Archive for the 'Verbildern' Category

Zahlen in Bilder verwandeln – oder: Was sich in Gedanken alles aus einer 18 machen läßt

Zahlen kann sich der Kopf schlecht merken. Das liegt vor allem daran, weil das Gehirn eine Zahl selten in eine lebendige Vorstellung verwandeln kann. Eine 5 bleibt so lange ein abstraktes Etwas, bis wir dem Gehirn eine ausgestreckte Hand vor die Augen halten.

In diesem Artikel lernen Sie ein paar Möglichkeiten kennen, aus leblosen Zahlen – hier als beliebiges Beispiel die Zahl 18 – ein lebendiges Bild zu machen, das der Kopf besser behalten wird. Den das Denken in Bildern ist eine der ganz großen Stärken des Gehirns.

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1. Bedeutung – Die wohl häufigste Reaktion auf die Zahl ist sicherlich die Assoziation mit der Volljährigkeit. Um dieser Vorstellung etwas mehr Leben zu verleihen, denken Sie an eine junge Frau oder einen jungen Mann, die 18 Kerzen auf einer Geburtstagstorte auspusten.

2. Historisch – Wenn Sie sich in Weltgeschichte auskennen, dann könnten Sie zum Beispiel an den berühmten Aufstand der roten Augenbrauen in China im Jahr 18 n. Chr. denken. Etwas geläufiger ist das Ende des ersten Weltkriegs im Jahr 1918 oder die Veröffentlichung des Romans Frankenstein von Mary Shelley im Jahre 1818.

3. Zahlen-Symbole – Das Prinzip ist einfach: Verwandeln Sie die Ziffern nach dem Aussehen in Gegenstände. Klassische Symbole sind eine Kerze für die 1 und eine Kette für die 8. Aber genauso können Sie an einen Spazierstock, eine Stecknadel, einen Schneemann und eine Brille denken.

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4. Komplexes Symbolbild – Besser zu merken ist die geschickte Kombination von zwei Zahlen-Symbolen: Stellen Sie sich zum Beispiel vor, wie Robin Hood mit einem einzigen Pfeil zwei Scheiben trifft. Ungewöhnlich, aber gut zu merken.

5. Mathematik – Rechnerisch gesehen ist unsere Zahl weitgehend frei von jeder Sensation. Beim entfernten Nachbarn 16 ist das anders, denn diese Zahl läßt sich ganz quadratisch in vier mal vier zerlegen. Trotzdem sollten Sie diese Möglichkeit auch immer in Betracht ziehen.

6. Regionale bzw. kulturelle Bedeutung: Im Judentum ist die 18 eine Glückszahl. Das hebräische Zahlwort chaj bedeutet übersetzt Leben.

7. Majorsystem – Mit Hilfe einer der genialsten Merktechniken überhaupt kann die Zahl in jede Menge Begriffe und Bilder übersetzt werden. Das Majorssystem liefert die Begriffe Taufe, Tofu und doof für die 18.

8. In anderen Sprachen wird ebenfalls gezählt. Schon das englische eighteen klingt wie eine umgangssprachliche Anrede junger Menschen und macht die Zahl damit vorstellbarer.

9. Produktnamen – Die Bezeichnung bayerischer Automobile enthält auch die Zahlenkombination 1 und 8. So können Sie auch einen schicken Wagen zum Merken benutzen.

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Denken Sie sich unbedingt weitere Bilder aus, in denen die 18 enthalten ist. Wenn Sie damit fertig sind, machen Sie einfach mit der 19 weiter.

Lassen Sie sich von den Fotos im diesem Artikel inspirieren und suchen Sie die Zahl im Alltag, was jenseits von Autokennzeichen und Telefonnummern gar nicht so leicht und deshalb eine gute Konzentrationsübung ist.

Viel Spaß beim Anders-Denken!

