Schlagwort-Archive: Internet

Der Bäcker schreibt die beste App

Es ist ein bisschen wie im Mittelalter als Mönche die einzigen waren, die lesen und schreiben konnten: In der digitalen Welt herrschen heute noch diejenigen, die mit den Medien umgehen können. Währenddessen wird – und darüber habe ich bereits geschrieben – in der Schule immer noch der Umgang mit dem Füller gelehrt. Das sollte sich ändern!

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Anatomische Eselsbrücken – zwei informative Webseiten…

Wer auf der Suche nach Hilfe im Medizinstudium ist, sollte sich beim Fach Anatomie auf zwei Webseiten umsehen:

Viel Erfolg bei Merken und Lernen!

 

Warum Unwissen im Internet gefährlich ist…

Was tun Sie im Internet? So seltsam die Frage klingen mag, aber darauf beruhen die unzähligen Diskussionen über Sicherheit und Privatsphäre in der digitalen Welt. Vermutlich haben Sie noch nicht darüber nachgedacht, dass Sie den Suchmaschinen den ganzen Tag berichten über Ihre Probleme, Ihr Unwissen und Ihre (geheimsten) Wünsche.

„Heute geht es mir ausgezeichnet“ habe ich noch nie bei Google eingegeben (obwohl es interessant wäre, was für Treffer das produziert). Klar, danach suchen wir nicht, weil wir das selbst gut genug wissen. Aber was tun gegen Warzen? Wo liegt Wyoming? Und was kostet ein schönes Hotel in Wien?

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Mails bei Abwesenheit löschen – Entspannt im Urlaub durch weniger Druck aus dem Büro

Es ist wie die Sucht nach einer harten Droge: Nur ganz schnell die Mails checken, ob ich nicht doch etwas wichtiges vom Chef eingetrudelt ist – obwohl man für die nächsten zwei Wochen Entspannung am Strand gebucht hat.

Eigentlich völliger Blödsinn, denn zur Urlaubszeit ist kaum jemand im Büro. Trotzdem lesen immer mehr Deutsche in ihrer Freizeit die elektronische Firmen-Post. Dieses Man-könnte-ja-was-verpassen-Gefühl ist alles andere als wertvoll: Es hält davon ab zu entspannen. Es hält den Kopf ständig bei der Arbeit. Es erzeugt das Gefühl, es geht nicht mehr ohne mich im Büro.

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Blog-Klone gefährden die Qualität im Internet… – In eigener Sache

Die Goldgräber-Stimmung im Internet ist auch nach 20 Jahren nicht vorbei. Nur wird mittlerweile in fremden Minen nach dem großen Gold gesucht.

Derzeit werden Webseiten im großen Stil kopiert und als exakte Kopien unter ähnlichem Namen veröffentlicht und betrieben. Womit die großen Markenhersteller schon lange kämpfen (falsche Uhren und noch falschere Fußball-Trikots) hat nun auch die kleinen Blogger erwischt. 

Das Kopieren von Inhalten ist nicht nur ärgerlich, weil es mit dem Diebstahl den Ideen anderer vergleichbar ist und viele Blogger ihre geistige Arbeit über Werbung zu Geld machen, sondern vor allem, weil das die Qualität der Inhalte im Netz verändern wird!

Wer schreibt da noch gerne?

Warum sollte sich jemand die Mühe machen, Fakten zu recherchieren, Texte zu verfassen und diese zu publizieren, wenn unbekannte Content-Diebe diese in Bruchteilen von Sekunden kopieren und auf einer anderen Webseite veröffentlichen? Das ist so, als wenn Sie Gemüse züchten und es auf dem Markt anbieten und ein Fremder baut neben Ihnen seinen Stand auf, nimmt Ihre Äpfel und Birnen und verkauft sie unter seinem Sonnenschirm. Nur dass den digitalen Dieben im Netzt niemand gegen den Sonnenschirm treten kann, weil diese unbekannt sind. 

Wenn Sie also den nächsten guten Blog-Artikel lesen und sich über den Informationsgehalt und die Qualität freuen, dann denken Sie daran, dass jede Mühe auch ihren Lohn braucht, sonst wird es bald keine guten Informationen mehr im Internet geben. 

