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Das Majorsystem spielerisch erlernen und Zahlen einfacher behalten – TIPP

Das so genannte Majorsystem ist eine der genialsten Merktechniken überhaupt! Dabei werden Ziffern in Buchstaben verwandelt, aus denen anschließend Wörter gebildet werden. So können auch längere Zahlenfolgen einfach in Form von Bildern behalten werden. Beschreibungen, wie das System genau funktioniert, finden Sie hier in diesem Blog.

Immer wieder werde ich gefragt, wie die Teilnehmer in den Gedächtnistrainings diese Technik erlernen. Das von mir entwickelte Würfelspiel „Zahlen merken – Wortschatz stärken“ ist eine Möglichkeit, das Majorsystem spielerisch zu lernen – ganz für sich alleine, oder auch gemeinsam in der Familie und zusammen mit Freunden.

Mit diesem Würfelspiel erlernen Sie mit wenig Mühe und viel Spaß das Majorsystem und seine Anwendung, so dass Sie beim Lernen Zahlen und Ziffern leicht in gut merkbare Bilder verwandeln können. Probieren Sie es aus! Sie werden begeistert sein, mit wie wenig Aufwand auch Ihr Gehirn sich selbst längere Zahlen einprägen und für immer behalten kann.

Personen: 1 bis 6 Spieler
Alter: Ab 8 Jahren
Dauer: 10 Minuten (pro Runde) und länger

Hinweis für Eltern: Gerade Mütter und Väter fragen immer wieder, wie Kindern das Majorsystem am besten beigebracht werden kann. Das Majorsystem eignet sich für Kinder, wenn sie sicher mit Schrift und Sprache umgehen können. Bevor ein Kind keinen routinierten Zugriff auf den eigenen Wortschatz hat, sollten Sie mit dieser Merktechnik nicht beginnen. Damit ist das System geeignet für Kinder ab 8 Jahren.

Toller Nebeneffekt: Wie der Titel bereits verrät steigert das Majorsystem nicht nur die Merkfähigkeit von Zahlen, sondern stärkt vor allem Kinder im Umgang mit dem eigenen Wortschatz. Ein ideals Spiel, um zusätzlich Kreativität und Vorstellungskraft junger Menschen zu fördern.

Quelle: tausendschlau Verlag / Amazon

 

Alle Länder und Hauptstädte auf der Weltkarte merken – Lerntipp und Leserbrief

Diesmal ein ganz besonders schweres und gleichzeitig interessantes Erdkunde-Thema: Wie merkt man sich die Positionen aller Länder auf der Weltkarte mit Hilfe von Merktechniken. Aber hier erst einmal der Leserbrief von G. G.:

Hallo Herr Bien,

meine Frage bezieht sich auf eine Technik, die bereits in Ihrem Buch erwähnt und erklärt wird, die Projektionstechnik. Ich möchte mir nämlich gerne die gesamte Weltkarte mit deren Ländern und Hauptstädten merken, allerdings fehlt mir hier der Ansatz. Ich bedanke mich herzlich für Ihre tolle Hilfsbereitschaft !

Mit freundlichem Gruß,
G.G.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr G.,

