem Arbeiten und leichtem Lernen. Denn wer sich konzentrieren kann, der ist in der Lage, wirklich schwierige Aufgaben mühelos zu bewältigen. Es gilt die Faustformel: Wer unkonzentriert arbeitet, der braucht 50% mehr Zeit und macht 50% mehr Fehler. Also: Nicht mehr ablenken lassen! Mit einfachen Rezepten lernen Sie, sich richtig lange auf die wichtigen Dinge zu fokussieren.

Viel Spaß beim Lesen!

Ulrich Bien ist Gedächtnistrainer und bereits Autor zahlreicher Bücher über dieses Thema.

Quelle: tausendschlau Verlag

 

Fremdsprache in der Fremdsprache – Liste mit nicht-englischen Wörtern

Immer mehr englische Wörter bevölkern unsere Sprache. Aber auch im Englischen gibt es eine Menge Wörter aus anderen Teilen der Welt. Angst und Kindergarten sind wohl die bekanntesten deutschen Begriffe, die jedem Engländer und Amerikaner bekannt sind. Aber die Zahl der fremden Wörter, die im Englischen benutzt werden, ist viel länger.

Der Design-Blog this isn’t happiness hat eine Liste mit fremdsprachlichen-englischen Begriffen veröffentlicht, die nicht nur die Sprach-Gewandtheit im Englischen bereichert, sondern gleichzeitig einen kleinen Einblick in zahlreiche andere Sprache bietet.

So stehen Kummerspeck und fremdschämen überraschender-weise im Repertoire sprachwendiger Briten und Amerikaner. Aber auch Wörter aus dem Innuit, dem Schwedischen oder dem Indonesischen sind auf der Liste zu finden. Kennen Sie Menkolek oder Faamiti? Wenn nicht, sollten Sie unbedingt einen Blick riskieren! Einfach hygge

Quelle: this isn’t happiness

 

Albert Einstein: So werden Kinder intelligent – Zitat der Woche

„Wenn du intelligente Kinder willst, lies ihnen Märchen vor.
Wenn du noch intelligentere Kinder willst,
lies ihnen noch mehr Märchen vor.“
– Albert Einstein –

Für den Ursprung dieses Zitats von Albert Einstein gibt es unterschiedliche Hinweise. Zunächst einmal handelt es sich wahrscheinlich um eine Übersetzung. Die englische Version lautet: „If you want your children to be intelligent, read them fairy tales. If you want them to be more intelligent, read them even more fairy tales.“ Das Zitat muss also nach Einsteins Auswanderung in die USA im Jahre 1932 entstanden sein.

Außerdem hat der deutsche Physiker diese Sätze vermutlich gar nicht in dieser Form gesagt oder geschrieben, sondern der Spruch ist zusammengesetzt aus dem Gespräch mit einem Reporter. Dieser fragte Einstein, wie Kinder schlau werden. Einstein antwortete zunächst, dass die Eltern ihnen Märchen vorlesen sollen. Der Reporter hakte nach: „Und was, wenn das nicht genüge?“ Der erste Teil und die darauf folgende Antwort des Nobelpreisträgers ergeben das Zitat in der heute bekannten Form.

 

Spiele als Gehirnjogging… – Logik-Rätsel als geistige Wachmacher

Wer seinen Kopf fit halten möchte, der muss nicht immer zu Sudoku greifen! Viele neue Spiele machen nicht nur Spaß, sondern fördern auch die Leistungsfähigkeit des Kopfes in unterschiedlichen Bereichen. In diesem Artikel möchte ich zwei Spiele vorstellen, die logisches Denken fördern und gleichzeitig hervorragendes Gehirnjogging sind (also die grauen Zellen aktivieren).

