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Wo steht wer? Plätze auf dem Siegertreppchen

Damit sich erfolgreiche Sportler nie wieder verlaufen: Wo ist welcher Platz auf dem Siegertreppchen? Gemeint ist natürlich nicht der erste Platz, denn der ist oben in der Mitte.

Aber wo stehen der zweite und der dritte Sieger? Hier eine einfache Merkhilfe, wie man sich die Anordung merken kann:

Über die Nummer eins haben wir schon geschrieben. Die beiden nächsten Plätze sind so angeordnet, wie wir lesen – also von links nach rechts (von oben nach unten ist in diesem Beispiel uninteressant, weil alle Gewinner in einer Reihe stehen :-). Also Platz zwei ist auf der linken und Platz drei auf der rechten Seite. Hier ein paar Bilder dazu (falls jemand sein neues Wissen überprüfen will).

 

Was haben Melanie und Hautkrebs gemeinsam? Hintergrundwissen

Alltägliche Begriffe lassen sich leichter merken, wenn man den Hintergrund dazu kennt. Auch wenn weibliche Vornamen und Bezeichnungen für Hautkrebs für uns auf den ersten Blick abstrakt wirken: Es steckt Sinn dahinter!

Auch wenn die Überschrift makaber klingt, aber sowohl der Vorname Melanie, als auch das Melanom stammen vom griechischen Wort „melas“ ab. Zahlreiche Vornamen sind früher aufgrund von Eigenschaften vergeben worden. Melanie bedeutet so viel wie „die Schwarzhaarige“ oder „die dunkel Gelockte“. Der Name des Hautkrebses stammt ebenso von der Farbe ab: Schwarze Flecken!

Es gibt übrigens noch einen Vornamen, der die gleiche Abstammng hat: Pamela ist ebenfalls eine Variation von „melas“. Er wurde von dem Dichter Sir Philip Sidney im 16. Jahrhundert erfunden und setzt sich aus zwei griechischen Begriffen zusammen, den die erste Silbe stammt von „pan“ ab, was so viel wie „ganz“ oder „alles“ auf Griechisch bedeutet.

 

Berühmte Comiczeichner und deren Figuren

Namen in gute Bilder zu verwandeln ist für die Teilnehmer meiner Seminare eine der größten Herausforderungen überhaupt – gerade weil Namen kurz sind und manchmal wenig Inspiration für Bilder bieten. Hier sind zwei Beispiele, die zeigen sollen, dass auch für schwere Namen Bilder gefunden werden können:

Und wie lassen sich die beiden Namen der Comiczeichner in Bilder verwandeln und damit merken? Hier zwei Vorschläge:

Tim und Struppi spielen eine großartige Partie Schach wie aus demProspekt, die mit einem Remis (Unentschieden) endet.“

Und:

Asterix und Obelix verfolgen einen All-Bär, der aus dem Über-Zooentkommen ist.“

Erledigt! So einfach kann merken sein…

 

Verschiedene Druckverfahren kennen-lernen! Eselsbrücken für Drucktechnik

Druckverfahren halten die Farbe auf dem Papier, aber die Fachbegriffe dafür halten sich nicht unbedingt leicht im Kopf. Hier ein paar Eselsbrücken, um die unterschiedlichen Verfahren lange im Hirn haften zu lassen.

Zuerst die Verfahren und eine kurze Erklärung dazu (Details hinter den Links):

Und hier ein paar passende Eselsbrücken, damit es länger und sicherer im Kopf hängen bleibt:

  • Die Lithographie klingt ähnlich wie Monolith (die Bezeichnung für einen großen Stein), der in diesem Fall „flach“ auf der Seite liegt.
  • Bei der Radierung radieren wir mit dem blauen, harten Teil des Radiergummis ganz tiefe Furchen die Druckplatte – und haben damit auch das gut gemerkt.
  • Die Xylographie erinnert (natürlich) an das Xylophon (eines aus Holz wie damals in der Schule), auf dem wir ein paar „hohe“ Töne spielen.
  • Zuletzt die Serigraphie, in der das Wort „Serie“ steckt, weil es sich um ein Druckverfahren zur Massenherstellung handelt. Dabei stellen wir uns vor, wie die Farbe durch ein riesiges Sieb auf das Papier gedrückt wird.

So einfach kann merken sein!