 

Sinkende Produktivität im Beruf: Zerhacktes Gehirn durch E-Mail, Internet, SMS und Telefon (unveröffentlichtes Buch-Kapitel)

Was erfunden wurde, um die Arbeit zu erleichtern, rollt in Amerika bereits vielen Unternehmen gewaltig über die Füße: World Wide Web, E-Mail, Mobiltelefone und Instant Messaging (Kurznachrichten) bringen Büros zum Stillstand: Die digitale Informationsflut steht den Büroarbeitern bis zum Hals und noch ein wenig höher. Die Produktivität schrumpft – und zwar beängstigend: Eine Studie der Forschungs- und Beratungsfirma Basex hat ergeben, dass in den USA im Schnitt 28 Prozent der Arbeitszeit mit unnötigen Tätigkeiten wie Surfen im Internet und privaten E-Mails verplempert werden. Weitere 15 Prozent verpuffen beim Suchen von Informationen im Firmennetz und bei Google. Der kürzeste Teil der Zeit wird mit Arbeiten verbracht.

Bezahltes Surfen bei der Arbeit

Die Firma RescueTime hat herausgefunden, dass während eines typischen Arbeitstages ein amerikanischer Angestellter 50 Mal in seinen E-Mail-Briefkasten schaut, 77 Kurznachrichten (Instant Messages) schreibt und für private Zwecke über 40 Webseiten surft. Der Schaden lässt sich beziffern: Insgesamt kostet das die US-Wirtschaft im Jahr rund 650 Milliarden Dollar. Und amerikanische Trends schlagen in Europa immer ein paar Jahre verzögert ein.

Die Konzentration auf die Arbeit wird so und durch weitere Unterbrechungen wie Telefonanrufe, SMS (Kurznachrichten), Endlos-Besprechungen, Mittags-, Kaffee- und Rauchpausen und Anrufe auf dem privaten Handy in winzige Zeitteile zerstückelt. Nach der Patchwork-Familie kommt jetzt Patchwork-Arbeit. Medina bringt es auf den Punkt: „Wer unterbrochen wird (oder sich selbst unterbricht) braucht 50 Prozent länger für eine Aufgabe und macht 50 Prozent mehr Fehler.“ Für die zukünftige Denkfabrik Deutschland ein untragbarer Verlust an Qualität, der nur durch Verlagerung der Tätigkeiten in Billiglohnländer aufgefangen werden kann. Die alte Falle wird entrostet, geölt und wieder aufgespannt. Und wir treten wieder voll rein!

E-Mail mal abschalten

Von einigen US-Unternehmen wird die Schraube bereits wieder zurück ins Brett gedreht: Veränderungen der Firmensoftware sollen Angestellte zurück finden lassen zu ihrer eigentlichen Aufgabe. In neuen E-Mail-Programmen können Benutzer den Zugriff für zehn Minuten bis zu einer Stunde sperren, um nicht ständig in Versuchung zu geraten, nach neuer Elektropost zu schauen. Was vor ein paar Jahren die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern erleichtern sollte, wird heute wieder abgeschaltet.

Aber die modernde Ablenk-Kommunikation trifft auch ganz oben ins Schwarze: Statt geniale Ideen zu produzieren, haben Führungskräfte immer unsinnigere Einfälle, die eigene Produktivität in astronomische Höhen zu treiben. Was der Mensch nicht schafft, erledigt die Maschine. Der persönliche digitale Assistent (PDA), eine Mischung aus Mobiltelefon und Computer, ist vor allem eine hervorragende Zeit-Kettensäge. US-Manager aktivieren ihren PDA im Schnitt alle siebeneinhalb Minuten und schauen nach neuen E-Mails. Würden Sie alle zehn Minuten zum Postkasten laufen? In Japan gibt es Ladestationen mit eingebautem Klopapierhalter. Man geht nicht mehr ohne – nicht auf die Toilette, nicht ins Bett und auch nicht zur eigenen Hochzeit. Handy und PDAs sind die Zigaretten des 21. Jahrhunderts.

Das Hirn im Handy

Ist der digitale Lebensorganisierer kaputt, geht nichts mehr. Die Autorin Susanne Fröhlich schreibt nett von „digitaler Demenz“. Ein Mädchen bricht im Telefonladen zusammen, weil ihre Telefonnummern durch Milchkaffee-Kurzschluss aus dem Handy radiert sind. Das Mädchen konnte sich nicht einmal an die Telefonnummer von zu Hause erinnern, um ihre Mutter anzurufen, die sie abholen sollte. Bald wird es Autobahnmissionen geben, in denen weglose Autofahrer mit defekten Navigationsgeräten versorgt werden, weil sie nicht mehr nach Hause finden: „Na, wo haben Sie Ihren Orientierungssinn denn liegen gelassen?“

