Schlagwort-Archive: Merkpraxis

Mit englischen Eselsbrücken den Wortschatz erweitern

Eselsbrücken sind die solidesten Werkzeuge zum Merken von Informationen und Fakten. 333 bei Issos… den Rest kennen Sie aus dem Geschichtsunterricht.

Aber auch in anderen Sprachen gibt es solche Merkhilfen. Damit können Sie Ihr Gehirn gleich doppelt fordern und födern: Sie lernen neue Wörter und Redensarten in der anderen Sprachen und gleichzeitig ganz andere Themen wie Mathematik, Astronomie, Politik und auch Geschichte, wie in diesem Beispiel das Entdeckungsjahr von Amerika: „In 1492 Columbus sailed the ocean blue.

Und hier eine Merkhilfe für ein Thema, dass auch in unserer Liste der Eselsbrücken zu finden ist: „My Nice New Car Needs Re Painted. Maybe Dark Violet? No Shiny Gold!“ Mit diesem Spruch kann man sich die 13 Gründerstaaten der USA merken. Mit unserer (deutschen) Merkhilfe natürlich auch. Die englischsprachige Lösung finden Sie hier.

Eine umfangreiche Sammlung englischer Merksprüche (Eselsbrücken) finden Sie unter http://www.mnemonic-device.eu.

Viel Spaß beim anderssprachigen Merken!

Quelle: MNEMONIC DEVICE.eu

 

Umfangreiche Liste einstelliger Majorbegriffe für das Majorsystem zum einfachen Merken von Zahlen

Eigentlich werden die so genannten einstelligen Majorbegriffe selten gebraucht: Höchstens wenn einmal in einer langen Folge eine einzelne Ziffer übrig bleibt, oder auch zum ersten Einprägen des Majorsystems. Trotzdem ist es eine gute Übung, sich auch mit den einstelligen Begriffen zu beschäftigen.

Hier eine ausführliche Liste mit allen (bisher gefundenen) deutschsprachigen Wörtern:

0 – Aas, As, ASA (Abk. f. Filmempfindlichkeit in der Fotografie), Asia, Asse, ASU (Abk. f. Abgassonderuntersuchung bei Kraftfahrzeugen), aus, Eis, es, Esau (bibl.), Essay, Esse, Esso, Hase, Hass, Haus, haushohe, Hesse, heiß, heize, Heuss, hieß, hohes, Hose, ISO, Oase, Öse, Ossi, Ouzo, Säue, sah, Sau, See, sei, Sex, sexy, sie, siehe, so, USA, Uzi (israelische Maschinenpistole), zäh, Zeh, ziehe, Zoo, zu.

1 – Ade, Adieu, Aida, Audi, Audio, Auto, Axt, da, DAX, Dia, Deo, die, Duo, Eid, Etui, Exot, Haiti, hat, hatte, Haut, Heide, Heidi, heute, Hit, Hode, Hoheit, Hut, Hütte, Idaho, Idee, Ode, öde, Otto, Oxid, Oxide, Tau, Tee, Thai, Theo, tue, Udo, Utah, Ute, Yeti.

2 – ahne, Anna, Annexe, Ainu (nord-japanische Ureinwohner), Anne, Auen, Ehen, ein, eine, Hahn, Hain, Hanau, Hannah, Hanoi, Hein, Heino, Henne, hin, Höhen, Hohn, Hüne, Huhn, Hunne, Hyäne, ihn, in, Ion, Nähe, nahe, neu, neue, nie, Nixe,Noah, Nu, ohne, UN, Uni, uni(farben), UNO (Abk. f. die Vereinten Nationen).

3 – am, Ami (Kurzform f. Amerikaner), Amme, Axiom, Axiome, Emma, Emu, Hamm (Stadt in NRW), Heim, Homo, Homoehe, ihm, im, Imme (alter Begriff für eine Biene), Mai, Mao, Miau, Mühe, Oheim (alt f. Onkel), Ohm, Oma, um.

