Schlagwort-Archive: Aufmerksamkeit

Siebzehn! Das Erfolgsrezept von Sherlock Holmes

Was macht den bekanntesten Detektiv der Welt so erfolgreich? Was ist das Geheimnis des großen Sherlock Holmes? Zwar ist der geniale und gleichzeitig verschrobene Brite nur eine Romanfigur, trotzdem ist seine Art, die Welt zu beobachten etwas, das jeder gerne beherrschen würde. In der dritten Geschichte über den Meister der Analyse können wir von seinem Geheimnis lesen…

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Perspektivenwechsel: Wie groß ist der Mond wirklich?

Große Zahlen haben oft einen entscheidenden Nachteil: Unser Gehirn kann sich einfach nichts darunter vorstellen. Die Tatsache, dass der Mond einen Durchmesser von exakt 3.476 Kilometern hat, bringt den Trabanten auch nicht näher an unseren Kopf heran.

Wenn Sie nun aber an eine Karte der USA denken, dann würde darauf der Mond von der Ostgrenze Kaliforniens bis nach Florida reichen – er hätte also gut auf der Fläche von Nordamerika Platz.

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Was ist ein Menschenleben wert? Perspektivenwechsel…

Zugegeben: Die Frage in der Überschrift klingt radikal, aber wenn man ein wenig darüber nachdenkt, lassen sich durchaus rationale – und vor allem erstaunliche – Antworten darauf finden. Interessant an so einer Frage: Sie lehrt uns, über Dinge anders nachzudenken. Hier also ein paar ausgefallene und damit kreative Antworten über etwas, das uns ganz besonders nahe ist.

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Perspektivenwechsel: Wir reden über Dinge, die längst ausgestorben sind…

Ist der Groschen bei Ihnen gefallen? Unserer Sprache wandelt sich langsamer als die Technik sich weiter entwickelt. So reden wir ganz selbstverständlich über Dinge, die es schon lange nicht mehr gibt.

Machen Sie den kreativen Test: Wie viele Dinge fallen Ihnen ein, die immer noch in unserem täglichen Wortschatz herumgeistern, die aber schon lange nicht mehr existieren (Schreibmaschinen und Schallplatten), oder die mittlerweile ganz anders aussehen als noch vor ein paar Jahren (wie zum Beispiel das Telefonbuch, das Lexikon oder der Straßenatlas).

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Schätzen Sie, wie groß Afrika wirklich ist?

Etwas größer als Europa!? Vergleichbar mit der Fläche der USA! Auf jeden Fall kleiner als China! – Und mit was würden Sie den afrikanischen Kontinent vergleichen? Schätzen ist nicht jedermanns Sache, und das eigene Weltbild hängt vor allem davon ab, was wir über Länder – oder Kontinente wissen. Je mehr Bedeutung wir etwas beimessen, desto gigantischer – oder kleiner – wird es im eigenen Kopf…

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Den Blick auf die Welt verändern: Heimcomputer gestern gegen USB-Stick heute

Wenn wir an Technik der Vergangenheit denken, dann fallen uns schnell Dampflokomotiven und mechanische Schreibmaschinen ein. Aber die Technik entwickelt sich schneller als viele denken. Sollten Sie die 80er Jahre bewusst erlebt haben (und vielleicht um die 40 Jahre alt sei), dann können Sie schon an Ihrem eigenen Leben spüren, wie rasant sich die Welt verändert. Vergleichen Sie mal einen alten Heimcomputer mit einem heute günstigen USB-Stick…

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Perspektivenwechsel: Wie viele Tage leben wir?

Ein Mensch in Westeuropa lebt im Schnitt etwa 80 Jahre. Aber was bedeutet das für uns? Schließlich kann sich kaum jemand vorstellen wie lange das wirklich ist… Wenn wir aber die Perspektive wechseln und uns diese scheinbar endlosen Jahre aus einem etwas anderen Blickwinkel ansehen, dann wird das Leben plötzlich etwas länger oder kürzer – je nachdem…

Aber rechnen wir einmal nicht mehr in Jahren: In Tagen umgerechnet ist ein 80-jähriges Leben etwa 29.200 Tage lang. So vorgestellt wird eine abstrakte Zahl für das Gehirn auf einmal greifbarer und vorstellbarer, oder?

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Sinkende Produktivität im Beruf: Zerhacktes Gehirn durch E-Mail, Internet, SMS und Telefon (unveröffentlichtes Buch-Kapitel)

Was erfunden wurde, um die Arbeit zu erleichtern, rollt in Amerika bereits vielen Unternehmen gewaltig über die Füße: World Wide Web, E-Mail, Mobiltelefone und Instant Messaging (Kurznachrichten) bringen Büros zum Stillstand: Die digitale Informationsflut steht den Büroarbeitern bis zum Hals und noch ein wenig höher. Die Produktivität schrumpft – und zwar beängstigend: Eine Studie der Forschungs- und Beratungsfirma Basex hat ergeben, dass in den USA im Schnitt 28 Prozent der Arbeitszeit mit unnötigen Tätigkeiten wie Surfen im Internet und privaten E-Mails verplempert werden. Weitere 15 Prozent verpuffen beim Suchen von Informationen im Firmennetz und bei Google. Der kürzeste Teil der Zeit wird mit Arbeiten verbracht.

Bezahltes Surfen bei der Arbeit

Die Firma RescueTime hat herausgefunden, dass während eines typischen Arbeitstages ein amerikanischer Angestellter 50 Mal in seinen E-Mail-Briefkasten schaut, 77 Kurznachrichten (Instant Messages) schreibt und für private Zwecke über 40 Webseiten surft. Der Schaden lässt sich beziffern: Insgesamt kostet das die US-Wirtschaft im Jahr rund 650 Milliarden Dollar. Und amerikanische Trends schlagen in Europa immer ein paar Jahre verzögert ein.