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Grafische Inspiration: Text in Bildern denken

Das Denken in Bildern ist die große Stärke unseres Kopfes. So gilt das Verbildern von Informationen als Königsdiziplin unter den Mnemotechniken. Bei Zahlen hilft die so genannte Zahlen-Symbol-Technik oder das Majorsystem und bei Vokabeln die bekannte und mittlerweile weit verbreitete Schlüsselwortmethode. Aber gerade diese Technik hat eine Schwäche: sie erinnert nicht an die Schreibweise einer komplizierten Vokabel.

Um sich an die korrekte Schreibweise eines Wortes erfolgreich zu erinnern, gibt es unterschiedliche Methoden – zum Beispiel Merksprüche wie: Wer nämlich mit H schreibt, ist…

Aber eigentlich würde sich auch dafür wieder das Verbildern anbieten. Nur wie lassen sich Buchstabenfolgen ins rechte (und merkbare) Bild rücken?

Inspiration dafür bietet das Visual Text Project (http://visualtextproject.wordpress.com). Dort gestalten Designer kreative Mischungen aus Wort und Bild.

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Wer Inspiration sucht, wie man Text erfolgreich in Bilder verdenken kann, sollte sich von den Ideen auf der Seite inspirieren lassen.

Viel Spaß beim Stöbern!

Quelle und Bild: Visual Text Project (http://visualtextproject.wordpress.com) & http://www.visualtextproject.org

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Pi ist 80 – oder: Warum der Buchstabe bei den Griechen eine andere Bedeutung hatte

3,1415 – Die berühmte Kreiszahl kennt jeder. Aber der Name der Zahl, die zwar seit der Antike bekannt ist und von Archimedes um 250 v. Chr. entdeckt wurde, ist viel jünger und stammt aus dem 18. Jahrhundert: Der Gelehrte William Jones hat den 16. Buchstaben des griechischen Alphabets erstmals zur Bezeichnung der Kreiszahl verwendet (abgeleitet vom griechischen Begriff perimetros für Umfang).

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Die Griechen benutzten damals noch keine arabischen Ziffern, wie wir sie heute verwenden. Genauer gesagt gab es gar keine Schriftzeichen für Zahlen, sondern es wurden Buchstaben zum Zählen und Rechnen benutzt. Es gab sogar zwei unterschiedliche Systeme:  Beim einfachen Verfahren waren die Buchstaben im griechischen Alphabet einfach durchnummeriert. Pi stand dabei für die Zahl 16. Damit konnte man aber nur bis 24 zählen, deswegen wurde das so genannte milesische System wesentlich häufiger benutzt, mit dem weiter gezählt werden konnte.

Danach stand Pi für die Zahl 80 – und hatte damit in der Antike noch eine ganz andere Bedeutung als heute.

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Abstrakte Muster (verändertes Schachbrett) merken – Leserbrief

Hier ein Leserbrief, in dem es um das Einprägen eines abstrakten Musters geht:

Guten Tag.

Ich bin auf der Suche nach einer Merktechnik für die folgende Aufgabe: auf einem 4×4 Schach-Brett werden bestimmte weiße Felder zu zusätzlichen schwarzen Feldern, so dass ein Muster auf dem Brett entsteht.

Dieses soll man sich merken.Wie könnte man so etwas bewältigen?

Wie können z. B. Schach-Profis “blind” gegen ihre Herausforderer spielen? Wie machen die das?

Mit freundlichen Grüßen,

A.K.