Durchblick von Cocktail Games (14,95 Euro) für bis zu vier Spieler ist ein gut gemachtes Rätselspiel, bei dem transparente Karten durch geschicktes Kombinieren zu immer neuen Mustern zusammengelegt werden müssen. Der schnellste Denker gewinnt! Reizvoll an dem Spiel ist, dass neben der Logik auch das räumliche und bildliche Denken gefördert wird. Dabei sind die Aufgaben weder zu schwer noch zu leicht, so dass weder Langeweile noch Frust entstehen. Besonders praktisch: Die solide Blech-Verpackung kann man auch zu Hause lassen und nur die Karten in jeder Hosentasche transportieren. Auch ein gutes Spiel für Unterwegs.

IQ Twist von Smart Games (7,98 Euro) ist ein buntes Rätselpuzzle für einen Spieler. Man kann aber genauso gut gemeinsam Rätseln. Ziel des Spiels ist es, die farbigen Bausteine so in den Kasten zu legen, dass sie passend zu den buten Stiften positioniert sind und ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Mitgeliefert wird ein Heft mit zahlreichen Aufgaben. Was nach den ersten Rätseln noch recht leicht erscheint, entpuppt sich schnell als Kopf zerbrechende Aufgabe. Der Schwierigkeitsgrad ist deutlich höher als bei Duchblick. Also nicht so einfach aufgeben, sondern so lange weiter knobeln, bis alle Steine am richtigen Platz sind. Ein wunderbar schwieriger Zeitvertreib, der durch die solide und kompakte Ausführung ebenfalls in jede (Reise)Tasche passt.

Beide Spiele sind für Kinder ab 5 bis 6 Jahren geeignet (wobei IQ Twist nur in den ersten Aufgaben für Kinder spiel- und lösbar ist).

Viel Spaß beim Spiel!

Quellen: Durchblick / IQ Twist

 

Gehirn-Glühen – ein komplettes Gedächtnistraining als Film auf DVD

Ein komplettes Gedächtnistraining mit jeder Menge Merktechniken als Film auf DVD. Einfach mehr Fakten im Kopf behalten und nie wieder etwas vergessen!

httpvh://www.youtube.com/watch?v=kN3B-opnZlM

Der Gedächtnistrainer Ulrich Bien erklärt Ihnen in diesem Video, wie Sie mühelos Vokabeln, Namen und Gesichter, Daten, Fakten und Zahlen im Kopf behalten und sich präzise daran erinnern können. Ein komplettes Gedächtnistraining als Film auf DVD mit über 100 Minuten geballter Tipps und Tricks für ein geniales Gedächtnis.

Gehirn-Glühen – Das geniale Gedächtnistraining auf DVD

 

Schach-Positionen und ganze Partien einprägen – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zum beliebten Thema Schach:

Sehr geehrter Herr Bien,

ich habe Ihre zwei Bücher mit Spannung gelesen und finde, diese sind außerordentlich gut gelungen (ich habe auch andere Bücher über Merktechniken/Gedächtnis/Lernen gelesen). Sie hatten darin angeboten, falls Fragen offen bleiben, könnte man Ihnen schreiben. Da Sie häufiger das Schachspiel erwähnten, denke ich, meine Frage könnte evtl. passen:

Ich suche seit längerem nach einer Möglichkeit, mir längere Zugfolgen, bis hin zu ganzen Partien etc. beim Schach besser merken zu können.

Naheliegenderweise ist da ja auch an Merktechniken zu denken, aber ich bin noch nicht fündig geworden bzw. hatte noch keine zündende Idee. Das, was ich von (Merktechnik-)Profis dazu gesehen hatte, wäre allerhöchstens im reinsten Anfängerbereich hilfreich, aber nicht, wenn es um lange Zugfolgen mit bis zu 20 Zügen, incl. Abzweigungen, geht. Wenn Sie eine Idee haben, wäre ich Ihnen dankbar für einen Tip. Wenn Sie denken, Sie könnten mir mit einem Beratungsangebot helfen, wäre das auch super.