Länder und Hauptstädte miteinander zu kombinieren ist der erste Schritt. Dann haben Sie pro Land schon einmal ein aussagefähiges Bild zu jedem Land. Und jetzt kommt es darauf an, wie gut Sie sich bereits auf der Weltkarte auskennen (und wie Sie sich solche Informationen am besten merken können – das ist eine ziemlich Frage des Merk-Geschmacks.
Hier ein Beispiel von mir: Ecuador und Quito kombiniere ich, indem ich mir vorstelle, dass meine Reise am Äquator zu Ende ist (Englisch „quit“ für Quito). Danach arbeite ich mit der Schreibweise: Die Mitte des E in Ecuador zeigt mit die Stelle, wo in Südamerika das Land zu finden ist. Der Punkt auf dem i in Quito ist ein Hinweis, wo die Hauptstadt liegt (oben in der Mitte des Landes). Präziser brauche ich mir diese Informationen nicht zu merken. Genauso bei der Dodoma, der Hauptstadt von Tansania: die Buchstabenkombination „odo“ und der senkrechte Strich des d zeigen an, dass die Stadt in der senkrechten Mitte leicht nach rechts verschoben liegt.
Sie können aber genauso gut mit der Projektor-Methode arbeiten. Allerdings würde ich die Technik in diesem Fall umkehren: Projizieren Sie ein markantes Bild auf ein Land, um sich bestimmte Punkte einzuprägen. Bei Simbabwe denke ich an Sindbad, der einen großen Diamanten direkt auf der Stirn am Haaransatz trägt (dort befindet sich die Hauptstadt „Harare“) – in diesem Fall habe ich ein Gesicht zum Bestimmen der Position benutzt. Oder Samba kann man lustig auf einem Acker tanzen und man grinst dabei! Das ergibt Sambia mit Lusaka und die Stelle der Stadt ist auf einem Gesicht der grinsende Mund.
Ich hoffe, ich kann Sie damit ein wenig inspirieren und viele Grüße,
Ulrich Bien
 

Wie lernt man die Liste der Autokennzeichen auswendig? – Merkhilfe für Kfz-Kennzeichen und die jeweiligen Städte / Kreise

Die Liste zu lernen, ist nicht ganz so einfach! Mit ein paar hundert Einträgen müsste der Kopf sich extrem viele abstrakte Informationen einprägen und sehr viel wiederholen (Kfz-Kennzeichen bei Wikipedia). Aber mit Hilfe von Merktechniken ist das gar nicht so schwer! Lesen Sie selbst…

Das größte Problem dabei: Die Abkürzungen sind für den Kopf schwer zu greifen (SIG, SI, SL, SE, SG) und kaum in ein sinnvolles Bild zu verwandeln. Um die Abkürzung mit dem jeweiligen Ort zu verbinden, müssen Sie drei Dinge tun:

  1. Die Buchstaben in einen merkbaren Begriff verwandeln (zum Beispiel durch Erweiterung oder durch den Klang).
  2. Den Namen der Stadt bzw. des Kreises ebenfalls mit Hilfe einer Eselsbrücken zu einem vorstellbaren Bild verdenken.
  3. Beides in einer lustigen Vorstellung miteinander verbinden.

Ein paar Beispiele: SIG klingt wie „Sieg“ und wird verbunden mit Sigmaringen – Sie stellen sich also vor, wie Sie ihre Mutter beim Ringen besiegen (Sieg + „Ma“ für Mutter + Ringen). Nächster Kreis auf der Liste ist SIM mit Simmern/Hunsrück. Das lässt sich merken durch die „SIM-Karte“ (Telefonkarte). Wer diese verliert, fängt an zu „Simmern“ (statt zu wimmern) und reitet auf dem Rücken eines Hundes zurück nach Hause (damit wäre dann auch Hunsrück in einem vorstellbaren Bild fest im Gehirn verankert).

Nächster Kandidat ist SK (das sich zu „Sack“ erweitern lässt) in den man einen Saal voller Aale stecken kann (der Saal befindet sich übrigens in einer „Meeresburg“, was beim Merken von Merseburg hilft). Das folgende SL dann nicht in „Saal“ übersetzen, sonst kommen Sie mit dem vorigen Bild durcheinander, sondern in ein „Seil“, das Sie um das „Schloss der Wikinger“ (Schleswig) wickeln…

Was auf den ersten Gedanken aufwändig aussieht, bleibt zuverlässig im Kopf und erleichtert das Lernen einer so langen Liste. Wer konsequent in Bildern denkt, aktiviert Bereiche im Gehirn, die beim herkömmlichen Lernen kaum eingesetzt werden und nutzt damit eine der größten Fähigkeiten des Kopfes: Kreativität und Phantasie.