Hollywood hat diese Lebenssatire bereits in den 90ern verfilmt: In der Komödie „Filofax – Ich bin Du und Du bist nichts“ spielt James Belushi einen Kleinkriminellen, der den Terminkalender eines Managers findet und damit das Leben des anderen vollständig übernimmt. Was lustig aussieht, wird heute zum ernsten Problem. Vergleichsweise harmlos ist Datenverlust durch Diebstahl oder versehentliches Löschen – meistens. Es soll Menschen geben, die nicht nur die Geheimnummer Ihrer Kreditkarte auf die Rückseite der Karte schreiben, sondern auch die Telefonnummer, die beim Verlust der Karte gewählt werden soll. Viel schlimmer ist, dass wir hirnlos Teile unseres Gehirns auf Spieltechnik auslagern und uns nicht mehr auf unseren Kopf verlassen. Kopf oder iPhone? Das neue iPhone muss man einfach haben…

Gehirn lässt sich mitnehmen
und hat keine Systemfehler…

Wer mit der eigenen Birne denkt und arbeitet, braucht nicht mit technischen Problemen zu kämpfen. Gehirn lässt sich mitnehmen, läuft ohne Akku und ist frei von Systemfehlern. Ein leistungsfähiger Kopf ist nicht nur gut für gute Zeugnisse. Auf nichts haben Sie überall und jederzeit schnelleren Zugriff. Ein Manager, der ungenannt bleiben möchte, ist bekannt dafür, dass er hunderte Fakten über sein Unternehmen im Kopf hat und damit die Kollegen auf Trab hält. Die schreiben mittlerweile Spickzettel für Besprechungen, um den Argumenten des lebendigen Lexikons etwas entgegensetzen zu können.

Über den Sinn, Telefonnummern, Termine und den Straßenbahn-Fahrplan im Kopf zu behalten, lässt sich streiten, solange das Handy läuft. Aber ist es wirklich bequemer, das ganze Leben in Geräten mit winzigen Tasten und Bildschirmen zu organisieren, die ständig geladen werden wollen? Die Zeit, die wir mit Betrieb und Pflege von Computern verschwenden, reicht aus, um alle Daten darin auswendig zu lernen. Darüber hinaus gibt es genug anderes Wissen, dass nur an eine Stelle gehört: in den Kopf! Wie würden Sie auf einen Autoverkäufer reagieren, der auf die Frage nach der Motorleistung Ihres Traumautos zum Nachschauen hinter dem Computer verschwindet?

 

Wie wir wissen: Fragen aus der Quizshow mit Hilfe des Internets beantworten

Schnell mal recherchieren, wie die Namen der drei Musketiere lauten: Am 16. Dezember schlägt die Statistik der Webseite durch die Decke. Der Artikel darüber, wie man sich die Namen der berühmten drei Musketieren merkt, wird fünfmal häufiger gelesen als die Texte der gesamten Seite an einem gewöhnlichen Tag. Die eigentliche Frage lautet: Woher kommen die vielen Besucher und woher das Interesse am Roman von Alexandre Dumas? (Übrigens: der Ältere / der jüngere Dumas war sein Sohn, hat aber diesen Roman nicht geschrieben.)

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Die Ursache war nach einigem Nachdenken dann doch gefunden: Auf einem großen deutschen Privatsender lief der Film Slumdog Millionär. Offensichtlich werden Fragen von sehr vielen Menschen mit Hilfe des Internets beantwortet, denn die letzte Frage im Quiz des Films will die Namen der Literaturhelden wissen.

Das gute alte Lexikon hat offensichtlich ausgedient. Zur schnelle Suche nach einer Antwort gibt es – neben dem Kopf – scheinbar nichts besseres als das Internet…

Quelle: TV-Movie / denkreich.com

 

Produktivität steigern und Internet abschalten

Computer sollten die Produktivität steigern – und scheinbar ist genau das Gegenteil passiert. E-Mail und Internet lenken von den wichtigen Aufgaben ab und kosten die Wirtschaft mittlerweile Milliarden – ganz abgesehen von allen, die sich wieder voll und ganz auf die wichtigen Dinge konzentrieren wollen.

Das Ergebnis: Viele Firmen (und Berufstätige) rudern zurück und greifen zu drastischen Mitteln, um endlich wieder Ruhe zu haben. Und es gibt mittlerweile zahlreiche kleine Programme, mit denen die Versuchung, mal schnell bei Ebay und Google zu schauen, einfach abgeschaltet wird, ohne gleich die Stecker aus der Wand zu reißen.