Herzliche Grüße und vielen Dank im Voraus für Ihre Aufmerksamkeit,

W.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr W.,

was Ihre Frage betrifft: Schach ist ein beliebtes Thema für Merktechniken. Die abstrakte Notation von Folgen ist eine gute Übung (Beispiel: „Lc4“, „Lxc4“, „b4“, „axb4“, „fxg6 e.p.“, „Sec4“, „Sexc4“, „T1c7“, „cxd8D“ – aus Wikipedia.

Sie können jeden einzelnen Zug mit dem Majorsystem, dem Zahlen-Symbol-System und einem Übersetzungsplan für die Figuren (oder ein Kombination dieser Techniken) in Bilder verwandeln und damit besser merken: Läufer auf c4 wäre dann ein Sprinter (Läufer), der in einer engen Kurve (c nach Buchstaben-Symbol-System) auf ein Messer (4 nach Zahlen-Symbol-System) tritt. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass Sie sich abwechslungsreiche Bilder ausdenken (damit auch bei sehr vielen Zügen keine Langeweile im Kopf entsteht) und dass die Bilder wieder eindeutig zurück zu den Zügen führen (wie beim Majorsystem – höchste Flexibilität bei präziser Übersetzung).

Im nächsten Schritt können Sie die Bilder auf Routen ablegen. Notieren Sie ganze Partien auf Spaziergängen und Wanderausflügen. Wenn Sie dabei Routenpunkte doppelt oder sogar mehrfach belegen, sollten Sie natürlich darauf achten, dass Sie die Reihenfolge der Bilder nicht durcheinander bringen.

Ich hoffe, Ihnen damit ein wenig weiter geholfen zu haben.

Ulrich Bien

Und hier die Rückantwort:

Hallo Herr Bien,

herzlichen Dank für Ihre Antwort und Anregung. Ihr Vorschlag ist sehr anschaulich für mich, und diese Methode lässt sich in jedem Fall sinnvoll beim Aneignen von konkreten Zugfolgen anwenden, was nicht heißt, dass es einfach ist. Ich glaube, wie bei vielem, ist es auch hier so, dass es nur am Anfang etwas mühseliger ist, in der Folge wird es dann immer leichter, bis man dann schließlich einen wirklichen Nutzen aus der Sache ziehen kann.

Sie können meine Frage sowie Ihre Antwort gerne in Ihrem Block veröffentlichen, allerdings bitte nur, so wie Sie es ja auch schon geschrieben haben, wenn mein Name dabei nirgends auftaucht.

Herzliche Grüße und weiterhin viel Erfolg mit Ihren Projekten,

W.

 

Acht Stunden Schlaf sind eine moderne Erfindung

Früher war alles anders: Acht Stunden zu schlafen war eher unnatürlich! Zwei Studien amerikanischer Wissenschaftler zeigen, dass Menschen im Mittelalter und sogar noch viel später (bis in die 1920er Jahre hinein) nicht unbedingt durchgeschlafen haben.

Zahlreiche Berichte, Tagebücher und Briefen lieferten den Forschern Anhaltspunkte dafür, dass Mann und Frau damals zweimal schliefen: Einmal für ein paar Stunden nach Sonnenuntergang. Danach folgte eine teilweise mehrere Stunden lange Wachzeit. Es wurde gebetet, gelesen, Geschlechtsverkehr praktiziert und teilweise auch aufgestanden – vom Plausch mit dem Nachbarn bis zum Ausflug in Trubel und Strudel der Großstädte, wo bereits vor über einem Jahrhundert Bars, Theater und Bordelle florierten. Daher stammt auch die berühmte Legende, dass die Stadt niemals schläft…

Lesen Sie die spannenden Erkenntnisse der Schlaf-Forschung in einem Bericht vom BBC, verfasst von Stephanie Hegarty (auf Englisch).

Quelle: BBC News Magzine „The myth of the eight-hour sleep