 

Flaggen einprägen – Bilder merken als große Herausforderung für Mnemotechniken

Während Fremdworte zum Beispiel mit Hilfe der Schlüsselwortmethode und auch abstrakte Zahlen mit Hilfe des Majorsystems in Bilder verwandelt werden können, ist das Gehirn bei Bildern erstaunlicher Weise völlig sprachlos. Ein schöner Versuch: Sie zeigen einer Person zehn Flaggen und die dazu gehörigen Namen der Staaten und bitten die Person, sich die Flaggen einzuprägen. Die meisten Menschen erledigen diese Denkaufgabe in ein bis zwei Minuten. Aber wenn Sie anschließend die Reihenfolge verdrehen und nicht mehr die Flagge zeigen, sondern fragen, wie das Länderbanner ausgesehen hat, versagen die meisten Testpersonen.

Das gleiche Problem ist beim Merken von Gesichtern zu finden: Menschen (oder besser deren Gehirne) können sich zwar hervorragend an Gesichter erinnern, allerdings haben wir keine besonders präzise Sprache für Gesichter und deren Teile entwickelt (ein großes Problem für Polizisten, deswegen gibt es Methoden wie die Gegenüberstellung und Phantombilder – ohne beides wären die meisten Täter blond und zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß).

Eine Sprache für Bilder entwickeln

Das bildliche Erinnerungsvermögen des Gehirns kann wesentlich verbessert werden, wenn Sie zum Beispiel die Nationalflaggen der Länder der Erde nicht nur mit dem jeweiligen Land verbinden, sondern wenn Sie gleichzeitig die umgekehrte Reihenfolge trainieren. Das trainiert zwei Eigenschaften, die für Lernen und Merken besonders wichtig sind:

  • Aufmerksamkeit und Beobachtungsgabe: Ihr Gehirn wird trainiert, Bilder genauer zu betrachten. Sie werden so zum guten Beobachter und machen Schnell Sherlock Holmes und Kollegen Konkurrenz.
  • Formen- und Bildersprache: Sie werden auch besser merken und lernen, weil Sie abstrakte Formen und Linien mit Wörtern beschreiben können. Nur wenige Menschen sind dazu in der Lage, zum Beispiel Gesichter oder auch Gerüche und Geschmäcker zu beschreiben.

Flaggen verwandeln

Probieren Sie es aus: Sehen Sie Bilder mit anderen Augen und suchen Sie nach Eselsbrücken, um sich abstrakte Farbkombinationen und Muster merken zu können. Und verbinden Sie diese mit dem Namen des jeweiligen Landes. Hier ein paar Beispiele – und bitte wundern Sie sich nicht über die eigenartigen Bilder, denn fremde Bilder bleiben dem eigenen Kopf immer fremder als die eigenen:

  • Monaco: Viele weiße Westen, die im schneeweißen Sand liegen und darüber der Himmel, der rot vor Neid von dem vielen Reichtum des kleinen Staates ist.

  • Schweiz: Wer sich nicht merken kann, ob das Kreuz weiß oder rot ist: Nehmen Sie die Flagge zum Einwickeln eines Schokoladen-Berggipfels, dann ist die Spitze in der Mitte des Papiers weiß (weil mit Schnee bedeckt) und das Kreuz damit zweifelsfrei in der gleichen Farbe.

  • Bahamas: Die Inseln sind ein schmaler Streifen Sand im Meer (gelber Streifen zwischen zweimal hellblau) und manchmal passiert es, das ein Schiff dort strandet, weil ein Kapitän wieder zwei linke Hände hatte (schwarzes Dreieck auf der linken Seite).

  • Liberia: Klingt so ähnlich wie das amerikanische (englische) „Liberty“ (Freiheit) und die Flagge sieht so ähnlich aus wie die der Vereinigten Staaten von Amerika, allerdings mit einem roten Streifen weniger (sechs statt sieben) und nur einem einzigen Stern.

Auch wenn diese Merkbilder nichts mit der tatsächlichen Bedeutung der Flaggen zu tun haben, so helfen sie dennoch beim Merken.

Weiterführende Informationen

Auf Wikipedia gibt es eine Liste der Nationalflaggen inklusive ausführlicher Erklärungen, was Anordnung und Farben tatsächlich bedeuten. Die Flaggenerklärung hilft in vielen Fällen auch beim Merken, weil ein Bezug zwischen der Grafik und dem Land hergestellt wird (Banner sind natürlich nicht einfach grundlos bunt).