Und hier die Antworten dazu:

Hallo Herr K.,

Sie beschreiben zwei verschiedene Dinge. Es gibt Studien darüber, dass Schachspieler sich die Stellung von Figuren nicht anhand der Position merken, sondern über den Spielverlauf. Jede Stellung ist das Ergebnis von einer Reihe von Zügen. So können erfahrene Spieler auch recht mühelos blind spielen.
Das zweite Thema lässt sich unterschiedlich lösen: Sie können versuchen, in den 16 Feldern nach Mustern zu suchen oder das Feld auf einer Route mit 16 Punkten merken (schwarze Felder = negative Bilder/Szenen und weiße Felder stellen positive Bilder dar).
Merktechnisch die schönste Methode ist der Weg über Binarzahlen (schwarz ist 1 und weiß die 0) und das Merken der Zahlen mit Hilfe des Majorsystems (s. Majorsystem zum Merken von Zahlen).
Hier ein Beispiel:
W S W S
S S S W
S W W S
W W S W
Daraus ergeben sich dann folgende Zahlen: 10, 8, 9 und 4. Nach dem Majorsystem haben Sie folgende Begriffe: Tasse, Schi, Opa und Reh. Daraus bauen Sie ein Bild oder eine Szene, die sich gut merken lässt:
In einer Tasse Tee stehen die Schi, die Opa da raus zieht und sofort nach dem Losfahren ein Reh rammt!
Mit dem Schachbrett hat das nicht mehr viel zu tun, aber dafür lässt sich das Bild besser merken, als ein paar schwarze und weiße Felder.
Viel Erfolg beim Merken und viele Grüße,
Ulrich Bien
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Die Geschichte des heiligen Martin von Tours – oder: Wie man sich einen zerteilten Mantel merkt!

Hier eine kleine Merkhilfe, wie sich die Geschichte des heiligen Martin von Tours merken lässt. Der römische Soldat begegnete auf dem Ritt in eine Stadt einem nackten Bettler, der am Wegesrand saß und fror. Der Anblick berührte ihn so, dass er anhielt und mit dem Schwert seinen Mantel in zwei Hälften schnitt und die eine dem Mann gab.

Aber wie lässt sich die Geschichte mit dem Namen unvergesslich verbinden? Eigentlich ganz einfach: Schauen Sie sich den Anfangsbuchstaben „M“ so lange an, bis er sich in einen Mantel verwandelt. Die V-förmige Kerbe oben auf dem Buchstaben ist der Schnitt mit dem Schwert durch das Kleidungsstück.

Mit Hilfe dieses Bildes sollten Sie den Zusammenhang zwischen dem Namen des Mannes und dem, was er getan hat, nie wieder vergessen – zumindest nicht, wenn Sie sich das Bild lebhaft vorstellen und so gut wie möglich mit dem Buchstaben „M“ verknüpfen.

Wenn Sie noch mehr Geschichten von Heiligen merken wollen, dann schauen Sie bei Wikipedia die Liste der Heiligen und Seligen an.

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Windows 8 mit neuem Schutz beim Anmelden – Passwörter

Sich immer neue Passwörter auszudenken ist mühevoll. Und auf kleinen Geräten wie Smartphones komplizierte Buchstaben- und Ziffernfolgen einzutippen nicht gerade bequem. Deswegen ist mit dem Handy-Betriebssystem Android eine ganz neue Art von Schutz aufgetaucht, bei der die Nutzer über ein Muster aus Punkten und Linien fahren.

Auch beim neuen Windows 8 scheint jetzt dieser neuartige Schutz eingeführt zu werden. Das so genannte Pattern-Login (Muster-Anmelden) ist einfacher zu merken als ein Passwort und obendrein noch sicherer, weil es nicht so leicht weitergegeben oder erraten werden kann (was mit dem Spitznamen für Ihren Partner oder Ihr Haustier wesentlich leichter ist). Schauen Sie sich auch das Video bei WinFuture dazu an.

Wer trotzdem weiterhin auf sichere Passwörter setzt, der kann hier weiterlesen…

Quellen: WinFuture / Windows8News

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Die Farben der Olympischen Flagge merken

Die Olympische Flagge kennt jeder, aber viele Menschen haben die Anordnung der Farben nicht im Kopf, obwohl sie die Fahne schon tausendmal und öfter gesehen haben.