Probieren Sie es aus: Wo wohnen Autofahrer, bei denen „SIG“ auf dem Kennzeichen steht? Sicher fällt Ihnen das Bild von oben zuverlässig wieder ein und Sie können sich so an die Stadt erinnern.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Merken!

 

Die wichtigsten und häufigsten Vokabeln auf Englisch, Französisch, Spanisch und Chinesisch – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zum Thema „Sprachen lernen“:

Woher bekomme ich die Liste, in der die 90% der Vokabeln in Englisch aufgeführt sind, welche Sie in Ihrem Buch erwähnen?

Gibt es so etwas auch für Französisch oder andere Sprachen?

Mit freundlichen Grüßen

S.F.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr F.,

die Uni Leipzig hat für Englisch und Französisch ausführliche Listen zum Download unter folgendem Link:  http://wortschatz.uni-leipzig.de/html/wliste.html
Eine qualitative Auflistung wichtiger Wörter im Spanischen hat die TU Darmstadt veröffentlicht: http://www.kom.tu-darmstadt.de/eurocom/ressources/spanisch/sp/miniportrait.htm
Eine sehr gute Liste für Chinesisch finden Sie hier:  http://www.zein.se/patrick/3000char.html
Sollten Sie weitere gute Listen finden: Schreiben Sie mir!
Viele Grüße,
Ulrich Bien
 

Die Sieben Todsünden merken – Enten als Eselsbrücke

So seltsam das Thema erscheinen mag, aber die Sieben Todsünden sind ein klassischer Gesprächsstoff: Wie zum Beispiel der Film Sieben oder das gleichnamige Bild des Künstlers Hieronymus Bosch – nur um zwei zu nennen (eine ausführliche Liste dazu bei Wikipedia).

Aber was waren die sieben Fehltritte? Und wie lassen sie sich merken? Keine ganz leichte Aufgabe, denn der Kopf ist in der Lage, rund sieben Fakten für ein paar Minuten zu behalten, aber inklusive lateinischer Übersetzung steht das Hirn schon der doppelten Menge gegenüber. Und einfach so zu merken, bleibt meistens nicht langfristig im Kopf hängen. Aber mit Merktechniken wird das Einprägen, leichter, kreativ und vor allem langfristig und zuverlässig.

Probieren Sie folgende, ungewöhnliche Methode aus!

Bevor wir mit dem Konstruieren einer schlauen Eselsbrücke beginnen, hier erst einmal die Sünden in aller Ausführlichkeit:

  • Hochmut (Superbia)
  • Geiz / Habgier (Avaritia)
  • Wollust (Luxuria)
  • Zorn (Ira)
  • Völlerei (Gula)
  • Neid (Invidia)
  • Faulheit (Acedia)
In diesem Beispiel werden die Sieben Todsünden (inklusive ihrer lateinischen Bezeichnungen) mit Hilfe der Routenmethode gemerkt (ähnlich wie im Artikel Die zehn größten Staaten der Erde merken).

Eine Route ist eine definierte Reihenfolge, die wir gut kennen, und mit der die zu merkenden Informationen verbunden werden – klingt einfach! Ist auch so…

In diesem Fall wollen wir die Fakten mit ersten Strophe des bekannten Kinderlieds Alle meine Entchen verbinden. Klingt ungewöhnlich! Funktioniert aber besonders gut…

Hier ist der Text, den wir zum Merken nutzen werden:

Alle meine Entchen
schwimmen auf dem See,
schwimmen auf dem See,
Köpfchen in das Wasser,
Schwänzchen in die Höh‘.

Um diese Zeilen als Merk-Regal zu benutzen, müssen wir sieben Punkte definieren, mit denen die Sünden verknüpft werden können. Schauen Sie sich den Text noch einmal an und markieren Sie im Kopf einprägsame Begriffe.

