Was ist eine Lyra?

Hinter dem Begriff Lyra verbergen sich ganz unterschiedliche Dinge. Hier eine Auswahl, was eine Lyra alles bedeuten und sein kann:

Immerhin fünf Erklärungen für einen einzigen Begriff. Und wie merken? Fünf Begriffe lassen sich einfach in einem Bild unterbringen. Dabei ist die Frage, was der Anker (erster Erinnerungspunkt) für das Bild ist? Hier ein Vorschlag:

„Auf einer Straßenbahn steht eine riesige Leier, die von einem Griechen gezupft und gestrichen wird (und der dabei ganz verträumt in die Sterne schaut) und dabei klingt die Lyra wie ein Glockenspiel, dass eine Kapelle neben der Straßenbahn sofort in Marschgeschwindigkeit verfällt.“

Ganz nebenbei: Das Sternbild der Lyra (Leier) besteht aus fünf Sternen (entspricht der Zahl der Bedeutungen oben) und sieht aus wie ein schiefes Quadrat (weil es von der Straßenbahn gerammt wurde) mit einem Stern, der etwas versetzt an der Ecke oben rechts angesetzt ist. Und dieser (Haupt)Stern heißt „Wega„, weil die Straßenbahn das Sternbild auf dem „Weg“ angefahren hat – alles ganz einfach, oder…?

Grundlagen: Mühle, Müll, Meile, Miele, Mehl, Mole, Mahl, Mal, Muli, Hummel, Himmel, Hammel, Himalaya (Zahlen merken)

Unter folgendem Link finden Sie eine ausführliche Tabelle für alle zweistelligen Begriffe des Major-Systems (eine der effektivsten Merktechniken / Mnemotechniken überhaupt).

Hier ist der Link zur umfangreichen Major-Tabelle

Wenn Sie das Majorsystem (noch) nicht kennen, dann schauen Sie sich die Einführungs-Videos dazu an.

Weitere Informationen über das Majorsystem finden Sie in der Artikelsammlung zu dem Thema.

Die wichtigsten Ereignisse und Daten der Griechischen Antike einprägen

In den beiden vorigen Artikeln haben Sie Merkhilfen für die Römische Republik und das Römische Kaiserreich kennen gelernt. An dieser Stelle werden noch die wesentlichen Daten der griechischen Antike dazugeliefert.

Was ist drin im Bild?

Griechische Geschichte so kompakt wie möglich:

Eine Menge Zahlen, Daten, Fakten. Aber Sie werden sehen, dass sich diese Ereignisse leicht merken lassen.

Benötigte Mnemotechniken

Auch hier merken wir wieder mit Hilfe eines Bildes. Und das ist bereits eine Spezialität des Kopfes und funktioniert ohne spezielles Training. Da die meisten Informationen über die Augen ins Gehirn rauschen, wird Ihr Kopf nicht überrascht sein, wenn wir noch ein Bild einliefern.

Die Jahreszahlen werden mit Hilfe des so genannten Majorsystems in Bilder verwandelt. Sollten Sie damit nicht vertraut sein, dann schauen Sie sich die Einführungs-Videos dazu an.

Eine großartige Szene – das Merkbild

Erst einmal nicht fragen und auch nicht zuviel nachdenken. Lassen Sie das Bild in Ihrem Kopf wirken. Sofort danach werden Sie erfahren, was hinter den seltsamen Beschreibungen steckt. Wichtig ist nur, dass Sie die Zeilen nicht einfach überfliegen, sondern sich alles so intensiv wie möglich vorstellen, dann bleibt es auch zuverlässig drin im Gehirn. Hier das Merkbild:

Bereits vor den Olympischen Spielen gab es ein großes Gekeuche. Trotzdem gründeten die Griechen die Polis, in denen es kostenlose Glas-Lollis gab.

Daraus entstand die Demokratie, in der sich niemand mehr „so lonely“ (Englisch / „allein“) fühlte. Aber es gab immer eine Laberei vor jeder Abstimmung, die allen auf die Leber ging. Man bekriegte sich vor allem wegen der Perserteppiche, aber die Heulsuse ergab sich immer sofort.