4 – Ära, Ähre, Ara, Arie, Aura, Ehre, er, euer, eure, Euro, Haare, harre, Hauer (Wildschweingebiss / Bergmann), Heer, Herr, Heuer, heuer, Hexer, Hexerei, hier, höher, höre, hurra, Hure, ihre, Ire, irr, irre, Öhr, Ohr, Öre (Teil nordeuropäischer Währungen), Rah(segel), rau, Reh, Reihe, Reue, Rio (de Janeiro), roh, Ruhe, Uhr.

5 – Aal, Alex, Ali, All, alle, Allee, Alu, Aula, Eile, Eule, Exil, Halle, Hallo, Hehl, Heil, helle, heule, hohl, Hölle, Hülle, Laie, lau, Lee (Jeansmarke), leihe, Leo, Öl, Olé.

6 – ach, Asche, auch, Echo, Eiche, Esche, euch, Hasch, Hauch, hoch, husche, ich, ja, jäh, Jux, Schah, Schau, schaue, scheu, Schi, Schuhe, Uschi.

7 – AEG, AG, Akku, Auge, Ecke, Egge, Ego, GAU, gehe, Hacke, Haiku (japanisches Gedicht), Hauke, Heck, Hecke, hege, Heike, Heiko, Hocke, Hugo, Ikea, Kai, kaue, Kuh, Öko, OK, Queue, Yoga.

8 – Affe, auf, auweh, Efeu, Fax, faxe, Fee, Hawaii, Hefe, Hifi, HIV, Hiwi, Hof, hoffe, Huf, Pfau, Ufo, Uwe, Vieh, Weh, Weihe, wie, wo.

9 – ab, Abbau, Abi(tur), Abo, bah, Bau, bei, Beo, Bio, Boa, Bö (Windstoß), buh, Ebay, Ebbe, Eibe, Habe, Haube, hebe, Hieb, Hiob, Hippe, Hippie, Hieb(e), hob, Hobby, hopp, Hub, Hupe, Hypo, ob, Obi (Eigenname einer Baumarktkette), Oboe, Opa, Pi, Pia, Po.

Fett gedruckte Begriffe sind besonders geeignete Wörter!

Sollten Sie Ergänzungen haben: Einfach melden!

 

Deutsche Bundesländer und deren Hauptstädte nach Größe geordnet merken (mit Hilfe der Routenmethode und dem Majorsystem)

Ein Klassiker für Merktechniken ist das Einprägen von Ländern und deren Haupstädten. In diesem Artikel wird beschrieben, wie Sie die deutschen Bundesländer nach Größe geordnet mit Hilfe des einstelligen Majorsystems lernen können. Um die Zahlen in Merkbilder zu verwandeln, werden die so genannten einstelligen Majorbegriffe benutzt.

Vergleichen Sie unbedingt mit diesem ähnlichen und vollständig erklärten Beispiel: Die zehn größten Staaten der Erde und deren Hauptstädte merken!

In diesem Beispiel werden eher unübliche Übersetzungen für die Zahlen benutzt (damit das Lernen abwechslungsreich bleibt). Hier der Vergleich zwischen den geläufigsten Begriffen und den benutzen Wörtern:

  1. Tee / Duo
  2. Noah, Huhn / Nixe
  3. Oma / Mühe
  4. Reh / Uhr
  5. Aal / Hülle
  6. Schi / Schuhe
  7. Kuh / Hecke
  8. Fee / Vieh
  9. Po / Hupe
  10. Tasse / Dose
  11. Tod / Tüte
  12. Tanne / Tonne
  13. Dom / Dame
  14. Tor / Tür
  15. Tal / Hotel
  16. Tisch / Dusche

Und nun zum eigentlichen Lernstoff! Hier ist die Liste der Bundesländer und deren Haupstädte (absteigend nach Fläche Sortiert / detaillierte Liste auf Wikipedia):

  1. Bayern, München (Duo)
  2. Niedersachsen, Hannover (Nixe)
  3. Baden-Würtemberg, Stuttgart (Mühe)
  4. Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (Uhr)
  5. Brandenburg, Potsdam (Hülle)
  6. Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin (Schuhe)
  7. Hessen, Wiesbaden (Hecke)
  8. Sachsen-Anhalt, Magdeburg (Vieh)
  9. Rheinland-Pfalz, Mainz (Hupe)
  10. Sachsen, Dresden (Dose)
  11. Thüringen, Erfurt (Tüte)
  12. Schleswig-Holstein, Kiel (Tonne)
  13. Saarland, Saarbrücken (Dame)
  14. Berlin (Tür)
  15. Hamburg (Hotel)
  16. Bremen (Dusche)

Um die Länder zu merken müssen Sie nun einfach gute Bilder für alle drei Begriffe finden. Um damit Sie sich auch die Namen einprägen, sollten Sie dafür ebenfalls Begriffe finden, die den Namen ähnlich klingen und Ihr Gehirn sich damit an die jeweilige Hauptstadt oder das Bundesland erinnert.

