Kategorie-Archiv: Vermischtes

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Warum Unwissen im Internet gefährlich ist…

Was tun Sie im Internet? So seltsam die Frage klingen mag, aber darauf beruhen die unzähligen Diskussionen über Sicherheit und Privatsphäre in der digitalen Welt. Vermutlich haben Sie noch nicht darüber nachgedacht, dass Sie den Suchmaschinen den ganzen Tag berichten über Ihre Probleme, Ihr Unwissen und Ihre (geheimsten) Wünsche.

“Heute geht es mir ausgezeichnet” habe ich noch nie bei Google eingegeben (obwohl es interessant wäre, was für Treffer das produziert). Klar, danach suchen wir nicht, weil wir das selbst gut genug wissen. Aber was tun gegen Warzen? Wo liegt Wyoming? Und was kostet ein schönes Hotel in Wien?

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Ingwer-Zitronen-Mix

Flüssig macht frisch! – Mixgetränk steigert die Lern-Leistung

Ich werde oft gefragt, mit welchen Mitteln das Gehirn in Schwung gebracht werden kann. Regelmäßiges Trinken (nicht alkoholischer Getränke) gehört besonders zu den Dingen, die Sie tun sollten, wenn Sie viel und lange mit dem Kopf arbeiten, wie zum Beispiel im Büro, beim Lernen für die Schule oder Universität.

Die folgenden Mixgetränk-Rezepte für mehr Gehirnleistung machen wach, leistungsfähig und geben Energie und Kraft – wenn Sie hart und ausdauernd arbeiten wollen. Die Mischung aus Ingwer und Vitamin C (Zitrone und Orange) in Verbindung mit viel Flüssigkeit hält den Kopf in Schwung!

Power-Drink – kalte Sommer-Version

  • Eine 1 bis 2 Zentimeter dicke Scheibe Ingwer schneiden, würfeln und durch eine Knoblauchpresse drücken (eine saubere – sonst schmeckt es schlecht)
  • Saft einer halben Zitrone dazu mischen
  • Mit Mineralwasser auf 0,3 bis 0,5 Liter auffüllen
  • Je nach Geschmack mit etwas Aperol verfeinern (Achtung: Aperol enthält Alkohol, ist also nicht für Jugendliche geeignet!)

Power-Drink – warme Winter-Version

  • Eine 1 bis 2 Zentimeter dicke Scheibe Ingwer schneiden, würfeln und durch die Knoblauchpresse drücken
  • Den Saft einer halben Zitrone und den einer halben bis ganzen Orange dazu mischen
  • Mit heißem Wasser auf 0,3 bis 0,5 Liter auffüllen
  • Bei Bedarf mit Honig süßen

Manchen Menschen ist Ingwer schon in geringen Menge zu kräftig, besonders ausgepresster Ingwer kann sehr scharf und intensiv schmecken und auch wirken. Sollte Ihnen diese Mischung zu stark sein, können Sie die gleiche Menge auch klein hacken und direkt ins Glas geben.

Guten Durst und gutes Lernen!

Dummheit in geflügelten Worten – oder: Zitate über Intelligenz

Hier eine kleine Sammlung von Sprüchen über die Kunst des Nichts-Wissens:

Eine kritische Aussage über fehlende Ethik in Schule und Universität: „Ausbildung ohne Bildung führt zu Wissen ohne Gewissen.“ – Daniel Goeudevert

Der Mensch kann erkennen, das er existiert. Aber er hat wenig Sinn für die Dinge, die er nicht kennt: Wir wissen, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch Dinge, von denen wir nicht wissen, dass wir sie nicht wissen.“ – Donald Rumsfeld

Die Original-Übersetzung des weltbekannten Zitats. Allein vom Satzbau ist das Zitat schwer zu verdauen: „Ich glaube nicht zu wissen, was ich nicht weiß.“ – Sokrates (bekannter ist die Version: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.„)