Ausgerechnet der rockige Attila sah einen bunten Seehund. Danach wurde Krieg geführt gegen Polizeipanzer, weil durch Sparen die Leute in die Armut und zur Raserei getrieben wurden.

Wo ist da der Sinn drin?

Zugegeben, das Bild ist am Ende extrem überzeichnet, aber gerade das zeigt sehr schön, wie der Kopf denkt und merkt. Aber fangen wir vorne am in der Szene:

Das „Gekeuche“ ist der Majorbegriff für das Jahr 776 und er lässt sich hervorragend mit den Olympischen Spielen verbinden. Die „Glas-Lollis“ enthalten die Rahmendaten für die Entstehung der Polis von 750 bis 550 vor Christus. Die Demokratie wurde von „so lonley“ (Solon) gegründet. Dem Gehirn genügt ein weiter entfernter Anstoß, um wieder auf den Namen Solon zu kommen, sofern es diesen vorher schon einmal gehört hat. „Laberei“ und „Leber“ sind ein doppeltes Bild für das Jahr 594 vor Christi Geburt.

Bei den Perserkriegen „ergab“ sich die „Heulsuse“ – übersetzt nach dem Majorsystem die Zahlen 479 und 500 – so verrückt kann Merken tatsächlich sein.

Danach wird es etwas ausgefallener: Der Attische Seebund ist in ein eher schräges Bild verpackt, aber auch damit kommt das Gehirn klar. Genauso schafft der Kopf den Sprung vom Polizeipanzer zum Peloponnesischen Krieg, bei dem nicht gespart, aber dafür Sparta daran beteiligt war. „Armut“ und „Raserei“ sind wieder Anfangs- und Schlußjahr, nämlich 431 und 404 vor Christus.

Anders denken

Bitte bedenken Sie, dass die oben beschriebenen Bilder nur Denkanstöße sein sollen. Fremde Bilder funktionieren manchmal im eigenen Kopf nicht. Es ist besser, wenn Sie sich eigene Bilder für die Daten bauen. Alles, was Sie oben gelesen haben, ist hauptsächlich zur Inspiration gedacht, dass man auch ganz anders lernen kann…

Römische Kaiserzeit: Besondere Ereignisse und deren Jahreszahlen merken

Im vorigen Artikel ging es um die wichtigsten Daten der Römischen Republik. In diesem Teil vervollständigen wir Ihr Wissen um das antike Rom und schauen uns die wesentlichen Fakten der Kaiserzeit an.

Was ist drin im Bild?

Welche Merktechniken werden benutzt?

Alle Informationen werden praktisch und einfach in ein Bild eingebaut. Dafür braucht das Gehirn keine weitere Vorbereitung, außer eine möglichst lebhafte Phantasie, um sich die Szene so lebendig wie möglich vorzustellen.

Die Jahreszahlen werden mit Hilfe des so genannten Majorsystems in Bilder verwandelt. Sollten Sie damit nicht vertraut sein, dann schauen Sie sich die Einführungs-Videos dazu an.

Alles im Bild

Lesen Sie das Merkbild und lassen Sie es im Kopf wirken! Es geht zuerst nicht darum, dass Sie verstehen, was hinter den Hinweisen in der Szene steckt. Wichtig ist nur, dass in Ihrem Kopf ein unvergessliches Bild entsteht. Die Details werden anschließend erklärt.

Also zuerst einmal mit den Augen einsaugen und im Kopf zu einem bunten Bild blühen lassen:

Die Kaiserzeit beginnt im August, als vorher bereits der Honig aus dem (Stadt)Tor von Rom floss. Und voraus ritt Jesus auf einem Reh.

Die Römer waren aktiv tätig, bis das Reich seine größte Ausdehnung erreichte. Dann aßen Sie erst einmal ein Hotdog.

Dann kamen die Christen auf einem Moped ins Reich gefahren und an der Ampel wurde das Reich geteilt. In der Rückschau nach Westen war das Römische Reich ein voller Erfolg.