Hier ein paar Beispiele zur Inspiration:

1. Stellen Sie sich einfach ein Duo (also zwei) bayerisch singende Mönche vor. Damit hätten Sie den ersten Platz bereits erfolgreich gemerkt.

4. In Nordrhein-Westfalen schauen die Düsseldorfer dusselig auf die Uhr, wann der Karnevalszug (Hinweis auf NRW) endlich vorbei kommt.

7. Die Hessen finden sich so häßlich (Hinweis auf das Bundesland und nicht als Beleidigung gemeint!), dass Sie sich – statt zu Baden – hinter einer Hecke verstecken.

13. Im Zarenland (Saarland) gehen der Zar nur in Begleitung einer Dame über die Zaren-Brücke.

15. In Hamburg gibt es ein Hotel, das aussieht wie eine Burg (und man muss mit dem Hammer gegen die Tür schlagen, bevor jemand öffnet).

Den Rest sollten Sie sich selbst ausdenken, denn die eigenen Bilder sind immer die besten für Ihren Kopf! Und: Malen Sie ruhig ausgefallen! Niemand kann Ihnen in den Schädel schauen. Je ausgefallener (verrückter, ungewöhnlicher, lächerlicher) ein Bild, desto besser bleibt es im Kopf hängen.

Wenn Sie mehr merken wollen, dann lesen Sie, wie man sich die Bundesländer und deren Position auf der Landkarte am einfachsten einprägt.

Viel Spaß beim Merken!

 

Die zehn größten Staaten der Erde und deren Hauptstädte merken

Eine der am häufigsten gestellten Fragen in den Trainings ist das Land-Hauptstadt-Problem. Die häufigsten Gründe für die Frage danach, wie man sich knapp zweihundert mehr oder weniger bekannte Kombinationen zweier Eigennamen am besten merkt sind:

  • Die Menge ist nicht mehr so leicht durch herkömmliches Merken im Kopf zu behalten.
  • Viele Menschen haben schlechte (oder zumindest mühevolle) Erinnerungen daran aus der Schulzeit.
  • Jeder würde gerne alle Hauptstädte kennen, war aber bisher zu bequem, sie zu lernen. Noch schlimmer: Die wenigsten Menschen kennen die Hauptstädte von Kanada und Australien – bzw. nennen diese in den meisten Fällen falsch. Und nein, es handelt sich dabei nicht um Toronto und Sydney (auch Montreal und Durban sind falsch).
  • Es handelt sich dabei um eine Aufgabe, die perfekt zur Anwendung von Merk- oder Mnemotechniken geeignet ist.

Staat und Hauptstadt in Bilder verwandeln

Einfachste Methode zum Lernen der Hauptstadt-Land-Kombinationen wird auch zum Lernen von Vokabeln benutzt: Bei der so genannten Schlüsselwortmethode wird für die fremde Vokabel (oder die Namen von Staaten und Hauptstädten) ein ähnliches Wort im Deutschen gesucht, dass als Platzhalter oder Erinnerungshilfe (Eselbrücke) benutzt wird. Manchmal muss man ein wenig suchen: „Neu Delhi“ wird so in „neue Delikatesse“ oder  „Canberra“ in „kann (der) Bär“ verwandelt.

Beides miteinander verbinden – Assoziationsbrücken benutzen

Mit einem guten Bild für den Namen eines Staates und einer Hauptstadt ist der halbe Weg geschafft, aber noch nicht die komplette Lernstrecke, denn manchmal kann es schwer sein, beide Bilder miteinander zu verbinden. Auch haben Sie vielleicht nicht für jeden Namen ein gutes Bild gefunden oder Sie kennen bereits einige Länder (und Ihnen fehlt nur die passende Hauptstadt).

