Schlagwort-Archive: Studium

Aus der Hand gelesen: Eselsbrücke für die Handwurzelknochen (Anatomie)

Ein beliebtes und gleichzeitig komplexes Thema aus der menschlichen Anatomie: Wie lauten die Namen der acht Handwurzelknochen? Und wie lässt sich die Anordnung in der Hand am besten merken? In diesem Artikel lernen Sie, sich eine gute Vorstellung von dem Knochengebilde im Kopf aufzubauen – eine Eselsbrücke nicht nur für Medizin-Studenten…

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8 Allergieausweise in 8 Minuten auswendig lernen (MedAT)

Die Universitäten in Österreich haben einen einheitlichen Aufnahmetest für Studierende entwickelt (MedAT). Eine Aufgabe besteht darin, sich die Fakten von 8 Allergieausweisen in 8 Minuten einzuprägen und diese 30 Minuten später anhand eines Multiple-Choice-Tests wiederzugeben. Dieser Artikel erklärt, wie eine solche Merkaufgabe fehlerfrei und schnell zu meistern ist.

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Leserbrief über ganz viele Vitamine und deren Wirkungen – Lernen für das Studium

Hier ein Leserbrief über das Merken von komplexen Informationen für das Studium:

Sehr geehrter Herr Bien,

zunächst möchte ich Ihnen sagen, wie gut ich ihre Videos auf YouTube oder auch ihren Blog finde. Endlich wird Lernen leicht gemacht…

Nachdem ich mir bereits einige Ihrer Informationen angeschaut habe, bleibt für mich dennoch eine Frage offen: Ich verstehe leider immer noch nicht, wie ich ein bestimmtes Fach für die Uni gut lerne. In sechs Wochen steht eine Prüfung an, von der die Zusammenfassung ca. 250 Seiten lang ist. Ich weiß jedoch nicht, wie mir Ihre Techniken helfen können, auch diese Informationen zu lernen.

Anbei schicke ich Ihnen ein Beispiel für das, was gelernt werden muss. Es wäre super, wenn sie mir erklären könnten, wie ich diese Informationen einfach behalten kann, da es doch sehr sehr viele sind:

Allgemeine Kriterien für eine adäquate Aufnahme von Vitaminen und Mikronährstoffen:

  • vermeiden eines klinischen Mangels mit anatomischer und funktioneller Störung
  • unter normalen Bedingungen keine Mangelerscheinung
  • Veränderung normaler Situationen führt zu Hinweisen auf schlechte Versorgung
  • metabolische Besonderheit ist ein gestörter KHD Stoffwechsel bei Thiaminmangel und Ausscheidung von Methylmalonsäure bei B12 Mangel
  • ungewöhnliche metabolische Reaktionen sind bei Folatmangel gestörte Metabolisierung von Histidin und bei B6 Mangel gestörte Metabolisierung von TRY

Fünf grundlegene Funktionen von Vitaminen:

  • Anti Oxidanzien
  • H+/ e+ Donatoren und Akzeptoren
  • Hormone
  • Coenzyme
  • Gentranskriptionsfaktoren

Vitamin A – Biologische Funktionen und Mangelzustände im Überblick

  • aktive Formen
    • Retinol
    • Retinal
    • Retinsäure
  • biologische Funktionen
    • Photosensitive Pigmentierung der Retina
    • Regulation der Epithelzelldifferenzierung
    • Regulation der Gentranskription
  • Mangelerscheinungen
    • Nachtblindheit
    • Xerophthalmie
    • Keratomalazie
    • gestörtes Wachstum

Und hier die Antwort:

Hallo,

vielen Dank für Deine E-Mail! Freut mich, dass Dir mein Blog gefällt.
Deine Frage kann ich ganz klar mit „ja“ beantworten. Mit Hilfe von Merktechniken lassen sich auch komplexe Themen deutlich leichter und schneller merken. Allerdings gibt es nicht die eine Methode, mit der sich alles ganz leicht einprägen lässt. Vielmehr solltest Du für jedes Thema die optimale Technik benutzen.
Deine Beispiele lassen sich aus meiner Sicht am Besten in Merkbilder verwandeln. Hier ein paar kurze, schnelle Ideen zum Merken der oben erwähnten Fakten: Die Aufnahme von Vitaminen und Mikronährstoffen würde ich in das Bild einer Person verwandeln, an einer Obsttheke mit bloßen Händen (Hinweis auf fünf folgende Kriterien) alles in sich hineinstopft, was die Auslage bietet, während der Verkäufer zufrieden dabei zusieht (außerdem wandern die Mikronährstoffe wie kleine Ameisen von unten sein Hosenbein hoch – um auch diesen Teil im geistigen Blick zu haben).
Alle weiteren Punkte werden jetzt in dieses Bild eingebaut: Zuerst schaut der Verkäufer, ob es dem Kunden auch gut geht (Punkt zwei von der Liste), denn wenn er nicht mehr so schnell futtert, dann muss der Verkäufer für Nachschub sorgen (Punkt drei auf der Liste). Schließlich hält der Verkäufer Sanitäter von seinem Kunden fern, die mit Zwangsjacke und Kopfmaske anrücken (wie in „Schweigen der Lämmer“), um die Person mitzunehmen (für den ersten Punkt auf der Liste) und so weiter (die folgenden zwei Punkte kann ich mangels Fachwissen leider nicht in Bilder verwandeln…)
Der zweite Punkt lässt sich hervorragend in dieses Bild ergänzen, in dem der Obstverkäufer mir eine Orange zeigt, die er in der Hand hält (die Finger sind wieder der Hinweis auf fünf folgende Punkte) und mir erklärt, was man alles damit machen kann: Zuerst reibt er die Orange auf einer rostigen Fläche, die dann wieder metallisch schimmert (Anti-Oxidation). Dann hält es sich zwei halbe Orangen wie Busen vor die Brust (Hormone)… Bis er schließlich die spiralförmige Schale der Orange am Ende abzeichnet, die aussieht wie eine DNA-Doppelhelix (Gentranskription).
Beim dritten Beispiel würde ich jedes Vitamin wieder in eine Szene verwandeln: Vitamin A (A wie Auge) lässt sich in die Person eines Fotografen verwandeln, der allerdings nicht mehr arbeiten kann und auf allen Vieren kriecht (vier Mangelerscheinungen), weil seine Augen winzig und verschrumpelt sind (Wachstumsstörungen), damit wie vertrocknete Rosinen in die Augenhöhlen liegen (Xerophthalmie), die Hornhaut trübe ist (Keratomalazie) und damit ist er blind wie die Nacht. So hättest Du die Mängel schon mit Hilfe einer guten Vorstellung im Kopf.
Ich hoffe, diese Beispiele helfen Dir als Inspiration zum Denken Bildern. Je besser Du die Vorstellungen ausschmückst und verfeinerst, desto zuverlässiger kannst Du Dir den Stoff merken. Auch wenn das aufwändig klingt, aber diese phantasievolle Vorgehensweise kann Dir eine Menge ödes Lernen und vor allem das Wiederholen ersparen. Probiere einfach aus, welche Bilder in Deinem Kopf am besten funktionieren.
Ganz viele Grüße,
Ulrich
 

Leserbrief: Ganze Vorlesungen merken mit Hilfe von Merktechniken?

Hier ein Leserbrief zum Merken von kompletten Vorlesungen, Vorträgen und Büchern:

Hallo Herr Bien,

ich hab eine Frage zum Thema viel Wissen in kurzer Zeit lernen.

Kann man wenn man verschiedene Mnemotechniken lange trainiert ein Stadium erreichen in dem man sich viel  Faktenwissen aus Vorträgen (z.B. Namen der Medikamente und deren Wirkung (im Pharmaziestudium)) sofort merken kann? Sodass das Wissen nach der Vorlesung gespeichert ist und man diese nicht noch zeitintensiv nacharbeiten muss?

Ich versuche besonders mit Verbildern und mit dem Gedächtnispalast zu lernen, aber noch brauche ich immer eine Weile bis ich eine Eselsbrücke gefunden habe. Deswegen frage ich mich ob es geistig überhaupt möglich ist einer Vorlesung zu folgen und das Wissen gleichzeitig noch mit passender Verbindung an verschiedenen Gegenständen abzulegen.