Ein Hochlied auf die häufig so vernachlässigte Intuition: „Man kann vieles unbewusst wissen, indem man es nur fühlt, aber nicht weiß.“ – Fjodor Dostojewski

Schlau lügt leichter: „Man muss schon etwas wissen, um verbergen zu können, dass man nichts weiß.“ – Marie von Ebner-Eschenbach

Wer nicht fragt… – das wussten schon die alten Chinesen: „Wenn man etwas nicht weiß, kann man fragen. Wenn man etwas nicht kann, kann man es lernen.“ – Lü Buwei (呂不韋)

Wissen und Aufklärung hängen sehr eng zusammen – mal sehen, wie das in Zukunft weitergeht: „Wer nichts weiß, muss alles glauben.“ – Marie von Ebner-Eschenbach

Dezentes Auftreten ist eine asiatische Tugend: „Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend; Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.“ – Chinesisches Sprichwort

Hier hätten wir eine Kombination aus Sokrates und dem Spruch oben: „Wissen, was man weiss, und Wissen, was man nicht weiss, das ist Wissen.“ – Konfuzius

Das größte Problem der Schule: Lehrer lehren lernen nicht

„Schüler sind Zwangsabnehmer“, schreibt das Zitat aus der Sendung Scheibenwischer die Schule ab. Das Problem ist länger bekannt: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“ Dieser Satz vom römischen Gelehrten Seneca ist (leider) falsch übersetzt: „Nicht für das Leben lernen wir, sondern für die Schule“ (Non vitae, sed scholae discimus). Vermutlich war Senecas Ausspruch trotzdem so gemeint, wie wir ihn heute verstehen.

Politiker sind durch die PISA-Studie (und vor allem durch kritische Berichte der Medien) aufgeschreckt und fürchten mehr um Wählerstimmen als um die Bildung nachwachsender Generationen. Sie schicken Lehrer hordenweise zu Fortbildungen und führen in panischer Rekordgeschwindigkeit das Zentralabitur ein. Aber Schule ist immer noch Schule. Der bittere Geschmack bleibt, denn statt die Methoden zu betrachten, mit denen Schüler (immer noch nicht) arbeiten, wird schlicht die Menge gemessen, die ihnen zu verdauen vorgesetzt wird.

Mnemotechnik würde Schule müheloser machen

Es ginge anders: Mit Merktechniken würde die Schule leichter und müheloser werden. Das tägliche Lernen ließe sich verkürzen. Oder es würde sich mehr Wissen mit weniger Anstrengung im Kopf anhäufen. Außerdem fehlen beim Lernen mit Merktechniken negative Etiketten, die am stinkigen Pauken kleben. Lernen kann Spaß machen! Dafür muss doch eine Lücke im Stundenplan zu finden sein?  Das ist vergleichbar mit jemanden, der versucht, aus einem Fels mit der Hand eine Figur zu meißeln und gar nicht auf die Idee kommt, sich ein Werkzeug zuzulegen.

Voller (Lehr-)Plan, nichts dahinter

Stattdessen leiden Schüler unter 50 und mehr Arbeitsstunden pro Woche. Lehrer schütten ihre Schützlinge konsequent mit abschreckend langweiligem Lernstoff zu (damit sie keine Zeit haben, auf dumme Gedanken zu kommen). Die letzten Zentimeter von Schulbuchseite zum Gehirn müssen die Schüler alleine schaffen. Sie bleiben häufig ratlos auf dem Hosenboden sitzen, wenn sie Namen von Einzellern, Länder und Hauptstädte auf entfernten Kontinenten und das gefürchtete Latein lernen sollen. Wenn es darum geht, wie gelernt wird, hängt der pädagogische Wissensstand an Methoden fest wie der scheinbar hoch-modernen Lernkartei. Aber die ist eine Erfindung aus den 70er Jahren. Schlimmer noch, denn das Prinzip der alten Schachtel ist Büffeln per Dauerwiederholung – nur geschickt verpackt in einen bunten Karteikasten für teure 14,99 Euro. Moderneren Rat kann der Lehrapparat oft nicht erteilen. Aber wer hört schon auf Lehrer?