Deswegen benutzen Sie einfach noch andere Bilder, an die Sie bei einem bestimmten Land denken: Bei Kanada denke ich immer an riesige Seen, deswegen verbinde ich „Ottawa“ mit einem See, an dem die Otter sitzen und fragen: „Wa(s), das kann er sich nicht merken?“ Sie sollten nur sicher sein, dass Ihnen beim Erinnern wieder der passende See mit den Ottern einfällt.

Reihenfolge hinzufügen – die zehn größten Staaten der Erde

Je mehr Begriffe man verbinden muss, desto leichter fällt es, ein gutes Bild zu finden (so ist beim Beispiel oben der See ein weiteres Schlüsselbild, mit dem Kanada und Ottawa verbunden werden). Deswegen nehmen Sie einfach die Majorbegriffe für die Rangnummer (Größe) des jeweiligen Landes mit zum Bild dazu.

Wenn Sie das Majorsystem (noch) nicht kennen, dann schauen Sie sich die Einführungs-Videos dazu an. Weitere Informationen über das Majorsystem finden Sie in der Artikelsammlung zu dem Thema.

Und hier die Liste der Merkbilder für die zehn größten Staaten der Erde, inklusive Haupstadt und Majorbegriff für den entsprechenden Rang:

  1. Russland, Moskau, Tee (Majorbegriff für 1): Eine Delikatesse in „Russland“ ist „Tee“ mit Preiselbeeren, den man wie „Most kauen“ muss.
  2. Kanada, Ottawa, Noah (Majorbegriff für 2): „Noah“ schiebt in Kanada seine Arche in einen See und die Otter, die am Ufer sitzen, fragen sich: „Wa(s) soll das?“
  3. USA, Washinton, Oma (die ahnen es sicher…): Meine Oma versucht, in Washington (natürlich in den USA) am Obelisken rauf zu klettern.
  4. China, Peking, Reh: In China gibt es als Nationalgericht nicht mehr Peking-Ente, sondern neuerdings Peking-Reh (natürlich völliger Unsinn, aber gut zu merken, weil das Bild im Kopf hängen bleibt).
  5. Brasilien, Brasilia, Lee(Jeans): Die Brasilianerinnen tanzen Samba in engen Lee(Jeans) und alle Brasilianer rufen „Ah!“.
  6. Australien, Canberra, Schi: In Australien kann der Bär nicht Ski laufen.
  7. Indien, Neu Delhi, Kuh: Kuh ist in Indien alles andere als eine „neue Delikatesse“ – eher ganz im Gegenteil, weil Kühe dort heilig sind und nicht verspeist werden.
  8. Argentinien, Buenos Aires, Ufo:  In Argentinien ist die Luft so gut (Übersetzung von Buenos Aires), dass man die Ufos am Himmel mit bloßem Auge sehen kann.
  9. Kasachstan, Astana, Po: Die Kosaken ein originelles Hobby: Sie kitzeln sich mit einem Ast am Po (tun sie nicht, aber das Bild bleibt wieder wie vom selbst im Kopf hängen).
  10. Sudan, Karthum, Tasse: In einem Zelt in der Wüste im Sudan fällt eine Tasse auf den Boden und es macht nicht „Kaboom“, sondern „Karthum“!

Eigene Bilder halten besser

Runzeln Sie nicht die Stirn, wenn Ihnen die oben beschriebenen Bilder seltsam erscheinen: Zum einen sind die Bilder von anderen immer ungewohnt für das eigene Gehirn und gefallen in den meisten Fällen ganz und gar nicht. Zweitens werden Ihre eigenen Bilder besser und länger im Gehirn hängen bleiben, aber es dauert eine Weile, bis sich das Gehirn an diese Denkweise gewöhnt. Je öfter Sie diese Technik praktizieren, desto müheloser werden Ihnen gute Bilder einfallen.

Probieren Sie es aus! Sie werden erstaunt sein, wie mühelos und sicher Sie sich nach recht kurzer Zeit alle 194 Staaten einprägen werden. Übrigens: Staat Nummer 194 ist Vatikanstadt (dort wachen Dobermänner über den Papst – wobei der Dobermann für die 194 steht).