Hier die Version mit den Merk-Orten (Schlüsselwörtern), die gleich zum Einprägen benutzt werden:

Alle meine Entchen
schwimmen auf dem See,
schwimmen auf dem See,
Köpfchen in das Wasser,
Schwänzchen in die Höh‚.

Im zweiten Schritt verbinden wir eine jeweils passende Sünde mit den Begriffen. Hier ein paar Vorschläge, wie Sie dies kreativ umsetzen können – sollten Ihnen die Bilder nicht gefallen, dann malen Sie sich einfach selbst lebendige und lustige Vorstellungen aus.

  • Die Entchen tragen lustige Pullover aus Wolle.
  • Allerdings sind sie zu faul zum Schwimmen.
  • Der See wird deswegen neidisch und…
  • …schlägt voller Zorn Wellen über den Köpfen der Enten zusammen.
  • Die sind danach voll mit Wasser.
  • Aber ihre Schwänzchen sind trocken, weil sie diese gezielt
  • …und hochmütig in die Höhe gestreckt haben.

Und? Haben Sie in den Bildern die Sünden wieder entdeckt? Stellen Sie sich die Bilder so lebendig wie möglich vor und gehen Sie danach im Kopf den Liedtext durch. Wenn Ihre Phantasie gute Vorstellungen produziert hat, müssten Ihnen alle Bilder mit den entsprechenden Hinweisen auf die jeweiligen Todsünden wieder einfallen.

Wenn Sie das Gefühl haben, die Bilder sitzen fest in Ihrer Vorstellung, können Sie jedes Bild um einen Hinweis auf die lateinische Übersetzung erweitern – auch hier gilt: Wenn Ihnen ein Merkbild nicht gefällt, dann unbedingt gegen ein eigenes ersetzen.

  • Enten mit Wollpullovern sind der reine Luxus.
  • Beim Schwimmen sind Sie keine Asse im Vergleich zu englischen Enten (As auf Englisch ist Ace).
  • Der See wird neidisch, weil er nicht so „in wie die“ ist.
  • Die Wellen schlagen so hoch wie vor der irischen Küste.
  • Voll mit Wasser sehen die Enten aus, wie mit Gulasch gemästet.
  • Die Schwänzchen wurde gezielt vor dieser Havarie gerettet.
  • Die hochmütigen Enten fühlen sich „superb„!

Was ist gerade in Ihrem Kopf passiert? Anstatt zu lernen, haben Sie sich lediglich ein paar Bilder mit den richtigen Hinweisen (Schlüsselwörtern) vorgestellt, statt langweilig auswendig zu lernen. Auch wenn diese Art zu merken ungewöhnlich erscheint: Probieren Sie aus, an wie viele der gemerkten Fakten Sie sich nach ein paar Tagen noch erinnern! Sicherlich an viel mehr, als wenn Sie herkömmlich gelernt hätten.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Merken!

Quellen: imdb / Wikipedia

 

Merken von langen Texten und Vorträgen – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zu einem Klassiker der Merktechniken – dem Einprägen von Vorträgen und langen Texten:

Hallo!

Ich muss beruflich mit mehreren verschiedenen Skripten arbeiten, und würde diese natürlich lieber ohne diese vortragen können, sondern diese direkt abrufbar im Gedächtnis haben wollen.
Mit welcher Methode ist dies wohl am besten realisierbar? Mit der Loci Methode oder dem Palast, kombiniert? Oder der Routenmethode….?
Über eine Antwort wäre ich dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
E. W.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr W.,