Bei der ersten Möglichkeit, die Anordnung zu merken, müssen Sie mindestens die Anordnung der Ringe kennen: Oben drei und unten zwei – das ist nicht so schwer.

Nun betrachten wir, welche Farben die Ringe haben:

  • schwarz
  • rot
  • blau
  • grün
  • gelb

Das einzige, was Sie sich merken müssen: Schwarz ist oben in der Mitte. Der Rest läßt sich aus der Schreibweise der Farben ableiten: Alle Farben mit einem „L“ kommen auf die linke Seite (gelb und blau). Die Farben mit einem „R“ auf die rechte (rot und grün).

Jetzt bleibt nur noch die Frage, welche Farben oben und welche unten sind. Auch ganz leicht. Im Wort „BLAU“ ist das „L“ weiter vorne als in „GELB“ – also ist blau auf der linken Seite oben und gelb unten. Rechts ist in „ROT“ das „R“ weiter vorne als in „GRÜN“, also rot nach oben und grün nach unten.

Ob Sie alles richtig gemerkt haben, können Sie hier überprüfen.

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Einfach Chinesisch lernen: Die häufigsten Schriftzeichen leicht und schnell merken

In diesem und den demnächst folgenden Artikeln möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie sich die häufigsten chinesischen Schriftzeichen ganz einfach einprägen können – und damit Ihre ersten Schritte in einer faszinierenden Sprache machen. Schauen Sie sich an, wie leicht es sein kann, Chinesisch zu lernen:

httpv://www.youtube.com/watch?v=WJeTMsjYOt4

In den folgenden Wochen möchte ich Ihnen die geläufigsten und häufigsten chinesischen Schriftzeichen plus Aussprache in Merkbilder übersetzen, mit denen Sie schnell erste einfache Texte übersetzen und verstehen können.

Bitte beachten Sie, dass alle Bilder nur Vorschläge sind. Sollte Ihnen ein Bild einfallen, das Ihrem Gehirn besser gefällt: Vergessen Sie bitte meinen Vorschlag! Hier geht es vor allem um das Prinzip, einfach und mühelos abstrakte Informationen in Bilder zu verwandeln und damit auf eine völlig neue und mühelose Art zu lernen, statt sich durch das altbekannte Auswendiglernen durch die Zeichen zu quälen.

Um Chinesisch zu lernen, brauchen Sie auch nicht die rund 60.000 bekannten Schriftzeichen komplett zu lernen. Statistisch gesehen, können Sie bereits mit wenigen hundert Zeichen einen Großteil chinesischer Texte verstehen. Zum Beispiel bereits mit 100 Zeichen rund 42 Prozent aller Texte! Schauen Sie sich folgendes Schaubild an:

Auf der senkrechten Achse sehen das Textverständnis in Prozent und auf der horizontalen Achse die Anzahl der Vokabeln, die Sie kennen müssen, um ein entsprechendes Verständnis zu erreichen .

Und nun möchte ich Ihnen anhand zahlreicher Beispiele zeigen, wie einfach es ist, diese Sprache zu erlernen. Wir benutzen dazu eine Liste der häufigsten Buchstaben und denken uns von oben nach unten durch (die vollständige Liste der häufigsten chinesischen Schriftzeichen finden Sie hier).

Hier nun also die ersten 10 Zeichen inklusive Eselsbrücken:

1. 的 (di) sicher, wahr, wirklich, Ziel

Der Teil rechts sieht aus wie ein Bogenschütze mit ausgestreckten Arm, der gerade einen Pfeil auf den Bogen legt. Damit zielt er auf einen Tisch auf dem ein Streichholz steht (links). “Die will er wirklich und wahrhaftig treffen?” Und er trifft sicher sein Ziel.

2. 不 (bu) nicht

Ein Türsteher mit ausgestreckten, leicht gesenkten Armen, der Ihnen den Weg versperrt. Er schüttelt den Kopf (Querstrich oben deutet die Bewegung an). Wir dürfen hier nicht rein. Und weil wir nicht weitergehen ruft er “Buh“, um uns zu vertreiben.