Das wäre echt praktisch wenn das ginge.

Viele Grüße,

D.G.

Und hier die erste Antwort:

Hallo G.,

wenn Sie lange genug mit Merktechniken arbeiten, werden viele Lernvorgänge leichter, schneller, vielleicht sogar völlig automatisch ablaufen. Ich sehe Zahlen so zum Beispiel überhaupt nicht mehr als Zahlen, sondern nur noch als Majorbegriffe. Viele Teilnehmer meiner Trainings berichten von ähnlichen Erfahrungen.

Natürlich ist es reizvoll, eine Vorlesung oder ein Fachbuch im Stück im Kopf abzuspeichern – auch das geht mit Hilfe von Mnemotechniken. Allerdings kann ich nur empfehlen, dabei immer einen Schritt einzubauen (und in vielen Fällen geht es auch nicht anders, denn Ihr Dozent oder ein Autor wird anders denken als Ihr Gehirn es tut). Sie sollten solche Informationen nach dem Hören oder Lesen immer passend für Ihr Gedächtnis aufbereiten und dann erst mit Hilfe von Merktechniken das Ganze ins Gehirn schaufeln.
Auch wenn das auf den ersten Blick etwas aufwändiger aussieht, aber eine saubere Verarbeitung der Fakten passend für Ihren Kopf wird Ihnen extrem beim Merken helfen und die Qualität (also das Erinnern) deutlich verbessern. Sie können das selbst einfach ausprobieren, denn es ist gar nicht so einfach, im Gleichschritt zum Tempo eines Dozenten die Fakten zum Beispiel auf einer Route abzulegen.
Viele Grüße,
Ulrich Bien
Hier die Rückantwort:
Hallo Herr Bien,
danke für ihre schnelle Antwort. Es ist wirklich erstaunlich was mit Merktechniken alles machbar ist. Ich habe aber noch nicht ganz verstanden welchen Schritt sie zwischen dem Lesen/Hören der Information und dem Lernen einbauen würden. Denn die zu lernenden Informationen werden doch durch das Anwenden der Merktechniken schon gehirngerecht verarbeitet und wenn ich mir selbst Bilder ausdenke um mir etwas zu merken, dann sind diese Bilder doch immer für mein Gedächtnis geeignet, da sie ja meiner Fantasie entstammen.
(Oder sehe ich den Schritt von dem sie sprechen einfach als selbstverständlich an, auch wenn er gar nicht zur eigentlichen Merktechnik gehört? Natürlich sollte man sich vor dem Lernen überlegen welche Informationen relevant und welche unwichtig sind bevor man mit dem Lernen beginnt, meinen sie das mit dem Schritt?)
Ich werde auf jeden Fall ausprobieren die Informationen während einer Vorlesung auf einer Route abzulegen.
Viele Grüße,
D.G.
Und zuletzt noch die zweite Antwort darauf:
Hallo G.,

die Verarbeitung von einzelnen Fakten – zum Beispiel das Verwandeln in bildhafte Vorstellungen – ist von Ihnen völlig richtig beschrieben. Allerdings bedarf das Verarbeiten komplexer Sachverhalte etwas Vorbereitung: Stellen Sie sich vor, den Inhalt eines Buchs auf einer Route abzulegen oder in einem Gedächtnispalast zu verarbeiten.
Sie müssen definieren, welche Themen auf welchem Punkt liegen sollen und vor allem, wie Sie das Wissen später abrufen wollen – schauen Sie sich dazu zum Beispiel die Artikel zum Merkden des Periodensystems der Chemischen Elemente in diesem Blog an. In diesem Fall werden die Gruppen bestimmten Bereichen einer mittelalterlichen Burg zugeordnet.
Diese Strukturierung wird Ihnen kaum während eines Vortrags gelingen. Jedenfalls schaffe ich das nicht und ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, das komplette Material im Anschluss in Ruhe zu sichten und zu ordnen (dazu gehört auch das gezielte ausfiltern unwichtiger Fakten).
Hoffentlich bringt Sie das beim Lernen etwas weiter! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg…
Ulrich Bien
 

Paragraphen merken – Hilfe für das Jurastudium

Hier ein Leserbrief zum (un)beliebtem Thema „Lernen für das Examen“ im Jurastudium:

Hallo Ulrich,

per Zufall bin ich auf Deine Merktechnik aufmerksam geworden. Ich bin Jurastudentin in der letzten Phase. Vor dem Examen habe ich panische Angst, da ich mir einfach die Paragrafen schlecht merken kann. Im Examen sind keinerlei Hilfsmittel, außer der planke Schönfelder zugelassen. Die Paragrafen muss ich mir in einer bestimmten Reihenfolge pro Rechtsgebiet merken können, als sog. Paragrafenverkettung/Prüfschema. Manchmal sind auch unter bestimmte Paragrafen mehrere anzuwenden. Es sind meistens 3-stellige Zahlen.

Nur wie? Eignet sich diese Merkmethode überhaupt dazu? Wenn ja, welche genau? Ist überhaupt noch genügend Zeit, um sich diese Technik anzueignen? Ich habe genau 11 Monate Zeit…

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Viele Grüße,

M. S.

Und hier die Antwort:

Hallo Frau S.,

wenn ich Sie richtig verstehe, dann müssen Sie sich Ketten von dreistelligen Zahlen einprägen? Das ist mit Hilfe von Merktechniken überhaupt kein Problem. Sie verwandeln die Zahlen mit Hilfe des Majorsystems in Bilder und verbinden diese entweder in Form einer Geschichte oder mit der Routenmethode. Alles extrem einfach und schnell zu lernen…

Für das Majorsystem brauchen Sie maximal eine Woche. Die Routenmethode können Sie in der gleichen Zeit erlernen (und bitte sofort anhand Ihres Lernstoffs beginnen, dann vergeuden Sie keine Zeit). Die Beschreibungen zu diesen Techniken finden Sie alle auf meinem Blog (oder natürlich auch in meinen Büchern 🙂

Ich trainiere auch Jura-Studierende – und kann von daher das Lernen mit Merktechniken empfehlen. Sie sparen sich nicht nur eine Menge Mühe, sondern können sich damit viel mehr merken…

Viele Grüße und ganz viel Erfolg,

Ulrich

Hier die nächste E-Mail:

Hallo,

danke für die schnelle Antwort. Ich stelle mir dass sehr schwierig vor. Ich habe Ihnen als Vorlage ein Prüfschema vom Vollstreckungsrecht geschickt. Ich weiß nicht, ob da diese Technik greift.

Ich habe mir gedacht, meine Wohnung in verschiedene Kategorien zu unterteilen. Zum Beispiel: Familienrecht = Kinderzimmer und Grundbuch = Wohnzimmer usw… ist damit diese Routentechnik gemeint? Das schlimme ist, dass es immer verschiede Prüfschemen pro Rechtsgebiet gibt. Jetzt habe ich zwar die Kategorien, bloß wie finde ich darin die Technik an? Ich finde es gerade schwierig sowohl die Zahlen als auch die Begriffe miteinander zu verbinden. Ich muss mir das Gesetz und den passenden Rechtsbegriff dazu merken müssen und dass in unterschiedlichste Rechtsgebiete. Über jedes Beispiel  bin ich sehr dankbar.

Viele Grüße,

M. S.

Und hier die Antwort inklusive praktisches Beispiel:

Hallo Frau S.,

vielen Dank für das Beispiel! Ihre Idee mit den Räumen ist nicht falsch, aber Sie brauchen vermutlich mehr als ein paar Zimmer.

Bauen Sie für jede Spalte eine aussagefähige Szene. Zum Beispiel die erste Spalte würde ich mir an der Haustür vorstellen, wie ich mit viel „Geschick“ (ZPO 767 – nach Majorsystem) dem Vollstreckungsbeamten einen Richter vorhalte (Vollstreckungsabwehrklage). Bei Rechtsverzug verstecke ich mich hinter einem „Gebüsch“ (796) und eine notarielle Urkunde habe ich immer im Gepäck (797). Und so weiter…

Wichtig dabei ist eigentlich nur, dass Sie alle Begriffe in aussagekräftige Bilder übersetzen… Ohne Geduld und ein wenig Phantasie geht es auch mit Hilfe von Merktechniken nicht!