Diese Techniken können Sie natürlich auch auf andere Themen anwenden. Hier ein paar Beispiele, die teilweiserichtig knifflige Aufgaben für verregnete Tage (oder lange dunkle Winter) sind:

  • Gesichter
  • Baumarten und deren Blätter
  • Tartans (hier eine Liste zum Trainieren)
  • Farben (zum Beispiel die RAL-Farbpalette)

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Merken!

 

 

Namen der Achsen im Koordinatensystem: Ordinate, Abszisse und Applikate (auch Kote)

X-, Y- und Z-Achse kennt jeder! Aber die korrekten Fachbegriffe für die Achsen im Koordinatensystem scheinen Mathematiklehrern vorbehalten zu sein. Ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie sich die Namen für die Achsen einfach merken können. Hier erst einmal die Bezeichnungen für die drei Achsen:

  • Abszisse wird die horizontale Achse (X-Achse genannt).
  • Ordinate ist die senkrechte Achse (Y-Achse).
  • Applikate (in der Geographie auch Kote) heißt die Z-Achse, mit der die dritte Dimension erobert wird.

Und hier sind Eselsbrücken, mit denen Sie sich die drei Begriffe und die dazu gehörige Richtung einfach merken können: Die „Abszisse“ zischt ab, bis sie am Horizont verschwunden ist. Die „Ordinate“ steht ordentlich senkrecht in der Welt herum. Und die Karte fällt ab in die Tiefe und landet auf einem Haufen Kot („Applikate“ und „Kote“).

 

 

Annuarium, Agenda, Amphibolie – Fachbegriffe merken und deren Bedeutung kennen

Wie lassen sich folgende Fachbegriffe inklusive deren Bedeutung ganz einfach merken?

  • Annuarium: Jahrbuch.
  • Agenda: Terminplan, Notizbuch, Kalender.
  • Amphibolie: Doppelsinn, Mehrdeutigkeit.

Und hier ein paar Vorschläge, wie sich diese Fremdwörter mit Hilfe von Bildern und Eselsbrücken ganz einfach merken lassen:

  • Annuarium: klingt ähnlich wie „Januar“, was ein ganz klarer Hinweis auf das Jahr ist.
  • Agenda: klingt ähnlich wie „Kalender“, womit eine glasklare Eselsbrücke gefunden wäre.
  • Amphibolie: klingt wie „Amphibienfahrzeug“, das doppelt eingesetzt werden kann: Auf der Straße und im Wasser – also eine Doppelfunktion. Der Begriff stammt auch von der Amphibolie ab.

 

 

Nicht mehr verwechseln: Akronym, Anagramm, Antonym und Anonym – ähnliche Fremdwörter kennen und merken

Hier wieder einmal eine Merkhilfe für ein paar schwierige und vor allem ähnliche Fachbegriffe. Heute stehen auf der Liste:

  • Akronym – Kurzwort oder Abkürzung aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Begriffe (AIDS, KFZ, LKW etc.) (Fremdsprachen / Literatur / Deutsch)
  • Anagramm – Umstellung der Buchstaben eines Wortes, durch die sich ein neues Wort ergibt (Lager <> Regal). (Fremdsprachen / Deutsch)
  • Antonym – Wort mit entgegen gesetzter Bedeutung (Antonym von kalt ist heiß). (Fremdsprachen / Deutsch)
  • Anonym – schlicht und einfach unbekannt.

Und wie läßt sich die Beudeutung dieser Begriffe merken?

In Akronym steckt ein „k“ wie in kurz (=Abkürzung) oder es erinnert auch an Krone oder Krönung: Einfach einen König vorstellen, der auf seinem Tron liegt und so bequem ist, dass er nur in Abkürzungen spricht. Anagramm ähnelt dem Namen „Anna“, der sicht auch spiegelverkehrt (also umgestellt) lesen läßt.Antonym klingt wie „Anti…“, also entgegengesetzt oder dagegen. UndAnonym klingt wie der Anti-Name (ohne Name).

 

 

Kamel oder Dromedar? Wie viele Höcker hat welches Tier?

Der kleine Unterschied, der so gar nicht im Kopf bleiben will: Wie viele Höcker hat ein Kamel? Und wieviele hat ein Dromedar. An dieser Stelle Eselsbrücken zum Merken mit Hilfe der jeweiligen Wörter.