3. 一 (yi) ein, eins, nur, ein bißchen

Der Horizont (gibt’s nur einmal und ist unendlich) und auch das Zeichen ähnelt einer auf die Seite gelegte eins. Wir freuen uns aber nur einmal und ein bißchen auf den langen Weg, den wir vor uns haben. Trotzdem rufen wir “Yippie!”

Ähnlich: 十 (shi) zehn

Sieht aus wie eine durchkreuzte eins und ähnelt auch einem Paar überkreuzterSchi.

Ähnlich: 二 (er) zwei

Er geht einfach weiter bis zum zweiten Horizont.

Ähnlich: 三 (san) drei

Und weil so weit gegangen ist, geht er weiter bis zum dritten Horizont, wo es auchsanitäre Anlagen gibt.

4. 我 (wo) ich

Wo ist mein Gesicht? Sieht aus, wie eine verzerrte Strichzeichnung von einem Gesicht (auch auf die Seite gedreht).

Kombination: 我 的 (wo de) mein

Wenn ich auf etwas ziele, dann ist es meins.

Gehen Sie die Zeichen in Ruhe durch und bleiben Sie so lange bei einem Zeichen, bis Sie ein gutes Merkbild gefunden haben, in das Sie auch die Aussprache und die Bedeutung eingebaut haben. Erst dann machen Sie mit dem nächsten Zeichen weiter.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lernen!

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Flaggen einprägen – Bilder merken als große Herausforderung für Mnemotechniken

Während Fremdworte zum Beispiel mit Hilfe der Schlüsselwortmethode und auch abstrakte Zahlen mit Hilfe des Majorsystems in Bilder verwandelt werden können, ist das Gehirn bei Bildern erstaunlicher Weise völlig sprachlos. Ein schöner Versuch: Sie zeigen einer Person zehn Flaggen und die dazu gehörigen Namen der Staaten und bitten die Person, sich die Flaggen einzuprägen. Die meisten Menschen erledigen diese Denkaufgabe in ein bis zwei Minuten. Aber wenn Sie anschließend die Reihenfolge verdrehen und nicht mehr die Flagge zeigen, sondern fragen, wie das Länderbanner ausgesehen hat, versagen die meisten Testpersonen.

Das gleiche Problem ist beim Merken von Gesichtern zu finden: Menschen (oder besser deren Gehirne) können sich zwar hervorragend an Gesichter erinnern, allerdings haben wir keine besonders präzise Sprache für Gesichter und deren Teile entwickelt (ein großes Problem für Polizisten, deswegen gibt es Methoden wie die Gegenüberstellung und Phantombilder – ohne beides wären die meisten Täter blond und zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß).

Eine Sprache für Bilder entwickeln

Das bildliche Erinnerungsvermögen des Gehirns kann wesentlich verbessert werden, wenn Sie zum Beispiel die Nationalflaggen der Länder der Erde nicht nur mit dem jeweiligen Land verbinden, sondern wenn Sie gleichzeitig die umgekehrte Reihenfolge trainieren. Das trainiert zwei Eigenschaften, die für Lernen und Merken besonders wichtig sind:

  • Aufmerksamkeit und Beobachtungsgabe: Ihr Gehirn wird trainiert, Bilder genauer zu betrachten. Sie werden so zum guten Beobachter und machen Schnell Sherlock Holmes und Kollegen Konkurrenz.
  • Formen- und Bildersprache: Sie werden auch besser merken und lernen, weil Sie abstrakte Formen und Linien mit Wörtern beschreiben können. Nur wenige Menschen sind dazu in der Lage, zum Beispiel Gesichter oder auch Gerüche und Geschmäcker zu beschreiben.

