Schlagwort-Archive: Gesundheit

Alles senkrecht? Oder: Wie sitzen sie gerade?

Über den aufmerksamen Umgang mit dem Lehrstoff habe ich schon mehr als genug berichtet. Aber Sie sollten Ihre Aufmerksamkeit auch dazu nutzen, Ihren Körper und Ihre Verfassung im Blick zu behalten. Meistens spüren wir beim Lernen nur, wenn es mit dem Lernen nicht mehr so richtig voran geht. Aber es gibt noch mehr zu entdecken…

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Schlank und schlau – Wie Ihnen die beste Diät beim Lernen und Arbeiten hilft

Die effektivste Art, den Speck am Bauch los zu werden, hat zunächst einmal nichts mit dem Essen zu tun. US-Forscher haben herausgefunden, dass eine der besten Methoden, um Gewicht zu verlieren, darin besteht, aufzuschreiben, was man am Tag zu sich nimmt.

Statt schweißtreibenden Sport zu machen genügt es, ein Ernährungs-Tagebuch zu führen. Darin kann man dann nachlesen, was man am Tag so alles in sich reingestopft hat. Versuchspersonen haben durch solche Aufzeichnungen begonnen, bewusster zu essen und die vielen süßen Kleinigkeiten wegzulassen, die ständig genascht werden.

Dieses Konzept lässt sich hervorragend auf das Lernen und Arbeiten übertragen, denn meistens hat man das Gefühl, den ganzen Tag wie ein Verrückter gebüffelt zu haben, aber trotzdem bleibt die ungute Vermutung, doch nichts geschafft zu haben.

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Flüssig macht frisch! – Mixgetränk steigert die Lern-Leistung

Ich werde oft gefragt, mit welchen Mitteln das Gehirn in Schwung gebracht werden kann. Regelmäßiges Trinken (nicht alkoholischer Getränke) gehört besonders zu den Dingen, die Sie tun sollten, wenn Sie viel und lange mit dem Kopf arbeiten, wie zum Beispiel im Büro, beim Lernen für die Schule oder Universität.

Die folgenden Mixgetränk-Rezepte für mehr Gehirnleistung machen wach, leistungsfähig und geben Energie und Kraft – wenn Sie hart und ausdauernd arbeiten wollen. Die Mischung aus Ingwer und Vitamin C (Zitrone und Orange) in Verbindung mit viel Flüssigkeit hält den Kopf in Schwung!

Power-Drink – kalte Sommer-Version

  • Eine 1 bis 2 Zentimeter dicke Scheibe Ingwer schneiden, würfeln und durch eine Knoblauchpresse drücken (eine saubere – sonst schmeckt es schlecht)
  • Saft einer halben Zitrone dazu mischen
  • Mit Mineralwasser auf 0,3 bis 0,5 Liter auffüllen
  • Je nach Geschmack mit etwas Aperol verfeinern (Achtung: Aperol enthält Alkohol, ist also nicht für Jugendliche geeignet!)

Power-Drink – warme Winter-Version

  • Eine 1 bis 2 Zentimeter dicke Scheibe Ingwer schneiden, würfeln und durch die Knoblauchpresse drücken
  • Den Saft einer halben Zitrone und den einer halben bis ganzen Orange dazu mischen
  • Mit heißem Wasser auf 0,3 bis 0,5 Liter auffüllen
  • Bei Bedarf mit Honig süßen

Manchen Menschen ist Ingwer schon in geringen Menge zu kräftig, besonders ausgepresster Ingwer kann sehr scharf und intensiv schmecken und auch wirken. Sollte Ihnen diese Mischung zu stark sein, können Sie die gleiche Menge auch klein hacken und direkt ins Glas geben.

Guten Durst und gutes Lernen!

 

Kau(gummi) macht schlau!

Besser Lernen durch Kaugummi? Telefonnummern lassen sich hervorragend auf Kaugummi-Verpackungspapier speichern, aber das ist mit der Überschrift nicht gemeint.

Forscher der Universität Northumbria in England untersuchten das Lern- und Merkverhalten von drei Testgruppen: Die erste Gruppe wurde mit kaubarem Gummi ausgestattet, Gruppe zwei musste Gesichts- und Kiefergymnasik absolvieren und Gruppe drei saß einfach nur mit Pokerface da – und das 75 Stunden lang.

Und tatsächlich: Die beste Merkleistung erreichten die Kauer! Durch die Bewegung der Gesichtsmuskeln wird auch das Gehirn besser durchblutet. Außerdem reduziert das Kauen Streß, weil sich bei erhöhtem Druck die Muskeln in Gesicht und am Hals verspannen. Die Folge: Reduzierte Blutversorgung des Gehirns und damit Abnahme der Konzentration.

Also: Nicht mehr ohne Gummi lernen!

 

Acht Stunden Schlaf sind eine moderne Erfindung

Früher war alles anders: Acht Stunden zu schlafen war eher unnatürlich! Zwei Studien amerikanischer Wissenschaftler zeigen, dass Menschen im Mittelalter und sogar noch viel später (bis in die 1920er Jahre hinein) nicht unbedingt durchgeschlafen haben.

Zahlreiche Berichte, Tagebücher und Briefen lieferten den Forschern Anhaltspunkte dafür, dass Mann und Frau damals zweimal schliefen: Einmal für ein paar Stunden nach Sonnenuntergang. Danach folgte eine teilweise mehrere Stunden lange Wachzeit. Es wurde gebetet, gelesen, Geschlechtsverkehr praktiziert und teilweise auch aufgestanden – vom Plausch mit dem Nachbarn bis zum Ausflug in Trubel und Strudel der Großstädte, wo bereits vor über einem Jahrhundert Bars, Theater und Bordelle florierten. Daher stammt auch die berühmte Legende, dass die Stadt niemals schläft…

Lesen Sie die spannenden Erkenntnisse der Schlaf-Forschung in einem Bericht vom BBC, verfasst von Stephanie Hegarty (auf Englisch).