Was steckt denn da drin?

Statt die Fakten zu büffeln, wird in diesem Fall nur ein lustiges Bild in den Kopf eingepflanzt, das garantiert länger haften bleibt als trockene Zahlen. Aber beginnen wir am Anfang:

Der August ist glasklar der Kaiser Augustus. „Honig“ und „Tor“ zeigen die Daten für seine Amtszeit von 27 bis 14 vor Christus. Jesus ritt „voraus“ auf einem „Reh“, was ein Hinweis auf das Geburtsjahr 4 vor (voraus) Christus ist.

Im Bild mit der größten Ausdehnung des Reichs ist die Jahreszahl doppelt eingebaut – eigentlich unnötig, aber doppelt merkt besser: Sowohl „tätig“ (was vielleicht leicht vom Kopf übersehen werden kann) als auch „Hotdog“ lassen sich mit Hilfe des Majorsystems in die Zahl 117 übersetzen.

Das „Moped“ voller Christen gibt die Jahreszahl 391 an und die „Ampel“, an der die Teilung stattfindet, wird in das Jahr 395 übersetzt. Der letzte Satz zeigt das Ende des Weströmischen Reichs im Jahr 476 („Rückschau“).

Und bitte…

…so lebendig wie möglich vorstellen. Wenn Sie ein gutes Bild in Ihrer Phantasie daraus malen können, dann sollte das Bild bereits zu 99 Prozent nach dem ersten Lesen in Ihrem Kopf festhängen – und da auch ziemlich lange drin bleiben. Mit den Zahlen von oben hätten Sie das wahrscheinlich nicht so schnell und einfach gemerkt.

Die wichtigsten Daten und Ereignisse der Römischen Republik

Geschichte ist ein klassisches Thema für Eselsbrücken. Hier ein Beispiel aus dem alten Rom, um sich die wichtigsten Daten und Ereignisse aus der Römischen Republik zu merken.

Was wird gemerkt?

Welche Mnemotechniken werden eingesetzt?

In diesem Fall werden alle Informationen in einem Bild abgelegt. Bilder kann das Gehirn problemlos und ohne weitere Vorbereitung behalten – Sie brauchen dafür nicht einmal eine Merktechnik erlernen, sondern sich die unten beschriebene Szene nur so lebhaft wie möglich vorstellen.

Die Jahreszahlen werden mit Hilfe des so genannten Majorsystems in Bilder verwandelt. Sollten Sie damit nicht vertraut sein, dann schauen Sie sich die Einführungs-Videos dazu an.

Das Merkbild

Hier ist jetzt Ihre volle Vorstellungskraft gefragt! Lesen Sie sich die folgenden Zeilen in Ruhe durch und versuchen Sie, sich die Szenen so lebhaft wie möglich vorzustellen. Was dahinter steckt, wird im nächsten Absatz erklärt. Aber jetzt erst einmal die Eselsbrücke anschauen und möglichst tief wirken lassen:

Als der erste Römer die Welt erblickt, steht er vor einer Lotusblüte die zur Neige geht. Danach kämpft er sich zu einer Flasche Punika vor und isst nachher Dorsch.

Von Bürgern kriegt er den Film „Die Mumie“ geschenkt, der allerdings angefressen ist von einer Motte. Und Asterix und Obelix schenken ihm eine Latte, mit der bereits ein Löwe erschlagen wurde.

Aber der Römer bevorzugt ein Rohr, um damit Caesar zu ermorden.

Was steckt dahinter?

In der kleinen Szene sind tatsächlich alle oben aufgelisteten Fakten enthalten. Schauen wir uns den Text genauer an:

Der Römer erblickt die Welt, was ein Hinweis auf das Thema ist – nämlich die Römische Republik. Die beiden Stichworte „Lotus“ und „Neige“ sind Hinweise auf die Jahreszahlen 510 und 27. Die Tatsache, dass der Römer davor steht, ist der Hinweis, dass es um die Jahre vor Christus geht.