Kunterbunter Schaukampf: Mit Technik gegen die Unwissenheit vorgehen

Warum wird das Lernen in der Schule nicht gelehrt? Angeblich sind die Lehrpläne planlos überfüllt. Lehrern fehle die Zeit. Stattdessen wird das Problem mit Geld statt mit Methode gelöst: In Klassenräumen werden Tafeln gegen Videobeamer ausgetauscht, jedem Schüler sein Laptop spendiert und der Schulhof um ein pädagogisch wertvolles Diskussionsforum erweitert. Das sieht gut aus! Mehr nicht!

Vielleicht ist es gerade die Schwäche von Merktechniken, dass sie nicht bunt und leuchtend in den Klassenräumen herumstehen und dass sie keine Unmengen von Geld verschlingen. Was unter Anwendern von Mnemotechnik schon lange bekannt ist, in das hat die Schule noch keinen einzigen Gedanken investiert:

Wenn Sie das Telefonbuch von Hamburg auswendig lernen wollen, werden Sie das mit konventionellem Lernen vermutlich gar nicht schaffen, oder es wird extrem frustrierend sein oder Sie werden verdammt lange dafür brauchen. Mit Hilfe von Mnemotechniken wird so etwas überhaupt denkbar. Und: Je mehr Sie sich merken wollen, desto besser muss die von Ihnen benutzte Technik sein. Der Merkmeister kennt die Grenzen des Gehirns und er arbeitet bei so einer Aufgabe an seiner Technik – ähnliches gilt übrigens auch für Hochleistungssportler. Während die Biologie Grenzen hat, schafft das gezielte Training und die richtige Technik den Raum für neue Rekorde.

Der Lehrer denkt kaum über den ersten Schritt nach und erklärt den Schülern am Anfang nicht einmal, wie er zu lernen hat. Schade!

Frisch gestrichen: Gehirn-Glühen im neuen Designer-Kleid

Mein Buch “Gehirn-Glühen – Die besten Tipps & Übungen für ein geniales Gedächtnis” hat ein neues Cover-Design bekommen. Der deutsch-amerikanische Grafiker Herman Zeichen hat dem Werk ein poppiges Farbenspiel verpasst, nachdem das ursprüngliche Design zahlreiche Leser zu sehr an ein Schulbuch oder universitäre Standardwerke erinnert hat. Dabei hat der Inhalt rein gar nichts mit dem öden Lernen an diesen Anstalten zu tun.

Das Gedächtnistraining in diesem Buch ist in viele kleinere Kapitel aufgeteilt, so dass das Buch nicht von vorne nach hinten durchgearbeitet werden muss, sondern auch – ganz nach persönlichen Lern-Interessen – quer gelesen werden kann.

Und wer nicht lesen will, für den gibt es das komplette Gedächtnistraining auch zum Anschauen auf DVD. Das aber immer noch im (zum Blog passenden) pink.

Quelle: tausendschlau Verlag / amazon.de

Albert Einstein: So werden Kinder intelligent – Zitat der Woche

“Wenn du intelligente Kinder willst, lies ihnen Märchen vor.
Wenn du noch intelligentere Kinder willst,
lies ihnen noch mehr Märchen vor.”
– Albert Einstein -

Für den Ursprung dieses Zitats von Albert Einstein gibt es unterschiedliche Hinweise. Zunächst einmal handelt es sich wahrscheinlich um eine Übersetzung. Die englische Version lautet: “If you want your children to be intelligent, read them fairy tales. If you want them to be more intelligent, read them even more fairy tales.” Das Zitat muss also nach Einsteins Auswanderung in die USA im Jahre 1932 entstanden sein.