die Loci-Methode ist ein Teil der Routentechnik (jeder Routenpunkt ein Merk-Ort – im Lateinischen Locus). Das ist meine favorisierte Methode für Vorträge, weil lange Routen leicht zu konstruieren sind und zuverlässig im Kopf abgewandert werden können (hier ein einfaches Beispiel: http://www.denkreich.com/2011/06/18/deutsche-bundeslander-und-deren-hauptstadte-nach-grose-geordnet-merken-mit-hilfe-der-routenmethode-und-dem-majorsystem/).
Perfekt, wenn Sie zum Beispiel Spaziergänge nutzen, die Sie tatsächlich ablaufen – dann können Sie Ihre Vorträge in der Freizeit hervorragend bearbeiten.
Der Gedächtnispalast (s. http://www.denkreich.com/wiki/techniken-fur-profis/ist eine so genannte Mischtechnik, die zum Abspeichern von viel und sehr unterschiedlichem Wissen genutzt werden kann. Für Vorträge (also Folgen von Fakten) ist sie nicht geeignet. Allerdings kann man auch Routen in einen fiktiven Palast einbauen. 
Viel Erfolg beim Merken!
Ulrich Bien
Und die Rückantwort:
Hallo Herr Bien!

Erst einmal vielen Dank für die Mail. Ja, ich hatte bereits vermutet, das die Loci-Methode der beste Weg dafür sein  könnte.
Die Routentechnik ist mir auch schon bekannt, da ich diese in einem Seminar gelernt habe. Und ich muss sagen, das diese doch schon sehr gut funktioniert.

Ich habe mir auch Ihr Buch zugelegt, welches heute geliefert wurde. Wo ich auch dann gleich das mit den 20 Symbolen ausprobiert habe. Das war heute mittag gegen 12 Uhr.
Jetzt um etwa 24 Uhr sitzten diese immer noch….es ist kaum zu glauben, wie einfach es ist!

Mit freundlichen Grüßen

E. W.

 

Reihenfolge von 52 Spielkarten merken – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zum Karten-Merken:

Guten Tag Herr Bien,

Ihr Buch zum Thema „Einfach alles merken“ habe ich im Nu verschlungen und bin ganz angetan von all den Techniken. An dieser Stelle auch mein grosses Lob – geniales Werk!!!  Ich benutzte nun bereits viele der beschriebenen Techniken und sie erleichtern mir meinen beruflichen Alltag sowie auch mein Studium zum Betriebswirtschafter ungemein.

Vor einigen Tagen habe ich nun, aus Spass an der Sache und zur Förderung der Kreativität, mit dem merken von Kartenspielen begonnen. Ich habe schnell Vortschritte gemacht und kann mir nun auch bereits 52 Karten fehlerfrei merken.

Nun zu meiner Frage:

Ich präge mir die Reihenfolge mithilfe einer ABC-Route ein (gross/klein). Das ganze klappt natürlich mit einem Durchgang sehr gut. Nun reizt es mich aber kurz darauf einen zweiten Durchlauf zu machen und da habe ich dann plötzlich Probleme. Da bringe ich nämlich die Bilder des vorangegangenen Durchgangs mit den neuen Bildern durcheinander. Haben Sie mir einen Tipp oder eine Idee, wie ich am gleichen Tag bzw. kurz nacheinander einen zweiten, dritten oder sogar vierten Durchgang im Kartenmerken machen könnte?

Besten Dank für Ihre Bemühungen

M.K.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr K.,

freut mich sehr, dass Ihnen mein Buch gefällt!
Katen zu merken ist ein tolles Training. Allerdings ist Ihre Frage berechtigt: Eine Route lässt sich an einem Tag nicht unbedingt mehrfach belegen. Sie müssen warten, bis die Bilder verblasst sind und mit einem neuen Durchgang überschrieben werden können.
Ich benutze selbst dafür zwei Lösungen: Sie bauen mehrere Übersetzungssysteme für die Karten auf oder Sie legen sich ein paar mehr Routen an. Ich habe Bilder-Sets für die Symbole der Karten (Karo = Zirkus, Karibik, Theater, Modegeschäft). Einfacher ist jedoch der Weg über verschiedene Routen.
Viel Erfolg beim Training und viele Grüße,
Ulrich Bien
 

Leserbrief: Chemische Elemente im Periodensystem merken – Lerntipps

Hier ist der Leserbrief von B.Y. mit ein paar guten Beispielen dafür, wie leicht (und kreativ) das Lernen für den Chemieunterricht sein kann: 

Abend Herr Bien,

ich muss mir als Schüler die Hauptgruppen des Periodensystem merken und habe dafür von ihnen bereits vorgestellten Merktechniken angewandt. Dafür habe ich nur 15 Minuten benötigt, dank ihrer hilfreichen Tipps. Ich habe auch einige Klischees aufgegriffen und es ein bisschen abstrakt gestaltet, um es mir möglichst gut einzuprägen.