Der zweite Teil ist leichter zu erkennen: Punika plus kämpfen ergibt die Punischen Kriege und die beiden Begriffe „nachher“ und „Dorsch“ sind Hinweise auf die Jahre 264 und 146.

Von den Bürgern „kriegt“ er… – also Bürgerkriege und „Die Mumie“ ergibt die 133 übersetzt nach dem Majorsystem. Die „Motte“ ist der Hinweis auf das Ende der Bürgerkriege im Jahr 31 vor Christi Geburt.

Asterix und Obelix sollten als Gallier bekannt sein. Damit ist der nächste Teil des Bildes ein Hinweis auf die Gallischen Kriege. Der „Löwe“ und die „Latte“ grenzen den Krieg auf die Zeit von 58 bis 51 ein.

Und das „Rohr“ war natürlich nicht die Tatwaffe, mit der Brutus ihn umgebracht hat, aber dafür der Code für das Jahr 44 vor Christus.

Selber malen hält besser

Noch ein Hinweis am Ende: Merkbilder sollten Sie am besten selbst in Ihrem Kopf malen. Manchmal funktionieren auch Bilder von anderen im eigenen Kopf, aber vielleicht haben Sie es beim ersten Lesen gemerkt: Irgendwie klingt so eine Beschreibung befremdlich.

Wenn Sie sich die Szene nicht vorstellen können, dann entwerfen Sie ein eigenes Bild, dass garantiert länger und besser hält als jedes Auswendiglernen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei!

Leserbrief: Mathematische Formeln mit Mnemotechniken merken – Prozentrechnung

Hier die Frage eines Lesers, wie man sich Formeln mit Hilfe von Merktechniken besser einprägen kann:

Erstmal möchte ich mich bei Ihnen für dieses tolle Buch (Einfach.Alles.Merken) bedanken, es hat mir schon viel weitergeholfen. Es ist ihnen wirklich gut gelungen.

Aber ich verstehe eine Sache noch nicht: Nämlich wie man sich Formeln merkt.

Sie haben auf Seite 104 die Formel A= a²/4 * Wurzel aus 3 verbildert. Ich verstehe diese Lösung aber nicht. Ein Dreieck an ein Quadrat zu kleben, das ist doch nichts besonderes, so kann ich mir das irgendwie nicht merken. Und wie Sie auf eine Wurzel kommen ist mir auch schleierhaft.

Und wie mache ich das bei:

  • G = W * 100 / p
  • W = G * p / 100
  • p = W / G * 100

Diese Formeln kann ich mir einfach nicht merken, ich vergesse sie jeden Tag…

Liebe Grüße,

N.E.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr E.,

das Bild im Buch bezieht sich auf den Teil hinter dem Gleichheitszeichen: a zum Quadrat (an ein Quadrat kleben) und in Viertel zersägen (/4). Wenn Sie eins der Quadrate eingraben, dann ist es unter der Erde (Wurzeln) und nur noch eine Ecke (ein Dreieck) sichtbar (3).

Was Ihre Formeln betrifft, würde ich vorschlagen, Sie machen sich erstens klar, wofür die Buchstaben stehen: W = ProzentWert, G = Grundwert und p = Prozentsatz (lässt sich eigentlich anhand der Namen gut merken). Zweitens sind die Formeln jeweils Ableitungen voneinander. Wenn Sie also schnell umstellen können, brauchen Sie sich eigentlich nur eine dieser Formeln zu merken.

Zum Merken würde ich die dritte Formel vorschlagen, weil Sie sich (für mich) am besten in ein Bild verwandeln lässt: Der (Prozent)Satz beginnt damit, dass wir einen (Prozent)Wert durch einen (guten) Grund(wert) teilen, damit zerkleinern und durch einen (schönen und glänzenden) Stern (Multiplizieren) wieder auf hundert (mal 100) bringen.

Können Sie sich das vorstellen?

Es ist wichtig, dass Sie ein eigenes Bild aufbauen, in dem Sie die Formel „sehen“ können. Entweder eine statische Szene oder eine Abfolge von Ereignissen.

