Archiv der Kategorie: Zitat

„Im Raumschiff Erde gibt es keine Passagiere. Wir gehören alle zur Mannschaft.“ – Marshall McLuhan

„Im Raumschiff Erde gibt es keine Passagiere. Wir gehören alle zur Mannschaft.“ – Marshall McLuhan

Ein wunderbares Zitat des kanadischen Philosophen über die Verantwortung, die jeder von uns in seinem Leben für die Welt tragen sollte. McLuhan ist eigentlich bekannt als Begründer der Medientheorie. Er prägte den Ausdruck, das Medium sei die Botschaft. Außerdem formulierte er als erster den Begriff vom „globalen Dorf“. 

Ein weiteres, bekanntes Zitat vom ihm zielt auf die heutige Informationsgesellschaft: „Anstatt zu einer großen Bibliothek zu werden, ist die Welt zu einem Computer geworden.“

 

„Dinge wahrzunehmen ist der Keim der Intelligenz.“ – Laotse

„Dinge wahrzunehmen ist der Keim der Intelligenz.“
Laotse

Ein interessantes Zitat, da die Grundlagen für effektives Lernen und Arbeiten in einer hohen Aufmerksamkeit und Konzentration bestehen. Die „Superdetektive“ der Literatur (Sherlock Holmes, Miss Marple und Hercule Poirot und andere) werden wegen ihrer ausgezeichneten Beobachtungsgabe als hoch-intelligent angesehen.

 

Vielleicht retten Mnemotechniken die Welt – Gastartikel von Sven Huff (Fort Vinci)

Wir haben die Chance, die schlaueste Gesellschaft aller Zeiten zu werden. Wissen war nie leichter zugänglich als heute. Jeder, der noch in den frühen 1990er Jahren auf ein Buch in der Uni-Bibliothek gewartet hat, weiß, wovon ich spreche. Die Hauptstadt von Ghana ist so schnell „gegoogelt“ wie eine Kurzzusammenfassung von „Der Mann ohne Eigenschaften“ oder Pin-ups mit Tierschädeln.

Wissen ist allgegenwärtig. Egal, ob ich mich über das aktuellste „Nipple-Gate“ informieren möchte, über ungeklärte Vaterschaftsverhältnisse im Deutschen Promi-Stadl, ob ich ein Online-Tutorial in Wahrscheinlichkeitsrechnung belegen oder eine Fremdsprache erlernen will. Das Wissen ist da. Direkt vor uns. Die Welt erklärt sich mit ein paar Mausklicks. Aber während in Afghanistan einer jungen Frau von einem Taliban in den Kopf geschossen wurde, weil sie sich dafür einsetzte, dass Frauen Zugang zu Bildung bekommen, bleiben unsere Möglichkeiten ungenutzt.

Malala Yousafzai hat diesen Anschlag der Dummheit und der Ignoranz überlebt und setzt sich weiterhin für das Recht auf Bildung ein. Hier bei uns gibt es – noch – das Recht auf institutionelle Bildung.

Gebt Bildung nicht nur einen Preis, sondern auch einen Wert!

Aber Lernen ist hier bestenfalls ein Karriere-Vitamin – meistens jedoch eine nervende Notwendigkeit. Selten aber Selbstzweck, ein spielerisches „Rumforschen“, ein Wert an sich. Dabei ist es jetzt – angesichts der vielen Herausforderungen, vor denen unsere Spezies steht – wichtiger denn je, dass wir wieder das tun, was unsere Vorvorvorfahren getan haben: uns auf den Weg zu machen, zu erforschen, was sich hinter der Käseglocke unseres Horizonts befindet. Zu beobachten, Erklärungen zu suchen – denn nur wer das Feuer beherrscht, kann sich danach bei einem Barbecue besaufen. Vorausgesetzt, er hat schon die alkoholische Gärung kennengelernt. Lernen muss Spaß machen! Leider lernen die Wenigsten von uns, wie das funktioniert! Das Gros verabschiedet sich in die Resignation und Passivität. Nicht nur bei Wahlen, sondern auch bei der Erweiterung des eigenen Horizonts. Wenn nicht jetzt, dann vielleicht nach der Schule oder der Uni.

Lernt um euer Leben gern!

Dabei können wir das bequem auf unserem Sofa tun. Mit einer Flasche Merlot auf dem Tisch und dem Lieblingstrack im Ohr. Das Internet – die Dummen macht es dümmer, die Schlauen schlauer. Keiner von uns muss fürchten, dass ihm in den Kopf geschossen wird, wenn man sich mit Kant statt mit Allah beschäftigt. Oder mit „Evolution“ statt mit „Genesis“. Wir ertrinken in einem Meer von Informationen, und meistens läuft es nur auf irgendwelche Preisvergleiche, Statusmeldungen oder Katzenfotos hinaus.