Ein weiteres Beispiel – nämlich eine ausführliche Merkhilfe für Madagaskar inklusive Hauptstadt, Rang, Flagge und dem Komponisten des bekannten Lieds „Wir lagen vor Madagaskar…“ können Sie sich hier ansehen:

httpv://www.youtube.com/watch?v=zTzcmkfxw5Q

 

 

Sammlung praktischer Beispiele zur Schlüsselwortmethode zum Merken von Vokabeln auf Englisch, Französisch,Italienisch & Polnisch

Die Schlüsselwortmethode ist einer der besten Merktechniken, um sich Vokabeln einzuprägen. In diesem Artikel wird die praktische Umsetzung der Schlüsselwortmethode an ein paar praktischen Beispielen aus verschiedenen Sprachen erläutert.

Hier eine Liste mit fast 50 praktischen Beispielen, wie Wörter mit Hilfe eines Schlüsselbilds in eine lebhafte Vorstellung verwandelt und so ganz einfach gemerkt werden können:

  1. jeden (Polnisch) = Jeden Tag fange ich neu an zu zählen und beginne mit eins….
  2. dwa (Polnisch) = …dabei rufe ich “dawei” (auf Russisch: weiter) und zähle bis zur Zwei.
  3. lundi (Französisch / Montag) = Die Lunte fängt am Montag an zu brennen und brennt bis zum Dienstag (der hintere Teil des Worts).
  4. gry (Polnisch / Spiel) = Beim Spielen knurren sich die Spieler gegenseitig an.
  5. put (Englisch, hinlegen, ablegen) = Ich rufe put, put, put um die Hühner anzulocken und lege Brotkrumen auf den Boden, damit sie kommen.
  6. navata (Italienisch / Schiff): Entweder erinnert die erste Silbe an navigieren oder ein wütenender Mann steht am Hafen und brüllt einem anderen “na, warte!” zu, der sich auf einem Schiff in Sicherheit gebracht hat.
  7. colonna (Italilenisch / Säule): Eine Kolonne stramm wie Säulen stehender Soldaten.
  8. colla (Italienisch / Kleber): Ich kriege einen Koller, weil ich meine Hand am Tisch festgeklebt habe und nicht wieder los komme.
  9. mìgnolo (Italienisch / Kleiner Finger): Sieht so aus und ist so groß wie eine Mignon Batterie.
  10. labbro (Italienisch / Lippe): Die Lippe hängt wie ein labbriger Lappen herunter.
  11. fiori (Italienisch / Blumen): Stellen Sie sich ein Vieh vor, dem die Blumen aus den Ohren wachsen.
  12. cappello (Italienisch / Hut): Sie tragen eine Kapelle auf dem Kopf.
  13. calzini (Italienisch / Socken): Wenn Ihnen kalt ist, ziehen Sie sich Socken an.
  14. caldo (Italienisch / heiß): Aber caldo heißt heiß, deswegen müssen Sie das Bild oben etwas umdenken: Damit Ihnen wieder heiß wird, ziehen Sie Socken an. Damit haben Sie gleich noch ein Wort gelernt.
  15. freddo (Italienisch / kalt): Und wenn kalt ist, dann frieren Sie wie ein Frettchen.
  16. Letto (Itallienisch / Bett): Eine Ansammlung aus Latten wird in Italien Bett genannt.
  17. fil (Französisch / Faden): Ein Faden ist sehr filigran.  Schöne Hintergrundinformation: Der Ausdruck Filigran bedeutet „gekörnter Draht“ (von filum = Faden, Draht und granum = Korn) und bezeichnet feine Goldschmiedearbeiten aus Metallfäden mit aufgezogenen Metallperlen.
  18. boucle (Französisch / Schnalle): Eine Schnalle klebt wie ein kleiner Buckel ähnlich einem Bukett (verziert ein Blumenstrauß) auf dem Bauch.
  19. laine (Französisch / Wolle): Ein Schaf lehnt sich an eine Leine, die aus der eigenen Wolle gestrickt ist (Aussprache und Schreibweise).
  20. cendrier (Französisch / Aschenbecher): Sie drehen eine Zigarette in Sand aus, damit sie nicht weiter brennt.
  21. bougie (Französisch / Kerze): Sie tanzen einen heißen Boogie im Kerzenlicht.