Außerdem hat der deutsche Physiker diese Sätze vermutlich gar nicht in dieser Form gesagt oder geschrieben, sondern der Spruch ist zusammengesetzt aus dem Gespräch mit einem Reporter. Dieser fragte Einstein, wie Kinder schlau werden. Einstein antwortete zunächst, dass die Eltern ihnen Märchen vorlesen sollen. Der Reporter hakte nach: “Und was, wenn das nicht genüge?” Der erste Teil und die darauf folgende Antwort des Nobelpreisträgers ergeben das Zitat in der heute bekannten Form.

Leserbrief: Komplexe Themen mit Hilfe von Mnemotechniken lernen?!

Hier ein Leserbrief über das Potenzial von Mnemotechniken: 

Hallo,

ich würde gern wissen, ob es auch möglich ist sich mittels Mnemotechniken komplexere Informationen zu merken? Ich habe den Eindruck, dass sich diese Techniken lediglich zum Auswendiglernen von Fakten eignen. Oder gibt es mittlerweile in dieser Hinsicht Weiterentwicklungen?

Vielen Dank!

Und hier die Antwort:

Hallo E.,

prinzipiell können mit Hilfe von Merktechniken alles lernen. Die Basistechniken fokussieren zunächst auf das Verarbeiten von Einzelinformationen. Fortgeschrittene Verfahren ermöglich durchaus das Merken komplexer Themen (und das weitaus effektiver als mit herkömmlichen Lernverfahren).
So können Sie zum Beispiel mit Hilfe der Routenmethode tausende Fakten in Reihenfolge merken (und die gleiche Technik zum Beispiel benutzen, um sich den Text für ein Drehbuch, eine Rede oder den Inhalt eines Buchs einzuprägen). Eine Abwandlung sind die so genannten Römischen Räume, in denen sich ebenfalls sehr viele Fakten ablegen lassen – allerdings ist hier keine Reihenfolge nötig. Beide Techniken mit ein paar kleineren Erweiterungen ergeben schließlich einen Gedächtnispalast – eher eine Art zu denken als eine Merktechnik, mit dessen Hilfe prinzipiell das komplette Wissen organisiert und leichter gemerkt werden kann.
Ich hoffe, damit Ihre Frage zu beantworten!

Ausschnitte aus der neuen DVD “Der Eckendenker” von Svenja Schmidt und Ulrich Bien

Hier sind ein paar Ausschnitte aus dem Interview von Svenja Schmidt mit dem Gedächtnistrainer und Autor Ulrich Bien. Viel Spaß beim Ansehen:

httpvh://www.youtube.com/watch?v=wtaetca0qKs

httpvh://www.youtube.com/watch?v=S0KoMU4_CW4

httpvh://www.youtube.com/watch?v=97STLGq91x0

httpvh://www.youtube.com/watch?v=b2gxzX3E3mg

DVD  CD

Quelle: YouTube-Kanal von Ulrich Bien

Gehirnjogging-Special auf GesuenderNet – Lese-Tipp

Was ist eigentlich Gehirnjogging? Und worin besteht der Unterschied zwischen Gedächtnistraining und Gehirnjogging? Die neue Reihe über Brainjogging auf GesuenderNet will den Lesern dies und vieles mehr erklären. Denn unter dem Schlagwort wird seit einigen Jahren einiges Geboten: Von Rätseln und Spielen bis zu ganzen Büchern, die verbesserte Leistungen des Gehirns versprechen.

Aber was verbirgt sich tatsächlich hinter dem Leistungssport für die grauen Zellen? Kann man das Gehirn tatsächlich trainieren? Es kreativer, schlauer und schneller im Denken machen? Finden Sie es heraus! Unter anderem gibt der Gedächtnistrainer und Autor Ulrich Bien ein paar gute Tipps, wie Sie Ihr Gehirn fit machen und Ihre Kreativität gezielt trainieren können.

Viel Spaß beim Lesen!

Quelle: GesuenderNet.de