Viele Grüße,

Ulrich Bien

 

Programmiersprachen lernen und Syntax merken – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zu einem ganz besonderen Thema: 

Guten Tag Herr Bien,

ich habe Ihr Buch „Einfach.Alles.Merken.“ gelesen. Nun möchte ich es mir einfacher machen mit den gezeigten Techniken eine Scriptsprache zu lernen. Wie z.B. PHP oder JavaScript. Da die Syntax der jeweiligen Scriptsprachen recht abstarkt ist, bin ich mir nicht sicher welche der Techniken ich nutzen sollte. Ich würde gerne die Syntax, dann die Bedeutung und zum Schluss ein kleines Beispiel in meinen Kopf bekommen. Hier einmal ein Beispiel was ich mir in etwa merken möchte:

Script Tag: …

Roh-form der Syntax: …

Erklärung: Das Script Tag wird benutzt um Java Script Code in HTML und andere Dokumente zu implementieren.

Anmerkung: Wenn mehrere Befehle in einer Zeile geschrieben werden, müssen diese mit einem „;“ getrennt werden.

Beispiel: document.write(„The weather means the seasons“); document.write(„The weather „); document.write(„means the seasons“);

Dieser Ausschnitt stammt aus einer Referenz die ich mir beim Durchlesen eines Buches leider bevor ich ihr Buch gelesen hatte, angefertigt habe.

Ich freue mich auf Ihre Antwort,

M.K.

Und hier die Antwort:

Hallo K.,

ich bin nicht gerade ein Programmier-Profi, aber vermutlich benötigen Sie gezielte Referenzen (also keine alphabetische Ordnung oder Reihenfolge). Damit ist das Ganze recht einfach: Bauen Sie sich zu jedem Befehl ein Bild auf, dass um die praktischen Beispiele und alle weiteren Informationen ergänzt wird.

Aus Microsoft Excel kann ich Ihnen ein Beispiel liefern (womit schon meine Computer-Grenzen erreicht wären): Ich merke mit die Syntax des Befehls FINDEN(Was? – also die Zeichenfolge innerhalb einer Zelle; Wo? In welcher Zelle soll gesucht werden), indem ich mir vorstelle, dass der Buchstabe „a“ in „Was“ im Alphabet vor dem „o“ in „Wo“ steht. Also erst die gesuchten Zeichen und dann der Ort, an dem gesucht werden soll.

Genauso können Sie den Namen des Befehls und weitere Parameter mit einbauen.

Ich hoffe, Ihnen hilft die schnelle Antwort und viele Grüße,

Ulrich Bien
 

Mnemo-System für das Medizinstudium – Leserbrief

Hier ein Leserbrief für alle Medizinstudierenden, die sich im Studium mit dem Auswendig-Lernen von Stoff herumquälen müssen:

Hallo,

ich studiere in I., wo wir jedes Jahr ein Abschlussexamen haben und in einer Prüfung mit 160 Multiple-Choice-Fragen zu dem ganzen Stoff des ganzen letzten Jahres geprüft werden. Wie die beiden Jahre zuvor stehen jetzt  wieder drei lange Monate an, wo ich in der Bibliothek haufenweise dicke Bücher durcharbeite und am Schluss vor Verzweiflung fast sterbe, da ich das ganze in der Schlussphase zum größten Teil wieder vergessen habe!

Ich selber habe mich mit der Thematik Mnemo-Techniken oder Speedreading schon beschäfftigt, wo ich aber nur beim Speedreading große Erfolge für mich nutzen konnte, da ich beim Verständnis-Lesen komplexe Texte besser und schneller verstanden habe. Jedoch haben mir  Merkbilder für die Zahlen 0-99 oder die Routen-Methode, also Mnemo-Techniken, nicht wirklich weitergeholfen um das Faktenwissen auch mit meinem Verständniswissen zu verbinden.

Und genau hier wende ich mich an euch, weil ich es leid bin so viel zu vergessen und auf der anderen Seite zu wissen, dass ich bestimmt was dagegen tun kann.