Hier sind die Merkhilfen für die Elemente einiger Hauptgruppen:

Hauptgruppe 3

Drei Nils Bohrs (Bor) Packen Aluminium aus und legen ihre Galle (Gallium) darauf und in Indien (Indium) bewerfen sie damit die Täler (Thallium).

Hauptgruppe 4

Für vier Euro wollte ich im Dönerladen Kohle (Kohlenstoff) kaufen, doch die Verkäuferen gab mir stattdessen eine Hand voller Sand (Silicium) . Vor Verzweiflung rief ich die Germanen (Germanium) die nach dem Sinn (Zinn) fragten und der Frau ein Bleiimplantat (Blei) verpassten 😉

Hauptgruppe 5

Ich wollte den Rasen mit einer Hand (fünf Finger) düngen (Stickstoff) und musste dabei „furzen“ (Phosphor). Das haben aber alle gesehen (Arsen). Ich rief mein Pokemon Antimon und bekämpfte Bismark (Bismut).

Hauptgruppe 6

Ich ließ meiner Atmung (Sauerstoff)  freien Lauf. Plötzlich bewarfen mich Mayas mit Schwefelbomben (Schwefel), worin sich verlorene Seelen (Selen) befanden. Ich wurde auf einem Teller (Tellur) serviert welcher später von einem Polen (Polonium) gestohlen wurde.

Hauptgruppe 7

Ich stand im Flur (Flur) und zerbrach ein Spiegel… Von nun an habe ich also sieben Jahre Unglück. Plötzlich wurde ich von einem Chlorgasangriff (Chlor) überrascht. Ich nahm ein stück Brot (Brom) in die Hand und schlug die Idioten (Iod) mit einem langen Ast (Astat) :-)))

Vielen Dank für die tollen Eselsbrücken. Vielleicht können wir damit auch andere Leser inspirieren!

 

Unvergessliche Momente unvergesslich machen!

Eigentlich hat dieser Artikel nicht direkt etwas mit Merktechniken zu tun, aber haben Sie schon einmal nicht daran gedacht, bei einem besonderen Ereignis Fotos zu machen?

Das Gehirn kann sich an bedeutende Ereignisse zwar hervorragend und sehr lange erinnern, aber das Abrufen solcher Informationen gleicht dem Lesen eines Buchs: Der Kopf zieht das Ereignis aus dem Archiv, um es auf Basis der Erinnerungen wieder neu abzuspeichern.

Was passiert: Unsere Erinnerungen verändern sich mit der Zeit, zum Beispiel an die Hochzeit oder die Geburt des eigenen Kindes. Damit das nicht passiert, sollte man auf jeden Fall eins tun: Bilder machen!

Und damit der eigene Kopf das nicht vergisst, gibt es bei WikiHow einen Artikel darüber, der sich genau mit diesem Thema beschäftigt: Wie man daran denkt Fotos zu machen (aber bitte nicht allzu ernst nehmen).

Quelle: WikiHow

 

Einfach Chinesisch lernen: Die häufigsten Schriftzeichen leicht und schnell merken

In diesem und den demnächst folgenden Artikeln möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie sich die häufigsten chinesischen Schriftzeichen ganz einfach einprägen können – und damit Ihre ersten Schritte in einer faszinierenden Sprache machen. Schauen Sie sich an, wie leicht es sein kann, Chinesisch zu lernen:

httpv://www.youtube.com/watch?v=WJeTMsjYOt4

In den folgenden Wochen möchte ich Ihnen die geläufigsten und häufigsten chinesischen Schriftzeichen plus Aussprache in Merkbilder übersetzen, mit denen Sie schnell erste einfache Texte übersetzen und verstehen können.