Variante 1: Im Wort „Kamel“ gibt es zwei senkrechte Striche, nämlich im „K“ und im „L“ – ein ganz klarer Hinweis darauf, dass Kamele zwei Höcker haben. Auch weil im Wort „Dromedar“ nur ein senkrechter Strich zu sehen ist – nämlich beim klein geschriebenen „d“. (Schauen Sie sich dazu die Abbildung unten an.)

Variante 2: Drehen Sie die Wörter auf die Seite, können Sie auch an den Anfangsbuchstaben erkennen, welches Tier mit wieviel Wasserspeichern ausgerüstet ist. Beim „K“ in Kamel zeigen die zwei kurzen Striche des K nach oben, während das „D“ vom Dromedar einen etwas größeren Höcker bildet. Auch dazu eine kleine Grafik:

Zusatzübung: Wenn Sie sich selbst Eselsbrücken ausdenken wollen, dann sollten Sie sich für solche Fragen nicht nur selbst Merkhilfen ausdenken, sondern auch einmal versuchen, für eine Frage möglichst viele, kreative Eselsbrücken zu finden. Probieren Sie an diesem Beispiel, wie viele Merkbilder Ihnen einfallen. Lassen Sie sich dafür ruhig ein paar Tage Zeit und denken Sie immer wieder darüber nach. Zehn bis fünfzehn gute Eselsbrücken sollten Ihnen unbedingt einfallen!

Achtung: Wer es biologisch genau und präziser merken möchte, sollte sich auch diesen Artikel ansehen!

 

Leserbrief: Mathematische Formeln mit Mnemotechniken merken – Prozentrechnung

Hier die Frage eines Lesers, wie man sich Formeln mit Hilfe von Merktechniken besser einprägen kann:

Erstmal möchte ich mich bei Ihnen für dieses tolle Buch (Einfach.Alles.Merken) bedanken, es hat mir schon viel weitergeholfen. Es ist ihnen wirklich gut gelungen.

Aber ich verstehe eine Sache noch nicht: Nämlich wie man sich Formeln merkt.

Sie haben auf Seite 104 die Formel A= a²/4 * Wurzel aus 3 verbildert. Ich verstehe diese Lösung aber nicht. Ein Dreieck an ein Quadrat zu kleben, das ist doch nichts besonderes, so kann ich mir das irgendwie nicht merken. Und wie Sie auf eine Wurzel kommen ist mir auch schleierhaft.

Und wie mache ich das bei:

  • G = W * 100 / p
  • W = G * p / 100
  • p = W / G * 100

Diese Formeln kann ich mir einfach nicht merken, ich vergesse sie jeden Tag…

Liebe Grüße,

N.E.

Und hier die Antwort:

Hallo Herr E.,

das Bild im Buch bezieht sich auf den Teil hinter dem Gleichheitszeichen: a zum Quadrat (an ein Quadrat kleben) und in Viertel zersägen (/4). Wenn Sie eins der Quadrate eingraben, dann ist es unter der Erde (Wurzeln) und nur noch eine Ecke (ein Dreieck) sichtbar (3).

Was Ihre Formeln betrifft, würde ich vorschlagen, Sie machen sich erstens klar, wofür die Buchstaben stehen: W = ProzentWert, G = Grundwert und p = Prozentsatz (lässt sich eigentlich anhand der Namen gut merken). Zweitens sind die Formeln jeweils Ableitungen voneinander. Wenn Sie also schnell umstellen können, brauchen Sie sich eigentlich nur eine dieser Formeln zu merken.

Zum Merken würde ich die dritte Formel vorschlagen, weil Sie sich (für mich) am besten in ein Bild verwandeln lässt: Der (Prozent)Satz beginnt damit, dass wir einen (Prozent)Wert durch einen (guten) Grund(wert) teilen, damit zerkleinern und durch einen (schönen und glänzenden) Stern (Multiplizieren) wieder auf hundert (mal 100) bringen.

Können Sie sich das vorstellen?

Es ist wichtig, dass Sie ein eigenes Bild aufbauen, in dem Sie die Formel „sehen“ können. Entweder eine statische Szene oder eine Abfolge von Ereignissen.

Oben ist das eine vorstellbare Abfolge für Sie: Ein Satz entsteht, indem man etwas wertvolles durch Teilung in eine (Grund-)Bestandteile zerlegt und dann wieder auf 100 bringt.

Ich hoffe das hilft Ihnen weiter & viele Grüße,

Ulrich Bien

Dieser Artikel bezieht sich auf Seite 104 im Buch „Einfach. Alles. Merken.