  22. colis (Französisch / Paket): Der Kuli kriegt einen Koller, weil er ein riesiges Paket tragen muss.
  23. guichet (Französisch / Schalter): Wenn ich auf den Schalter drücke, dann ist es geschehen.
  24. facteur (Französisch / Briefgträger): Das -eur weist auf einen Beruf hin, und zwar auf den des Faktenträgers, denn in Briefen stehen jede Menge Fakten.
  25. voleur (Französisch / Dieb): Der Dieb ist mit dem -eur wieder ein Beruf, diesmal von jemandem, der etwas will – ein Wollöhr!
  26. agression (Französisch / Überfall): Erklärt sich wohl von selbst, denn die Räuber sind immer ziemlich aggressiv.
  27. peigner (Französisch / kämmen): Für die Schreibweise ist der Kamm der Peiniger der Haare.
  28. boucles (Französisch / Locken): Wie beim Bukett liegen die Locken auf dem Kopf wie die Blumen im prächtigen Gesteck. Und Sie sehen aus wie viele Mini-Buckle (Schwäbisch), dann sitzt auch die Aussprache.
  29. cheveux (Französisch / Haare): Was über den Augen (yeux) mit der Schere bearbeitet wird, das sind die Haare.
  30. front (Französisch / Stirn): Was beim Kopf an der Front ist, das ist die Stirn.
  31. gift (Englisch / Geschenk): Was Sie jemanden auf keinen Fall schenken sollten.
  32. bench (Englisch / Bank): Es beugt sich ein Mensch unter der Bank.
  33. dozen (Englisch / Dutzend): Dosen gibt es heute nur im Dutzend.
  34. fruit (Englisch / Frucht): Die Frucht ist die Brut der Bäume.
  35. polite (Englisch / höflich): Er glänzt vor Höflichkeit wie poliert.
  36. tax (Englisch / Steuer): Der Mann vom Finanzamt fährt immer mit dem Taxi, weil wir so viel Geld an ihn zahlen müssen.
  37. Lake (Englisch / See): Wenn das Meer ein Leck hat, dann schrumpft es zum See zusammen.
  38. faith (Englisch / Glaube): Der Glaube klebt ihm auf dem Gesicht (face).
  39. flour (Englisch / Mehl): Aus den Blumen (flowers) holen sich die Bienen das Mehl zum Backen von Honig.
  40. gain (Englisch / gewinnen): Obwohl er sich gelangweilt hatte und die ganze Zeit gähnen musste, hat er gewonnen.
  41. bore (Englisch / langweilen): Mir ist so langweilig, dass ich mit den Finger in den Kopf bohre.
  42. cough (Englisch / Husten): Ich wohne in einem Kaff, in dem die Luft so schlecht ist, dass ich ständig husten muss.
  43. fog (Englisch / Nebel): Die Fock (also das Vorsegel bei einem Segelschiff) nimmt einem die Sicht wie dichter Nebel.
  44. niece (Englisch / Nichte): Meine Nichte muss immer niessen.
  45. pan (Englisch / Pfanne): Pan pennt in einer pan!
  46. rail (Englisch / Schiene): Die Eisenbahn fährt eine Rally auf der Schiene.
  47. Cannon (Englisch / Kanone): Die Kanonen ballern einen Kanon.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Beispielen nicht um Eselsbrücken zum Merken von Vokabeln handelt. Schauen Sie sich unbedingt die Funktionsweise der Schlüsselwortmethode an, wenn Sie damit nicht vertraut sind, damit Sie die Bilder auch richtig in Ihrem Kopf abspeichern.

 

 

Schwierige englische Vokabeln merken mit der Schlüsselwortmethode

Vokabeln lassen sich am besten mit der so genannten Schlüsselwortmethode merken. Dabei wird ein Wort zwischen Vokabel und Übersetzung gestellt, dass so ähnlich klingt, wie die Vokabel. Klingt schwierig? Schauen Sie sich die Beispiele unten an und probieren Sie aus, wie gut diese Methode ist. Diese Merktechnik ist übrigens wissenschaftlich untersucht und für ausgezeichnet befunden worden!