Oben ist das eine vorstellbare Abfolge für Sie: Ein Satz entsteht, indem man etwas wertvolles durch Teilung in eine (Grund-)Bestandteile zerlegt und dann wieder auf 100 bringt.

Ich hoffe das hilft Ihnen weiter & viele Grüße,

Ulrich Bien

Dieser Artikel bezieht sich auf Seite 104 im Buch „Einfach. Alles. Merken.

Der große Merktest: Wie gut ist Ihr Gedächtnis?

Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie Ihren Kopf arbeiten: In diesem großen Video-Merktest wird Ihr Gehirn in zehn Kategorien und mit über 80 Fragen auf die Probe gestellt. Das einzige, was Sie brauchen, ist ein wacher Kopf, ein wenig Zeit sowie Stift und ein Blatt Papier.

Folgende Wissens- und Denk-Gebiete werden getestet:

  • Vokabeln
  • Gesichter
  • Termine
  • Bilder
  • Listen (Einkaufszettel)
  • Räumliche Vorstellung (Regale und Orientierungssinn)
  • Telefonnummern
  • Fakten & Zahlen
  • Flaggen

Und schon kann es losgehen! Schauen Sie sich das Video unten an und machen Sie den großen Gedächtnistest!

[vimeo clip_id=“14723254″ height=“300″ width=“400″]

Und? Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis? Wenn nicht oder wenn Sie glauben, noch mehr und noch besser merken zu können, dann schauen Sie sich auf dieser Seite um. Hier ist für jeden Kopf etwas dabei…

Und hier noch die Links zum gleichen Video auf YouTube (aufgrund der Länge in vier Abschnitte aufgeteilt):

Gefährlich einfallslos: die meist-verwendeten Passwörter auf dem iPhone und im Internet

Gerade im Internet ist heute höchste Sicherheitsstufe angesagt, denn mittlerweile fallen Hacker auch über die Server großer Unternehmen her und erbeuten Datenberge vertraulicher Informationen. Ein Passwort zu knacken ist für einen schnellen Computer mittlerweile eine Fingerübung.

Und gerade im Internet gehen wir auf Nummer sicher und verwenden Schlüssel, die wir garantiert nicht vergessen. Aber die Einfachheit hat ein Risiko, denn je simpler der Code, desto schneller kommen die Hacker uneingeladen auf dem eigenen Computer vorbei.

Der iPone-Entwickler Daniel Amitay hat über 200.000 Passwörter von iPhones ausgewertet und kommt zu einem nüchternen Ergebnis: Das am meisten benutzte Paswort ist die Ziffernkombination „1234“ – sofern sich das überhaupt als Schlüssel bezeichnen lässt. Immerhin rund 5% aller analysierten User benutzen die Folge. Aber auch die folgenden Plätze sehen nicht komplizierter aus: 0000, 2580, 1111 und 5555.

Im letzten Jahr hat die New York Times eine Studie des Softwareunternehmens Imperva veröffentlicht, nach der das am meisten verwendete Passwort im Internet „123456“ lautet – dicht gefolgt von der kreativen Variante „12345“. Auf die Plätze drei und vier wurden „123456789“ und „password“ verwiesen.

Damit liegt der Schlüssel nicht einmal unter der Fußmatte, sondern steckt in der Tür – sofern diese überhaupt geschlossen ist!

Moderne Bürotechnik läßt den Spitznamen des Partners und das Lieblingsgericht als Passwort gar nicht mehr zu. Wirre Buchstaben- und Zahlenfolgen sind gefordert, damit das Firmennetz sicher ist. Und auch zu Hause ist sicher einfach sicherer: Für jede Website ein eigenes Passwort und das auch noch regelmäßig ändern.

Wer soll sich das alles merken?

In einem Artikel dazu bei Working@Office sind verschiedene Methoden beschrieben (die auch im Buch erklärt werden), wie man sich sichere und leicht zu merkende Passwörter ausdenkt.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen und tatsächlich auch leicht im Kopf behalten: 1QW23ER4, 9OLKI87UJ oder 12JFMAMJ6 – in Sekunden ausgedacht und garantiert sicher im Gehirn abgespeichert.