Flaggen verwandeln

Probieren Sie es aus: Sehen Sie Bilder mit anderen Augen und suchen Sie nach Eselsbrücken, um sich abstrakte Farbkombinationen und Muster merken zu können. Und verbinden Sie diese mit dem Namen des jeweiligen Landes. Hier ein paar Beispiele – und bitte wundern Sie sich nicht über die eigenartigen Bilder, denn fremde Bilder bleiben dem eigenen Kopf immer fremder als die eigenen:

  • Monaco: Viele weiße Westen, die im schneeweißen Sand liegen und darüber der Himmel, der rot vor Neid von dem vielen Reichtum des kleinen Staates ist.

  • Schweiz: Wer sich nicht merken kann, ob das Kreuz weiß oder rot ist: Nehmen Sie die Flagge zum Einwickeln eines Schokoladen-Berggipfels, dann ist die Spitze in der Mitte des Papiers weiß (weil mit Schnee bedeckt) und das Kreuz damit zweifelsfrei in der gleichen Farbe.

  • Bahamas: Die Inseln sind ein schmaler Streifen Sand im Meer (gelber Streifen zwischen zweimal hellblau) und manchmal passiert es, das ein Schiff dort strandet, weil ein Kapitän wieder zwei linke Hände hatte (schwarzes Dreieck auf der linken Seite).

  • Liberia: Klingt so ähnlich wie das amerikanische (englische) „Liberty“ (Freiheit) und die Flagge sieht so ähnlich aus wie die der Vereinigten Staaten von Amerika, allerdings mit einem roten Streifen weniger (sechs statt sieben) und nur einem einzigen Stern.

Auch wenn diese Merkbilder nichts mit der tatsächlichen Bedeutung der Flaggen zu tun haben, so helfen sie dennoch beim Merken.

Weiterführende Informationen

Auf Wikipedia gibt es eine Liste der Nationalflaggen inklusive ausführlicher Erklärungen, was Anordnung und Farben tatsächlich bedeuten. Die Flaggenerklärung hilft in vielen Fällen auch beim Merken, weil ein Bezug zwischen der Grafik und dem Land hergestellt wird (Banner sind natürlich nicht einfach grundlos bunt).

Diese Techniken können Sie natürlich auch auf andere Themen anwenden. Hier ein paar Beispiele, die teilweiserichtig knifflige Aufgaben für verregnete Tage (oder lange dunkle Winter) sind:

  • Gesichter
  • Baumarten und deren Blätter
  • Tartans (hier eine Liste zum Trainieren)
  • Farben (zum Beispiel die RAL-Farbpalette)

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Merken!

 

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Was ist eine Lyra?

Hinter dem Begriff Lyra verbergen sich ganz unterschiedliche Dinge. Hier eine Auswahl, was eine Lyra alles bedeuten und sein kann:

Immerhin fünf Erklärungen für einen einzigen Begriff. Und wie merken? Fünf Begriffe lassen sich einfach in einem Bild unterbringen. Dabei ist die Frage, was der Anker (erster Erinnerungspunkt) für das Bild ist? Hier ein Vorschlag:

„Auf einer Straßenbahn steht eine riesige Leier, die von einem Griechen gezupft und gestrichen wird (und der dabei ganz verträumt in die Sterne schaut) und dabei klingt die Lyra wie ein Glockenspiel, dass eine Kapelle neben der Straßenbahn sofort in Marschgeschwindigkeit verfällt.“

Ganz nebenbei: Das Sternbild der Lyra (Leier) besteht aus fünf Sternen (entspricht der Zahl der Bedeutungen oben) und sieht aus wie ein schiefes Quadrat (weil es von der Straßenbahn gerammt wurde) mit einem Stern, der etwas versetzt an der Ecke oben rechts angesetzt ist. Und dieser (Haupt)Stern heißt „Wega„, weil die Straßenbahn das Sternbild auf dem „Weg“ angefahren hat – alles ganz einfach, oder…?

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