Also anders: Wir ertrinken nicht. Wir verdursten. Vor uns brandet der Ozean des Wissens – und wir verdursten in Halbwissen und verstummen vor lauter Dingen, die uns auf der Zunge liegen.

Mnemotechniken: Holt euch den Spaß zurück!

Damit schlägt die große Stunde der Mnemotechniken. Witzigerweise zu einem Zeitpunkt entwickelt, als Wissen vor allem Aberglaube war und Bibliotheken so selten waren wie heute ein Centaur oder ein Lindwurm. Wer in dieser Zeit ein Buch zu fassen bekam, lernte es auswendig.

Wissen war kostbar. Sogar Macht. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Nicht nur Taliban wissen das. Aber die ständige Verfügbarkeit von Wissen verleitet dazu, sich wissend zu glauben. Obwohl man nichts weiß. Denn es zählt nur das, was man im Kopf und nicht auf dem Display hat!

Die uralten – und auch nicht ganz so alten – Merktechniken helfen uns dabei, das Wissen aus dem Netz unter den Scheitel zu kriegen. Da, wo es hingehört, um uns auf neue Ideen zu bringen – und neue Informationen bewerten zu können. Und neue Informationen gibt es täglich in Hülle und Fülle!

„Mnemotechniken“ sind eben nicht die Waffe der Wahl von Erbsenzählern und „Strebern“. Sie sind das „Seepferdchen“, um in der Informationsgesellschaft nicht unterzugehen. Und, viel wichtiger, sie helfen dabei, wieder Spaß am Lernen zu gewinnen! Denn sie machen das Lernen nicht nur leichter, sondern vor allem auch „lustvoller“.

Aber es geht noch weiter! Sich Informationen merken zu können, ist das eine. Aber was macht man dann mit ihnen? Kreativitätstechniken helfen dabei, neue Sichtweisen einzunehmen und Lösungen zu finden. Mit Motivations- und Lerntechniken im Gepäck schwimmt man auch länger auf dem Wissensozean herum, ohne dass einem die Puste ausgeht. All diese Methoden sind einfach zu lernen – werden aber noch viel zu selten gelehrt. Dabei stellen sie nur das absolute „Grundrüstzeug“ dar!

Lasst euch nicht verarschen!

Faktisch bewegen sich die meisten von uns so machtlos durch das Informationszeitalter wie ein mittelalterlicher Bauer durch ein Kirchenkonzil: Wer nichts weiß, muss eben alles glauben. Wer hat denn schon genug Ahnung von Statistik, um eine solche richtig interpretieren zu können – und sich nicht auf den Journalisten zu verlassen, der sie zitiert – und selbst nicht versteht? Wer weiß denn schon, wie eine Studie so durchgeführt wird, dass sie tatsächlich objektive Ergebnisse bringt – und nicht das bestätigt, was uns die Anbieter von irgendwelchen Produkten glauben machen wollen?

Wir haben jetzt die Chance, die schlaueste, gebildetste, diskursfähigste Gesellschaft aller Zeiten zu werden. Aber nur dann, wenn jeder von uns die Methoden an die Hand bekommt, mit denen man das Wissen nicht einfach nur an- und durch sich hindurchrauschen lässt – sondern es für sein eigenes Denken und Handeln zu nutzen.

Aktive Teilnahme oder Untergang!

Es geht um das Überleben unserer Spezies. Und das hängt von der Fähigkeit zu lernen ab. Sie finden das übertrieben?

Zwanzig Prozent der US-Bevölkerung glauben, die Sonne dreht sich um die Erde. Ja, ich weiß, es ist immer leicht, „die Amerikaner“ herhalten zu lassen. Eine ähnliche, in Deutschland durchgeführte Studie, würde ein nicht so viel anderes Ergebnis bringen. Tatsache ist aber, dass 2002 ein aus dem Dunstkreis der Kreationisten kommendes Schulbuch „Schöpfung oder Evolution“, laut Focus vom damaligen thüringischen Ministerpräsidenten als „sehr gutes Beispiel für werteorientierte Bildung“ gepriesen wurde.

Das ist eine harmlose Umschreibung für „finsterer Aberglaube“ – und zeigt umso mehr, dass der Kampf gegen die Dummheit gerade erst begonnen hat. Klauben Sie sich jetzt Ihre Waffen zusammen, um sich dieser Herausforderung zu stellen! Und vor allem: Geben Sie diese weiter.