Mit der kostenlosen Erweiterung StayFocused für Google Chrome können Sie bestimmten Webseiten Zeitbudgets zuweisen. Ist die Zeit aufgebraucht, wird die Seite für den Rest des Tages gesperrt. Etwas anders funktioniert LeechBlock für Firefox: Dort können Sie präzise und detailliert einstellen, auf welchen Webseiten Sie wann und wie lange surfen wollen – oder eben auch nicht.

Solche kleinen Helfer sind nützlich für alle, die der Versuchung nicht widerstehen können und eben nicht schnell mal auf der einen oder anderen Webseite schauen wollen, um sich nicht mehr in den Weiten des Netz zu verlieren.

Quellen: Lifehacker / StayFocused / LeechBlock

 

Effektiv arbeiten: E-Mails sortieren und in Ordner ablegen ist sinnlos – Studie

Ablage ist typische Büroarbeit – aber die Zeiten sind vorbei, in denen jedes Blatt fein säuberlich in einem Ordner abgelegt wurde. Aber das Relikt aus der Papierzeit hat sich auf die Desktop-Oberfläche des Computer retten können.

Aber niemand braucht Ordner. Nur in unseren Köpfen denken wir immer noch in längst vergangenen Strukturen. Die Suchfunktionen sind mittlerweile so schnell und effektiv geworden, dass eine geordnete Ablage eigentlich gar keinen Sinn mehr macht. Eine Studie von IBM Research zeigte nun, dass Benutzer, die suchen nicht nur wesentlich schneller die richtige E-Mail finden als ordnungswütige Kollegen. Obendrein verbringen sie auch viel weniger Zeit mit Aufräumarbeiten in der Inbox.

Tippen Sie ein Stichwort ein und der Rechner präsentiert Ihnen die passenden Dateien. Die Spotlight Suche von Apple ist ein glänzendes Beispiel dafür, wie sich alles überall wiederfinden lässt.

Und wer sich nicht ganz von der Ordnung befreien kann, sollte es mit „Tags“ probieren – zum Beispiel auf der Lesenzeichen-Seite delicious: Objekte werden bei dieser Technik mit Stichworten versehen und in eine große Kiste geworfen. Auf Kommando kommen dann die Dinge heraus, die mit den entsprechenden Schlagworten versehen worden sind.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten einen Link zu einem Rezept für ein spanisches Gericht ablegen. In einer klassischen Ordnerstruktur kommt die Frage auf, ob dieser in den Ordner „Rezepte“ gehört oder in den Ordner „Spanien“. Oder Sie legen in „Rezepte“ einen Unterordner für „Spanien“ an und umgekehrt und legen doppelt ab. Dieses Problem lässt sich mit „Tags“ vermeiden.

Die gute, alte Ablage können Sie also ruhig vergessen!

Quellen: IBM Research / Slashdot / delicious / MacEinsteiger.de

 

 

Wie das Internet unser Gehirn verändert

Das amerikanische Wissenschaftsmagazin SCIENCE hat die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die zeigt, wie sich unser Umgang mit Wissen durch das Internet verändert. Vielleicht kennen Sie das Motto von Studierenden, nach dem man nur wissen muss, wo etwas steht. Der gleiche Grundsatz gilt für das Wissen im Netz…

In Experimenten wurden Probanden Fakten vorgelegt, die sie sich merken sollten. Dem einen Teil der Gruppe wurde gesagt, dass die Informationen auf Computern abgespeichert sind und dem anderen Teil, dass die Fakten von dem Computer gelöscht wurden. Dabei konnte sich die Gruppe mit den angeblich gelöschten Daten wesentlich besser an die Fakten erinnern.

Zurück geführt wird das auf die Tatsache, dass wir uns (auch) sehr gut merken können, wo Wissen abgelegt ist. Auch Experten gelten für uns als externe Datenquelle. Und wenn wir darauf zugreifen können, dann neigen wir dazu, uns etwas nicht zu merken oder uns tatsächlich nur einzuprägen, wo das Wissen abgelegt ist.

Also: Weniger auf die vielen kleinen elektronischen Helfer verlassen und wieder mehr im Kopf abspeichern! Schließlich können wir in einer Prüfung auch nicht zum Smartphone greifen und die Antwort bei Wikipedia nachschlagen…

Quelle: SCIENCE / LifeHacker / BBC England