Quelle: BBC News Magzine „The myth of the eight-hour sleep

 

Präsidentin mit Migräne? Krankheiten als Tabu in Wirtschaft und Politik

Die amerikanische Politikerin Michele Marie Bachmann wird bereits als Präsidentschaftskandidatin gehandelt. Wie in den USA üblich, werden die Anwärter auf das wichtigste Amt den Landes extrem kritisch unter die Lupe genommen.

Und genau das ist Bachmann bereits jetzt zum Verhängnis geworden, denn politische Gegner haben in die Medien gebracht, dass die Politikerin unter Migräne leidet – ein riskantes Thema, gerade weil sie angeblich auch noch Medikamente gegen die quälenden Kopfschmerzen einnimmt (lesen Sie die ganze Geschichte von Michele Bachmann bei BrainLogs).

Der Perfektionismus-Wahn wird in den obersten Ebenen von Wirtschaft und Politik schon lange gepflegt. Ein Manager muss leisten – koste es, was es wolle!

Die Migräne von Bachmann ist sicher kein Einzelfall – auffällig ist dabei nur, dass es der Dame angelastet wird und dass dies bekannt gemacht wurde. Die Dunkelziffer von Managern, die sich mit Drogen leistungsfähig halten, wird gleichzeitig als extrem hoch eingeschätzt. Sogar im Deutschen Bundestag sind Spuren von Kokain gefunden worden.

Schwächen zu zeigen ist keine Stärke der Führungseliten!

Quellen: BrainLogs / Tagesspiegel

 

Studie: Ältere Menschen erinnern anders!

In einer Studie wurde herausgefunden, dass ältere Menschen negative Ereignisse anders verarbeiten als junge Menschen – und zwar deutlich schlechter.

Senioren haben scheinbar über die Jahre gelernt, negative Erlebnisse anders zu verarbeiten und eher wegzublenden. In Versuchen wurden Personen unterschiedlichen Alters Fotos gezeigt. Manche davon mit negativen Abbildungen. Ältere Versuchspersonen konnten sich anschließend schlechter und seltener an die Fotos erinnern, die negative Gefühle auslösten.

Und für Lernende jeden Alters gilt: Wer sich an etwas erinnern will, der sollte es mit positiven Gefühlen lernen. Druck, Hektik und Stress hemmen das Aufnahmevermögen und – wie die Studie belegt – erschweren sie auch erfolgreiches Erinnern.

Quelle: news.de

 

Weniger schlafen: Die besten Artikel über polyphasischen Schlaf

Vielleicht haben Sie schon vom Uberman oder Dymaxion gehört? Hinter den Namen, die an Superhelden erinnern, stecken Schlafkonzepte, die volle Leistungsfähigkeit bei nur zwei Stunden Schlaf am Tag versprechen. Wie viel Zeit hätte man da zum Arbeiten?

Der Reiz solcher Ideen ist enorm – gerade unter dem heutigen Leistungsdruck im Berufsleben. Ob diese Ansätze realistisch sind, ist kaum zu beurteilen, denn zu viele kommerzielle Angebote überstrahlen die anstrengende Wirklichkeit, in der sich Wenigschläfer und Maximal-Arbeiter bewegen. Bei Leistungsthemen wird häufig der Ganz-oder-gar-nicht-Ansatz gefordert. Etwas weniger schlafen wird dann kaum noch akzeptiert.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen die interessantesten Artikel und Berichte zu Uberman-Selbstversuchen präsentieren (das Wort stammt übrigens von Nietzsches Übermensch – eine Interpretation des bekannteren Superman). Fast alle berichten nicht unbedingt positiv darüber, geben Ihnen aber die Möglichkeit, solche Ansätze besser abzuschätzen. Also: Bleiben Sie wach beim Lesen!

  • Mit Power-Nickerchen zum Übermenschen: Der Student Marc Röhling hat einen detaillierten Bericht über seine Erfahrungen mit sechs mal zwanzig Minuten Schlaf  bei Spiegel.de veröffentlicht. Sein Fazit ist realistisch ernüchternd: „Ich schaute mir beim eigenen Zerfall zu.“
  • Zusammengefasst unter dem Titel „Was vom Schlafe übrig blieb“ hat Röhling sein Nicht-Schlaf-Erlebnis auch auf dem Blog Fudder.de beschrieben und wie er wieder zum normalen Schlaf zurück gekehrt ist.
  • Nur noch zwei Stunden schlafen: Der Party-Blog-München hat auch den Wunsch nach weniger Schlaf in die Tat umgesetzt – vielleicht nicht wie Sie jetzt vermuten, sondern durchaus konsequent nach dem Uberman-Prinzip.
  • Der normale Schlaf und seine Variationen: Michael H. Wiegand von der TU München betrachtet in diesem Artikel die wissenschaftliche Seite des Schlafs und der Möglichkeiten zur Veränderung.
  • Der wohl am besten beschriebene (und erfolgreiche) Selbstversuch ist von Steven Pavlina in seinem Blog veröffentlicht worden (Englisch).

Zusammenfassung: Auf den ersten Blick klingt die Vorstellung extrem reizvoll, praktisch den ganzen Tag wach zu sein. Die meisten Menschen vergessen jedoch, dass dahinter mehr steckt, als den Wecker anders einzustellen. Und es gibt durchaus harmlosere Schlafmöglichkeiten, die weit weniger Nebenwirkungen haben. Aber das ist ein anderer Artikel…

Quellen: Spiegel.de / Fudder.de / StevePavlina.com / Schlafzentrum der TU München / Wikipedia