„Each one teach one“ lautete das Motto der Sklaven in den Südstaaten. Wer lesen konnte, gab diese Fähigkeit weiter. Denn Wissen ist der Weg in die Freiheit, in eine bessere Welt.

Lernt. Gebt euer Wissen weiter. Zeigt Freunden, wie sich leichter lernen lässt. Belächelt nicht die, die es nicht besser wissen. Toleriert nicht, was ihr nicht akzeptieren, womit ihr nicht leben könnt: Ungerechtigkeit. Dummheit. Ignoranz. Die Welt muss besser werden – also fangen wir bei uns an.

Fort_Vinci_LOGO

Das ist das Motto meines Blogs Fortvinci.

Sven Huff

 

Dummheit in geflügelten Worten – oder: Zitate über Intelligenz

Hier eine kleine Sammlung von Sprüchen über die Kunst des Nichts-Wissens:

Eine kritische Aussage über fehlende Ethik in Schule und Universität: „Ausbildung ohne Bildung führt zu Wissen ohne Gewissen.“ – Daniel Goeudevert

Der Mensch kann erkennen, das er existiert. Aber er hat wenig Sinn für die Dinge, die er nicht kennt: Wir wissen, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch Dinge, von denen wir nicht wissen, dass wir sie nicht wissen.“ – Donald Rumsfeld

Die Original-Übersetzung des weltbekannten Zitats. Allein vom Satzbau ist das Zitat schwer zu verdauen: „Ich glaube nicht zu wissen, was ich nicht weiß.“ – Sokrates (bekannter ist die Version: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.„)

Ein Hochlied auf die häufig so vernachlässigte Intuition: „Man kann vieles unbewusst wissen, indem man es nur fühlt, aber nicht weiß.“ – Fjodor Dostojewski

Schlau lügt leichter: „Man muss schon etwas wissen, um verbergen zu können, dass man nichts weiß.“ – Marie von Ebner-Eschenbach

Wer nicht fragt… – das wussten schon die alten Chinesen: „Wenn man etwas nicht weiß, kann man fragen. Wenn man etwas nicht kann, kann man es lernen.“ – Lü Buwei (呂不韋)

Wissen und Aufklärung hängen sehr eng zusammen – mal sehen, wie das in Zukunft weitergeht: „Wer nichts weiß, muss alles glauben.“ – Marie von Ebner-Eschenbach

Dezentes Auftreten ist eine asiatische Tugend: „Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend; Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.“ – Chinesisches Sprichwort

Hier hätten wir eine Kombination aus Sokrates und dem Spruch oben: „Wissen, was man weiss, und Wissen, was man nicht weiss, das ist Wissen.“ – Konfuzius

 

Albert Einstein: So werden Kinder intelligent – Zitat der Woche

„Wenn du intelligente Kinder willst, lies ihnen Märchen vor.
Wenn du noch intelligentere Kinder willst,
lies ihnen noch mehr Märchen vor.“
– Albert Einstein –

Für den Ursprung dieses Zitats von Albert Einstein gibt es unterschiedliche Hinweise. Zunächst einmal handelt es sich wahrscheinlich um eine Übersetzung. Die englische Version lautet: „If you want your children to be intelligent, read them fairy tales. If you want them to be more intelligent, read them even more fairy tales.“ Das Zitat muss also nach Einsteins Auswanderung in die USA im Jahre 1932 entstanden sein.

Außerdem hat der deutsche Physiker diese Sätze vermutlich gar nicht in dieser Form gesagt oder geschrieben, sondern der Spruch ist zusammengesetzt aus dem Gespräch mit einem Reporter. Dieser fragte Einstein, wie Kinder schlau werden. Einstein antwortete zunächst, dass die Eltern ihnen Märchen vorlesen sollen. Der Reporter hakte nach: „Und was, wenn das nicht genüge?“ Der erste Teil und die darauf folgende Antwort des Nobelpreisträgers ergeben das Zitat in der heute bekannten Form.

 

Anders denken? Zitat der Woche (wieder mal von Albert Einstein)

Anders zu denken ist unnötig? Nein, ganz bestimmt nicht.

Das zeigt auch die Leistungsfähigkeit von Merktechniken. Denn nur, wer seine Art zu denken verändert, der ist zu Höchstleistungen fähig – und zu vielem mehr, wie Einsteing bereits erkannt hat:

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ – Albert Einstein

Quelle: Zitate.net