Bitte beachten Sie, dass alle Bilder nur Vorschläge sind. Sollte Ihnen ein Bild einfallen, das Ihrem Gehirn besser gefällt: Vergessen Sie bitte meinen Vorschlag! Hier geht es vor allem um das Prinzip, einfach und mühelos abstrakte Informationen in Bilder zu verwandeln und damit auf eine völlig neue und mühelose Art zu lernen, statt sich durch das altbekannte Auswendiglernen durch die Zeichen zu quälen.

Um Chinesisch zu lernen, brauchen Sie auch nicht die rund 60.000 bekannten Schriftzeichen komplett zu lernen. Statistisch gesehen, können Sie bereits mit wenigen hundert Zeichen einen Großteil chinesischer Texte verstehen. Zum Beispiel bereits mit 100 Zeichen rund 42 Prozent aller Texte! Schauen Sie sich folgendes Schaubild an:

Auf der senkrechten Achse sehen das Textverständnis in Prozent und auf der horizontalen Achse die Anzahl der Vokabeln, die Sie kennen müssen, um ein entsprechendes Verständnis zu erreichen .

Und nun möchte ich Ihnen anhand zahlreicher Beispiele zeigen, wie einfach es ist, diese Sprache zu erlernen. Wir benutzen dazu eine Liste der häufigsten Buchstaben und denken uns von oben nach unten durch (die vollständige Liste der häufigsten chinesischen Schriftzeichen finden Sie hier).

Hier nun also die ersten 10 Zeichen inklusive Eselsbrücken:

1. 的 (di) sicher, wahr, wirklich, Ziel

Der Teil rechts sieht aus wie ein Bogenschütze mit ausgestreckten Arm, der gerade einen Pfeil auf den Bogen legt. Damit zielt er auf einen Tisch auf dem ein Streichholz steht (links). „Die will er wirklich und wahrhaftig treffen?“ Und er trifft sicher sein Ziel.

2. 不 (bu) nicht

Ein Türsteher mit ausgestreckten, leicht gesenkten Armen, der Ihnen den Weg versperrt. Er schüttelt den Kopf (Querstrich oben deutet die Bewegung an). Wir dürfen hier nicht rein. Und weil wir nicht weitergehen ruft er „Buh„, um uns zu vertreiben.

3. 一 (yi) ein, eins, nur, ein bißchen

Der Horizont (gibt’s nur einmal und ist unendlich) und auch das Zeichen ähnelt einer auf die Seite gelegte eins. Wir freuen uns aber nur einmal und ein bißchen auf den langen Weg, den wir vor uns haben. Trotzdem rufen wir „Yippie!“

Ähnlich: 十 (shi) zehn

Sieht aus wie eine durchkreuzte eins und ähnelt auch einem Paar überkreuzterSchi.

Ähnlich: 二 (er) zwei

Er geht einfach weiter bis zum zweiten Horizont.

Ähnlich: 三 (san) drei

Und weil so weit gegangen ist, geht er weiter bis zum dritten Horizont, wo es auchsanitäre Anlagen gibt.

4. 我 (wo) ich

Wo ist mein Gesicht? Sieht aus, wie eine verzerrte Strichzeichnung von einem Gesicht (auch auf die Seite gedreht).

Kombination: 我 的 (wo de) mein

Wenn ich auf etwas ziele, dann ist es meins.

Gehen Sie die Zeichen in Ruhe durch und bleiben Sie so lange bei einem Zeichen, bis Sie ein gutes Merkbild gefunden haben, in das Sie auch die Aussprache und die Bedeutung eingebaut haben. Erst dann machen Sie mit dem nächsten Zeichen weiter.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lernen!