Wie das funktioniert und wie auch solche komplizierten Passwörter leicht zu merken sind, lesen Sie hier.

Quelle: Lifehacker / NYTimes / Working@Office

Welches ist der widerstandsfähigste Parasit? – Zitat

Hier ein geniales Zitat aus dem Film Inception:

„Ein Gedanke! […] Wenn ein Gedanke einen Verstand erst einmal infiziert hat, ist es fast unmöglich ihn zu entfernen. Ein Gedanke der voll ausgeformt, vollkommen verstanden ist, der bleibt haften. „ (Quelle: Mitschrift)

Das ist auch die Grundidee des Films – und die ist ziemlich genial, denn der Gedanke lässt sich auch auf das Lernen übertragen: Einmal verstanden – für immer im Gedächtnis.

Wenn eine Information richtig im Gehirn eingebaut wird, verschwindet sie nie wieder von dort. Sie kennen das von so genannten Vexierbildern – in die zwei verschiedene Symbole eingebaut sind. Haben Sie beide einmal entdeckt, ist die Magie des Bildes verschwunden. Das gleiche für das Radfahren: Einmal gelernt ist es unmöglich, das Erlebte wieder zu vergessen.

Oder etwas ganz anderes: Wussten Sie, dass Enten die Masken von Hunden tragen! Schauen Sie sich dieses Bild einmal an. Ich bin sicher, Sie werden das beim Anblick von Enten immer wieder vor Augen haben.

Quelle: Warner Bros. Pictures / BuzzFeed.com

Anbauen im Gedächtnispalast: Zwei neue Elemente im Periodensystem als „Insel der Instabilität“

Der Gedächtnispalast aus dem Artikel Das komplette Periodensystem der Chemischen Elemente auswendig lernen kann nun um zwei weitere Elemente erweitert werden: Ununquadium und Ununhexium wurden nach einer dreijährigen Prüfung durch ein Komitee von Wissenschaftlern offiziell anerkannt und sind damit fest ins Periodensystem der Chemischen Elemente eingefügt.

Dabei handelt es sich um besonders schwere, künstlich hergestellte Elemente, die nur wenige Millisekunden existieren, bevor sie wieder zerfallen. Die beiden Elemente tragen die Ordnungsnummer 114 und 116 und befinden sich damit auf der so genannten „Insel der Instabilitäten“.

Ununquadium wird auch als EkaBlei bezeichnet. Der Name ist Griechisch und wurde aus der Ordnungsnummer abgeleitet. Diese lässt sich mit Hilfe des Majorbegriffs Theater (T, T, R = 114) merken (wenn Sie diese Technik nicht kennen: einen Artikel über das Majorsystem finden Sie hier).

Ununhexium (von lateinnisch unus „eins“ (2×) und griechisch „hexi“ „sechs“) wird auch als EkaPolonium bezeichnet. Die Ordnungsnummer in das Majorsystem übersetzt ergibt das Autodach (116 = T, D, CH).

Die Namen sind jedoch vorläufig, denn die Entdecker haben die Möglichkeit, eigene Bezeichnungen für die Elemente vorzuschlagen. Die Prüfung durch ein weiteres Komitee dürfte jedoch wieder einige Zeit dauern.

Bis dahin können Sie Ihren Gedächtnispalast in aller Ruhe erwetern. Wenn Sie – wie im Artikel über den Gedächtnispalast beschrieben – das Periodensystem in einer Burg organisiert haben, dann können Sie die beiden Elemente ebenfalls im Rittersaal unterbringen. Passende Bilder dazu werden Ihnen sicherlich einfallen!

Viel Spaß beim Merken!

Quelle: Focus online

Dieser Artikel ist Teil des Blog-Books "Der Gedächtnispalast - Gipfel der Mnemotechniken". Wenn Sie mehr lesen wollen, schauen Sie sich das Inhaltsverzeichnis an.

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