Hier ein paar Vokabeln aus einem Leserbrief zu dem Buch „Einfach. Alles. Merken.“ von Ulrich Bien. Aber bitte immer bedenken: Die eigenen Bilder sind die besten. Und wenn einem nichts einfällt: Einfach das Wort mitnehmen auf den Weg zur Arbeit und so lange drüber nachdenken, bis man eine gute Lösung gefunden hat. Es lohnt, ein paar Minuten mehr in eine solide Eselsbrücke zu investieren.

to decide (entscheiden)
„decide“ klingt ausgesprochen wie „die Seite“. Man muss sich entscheiden, auf welche Seite man sich schlagen will.

common (gewöhnlich)
Immer an den bekannten Hit „Love of the common people“ denken (geschrieben 1967 von John Hurley and Ronnie Wilkins und bekannt geworden durch den Sänger Paul Young). Aber „common“ klingt ein wenig wie die Kurzform von „kommunistisch“ in Kombination würde das heißen, dass alle Menschen im Kommunismus „gewöhnlich“ (nicht unterschiedlich / gewöhnlich und gleich) sind.

in order to (um dazu, um etwas, zwecks)
Diese Redewendung ist eine Langversion von „to“ (I go there TO see something). Die „Order“ (Befehl, Aufforderung) gibt es auch im Deutschen. Also erhalte ich einen Befehl oder eine Aufforderung (Verstärkung), um etwas (verstärkt / mit einem bestimmten Zweck) zu tun.

quite (durchaus)
Kombinieren Sie hier drei schwierige Dinge miteinander: „quite“ (durchaus) mit „quiet“ (leise) und „quit“ (beenden / Kündigung). Bilden Sie den Satz „I quit quite quiet.“ („Ich kündige recht leise/unauffällig.“) Und als Merkhilfe: das Wort „quit“ zuerst ohne „e“, dann das „e“ hinten und zuletzt der Buchstabe auf die vorletzte Position vorgerückt.

keeping busy (beschäftigt sein mit)
„busy“ erinnert an „business“ (Geschäft) und „keep“ erinnert an die Kiepe, in der Dinge aufbewahrt bzw. transportiert werden. Man trägt in der Kiepe also sein Geschäft mit sich herum.

even though (auch wenn, obgleich)
„even“ heißt auch „gerade“ (zum Beispiel für Zahlen). Die Übersetzung „gerade wenn“ funktioniert für diese Redensart ebenfalls.

fair the middling (gut bis mäßig, geht so)
„fair“ gibt es auch im Deutschen – und es ist gut, wenn jemand „fair“ ist. „middling“ erinnert ganz klar an die Mitte (also mittel oder mittelmäßig, wobei wir damit bei der richtigen Übersetzung angekommen sind). Alternativ klingt „middling“ auch wie „Mittelding“. Um die komplette Redensart im Kopf zu behalten merken Sie sich einfach: Es geht so, wenn die „Fähre nach Mittelding“ startet (oder auch „Fährte nach…“).

of late (neulich)
Bedeutet auch „in der letzten Zeit“ und „in letzter Zeit“. Nur das Wort „late“ bedeutet „spät“, also macht die Übersetzung „in letzter Zeit“ (wortwörtlich „von spät“) durchaus Sinn.

vast (enorm)
Klingt wie „Weste“ (und wenn ich an mir herunter schaue, dann ist die Weste gefüllt von meinem „enormen“ Bauch).

Viel Erfolg beim Lernen!

 

 

Elemente der Alkalimetalle im Periodensystem inklusive Ordnungsnummern merken

Hier mal ein etwas dickeres Ding: Wie kann man die chemischen Elemente in der Gruppe der Alkalimetalle im Periodensystem merken – und zwar inklusive Ordnungsnummern? (Achtung: Für das Merken der Zahlen müssen Sie das Majorsystem kennen. Mehr Infos dazu im Kasten unten.)