Die Konzentration auf die Arbeit wird so und durch weitere Unterbrechungen wie Telefonanrufe, SMS (Kurznachrichten), Endlos-Besprechungen, Mittags-, Kaffee- und Rauchpausen und Anrufe auf dem privaten Handy in winzige Zeitteile zerstückelt. Nach der Patchwork-Familie kommt jetzt Patchwork-Arbeit. Medina bringt es auf den Punkt: „Wer unterbrochen wird (oder sich selbst unterbricht) braucht 50 Prozent länger für eine Aufgabe und macht 50 Prozent mehr Fehler.“ Für die zukünftige Denkfabrik Deutschland ein untragbarer Verlust an Qualität, der nur durch Verlagerung der Tätigkeiten in Billiglohnländer aufgefangen werden kann. Die alte Falle wird entrostet, geölt und wieder aufgespannt. Und wir treten wieder voll rein!

E-Mail mal abschalten

Von einigen US-Unternehmen wird die Schraube bereits wieder zurück ins Brett gedreht: Veränderungen der Firmensoftware sollen Angestellte zurück finden lassen zu ihrer eigentlichen Aufgabe. In neuen E-Mail-Programmen können Benutzer den Zugriff für zehn Minuten bis zu einer Stunde sperren, um nicht ständig in Versuchung zu geraten, nach neuer Elektropost zu schauen. Was vor ein paar Jahren die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern erleichtern sollte, wird heute wieder abgeschaltet.

Aber die modernde Ablenk-Kommunikation trifft auch ganz oben ins Schwarze: Statt geniale Ideen zu produzieren, haben Führungskräfte immer unsinnigere Einfälle, die eigene Produktivität in astronomische Höhen zu treiben. Was der Mensch nicht schafft, erledigt die Maschine. Der persönliche digitale Assistent (PDA), eine Mischung aus Mobiltelefon und Computer, ist vor allem eine hervorragende Zeit-Kettensäge. US-Manager aktivieren ihren PDA im Schnitt alle siebeneinhalb Minuten und schauen nach neuen E-Mails. Würden Sie alle zehn Minuten zum Postkasten laufen? In Japan gibt es Ladestationen mit eingebautem Klopapierhalter. Man geht nicht mehr ohne – nicht auf die Toilette, nicht ins Bett und auch nicht zur eigenen Hochzeit. Handy und PDAs sind die Zigaretten des 21. Jahrhunderts.

Das Hirn im Handy

Ist der digitale Lebensorganisierer kaputt, geht nichts mehr. Die Autorin Susanne Fröhlich schreibt nett von „digitaler Demenz“. Ein Mädchen bricht im Telefonladen zusammen, weil ihre Telefonnummern durch Milchkaffee-Kurzschluss aus dem Handy radiert sind. Das Mädchen konnte sich nicht einmal an die Telefonnummer von zu Hause erinnern, um ihre Mutter anzurufen, die sie abholen sollte. Bald wird es Autobahnmissionen geben, in denen weglose Autofahrer mit defekten Navigationsgeräten versorgt werden, weil sie nicht mehr nach Hause finden: „Na, wo haben Sie Ihren Orientierungssinn denn liegen gelassen?“

Hollywood hat diese Lebenssatire bereits in den 90ern verfilmt: In der Komödie „Filofax – Ich bin Du und Du bist nichts“ spielt James Belushi einen Kleinkriminellen, der den Terminkalender eines Managers findet und damit das Leben des anderen vollständig übernimmt. Was lustig aussieht, wird heute zum ernsten Problem. Vergleichsweise harmlos ist Datenverlust durch Diebstahl oder versehentliches Löschen – meistens. Es soll Menschen geben, die nicht nur die Geheimnummer Ihrer Kreditkarte auf die Rückseite der Karte schreiben, sondern auch die Telefonnummer, die beim Verlust der Karte gewählt werden soll. Viel schlimmer ist, dass wir hirnlos Teile unseres Gehirns auf Spieltechnik auslagern und uns nicht mehr auf unseren Kopf verlassen. Kopf oder iPhone? Das neue iPhone muss man einfach haben…

Gehirn lässt sich mitnehmen
und hat keine Systemfehler…

Wer mit der eigenen Birne denkt und arbeitet, braucht nicht mit technischen Problemen zu kämpfen. Gehirn lässt sich mitnehmen, läuft ohne Akku und ist frei von Systemfehlern. Ein leistungsfähiger Kopf ist nicht nur gut für gute Zeugnisse. Auf nichts haben Sie überall und jederzeit schnelleren Zugriff. Ein Manager, der ungenannt bleiben möchte, ist bekannt dafür, dass er hunderte Fakten über sein Unternehmen im Kopf hat und damit die Kollegen auf Trab hält. Die schreiben mittlerweile Spickzettel für Besprechungen, um den Argumenten des lebendigen Lexikons etwas entgegensetzen zu können.

Über den Sinn, Telefonnummern, Termine und den Straßenbahn-Fahrplan im Kopf zu behalten, lässt sich streiten, solange das Handy läuft. Aber ist es wirklich bequemer, das ganze Leben in Geräten mit winzigen Tasten und Bildschirmen zu organisieren, die ständig geladen werden wollen? Die Zeit, die wir mit Betrieb und Pflege von Computern verschwenden, reicht aus, um alle Daten darin auswendig zu lernen. Darüber hinaus gibt es genug anderes Wissen, dass nur an eine Stelle gehört: in den Kopf! Wie würden Sie auf einen Autoverkäufer reagieren, der auf die Frage nach der Motorleistung Ihres Traumautos zum Nachschauen hinter dem Computer verschwindet?