Ich hätte gerne ein System, dass wie ein riesiger Aktenschrank alle meine Infos aufräumt und bei bedarf schnell und einfach ausspuckt… Ich betrachte die einzelnen Mnemotechniken als Werkzeuge jedoch nicht als Methode um Dinge langfristig abzuspeichern…

Ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt, oder mir zumindest einen Rat gebt, wie ich dieses Problem besser anpacken kann.

Danke im Voraus,

A.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr A.,

ich trainiere seit einigen Jahren Jurastudierende und das beste Mittel gegen (oder für) die Unmengen Stoff ist aus meiner Erfahrung der Gedächtnispalast – eine verhältnismäßig aufwändige Technik (die mit verschiedenen Merktechniken kombiniert wird), die allerdings den Vorteil hat, dass Sie sich Unmengen von Stoff präzise merken können.
Als Einstieg in das Thema kann ich Ihnen die Artikel dazu auf meinem Blog empfehlen unter http://www.denkreich.com/wiki/techniken-fur-profis/ und http://www.denkreich.com/wiki/zielgruppen/.
Viel Spaß beim Lernen und viele Grüße,
Ulrich Bien
 

Merken von langen Texten und Vorträgen – Leserbrief

Hier ein Leserbrief zu einem Klassiker der Merktechniken – dem Einprägen von Vorträgen und langen Texten:

Hallo!

Ich muss beruflich mit mehreren verschiedenen Skripten arbeiten, und würde diese natürlich lieber ohne diese vortragen können, sondern diese direkt abrufbar im Gedächtnis haben wollen.
Mit welcher Methode ist dies wohl am besten realisierbar? Mit der Loci Methode oder dem Palast, kombiniert? Oder der Routenmethode….?
Über eine Antwort wäre ich dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
E. W.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr W.,

die Loci-Methode ist ein Teil der Routentechnik (jeder Routenpunkt ein Merk-Ort – im Lateinischen Locus). Das ist meine favorisierte Methode für Vorträge, weil lange Routen leicht zu konstruieren sind und zuverlässig im Kopf abgewandert werden können (hier ein einfaches Beispiel: http://www.denkreich.com/2011/06/18/deutsche-bundeslander-und-deren-hauptstadte-nach-grose-geordnet-merken-mit-hilfe-der-routenmethode-und-dem-majorsystem/).
Perfekt, wenn Sie zum Beispiel Spaziergänge nutzen, die Sie tatsächlich ablaufen – dann können Sie Ihre Vorträge in der Freizeit hervorragend bearbeiten.
Der Gedächtnispalast (s. http://www.denkreich.com/wiki/techniken-fur-profis/ist eine so genannte Mischtechnik, die zum Abspeichern von viel und sehr unterschiedlichem Wissen genutzt werden kann. Für Vorträge (also Folgen von Fakten) ist sie nicht geeignet. Allerdings kann man auch Routen in einen fiktiven Palast einbauen. 
Viel Erfolg beim Merken!
Ulrich Bien
Und die Rückantwort:
Hallo Herr Bien!

Erst einmal vielen Dank für die Mail. Ja, ich hatte bereits vermutet, das die Loci-Methode der beste Weg dafür sein  könnte.
Die Routentechnik ist mir auch schon bekannt, da ich diese in einem Seminar gelernt habe. Und ich muss sagen, das diese doch schon sehr gut funktioniert.

Ich habe mir auch Ihr Buch zugelegt, welches heute geliefert wurde. Wo ich auch dann gleich das mit den 20 Symbolen ausprobiert habe. Das war heute mittag gegen 12 Uhr.
Jetzt um etwa 24 Uhr sitzten diese immer noch….es ist kaum zu glauben, wie einfach es ist!

Mit freundlichen Grüßen

E. W.

 

„Keiner quält sich gerne. Aber von Lernenden wird das immer noch verlangt…“

Sophia von Lovelybooks hat eine Rezension über „Einfach. Alles. Merken.“ von Ulrich Bien geschrieben und volle Punktzahl (fünf Sterne) vergeben.

Die Zusammenfassung kann nicht besser sein: „Schnell stellen sich Fortschritte ein und der Autor schafft es auf einzigartige Weise, die Merktechniken interessant und spannend zu vermitteln. An keiner Stelle des Textes entsteht Langeweile.“ 

Hier können Sie den kompletten Artikel lesen!

Quelle: LovelyBooks