Hier erst einmal die Elemente, die wir später in eine Geschichte packen werden. Und zwar gleich mit den Übersetzungen in lebendige Begriffe, mit den jeweiligen Ordnungsnummern und den entsprechenden Majorbegriffen für die Zahlen:

Element Merkbild Ordnungsnummer Majorbegriff
Lithium Lied 3 Oma
Natrium Natter 11 Tod
Kalium Karl 19 Tube
Rubidium Rubin 37 Mücke
Cäsium Caesar 55 Lolli
Francium Franke 87 Wiege

Bevor wir anfangen, sollten Sie diese Gruppe in einen Raum einbauen, der natürlich auch eine denkbare (vorstellbare) Übersetzung braucht: Die Geschichte spielt also im metallisch schillernden All von Karl (dem Großen) – ein ganz einfacher und klarer Hinweis, dass es sich um die Gruppe der Alkalimetalle (eigentlich „Allkarl“) handelt.Das wäre damit gehirngerecht und zuverlässig erledigt.

Und jetzt müssen wir nur noch aus den Bedeutungspaaren von oben eine Geschichte machen. Hier ein Vorschlag:

Caesar lutscht einen Lolli und singt ein Lied über seine Oma, um denFranken in der Wiege in den Schlaf zu singen. Dabei quetscht er eine Natter zuTode, die unter der Wiege liegt. Caesar singt so schlecht, dass Karl seine Tubezückt und Caesar einen Rubin anbietet, der so große wie eine Mücke ist, dass er endlich aufhört zu singen.“

Schon gemerkt? So einfach kann es sein, sich auch so abstrakte Informationen leicht zu merken und sich die ganze Mühe von Pauken, Büffeln und Spicken sparen.

Hinweis: Wenn Sie das Majorsystem (noch) nicht kennen, dann schauen Sie sich die Einführungs-Videos dazu an.

Weitere Informationen über das Majorsystem finden Sie in der Artikelsammlung zu dem Thema.

 

Anbauen im Gedächtnispalast: Zwei neue Elemente im Periodensystem als „Insel der Instabilität“

Der Gedächtnispalast aus dem Artikel Das komplette Periodensystem der Chemischen Elemente auswendig lernen kann nun um zwei weitere Elemente erweitert werden: Ununquadium und Ununhexium wurden nach einer dreijährigen Prüfung durch ein Komitee von Wissenschaftlern offiziell anerkannt und sind damit fest ins Periodensystem der Chemischen Elemente eingefügt.

Dabei handelt es sich um besonders schwere, künstlich hergestellte Elemente, die nur wenige Millisekunden existieren, bevor sie wieder zerfallen. Die beiden Elemente tragen die Ordnungsnummer 114 und 116 und befinden sich damit auf der so genannten „Insel der Instabilitäten“.

Ununquadium wird auch als EkaBlei bezeichnet. Der Name ist Griechisch und wurde aus der Ordnungsnummer abgeleitet. Diese lässt sich mit Hilfe des Majorbegriffs Theater (T, T, R = 114) merken (wenn Sie diese Technik nicht kennen: einen Artikel über das Majorsystem finden Sie hier).

Ununhexium (von lateinnisch unus „eins“ (2×) und griechisch „hexi“ „sechs“) wird auch als EkaPolonium bezeichnet. Die Ordnungsnummer in das Majorsystem übersetzt ergibt das Autodach (116 = T, D, CH).

Die Namen sind jedoch vorläufig, denn die Entdecker haben die Möglichkeit, eigene Bezeichnungen für die Elemente vorzuschlagen. Die Prüfung durch ein weiteres Komitee dürfte jedoch wieder einige Zeit dauern.

Bis dahin können Sie Ihren Gedächtnispalast in aller Ruhe erwetern. Wenn Sie – wie im Artikel über den Gedächtnispalast beschrieben – das Periodensystem in einer Burg organisiert haben, dann können Sie die beiden Elemente ebenfalls im Rittersaal unterbringen. Passende Bilder dazu werden Ihnen sicherlich einfallen!

Viel Spaß beim Merken!

Quelle: Focus online

Dieser Artikel ist Teil des Blog-Books "Der Gedächtnispalast - Gipfel der Mnemotechniken". Wenn Sie mehr lesen wollen, schauen Sie sich das Inhaltsverzeichnis an.

Weiterführende Links: